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    Nach Nichts nach


     



    Hier wird archiviert

    Hier wird boykottiert

    Hier wird coqettiert

    Hier wird drangsaliert

    Hier wird elaboriert

    Hier wird illusioniert

    Hier wird jongliert

    Hier wird massiert




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    Kommentare:

  • Aléa Torik: Ich hatte bereits angekündigt, meine Präsenz im Netz zu reduzieren. Ich werde weiterhin Beiträge einstellen, seltener als bisher. Die Kommentarfunktion ist deaktiviert. Ich bedanke mich bei allen, die hier regelmäßig mitgeschrieben und dafür gesorgt haben, dass das ein spannendes und...
  • Aléa Torik: Lieber Christian, ich glaube, ich habe einen Ort für den Essay. Ich bin nicht ganz sicher, ich habe eine positive Mail bekommen und auch erfreut geantwortet, dann aber keine Reaktion mehr bekommen. Aber wenn es wahr ist – wenn es tatsächlich wahr sein sollte … dann hören Sie...
  • Christian: liebe Alea, apropos Essay: freue mich schon auf Ihren Essay zu David Foster Wallace den Sie hier vor Kurzem erwähnten. Gibt es schon einen Termin und Ort für die Veröffentlichung? liebe Grüße Christian
  • Aléa Torik: Lieber NO, zurück im Alten Europa? Ich vermute, bei Ihnen geht die Kulturumstellung inzwischen relativ schnell und Gewöhnung und der Alltag gewinnen bald Oberhand? Inzwischen beinahe schon ungewohnt, mich zu Kommentaren und Eingaben zu verhalten: Ich habe die Funktion deaktiviert, das...
  • NO: Alea Torik, Das Geräusch des Werdens, und Maddox, der verrückte Hund(e) Zurück aus den USA und noch ein Letztes: Maddox. Maddox, na ja. Ganz lustig. Ein Überempfindlicher, der in Masken und mit Zylinder herumläuft, der wie ein Bauchredner nicht mit den Menschen selber spricht, sondern nur...
  • Phorkyas: Liebe Alea, dieses Kommentarfeld hier hatte ich übersehen. Das ist eine sehr runde Sache geworden, Ihr Roman, wie ich finde – das lange Leiden und Feilen hat sich also gelohnt. Mir hat die Beschreibung von Marijans Mobilitätstraining sehr gefallen. Ich weiß nicht, ob Sie das schon...
  • Aléa Torik: Lieber Avenarius, vielen Dank für die wohlmeinenden Worte. Die tun mir mehr gut als Sie glauben mögen. Ich werde weitermachen, weil es auch für den nächsten Roman wichtig ist. Und ich werde wohl die Kommentarfunktion deaktivieren. Das ist eine schwierigere Entscheidung als man...
  • avenarius: Liebe Alea, im Verhältnis zu Ihrer vorherigen Präsenz haben Sie sich bereits aus dem Netz zurückgezogen. Aber warum sollte ein Blog nur wegen verminderter Aktivität aufgegeben werden. Ich würde weiterköcheln – auf Sparflamme. Frohe Ostertage wünscht - avenarius
  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, dafür gibt es einige Gründe und einige andere, die dagegen sprechen. Ich muss mir noch überlegen, wie ich das formuliere. Einmal für mich selbst und einmal hier, in der Öffentlichkeit. Ich hatte Anfang März schon überlegt, mich gänzlich aus dem Netz zurückzuziehen:...
  • Azadeh Sepehri: Warum denn?
  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, ich überlege, die Kommentarfunktion gänzlich auszuschalten. Ich habe mich aber noch nicht entschieden. Aléa
  • Azadeh Sepehri: Liebe Alea, warum kann man unter Ihren letzten Beiträgen keine Kommentare hinterlassen?
  • Azadeh Sepehri: Liebe Alea, ich glaube, ich hatte ihren Beitrag falsch verstanden und dachte, Sie schreiben unter einem Pseudonym. Aber auch falls Sie dies machen würden, fände ich es nicht schlimm. Schließlich hat jeder das Recht, selber darüber zu entscheiden.
  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, ich schlage vor, wir warten bis zur Veröffentlichung davon, was im Januar 2013 der Fall sein wird, und dann kann jeder entscheiden, was mein richtiger Name ist, was das richtige und das falsche Verhalten war. Herzlich Aléa
  • Azadeh Sepehri: Interessant. Ich dachte, Sie schreiben unter Ihrem “richtigen” Namen.
  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, „Nehmer“ und „Geber“: Nehmen ist ja auch leichter als geben. Sein Recht in Anspruch zu nehmen ist leichter als einer daraus resultierenden Plicht zu entsprechen. Dass Recht und Pflicht so eng miteinander verbunden sind, dass sie dasselbe sind, auseinander hervorgehen,...
  • Aléa Torik: Lieber Holio, Sie können hier gerne mit Ihrem Meißel klopfen. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn dabei etwas anderes herauskommt als ich das beabsichtigt habe. Soviel verstehe ich von Literatur, um zu wissen, dass die Autorin eine Interpretation unter anderen hat. Es stehen, sowie...
  • Aléa Torik: Lieber NO, auch für mich sind Lydijakapitel und Aufzählungskapitel die beiden Höhepunkte dieses Romans. Es sind wohl auch die beiden schwierigsten Kapitel. Das Zentrum des ganzen Textes ist sicher das Aufzählungs- oder Berlinkapitel. Das war geplant als eine Beschreibung des...
  • avenarius: Liebe Alea, ja natürlich, es gibt immer eine Macht. Macht bedarf, ganz anders als die Gewalt, keinerlei Rechtfertigung, “da sie allen menschlichen Gemeinschaften immer schon inhärent ist. Hingegen bedarf sie der Legitimität. Macht entsteht, wann immer Menschen sich zusammenfinden...
  • Aléa Torik: Lieber Ave Narius, ich bin da, soweit ich sehe, völlig einverstanden. Nur mit dem „Medusenhaupt der Macht“ habe ich Schwierigkeiten: es muss eine Verfassung geben, eine Legislative, und dann muss es auch eine Executive und eine Judikative geben. Es muss eine Macht geben und sie muss...

  • 08 Februar 2012

    Veranstaltungshinweis: Lesung am 10. Februar 2012

    Am kommenden Freitag wird bei der Vernissage Stadt, Land, Fluss mein Roman „Das Geräusch des Werdens“ vorgestellt.   Es wird, wenn das technisch machbar ist, einen Mitschnitt dieser Lesung geben, den ich hier auf der Seite einstellen werde.

    Hier ist die Ankündigung. Wenn Sie kommen möchten, dann können Sie sich anmelden unter: ms(ät)schwindkommunikation.de

    19.00 Galerie SCHMALFUSS BERLIN Knesebeckstr. 96 VH 3. St. 10623 Berlin.

    Und der Tagesspiegel hat auch Wind von der Sache bekommen.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    02 Februar 2012

    Seit das Captcha weg ist

    Seit das Captcha weg ist, gibt es hier keine Kommentare mehr. Ich nehme an, dass Sie nicht etwa diese Hürde vermissen und, weil Sie den Hürdenlauf gewohnt waren, nicht mehr kommentieren, da Sie das einfache Geradeauslaufen verachten. Ich nehme vielmehr an, dass Sie alle fleißig meinen Roman lesen, um dann, wie Sie ja ahnen und vielleicht sogar befürchten, jene Hürde werden nehmen, werden erklimmen müssen!, die ich anstelle des Captchas einbaue: Fangfragen zu meinem Text. Das wird hier noch ganz streng und bitter werden! Ich hoffe, Sie sind gut vorbereitet, wenn ich hier die Zügel anziehe und dreidimensionale Hürden einführe.

    Klingt als hätte ich etwas getrunken, nicht? Ist aber nicht der Fall. Ich bin nur angespannt. Dann bin ich immer so.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
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    31 Januar 2012

    Irgendetwas mit Moschusochsen und Karibus

    „Die Autorin hält derzeit keine Lesungen und gibt keine Interviews“ heißt es in einer Pressemeldung über mich.

    Ich gehöre zu der möglicherweise im Medienzeitalter seltenen Spezies der Schriftsteller_innen die tatsächlich, was sie zu sagen haben, in ihren Büchern sagen. Und was ich darüber hinaus zu sagen und zu zeigen habe, zeige ich hier auf meiner Seite. Deswegen habe ich die. Halte mich jedermann ruhig für altmodisch, aber bitte niemand für unanständig: ich will tatsächlich Bücher schreiben und Bücher lesen.

    Ich möchte eines ganz bewusst nicht: eine Auseinandersetzung mit mir. Ich möchte eine Auseinandersetzung mit dem Text. Ich habe diesen Roman nicht aus Langeweile geschrieben und ich möchte, dass er auch nicht aus Langeweile gelesen wird. Wer nach der Lektüre eine Frage hat, der kann sie gerne stellen. Und ich hoffe, es ist eine Frage an den Text. Ich möchte als Literaturwissenschaftler_in und Schriftsteller_in wahrgenommen werden. Ich möchte erstgenommen werden. Und das kann ich nur über meine Texte erreichen.

    Soll ich in einer Kochsendung sagen, dass ich als Vegetarier_in am liebsten Gemüse esse und Couscous und Halloumi? Oder soll ich sagen, dass ich nicht gerne ins Kino gehe und entweder einschlafe oder rausgehe. Oder soll ich im Fersehen sagen, dass ich gerne Tiersendungen anschaue, weil mich das ans Dorf erinnert? Ich habe am liebsten irgendetwas mit Moschusochsen und Karibus. Oder soll ich das in der Kochsendung sagen?

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
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    25 Januar 2012

    Lauter Verbesserungen

    Im Zuge technischer Verbesserungen wurde jetzt endlich diese vermaledeite Kommentarfunktion auf Vordermann gebracht Die Einstiegshürde ist weg: kein Captcha mehr! Kommentare haben einen Permalink bekommen, sodass nicht mehr nur auf den Artikel, sondern auch die Kommentare selbst geantwortet werden kann (was allerdings erst morgen funktioniert). Möglicherweise ist das der Diskussion förderlich. Das Kalendersymbol wurde entfernt. Das hat mich unter Druck gesetzt. Darüber hinaus wurden noch einige Kleinigkeiten verändert, Fotos werden jetzt anders dargestellt. Nnicht ganz anders: es ist schon noch das darauf zu sehen, was man sehen kann.

    Ich habe mir noch eine kleine Spielerei einfallen lassen. Das einzig sinnvolle ist die erste Zeile: “Hier wird archiviert”. Alle anderen Links sind Sprachspielereien. Für die Ausstehenden können Vorschläge gemacht werden. Ich annonciere das noch gesondert.

    Man sagte mir, dass die Artikel unter der Kategorie „mittel“ am besten ankommen. Ich werde also in Zukunft alle – vor allem die langen und die ganz langen – unter „mittel“ einordnen. Die von „mittel“ kommen zu „kurz“ und die wieder zu „schikanös“. Da die gewählten Bezeichnungen keine absoluten, sondern relative Maßstäbe sind und außerdem die Längenverhältnisse untereinander nicht geregelt sind, kann ich das frei bestimmen. Bei der nächsten Novelle dieser Seite kommt noch eine Ordnungsmöglichkeit nach Breite, Höhe und Dichte hinzu.

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    09 Januar 2012

    Meine Artikel kosten in Zukunft zehn Cent

    Das ist mein Ernst. Die kürzeren Artikel bekommen Sie bereits für die Hälfte, für überdurchschnittliche gescheite Äußerungen wird ein Einmalaufschlag von fünfundzwanzig Cent fällig. Die Definition von „überdurchschnittlich gescheit“ liegt bei Ihnen. Die ersten beiden Absätze der kommenden Artikel sind für jedermann frei lesbar. Danach müssen Sie sich entscheiden, ob Sie den Rest lesen wollen oder diese Seite wieder verlassen.Es ist der strukturelle Fehler im Netz, dass nahezu alles gratis ist. Vieles ist deswegen auch umsonst. Und nicht wenig ist dann sogar vergebens.

    Mit dieser Aktion verliere ich etwa 90 % meiner Leser. Da ich aber sowieso nichts davon habe – bis auf den Umstand des persönlichen Plaisirs – ist das einerlei. Der Spaß wird davon nicht weniger, womöglich wird er sogar mehr. Ich weiß dann nach dem Geldeingang, dass die Leute das wirklich lesen, dass es ihnen etwas wert ist. Auch für den Leser ist es von Vorteil.  Er (und sie) hat dafür bezahlt und dadurch hat er ein Recht an dem Artikel. Er kann das Lesen anders genießen, weil er in einem umfassenden Sinne als Ansprechpartner fungiert. Was zuvor nur in den leeren Raum des Netzes geraunt worden ist, ist nun für ihn bestimmt.

    Das hat natürlich nur dann einen Sinn, wenn alle mitmachen. In welcher Dimension man „alle“ auch interpretieren mag: Alle bei LITBLOGS. All die, die ich auf der Blogroll habe. Oder all jene, die ich mit einer frisch gegründeten Initiative und meinen Argumenten von dieser Sache überzeugen kann. Selbst all die, die einfach mitmachen, weil sie immer überall mitmachen.

    Alle Abrechungssysteme, die ich kenne, sind völliger Mumpitz. Selbst das System der VG-Wort, das nicht den konkreten Leser, sondern die Leserschaft im Allgemeinen zur Kasse bittet, ist nichts anderes. Das macht für ein Blog wie dieses so viel Arbeit, dass jeder Artikel das Zehnfache kosten würde. Ich kann das leider nicht als meinen Verdienst abrechnen, ich kann es nicht eintreiben. Ich kann mir am Ende des Jahres keine schöne Jacke kaufen oder davon zum Essen gehen, geschweige denn davon leben. Aber ich würde es gerne! Ich würde gerne das, was ich hier tue als meine Leistung empfinden und sie dementsprechend in Rechnung stellen.

    Ich erwarte oder erhoffe, dass Sie am Ende des Jahres, den von Ihnen überschlagenen Betrag von zehn oder zwanzig Euro an ein karitatives Unternehmen überweisen, wie Terre des hommes. Oder drücken Sie einem Clochard, den Sie kennen, dem sie jeden Tag über den Weg laufen, zu Weihnachten den entsprechenden Betrag in die Hand. Dann müssen Sie mir nur noch sagen, was Sie für Ihre Kommentare haben wollen. Und den Betrag überweisen Sie dann bitte hierhin: Médecins Sans Frontières.

    Sehr viel ausführlicher und seriöser, Argumente bewertend, die Kollegin hier.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
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    01 Januar 2012

    Willkommen im Heute

    Ich sitze hier, rutsche auf dem Hintern hin und her und freue mich auf das kommende Jahr. Dabei wäre das gar nicht nötig: es ist ja nicht mehr das kommende Jahr. Wir schon mittendrin. Das nun auch wieder nicht, wir haben ja gerade einmal den ersten Januar. Wie dem auch sei: ich freue mich auf dieses Jahr. Das wird sehr arbeitsreich, vielleicht wird es auch erfolgreich. Das kommt darauf an, wie man Erfolg definiert. Anerkennung anderer ist sicher ein wesentlicher Teil. Anerkennung, die dann wichtig ist oder scheint, wenn es daran mangelt und vielleicht schon nicht mehr so wichtig ist, wenn man sie bekommt. Wer weiß. Ich werde von meinen Erfahrungen mit der Anerkennung berichten. Und wenn ich nichts davon berichte, berichte ich von meiner Enttäuschung. Und hoffe, dass Sie mir Anerkennung dafür zollen. Auf all das freue ich mich. Aber vor allem freue ich mich auf die Arbeit.

    Ich bin also aus meinem Winterschlaf erwacht! Vor genau einem Jahr habe ich Ankündigungen gemacht, was ich alles tun würde. Viele davon habe ich nicht getan. Das mache ich in diesem Jahr nicht. Ich verspreche nichts, ich halte nichts und ich enttäusche auch niemanden. Niemanden, der nicht vorher schon enttäuscht war oder der sich unbedingt enttäuschen lassen will und dem einfach jeder Grund willkommen ist.

    Es wird auf der ersten Seite meiner Webpräsenz die Möglichkeit geben, etwas zu meinem Roman zu sagen. Es kommen wahrscheinlich einige neue Leute hier dazu. Vielleicht lesen sie nur, vielleicht mischen sie sich auch ein, vielleicht springen sie auch schnell wieder ab. Es wird viele gute neue Literatur kommen. Es wird das eine oder andere aus meinem – ich kann das gerade nicht anders sagen – aus meinem schönen und aufregenden Leben geben: Ich habe schon den ganzen Morgen beim Frühstück gesungen. Die meiste Zeit werde ich einfach nur am Schreibtisch sitzen und auf das Display meines Laptops schauen. Es gibt sicher den einen oder anderen Erlebnisbericht.

    Ich frage mich gerade, warum mir Geld nichts bedeutet. Mag sein, weil ich aus einer ärmeren Gesellschaft komme. Aber das tun viele und nicht wenige von denen, sind umso mehr hinterm Geld her. Vielleicht liegt das daran, dass ich in der Literatur aufgehe, daran, dass ich im Leben gefunden habe, war ich machen will, an meinem Charakter oder daran, dass ich nur für mich entscheiden muss, keine Mann ernähren und keine Kinder füttern muss. Vielleicht liegt es auch daran, dass mir Zahlen völlig wurscht sind und mir eine sieben nicht anders erscheint als eine neun oder eine elf. Wesentlich ist dabei sicher, dass ich mir nichts im Leben vorstellen kann, was mich so sehr befriedigt wie das Schreiben.

    Ich wünsche allen, dass es Ihnen einigermaßen so geht wie mir, dass Sie auf Ihrem Hintern sitzen und nervös hin und her rutschen, weil sie gar nicht erwarten können, dass es endlich losgeht, dieses Jahr. Dabei sind wir ja schon mittendrin. Zwischen Heute und Gestern zu unterscheiden ist nicht so einfach. Momente liegen ja manchmal recht nah beieinander. Nicht nur an Sylvester, nicht nur an Mitternacht.

    Bei dem Bild unten muss ich den Namensnennung vornehmen. Kann ich aber nicht. Ich habe keinen Namen gefunden. Das ist ein Bild von der Datumsgrenze, beim 180 Längengrad, auf einer der Fitschiinseln. Ich habe es hierher genommen.

    Am 23. Januar wird diese Seite modifiziert und die technischen Probleme werden dann aufhören. Aber solange gilt noch: bei Kommentaren müssen Sie beide Worte eingeben.

     

     

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    21 Dezember 2011

    Machen Sie mal einen Spaziergang!

    Der Dezember ist nicht mein Lieblingsmonat. Alles dreht sich um Weihnachten, um das Kaufen von Geschenken. Es ist die Zeit, in der ich mich am wenigsten wohl fühle in meiner Haut und der Monat, schon immer gewesen, in dem ich am wenigsten produktiv bin. Ich bin am Ende des Jahres auch am Ende meiner Kräfte. Wenn ich mir meine Aufenthaltsorte frei aussuchen könnte, würde ich den Herbst in Bukarest verbringen, den Sommer in Berlin, den Frühling in den Bergen Transsilvaniens und den Winter am Meer. Aber dann käme ich wahrscheinlich durcheinander.

    Es war ein wechselvolles Jahr. Es gab, wie wohl bei Ihnen allen, nicht nur gute Dinge. Immer dann, wenn mir das heiße rumänische Blut überkocht, laufen die Dinge nicht so wie ich mir das vorstelle. Dabei kocht es ja über, weil die Dinge falsch laufen. Irgendetwas im Verhältnis von Ursache und Wirkung ist da nicht miteinander in Einklang zu bringen. Der eine Roman ist fertig, der zweite in Arbeit, für den dritten gibt es eine Skizze. Ich habe einen Essay geschrieben, vielmehr überarbeitet, und einige abstrakte Ideen für weitere kleine Texte. Ich habe an der Uni ein paar wichtige Dinge getan und andere angeschoben. Es sind Dinge zu Ende gegangen und, wichtiger, andere haben angefangen. Ich habe getrauert und gehofft und letztlich war das Verhältnis dieser Strebungen ausgeglichen; mit einem deutlichen Übergewicht ins Positive. Allerdings ist mein Gemüt so veranlagt, dass es die Dinge, die in der Schwebe sind und von Natur aus nirgendwohin neigen, in diese positive Richtung drängt. Nur Schmerz oder Lust, nur Trauer oder Hoffnung: das hält kein Mensch aus.

    Ich bleibe, wie in den beiden vergangenen Jahren, in Berlin. Ich bleibe zu Hause statt nach Hause zu fahren. Das ist eines der Dinge, die man positiv oder negativ empfinden könnte. Ich schlafe aus. Ich lese und schaue bisweilen aus dem Fenster. Ich denke an Geldorf, den schönen und stolzen Labrador, mit dem ich am Breiten Luzin Freundschaft geschlossen habe. Er hat mich vor den Geistern des Sees beschützt und ich habe ihm zum Dank das erste Kapitel von „Das Geräusch des Werdens“ vorgelesen. Da er auch aus Berlin kommt – aus Lichtenrade, wo ich noch nie war – werde ich ihn mir für einen langen Weihnachtspaziergang ausleihen. Darauf freue ich mich sehr! Bei dieser Gelegenheit werde ich ihn auch einmal auf sein kauendes und gähnendes Verhalten bei meiner kleinen Lesung ansprechen. Ich bin sicher, der hat ein schlechtes Gewissen.

    Ich lese

    - Hermann Melville, Bartleby, der Lohnschreiber

    - Daniele Del Giudice, Der Atlas des Westens

    - Wolf von Niebelschütz, Der blaue Kammerherr

    - Janet Frame, Dem neuen Sommer entgegen (eine Empfehlung)

    - Bruno Schulz, Das Sanatorium zur Sanduhr

    - F. Scott Fitzgerald, Der große Gatsby

    Das letzte wird bei dem einen oder anderen Verwunderung auslösen. Ich weiß, dass es hierzulande vielgelesen ist. Ich aber kenne es nicht und deswegen lese ich es. Ich werde mich, was ich gut kann, in mich zurückziehen. Ich schalte alle Lampen um mich herum aus und meine eigene an.

    Ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit, ein schönes Fest und geruhsame Tage danach! Machen Sie mal einen Spaziergang! Mit oder ohne Hund. Ich hoffe, es ergeht Ihnen wie mir, dass Sie sich auf das neue Jahr freuen. Ich freue mich unbändig!

     Crăciun fericit! – Frohe Weihnachten!

    Und dann doch noch etwas Weihnachtliches, aus Südamerika, Agentienien: Ariel Ramírez, Missa Criolla, wir hören das Gloria mit Jose Carreras!

     

    Nachtrag: Als ich heute las was ich gestern schrieb, hatte ich das Gefühl, dass es in einem Punkt nicht der Wahrheit entspricht. In Wirklichkeit war das ein ganz außergewöhnlich gutes Jahr! Ich bin gerade nur kaputt und das ist ein Zustand, den zu begreifen ich mich schwer tue. Das sind Tage, an denen nichts läuft und ich nicht verstehe, warum das so ist. Das verdunkelt meine Stimmung. Bis ich dann begriffen habe, dass ich nicht mehr kann. Und dann lasse ich es auch gut sein. So ein Zustand war das gestern. Ich hatte heute ein langes und außergewöhnlich gutes Gespräch mit meinem Verleger. Jetzt lasse ich bis Sylvester alles liegen und lege mich dazu. Am ersten Januar stehe ich wieder auf.

    Bei Kommentaren bitte beide Worte des Captcha eingeben. Das ändert sich im neuen Jahr.

     

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    03 Dezember 2011

    Tratamentul lombalgiei și al crizei de lumbago

    Hinter dem Titel dieses Artikels verbirgt sich nichts Gutes: man kann leider nicht viel machen. Es tut verdammt weh, ist aber angeblich nicht tödlich. Dennoch ist man geradezu hilflos. Was auf Rumänisch lumbago heißt, hat im Deutschen einen anderen Namen: Hexenschuss. Offenbar haben weder die klassische Medizin noch die Naturheilkunde ernsthaft etwas anzubieten. Es gibt vor allem die sogenannte konservative Therapie: Abwarten und Tee trinken. Ein Ratschlag allerdings findet sich auf beiden Seiten: Relaxarea – Entspannung. Großartiger Tipp. Ich könnte mich schon entspannen, wenn das, wovon ich entspannen müsste, nicht wäre. Was für eine hinterhältige Schweinerei!

    Also: eine Krise. Phorkyas  hatte sich noch beklagt, dass bei M Blecher – Aus der unmittelbaren Unwirklichkeit – zu Beginn so oft von der Krise die Rede ist. Im Deutschen würde man wohl eher von einer Erkrankung reden oder einem Anfall. Aber die Krise trifft es besser. Weil es keine inhaltsleere Krise ist, sondern immer eine bestimmte Krise, die der Pubertät oder die einer verrückten Hexe, die einen hinterrücks erschießt. Und das auch noch im Schlaf! Es sieht danach aus, als wenn ich meinen Aufenthalt hier abbrechen und nach Berlin zurückkehren müsste.

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    18 November 2011

    Geldorf, die Fahnen und ich

    Heute früh lief hier ein Mann um die Hütten herum und rief lauthals meinen Namen. Meine Hütte ist eine von sechs, die einen halben Kilometer von der Straße weg sind. Das war mal eine kleine Siedlung von DDR Oberen, die sich irgendwie gemacht haben und belohnt wurden. Inzwischen hat das hier offenbar mehrfach den Besitzer gewechselt. Ich wohne in der Hütte am einen Ende und ein älterer Mann wohnt mit seinem Hund am anderen Ende, die vier dazwischen stehen leer. Der Hund ist ein bildhübscher Labrador und heißt Bob Geldorf. Er hört seltsamerweise nicht auf Bob, der ignoriert seinen Vornamen, sondern nur auf Geldorf. Er ist noch kein Jahr alt und hat nur Blödsinn im Kopf.

    Der Mann der hier herumlief und erstaunlicherweise meinen Namen kannte, war von einem Kurierdienst. Der hat die Fahnen vom ersten Roman gebracht. Den hatte ich schon völlig vergessen. Ich habe also erst einmal ausgepackt, im Beisein von Geldorf.  Sein Besitzer ist heute für einen Tag nach Berlin gefahren und hat mich gebeten, auf den Hund aufzupassen. Geldorf ist offenbar sehr an neuster Literatur interessiert und hat den Vorgang des Auspackens mit äußerstem Interesse verfolgt. Vor Aufregung hat er sich fast in den Schwanz gebissen. Ich sitze also jetzt auf dem Sofa und halte den Ausdruck in Händen. Geldorf liegt auf dem Boden und kaut an einem Hundeknochen, beobachtet mich aber ununterbrochen. Ich bin ganz sicher, dass er schon überlegt, an meinem Laptop herumzukauen.

    Das ist ein nicht unwichtiger Moment. Ich halte zum ersten Mal den gesetzten Text in Händen, wie er als Buch erscheint, mit den entsprechenden Zeilen- und Seitenumbrüchen. Das muss ich bis Mittwoch kommender Woche gelesen haben. Wahrscheinlich werde ich es Geldorf vorlesen und dann die Stellen umschreiben, bei denen er jault. Mit den Fahnen steht nun auch bereits der Drucktermin fest. Und der Erscheinungstermin steht ebenfalls fest: der 23. Januar 2012.

    Die wichtige Frage die Sie jetzt alle haben, lautet natürlich: um wie viel Uhr erscheint es? Das weiß ich noch nicht, aber ich wäre für elf Uhr morgens. Spätestens! Bücher, die nachmittags erscheinen, haben oft so eine unnötige Schwere, die Charaktere sind bleiern und das Personal unlustig, und bei abendlichen Erscheinungen sind die Handlungsfäden bisweilen geradezu verworren.

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    22 Oktober 2011

    Beschäftigen, bewegen, beruhigen und beunruhigen

    Ich brauche das Netz derzeit nicht so. Wenn man das bei sich feststellen kann, kann man ebenfalls feststellen, dass das Netz einen auch nicht braucht. Man weiß nicht, welche der beiden Feststellungen die beruhigende und welche die beunruhigende ist.

    Es sind einfach gerade andere Dinge, die mich beschäftigen, bewegen, beruhigen und beunruhigen.

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