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Aléas Anordnungen

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    Hier wird archiviert

    Hier wird boykottiert

    Hier wird coqettiert

    Hier wird drangsaliert

    Hier wird elaboriert

    Hier wird illusioniert

    Hier wird jongliert

    Hier wird massiert

    Hier wird pikiert




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    Osburg Verlag


    Kommentare:

  • Aléa Torik: @ Bizikova, Lotte Eisen, Sylvia: bitte strengt euch bei eurem nächsten Kommentargeseusel hier ein bisschen mehr an. Ich will nur Kommentare im dreistelligen IQ-Bereich. Wie schade übrigens, dass es „La mer gelée“ nicht mehr gibt: Ihr seht, ich bin mit einem furchtbar guten Gedächtnis...
  • Aléa Torik: Hilfe, ein Leser! Ähem: Guten Abend Craig Phillips, ich antworte Ihnen morgen, aber im Großen und Ganzen sind Sie meiner, vielmehr ich Ihrer Meinung. Morgen mehr! Herzlich Aléa
  • Craig Phillips: Es tut sich in diesem Buch ein spannendes Spiel auf, das sich – unter anderem – um die Autor(innen)schaft und um Fiktionalität von Autoren gruppiert, und es stellt sich in dieser Prosa zudem die Frage „Wer schreibt?“, „Wer spricht?“ Aber es wird diese Frage nicht in einer Absicht...
  • Orlanda: Zwei!
  • Aléa Torik: Liebe Orlanda, das war leicht! Was hältst du davon, wenn wir das von hier in die Wirklichkeit verlegen. Vielleicht ein Mittagessen in der Mensa. Morgen um zwölf oder um zwei? Misses Torik
  • Orlanda: Guten Tag Aléa Torik, wie ich höre, erwartet man von Ihnen das authentisch-sein. Statt dankbar zu sein, dass Sie einen Künstleroman geschrieben haben, ein Selbstbild in der Kunst und dabei vom Schreiben, von der Tätigkeit des Erfindens berichten. Sie sehen: ich habe am Wochenende doch...
  • Aléa Torik: Lieber Phorkyas jetzt weiß ich wieder, wen ich in meiner Aufzählung vergessen hatte: Sie. Das schlechte Gewissen, Ich hatte den mehrfach versprochenen Essay zur Zeittheorie auch angefangen, wieder weggelegt und dann einfach abgehakt. Hier waren ja in den letzten Monaten andere Sachen...
  • phorkyas: Liebe Aléa, so long and thanks for all the fish. Herzlich, Phorkyas PS. Falls Sie über Herrn Keuschnigs Kommentar gestolpert waren, dass der Konstruktion Ihres Avatars pekuniäre Absichten zu grunde lägen, und eine deutliche Distanzierung meinerseits fehlte, so bitte ich das zu...
  • Aléa Torik: Liebe Orlanda, vielen Dank für die aufmunternden Worte. Sie haben vollkommen recht. Beinahe vollkommen: Ich drohe nicht mir selbst, sondern ich versuche einen sinnvollen Lebensentwurf. Wenn ich nicht erkennen kann, dass das Schreiben diesen Sinn hat, dann kann ich es nicht...
  • Orlanda: Guten Tag Aléa Torik, ich wollte Ihnen schon länger schreiben, fand aber die nötige Ruhe und Zeit nicht. Einige Ihrer Einträge hier, bei Aisthesis und Iris Nebel habe ich gelesen. Ihre Texte gefallen mir sehr, Sie haben einen bisweilen coolen, dann wieder sehr empfindsamen Tonfall....
  • Aléa Torik: Lieber Avenarius, Sie Ihrerseits leben noch? Ich bekenne … dass es das eigene ist, das einmalig eigene Leben: „Das ist keine bloße Wortspielerei und schon gar keine Ungenauigkeit. Hier wird ein Zustand beschrieben, für den kein Wort gebraucht wird. Weil es womöglich keines dafür gibt....
  • Avenarius: Liebe Alea, Ich bekenne: Sie haben gelebt!
  • Aléa Torik: Lieber Bersarin, auch hierzu noch: Kritik ist immer willkommen, immer dann, wenn sie konstruktiv vorgeht, was offenbar keine ganz einfach zu erbringende Leistung ist. Beide Zeiten, die moderne und die vormoderne, kommen in den Romanen zur Sprache, deutlicher noch in „Aléas Ich“. Und...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, vielen Dank für den Kommentar. Für Fragen innerhalb des Blogs ist es wohl zu spät. Vielleicht wird es ein Außerhalb geben. Innerhalb der Blogosphäre ist wohl auch kein Verständnis möglich, weil ich ja die Konstruktion, die viele machen – es ist hier mein...
  • Aléa Torik: Lieber Bersarin, „schade, wenn morgen dieser Blog seinen Betrieb einstellt, aber doch nur konsequent, daß dieser Blog in seiner Existenz aufhört: nämlich von Aléa Torik zu berichten, von dem, was sie liest, wie sie liest, wie sie Berlin wahrnimmt.“ – Es ist auch für mich sehr schade,...
  • bersarin: Was die zwei Zeitachsen in DGdW betrifft, so sehe ich das Problem darin, daß – und hier liegt meine Kritik an beiden Romanen – viele Aspekte leider nur angerissen werden, die in den Motiven und im Raum des Textes stärker zur Entfaltung hätte kommen und intensiver hätten...
  • Aléa Torik: Lieber Christian, vielen Dank für den Abschiedsgruß! Danke für das Kompliment zu „Aléas Ich“. Das freut mich wirklich sehr. „ … that can allow you to be intimate with the world and with a mind and with characters that you just can’t be in the real world ….” . Das ist eine sehr schöne...
  • bersarin: Gerade zurück aus Portugal, genauer aus Lissabon, wo ich zehn Tage weilte, konnte ich die Debatte hier am Rande nur verfolgen, was schade ist. Gerne trüge ich dazu das eine oder andere Quantum an Theorie und Sichtung aus der Warte der Ästhetik bei. Nun. The game is over. Alles endet...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, ich weiß gar nicht recht, ob ich mich hier noch einmal äußern sollte, denn womöglich willst Du, weil ja mit dem 1. Mai 2013 das Blog ganz sinnigerweise endet, hier nicht mehr darauf antworten. Also will ich am besten keine Fragen aufwerfen, sondern allein sagen,...
  • Christian: Hallo Alea, bevor sich hier der Vorhang schließt, auch von mir ein kurzer Abschiedskommentar. Damals über David Foster Wallace hier gelandet und seitdem regelmäßig mitgelesen. Bei DGDW hoffe ich ja immer noch auf eine Hörbuchfassung. Da ich den Blog schon lange kenne, kann ich nur von...

  • 24 Juni 2012

    Die Securitate und Oskar Pastior

    Ich war gestern auf der Oskar Pastior Tagung im Literaturhaus in der Fasanenstraße: Versuchte Rekonstruktion – Die Securitate und Oskar Pastior – Symposion. Nachdem vor zwei Jahren entdeckt wurde, dass Pastior sich vierzig Jahre zuvor von der Securitate hatte anstellen lassen – geführt als IM Otto Stein -, er einen Wisch unterschrieben hat, diese diktierten Verpflichtungen, Informationen abzuliefern, und in der Folge tatsächlich auch sechs Berichte abgeliefert hat, kam es zu einem Skandal. Das ist hier in der Presse breit diskutiert worden, ich wiederhole das nicht. Seither versucht die Oskar-Pastior-Stiftung den Grad seiner Verstrickung herauszufinden. Erschwerend kommt die sehr unglückliche und wohl von viel Neid gekennzeichnete Auseinandersetzung und Polemisierung Dieter Schlesaks hinzu, der Pastior, wenn ich recht erinnere, antirumänische Tendenzen bescheinigt hatte, die in der Behauptung gipfelten, ihn, Pastior, träfe durch seine Spitzeltätigkeit die Mitschuld am Selbstmord Georg Hoprichs; Vorwürde, die in Zusammenhang damit zu sehen sind, das Pastior seinerseits Schlesak viele Jahre zuvor bescheinigt hatte, minderwertige Lyrik zu verfassen. Schlesak hat seine Behauptungen, Pastior sei Teil des Securitate-Systems, nie untermauern oder beweisen können und ist auch allen Aufforderungen der Stiftung, seine Vorwürfe mit Akten zu belegen, nicht nachgekommen. Die Pastior Stiftung versucht nun auf eine moralisch – ethisch einwandfreie Weise, sich mit den Vorwürfen auseinanderzusetzen. Es waren viele Leute von der Presse eingeladen und es wurde wiederholt um kritische Fragen gebeten.

    Am Vormittag wurden jene Vorträge gehalten, die sich um die Forschungssituation drehten, von Stefan Sienerth, Ernest Wichner und Corina Bernic. Es wurde über die langwierige und teilweise sehr schwierige Aktenlage beim Consiliul Național pentru Studierea Arhivelor SecuritățiiNationaler Rat für das Studium der Archive der Securitate – und über die Ergebnisse und die derzeitige und vorläufige Bewertung – es wurde durch Klaus Ramm, den Vorsitzenden der Stiftung, beim BND und einer zweiten Einrichtung (den Namen habe ich leider vergessen) und durch Herta Müller bei der CIA  – berichtet. In den verschiedenen Archiven der BRD sind keine Information vorhanden und die letzte Reaktion der CIA steht noch aus. Die Situation in Bukarest ist schwierig, als akkreditierter Forscher bekommt man zwar die volle Akteneinsicht, allerdings sind derzeit mehr als hundert Kilometer Akten unsortiert und es wird, wenn es bei der derzeitigen finanziellen und personellen Lage bleibt, auch noch Jahrzehnte dauern, bis alle Akten systematisiert und frei zugänglich sind. Zusammenfassend lässt sich derzeit sagen: es sieht nicht danach aus, als habe Pastior sich einer moralischen Verfehlung schuldig gemacht, indem er denunziatorische Aktivitäten entfaltet hat; er hat sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, außer jener, überhaupt seine Unterschrift unter ein solches Papier gesetzt zu haben.Alle sechs aufgefundenen Berichte stammen aus der Zeit umittelbar nach seiner Anwerbung. Es gibt eine Notitz eines Offiziers, die besagt, dass man Otto Stein, weil er zu Mitarbeit nicht geeignet sei, nicht weiter behelligen wolle. Zu diesem Faktum der moralischen Schuld hat es einen heiß diskutierten Vortrag gegeben, der Versuch einer Einordnung mittels normativer Kriterien durch Sabina Kienlechner.

    Der zweite Teil des Symposiums, der Nachmittag, war bestimmt durch eine literarische Annäherung an Oskar Pastior. Verkürzt gesagt: muss man, weil es neue Erkenntnisse über die biografische Situation Pastiors gibt, auch eine Werke anders lesen? Wie schlägt sich diese biografische Situation in seinen Texten nieder, wie die Angst vor Entdeckung? Es gab den Versuch einer oulipobiographischen Annäherungen durch Jacques Lajarrige, und abschließend einen grandiosen Vortrag von Michael Lentz, bei dem ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen oder einfach zuhören sollte. Das war sowohl performativ – Stimme, Modulation und eine Art Ganzkörpereinsatz – als auch intellektuell sehr beeindruckend. Ausgesprochen reich an Assoziationen und überaus komplex, griff er wiederholt in verschiedene Sprach- und Wissensregister. Ich muss den Aufsatz noch einmal nachlesen, so schnell kann ich nicht denken, wie er sprechen kann. Lentz machte den Versuch einer Konstruktion, ähnlich einer rhetorischen Figur, und vermutete, dass es neben den Personen Oskar Pastior und Otto Stein, neben der biografischen eine bedrohende, neben der echten eine fiktive Person gegeben hat; dass es nicht nur diese beiden Personen gegeben hat, sondern darüber hinaus noch eine dritte Person oder Instanz habe geben müssen, die auf die beiden anderen geachtet und sie vereint habe, denn, so die durchaus provokante These Lentz’: der Untergang der einen Person wäre auch immer der Untergang der anderen gewesen. Zwischendurch fragte er einmal, ohne eigentlich seinen Vortrag und Redefluss zu unterbrechen: „Wie viel Zeit habe ich noch? – „Alle Zeit“, sagte jemand. Lentz antwortete: „Herrlich. Ich bin auch gerade gut drin!“ Das war er allerdings und weiter ging‘ auf der Achterbahn der Assoziationen. Das war aber auch ein herrlicher Vortrag, und, das muss nicht in den Hintergrund treten, ein gutaussehender Mann!

    Kannte Oskar Pastior das Gefühl, frei zu sein? Frei vom „Ekelkomplex“ Securitate? Frei von Angst und, sehr viel wichtiger, frei von Schuld? Oder musste, was er einmal in einem Gedicht formulierte, für alle Zeit am Horizont bleiben, unerfüllbar, eine Wunschphantasie, weil, was die Wünsche uns vorgaukeln, nie erfüllbar ist, sonst müssten wir ja mit dem Wünschen aufhören, wir müssten mit dem Schreiben aufhören, was genauso schlimm ist, denn wir wünschen ja schreibend und schreiben wünschend; eine Phantasie, von der Schriftsteller immer träumen, intensiver vielleicht als von allem anderen: „Jetzt kann man schreiben was man will“.

    Das war auch für mich persönlich ein guter und schöner Tag. Die Rumänenclique ist nicht riesig, man kennt sich oder man ist kurz davor sich kennenzulernen. Ich habe meine potentielle Übersetzerin kennengelernt, Corina Bernic, die Das Geräusch des Werdens gelesen hat und sehr angetan ist. Es gibt noch keinen Verlag, aber Corina lebt in Bukarest und kennt die Szene dort sehr gut. In der kommenden Woche veranstalten wir ein schönes konspiratives Treffen und dann sehen wir weiter. Mit ihr habe ich richtig Glück: sie ist die Übersetzerin von Oskar Pastior, natürlich!, und Herta Müller. Besser hätte ich es nicht treffen können.

    Im November 2012 wird voraussichtlich bei Text und Kritik ein Sammelband mit den Vorträgen der Tagung herauskommen. Die Gesamtausgabe der Werke Oskar Pastiors finden Sie, herausgegeben von Ernest Wichner, im Hanser Verlag.

    Hier der Bericht in der taz. Hier die FAZ.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.