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Aléas Anordnungen

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  • Silvia Kühnel: Lieber Claus, habe schon mal vor einigen Jahren geschrieben, weil ich die Idee mit der Kunstfigur gut finde. Ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr und viel Freude mit dem Stipendium. Silvia (Buchhändlerin in Dortmund)
  • irisnebel: klasse! gratuliere! musst du ne gegenleistung bringen? als stadtschreiber z.b.?
  • nadine schmid: Ich habe mit Thien an der Uni Koeln studiert. Wir ware zeitweise befreundet, aber ich hatte wenig verstaendnis fuer seinen ‘Mangel’ am akademischen Streben und habe, trotz meiner Anerkennung seines Talents, sein Lebensziel, aus seiner Dichtung etwas zu machen, als...
  • bersarin: Es muß natürlich, entdecke ich beim zweiten Lesen, Monika Rinck heißen. Ich kann mir Namen nie merken.
  • Aléa Torik: Ja, Bersarin, seinerzeit hat‘s ziemlich gut funktioniert: es war Literatur und die Leute waren mittendrin. Manche, ohne es zu merken. Manche haben hinterher zufrieden gelächelt, weil sie bei etwas Neuem mitgemacht haben. Oder weil sie selbst zu einer Art literarischer Figur dadurch...
  • bersarin: Literarisches Bloggen, liebe Aléa Torik, funktioniert durchaus. Freilich nur bei den wenigsten. Das meiste, was geschrieben wird, stammt aus dem Klein-Klein der Halbgarküchen, ist Poesiealbumsprosa von Minderleistern, Befindlichkeitsscheiße ohne Form. Ich schreibe dahingehend und als...
  • Aléa Torik: Never ride a dead horse – das hätte auch als Überschrift dieses Beitrags herhalten können. Gestern Nacht bin ich mit dem Rad 35 km durch das ausgestorbene Berlin gefahren, bis weit jenseits der Stadtgrenze. Da ich ziemlich kaputt war, konnte ich dabei nichts denken, aber wenn...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, Du hast überschüssige Energie!? Da werden Dich viele drum beneiden, umso besser also, wenn sie in etwas fließt, was Sinn zu machen verspricht. Was soll man also dazu sagen? Ich sage: Es lebe die Literatur! Und Gratulation natürlich zum vollzogenen Ausstieg aus...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, verflixt, hab‘ ich schon wieder Recht? Ich kann sagen, was ich will, ich habe immer recht. Dabei schrieb ich das eigentlich, um zu provozieren. Entweder lässt sich keiner provozieren oder die Provokation im Netz ist so allgegenwärtig, dass man zu ganz anderen Kalibern...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, da triffst Du mal wieder den Nagel auf den Kopf wie die Faust das Auge: fiktional und ein Sein als solches hat ein literarisches Blog zu sein und nicht einfach noch ein weiterer Mitspieler auf dem Markt- und Kampfplatz realer Eitelkeiten. Als Schriftsteller:in...
  • Aléa Torik: Liebe Miss Lingen, bitte entschuldigen Sie die kleine Verspätung meiner Antwort. Ich war auf anderen Schlachtfeldern unterwegs. Sie haben absolut recht, es ist viel zu komplex. Dabei darf ich mir zugutehalten, es deutlich vereinfacht zu haben. Denn im Original – wenn wir uns darauf...
  • Miss Lingen: Obwohl, wie Sie wissen, ich hier mit Sympathie lese, frage ich doch: ist das nicht alles ein wenig zu komplex?
  • Aléa Torik: Dann bin ich gespannt, was du von dem Essay hältst.
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, die Idee des freiwilligen Ablebens um des Erfolges willen stand ja schon einmal im Raum, aber das nur zu machen, um ausgerechnet auf meine Leseliste zu kommem, nee, da hast Du recht, das wäre schon sehr übertrieben! http://www.litblogs.net/hue...
  • Aléa Torik: Lieber holio, ganz verstehen kann ich die Ottos und Ottisten ja tatsächlich nicht. Vielleicht ist das so, dass Otto und Otta, was ihr Leseverhalten betrifft, auch nicht ganz schlau aus sich werden. Sie greifen immer nur nach dem, wonach auch die anderen greifen. Das zeichnet die...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, man ist ja einiges gewöhnt bei den Autoren. Was die alles tun, um gelesen zu werden, beispielsweise das Schreiben seltsamer Bücher. Ich fände es allerdings doch etwas übertrieben, wenn sich ein Autor nach dem Schreiben seines Buchs sogleich aus dem Leben verabschiedet:...
  • holio: Traurig ist das in der Tat. Und so ganz zu verstehen auch nicht. Im Geräusch des Werdens war der Anknüpfungspunkt für Otto Normalleser ja da. Und die Bălkanexotik ist auch rezipiert und rezensiert worden. Die Sprache ist einfach, der Plot verständlich, erinnere die Szene mit dem blinden...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, noch habe ich Deinen Essay ja nicht gelesen – kommt aber noch! Bin gespannt wie ein Flitzebogen! Und was meine durch eigenes Lesen hervorgerufene Belebung von Texten inzwischen leiblich von uns gegangener Autor:inn:en angeht, so ist es nicht Trost, den ich da...
  • Aléa Torik: Lieber holio, Sie haben recht, die Politik lassen wir hier außen vor. Richtig glücklich bin ja auch nicht mit dem Etikett der Postmoderne. Aber irgendwie müssen wir es ja benennen. Sagen wir Transmoderne. Die wesentliche Information ist allerdings angekommen, schon lange: dass Sie...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, fein, dass ich dich zum Assoziieren bringe. Dass steter Tropfen den Stein höhlt, habe ich bisweilen schon gehört. Aber hat mal jemand gefragt, was mit all den ausgehöhlten Steinen anzufangen ist? Wozu Steine höhlen? Was Cărtărescu betrifft, ich habe es in dem Essay...

  • 16 April 2013

    „Liebe Katrin Bauerfeind,

    die Bilder sind hübsch geworden nicht? Produzentin und Kameramann haben gute Arbeit geleistet! Das Filmchen - das soll nicht despektierlich klingen – hat eine schöne Inszenierung. Es hätte ein wenig ausführlicher sein können, das waren einige Stunden , die auf wenige Minuten zusammengeschnitten wurden. Es fällt viel heraus, was um des Verständnisses und um der Komplexität willen nicht hätte herausfallen dürfen. Aber so ist das eben in dieser wie auch in jeder anderen künstlerischen Betrachtungsweise: man muss seinen Stoff konzentrieren, um das eine oder andere prägnanter herauszuarbeiten.

    Ich verstehe, dass es mehr um mich als um mein Buch ging. Obwohl es mir selbst natürlich um meinen Roman „Aléas Ich“ geht. Darum, dass eine Frau aus Rumänien nach Berlin kommt und Schriftstellerin werden will. Eine Frau, die genauso heißt wie ich, Aléa Torik, Figur und Autorin sind also scheinbar identisch; eine Frau, die einen ersten Roman geschrieben hat, wie ich – die hat meinen Roman geschrieben! – und an ihrem zweiten arbeitet, die bei dem Literatur- und Kulturwissenschaftler Joseph Vogl zum Thema „Fiktionalität“ promoviert und bei der sich langsam herausstellt, dass all das, was sie als authentisch darstellt, als ihre Autobiografie, tatsächlich Teil des Romans ist, an dem sie arbeitet und der „Aléas Ich“ heißen wird: Der Leser sieht dem Text also beim Entstehen zu, den er als fertigen in Händen hält. Aléa Torik beschreibt sich selbst als einen Roman schreibend, vielmehr als einen Stoff er- und sich selbst belebend. Das ist ein Roman, der sich fragt, was es heißt, wenn ein Mensch ‚Ich‘ sagt. Wenn er, indem er sich selbst zum Objekt macht, eine erste Fiktionalisierung vornimmt und von dem Tag an Subjekt und Objekt verwechselt. Der Text beschreibt eine Autorin, die einen Roman schreibt und sich dementsprechend fragt, vielmehr beschreibend darstellt, was ein Autor ist, der Figuren und Umstände erfindet, die nicht wahr sind, es aber langsam werden. Langsam fällt der Leser auf all das herein, von dem er am Anfang noch wusste, dass es erfunden ist. Steht ja drüber: Roman. Solche Reinfälle haben ein System und einen Namen: Literatur. Das ist alles Schwindel.

    Der Roman kommt in dem Film nicht so deutlich zur Sprache. Das verstehe ich. Man muss sich konzentrieren. Was beinahe drei Jahre gedauert hat – das Schreiben dieses Textes – und im Roman auf ein Jahr verkürzt wird, muss noch weiter verkürzt werden: Kein Mensch, kein Leser und kein Fernsehzuschauer will in Echtzeit miterleben, was ein anderer erlebt. Selbst jene Menschen, die wir lieben, wollen wir nicht Tag und Nacht um uns haben, sondern nur, wenn die Sonne romantisch untergeht, wir Lust auf Gesellschaft haben oder die Küche geputzt werden muss. Ansonsten können uns die anderen gestohlen bleiben. Wir haben heutzutage ja mit uns selbst genug zu tun. Und manchmal auch mehr als genug. Ich verstehe das alles.

    Was ich aber nicht verstehe: Bei dem Budget des Öffentlich Rechtlichen Fernsehens in Deutschland von 7 oder 17 Milliarden Euro – ich weiß es nicht, ich könnte es sowieso nicht nachzählen -, könnte man da nicht ein wenig großzügiger sein? Ich weiß, es muss gespart werden. Es wird überall gespart. Aber trotzdem die Frage: dieser Typ da in meinem Film, hätte es nicht einer mit mehr Haaren sein können? Männer mit Haaren kosten bekanntlich Geld. Aber Sie müssen die Außenwahrnehmung bedenken: was denken unsere europäischen Nachbarn nun, wenn wir nur noch sparsame Sendungen und Interviews machen, wo die Leute keine Haare mehr auf dem Kopf haben? Also muss jetzt alles neu gemacht werden, der Typ muss aufwendig aus dem Film herausgeschnitten und durch einen anderen ersetzt werden, mit einem schönen lockigen Wuschelkopf, der dann erneut gesendet wird und über den ich mich dann ebenfalls beschweren muss, weil der ja auch nicht in meinen Film hineingehört!

    Und damit das nicht schief geht: Was halten Sie davon, wenn wir beide uns mal zusammensetzen, eine ganze Sendung lang und über die Konstruktionsleistung von Literatur reden. Oder wir reden über die Frage, ob ein Leser ein Recht auf einen authentischen Autor hat. Wie sieht in Zukunft Literatur aus, die sicherlich, wie alles, ins Netz wandern und dort immer anonymer wird. Wie wir selbst auch. Text ist in Zukunft vielleicht nur noch frei flottierend, ohne einen eigentlichen Autor. Lassen Sie uns über die Konstruktion von Geschlecht reden: Was macht einen Menschen zu einer Frau oder zu einem Mann?

    Der Film ist im Grimmzentrum entstanden, am Engelbecken und im Berliner Literaturhaus in der Fasanenstraße, auf der Terrasse und im Kaminzimmer. Die Blogeinträge, die dort zu sehen sind, das sind diese beiden „Des Weibes Leib ist ein Gedicht” und “Unverkennbar genauso schauderhaft und böse“. Und hier kann man einen Blick ins Buch wagen.

    Zum Slogan „Mädchen sein kann man auf viele Weisen“ kann ich immerhin sagen: genau meine Meinung!

    Herzliche Grüße aus Berlin
    Ihre
    Aléa Torik”

    P.S. Die Farbe meiner Seite ist nicht Rosa, nicht Pink, sondern: Margenta!

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    12 April 2013

    „Jeder heutige Mensch kann einen Anspruch vorbringen gefilmt zu werden“

    Das schreibt Walter Benjamin in seinem Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“. Der Aufsatz in seiner ersten Variante ist von 1935, aber der Anspruch ans Medium ist geblieben. Das Wort Anspruch ist heute sogar noch in einem viel umfassenderen Verständnis zu deuten: nicht ich werde von dem Medium angesprochen, sondern ich spreche das Medium an. Was jeder kann, das kann ich auch! Allerdings kann ich auch noch ein paar Dinge, die andere nicht können. Von denen ich jedenfalls behaupte, dass sie sie nicht können. Obwohl das – behaupten, dass das, was sie selbst können, andere nicht können – natürlich alle können.

    Wenn ich die Literatur an den Nagel hängen sollte, täte ich genau dies, ich hinge sie an den Nagel – oder anderswohin-, und ginge zum Fernsehen und zwar am kommenden Montag, 15. 04. 2013 um 21. 30 Uhr. Ich gehe zu Katrin Bauerfeind. Aber ich hänge sie nicht an den Nagel, die Literatur. Deswegen sind Alternativszenarien nicht von Interesse.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    11 April 2013

    Wo beginnt der Roman „Aléas Ich“?

    Was ist ein Anfang? „Anfang, vor allem Anfang“ lautet der erste Blogeintrag in diesem Blog, der ein Teil des Romans “Aléas Ich” ist. Es sind ein Dutzend dieser Einträge in den Roman eingegangen, alles Texte, die sich ums Erzählen drehen. Der eigentliche Anfang, wird dort im ersten Eintrag ausgeführt, liegt vor dem Anfang. Wo fängt ein Buch an?

    „Diese Paradoxien in ‚Aléas Ich‘ beginnen bereits auf dem Buchdeckel: Dort, wo der Eigenname der Autorin bzw. des Autors stehen sollte, befindet sich der Name einer Romanfigur, die sich als Autorin präsentiert, und an der Stelle, wo für gewöhnlich der Romantitel steht, der in der Welt der Literatur häufig ein Eigenname ist – von Anton Reiser über Madame Bovary bis zu Effi Briest oder Johann Holtrop –, da befindet sich der Hinweis auf Autorenschaft: Aléas Ich. Es müßte dort aber ein Eigenname stehen. Dieser Eigenname bleibt eine Leerstelle.“

    Den ganzen Text von Bersarin zu „Aléas Ich“ lesen Sie auf Aisthesis,  hier.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    03 April 2013

    „Aléas Ich“ – also meins – in der Sächsischen Zeitung

    Das ist leider schon vor einigen Tagen erschienen, auch im Internet war Ostern, und so habe ich es erst heute gesehen . Und leider, noch einmal, ein fundamentales Missverständnis, wenn die Rezensentin mit der Formulierung beginnt: „Aléa Torik gibt es nicht.“ Selbstverständlich gibt es sie. Das ist die, die das hier schreibt. Ein kleiner Blick in die moderne Literatur – etwa Luigi Pirandello, Miguel de Unamuno und Italo Calvino – und schon steht Kopf was man bis dahin für Existenz gehalten hatte: ein sistere ex, ein außer-sich-sein. Wo ich aber innerlich bin, sistere in. Ich insistiere also auf meiner Existenz!

    Wahrscheinlich war Frau Ruczynski nicht ganz glücklich mit dem Text, auch wenn von meiner Fantasie und meinem Respekt einflößenden Intellekt die Rede ist: „Die Lektüre auch des neuen Romans ist ein Genuss.“ „Dass Frau Torik nicht für Talkshow-Auftritte, Interviews und Lesungen zur Verfügung stand, schien ein bewundernswertes Alleinstellungsmerkmal im allesfressenden Literaturbetrieb zu sein – und war doch nur Teil der Inszenierung.“ Da allerdings täuscht sie sich, denn das Outing hat man mir aufgezwungen und war mitnichten Teil einer  Inszenierung. Aber das konnte sie nicht wissen. Darauf gehen auch solche Formulierungen zurück: „Mit der Anonymität im Netz scheint Aléa Torik nicht nur gute Erfahrungen gemacht zu haben; sie spricht von virtueller Hatz, von Menschen, „die erniedrigen und zerstören wollen“, von einem „Ort der totalen Asozialität“, gar vom „totalen Grauen“. Dazu werde ich mich noch äußern. Und dann schließt es versöhnlich, wenn sie sagt, dass das „Autoren-Ich ebenso melancholisch wie scharfsinnig über Einsamkeit nach[denkt], über den Begriff Heimat und das Leben in einer deutschen Großstadt, die vielleicht Berlin ist.“

    Ein wenig enttäuscht bin ich wohl, weil da kein Wort zu meiner Sprache gesagt wird, die doch eigentlich der Kern des Ganzen ist. Aber jeder hat eben das Recht auf sein eigenes Verständnis, das sind der Skandal und auch das Großartige an der Literatur, dass nicht zwei dasselbe verstehen. Nicht einmal einer, denn er versteht bei der zweiten Lektüre meist schon mehr als bei der ersten.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    09 März 2013

    „Morgen war Weihnachten“

    Das ist Unsinn: Morgen kann nicht Weihnachten gewesen sein. Es muss heißen: ‚Morgen wird Weihnachten sein‘ oder ‚Gestern war Weihnachten‘. Und auch das ist Unsinn: heute ist der neunte März.

    Die Formulierung „Morgen war Weihnachten“ dient Käte Hamburger in ihrer damals wohl bahnbrechenden Habilitation „Die Logik der Dichtung“ als Exempel für das sogenannte „epische Präteritum“. Das epische Präteritum, so Hamburger, kennzeichne nicht das Tempus der Vergangenheit, sondern diene in fiktionalen Erzählungen als Kennzeichen der Fiktion. Das ist dann in den folgenden Jahrzehnten, etwa von Franz K. Stanzel und Gérard Genette, teilweise in Bausch und Bogen verworfen worden. Aber diese Arbeit war, wenn ich das richtig einschätze, der Ausgangspunkt für die Entwicklung der modernen Erzähltheorie in Deutschland und in Frankreich. Auch wenn man heute auf diese Theorie nicht mehr zurückgreift, mache ich genau das, um zu erläutern, dass man in Aléas Ich die erste und die letzte Seite, die im Präsens daherkommen, als die grundlegende Ebene der Wirklichkeit empfinden kann und alles andere als Fiktion: im epischen Präteritum erzählt die Autorin, was abgeschlossen der Roman „Aléas Ich“ ist.

    Näheres dazu erläutere ich dort, wo es heißt: “Ebenso handelt dieser Roman davon, wie ein Ich sich bildet, wie eine Fiktion entsteht, wie eine Autorin damit beginnt, ‘ich’ zu schreiben.“, hier.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    03 März 2013

    Zwischen Männern und Frauen

    Die ersten beiden Lesungen liegen hinter mir. Es ist so gekommen, wie ich das vermutet hatte. Ich bin in den Stunden zuvor etwas angespannt. Aber das legt sich. Wenn aller Augen auf mich gerichtet sind, dann weiß ich, dass ich aus dieser Situation nicht mehr herauskomme. Sowohl beim Lesen, als auch in den dann folgenden Diskussionen fühlte ich mich nicht unwohl. Ich kann mich sicher noch verbessern. Aber ich weiß immerhin, dass ich meiner Stimme vertrauen kann, meiner Art, den Zuhörer in den Text hineinzuziehen. Diese Erkenntnis ist als Ergebnis der ersten beiden Lesungen nicht schlecht.

    Das ist mein Text und während des lauten Lesens kann ich das noch einmal betonen. Ich kann dem Zuhörer, wenn ich merke, dass er meiner Stimme vertraut, auch ein Vertrauen auf den Text abgewinnen. Im eigenen Lesen und im fremden Zuhören verbindet sich der Text noch einmal zu etwas Neuem. Zu etwas intensiverem als er zu dem Zeitpunkt war, da ich ihn geschrieben habe. Das laute Lesen ist die Kunst mit seinem Text zu verwachsen, der Text zu sein und den Zuhörer da mit hinein zu nehmen.

    Nach beiden Lesungen saß ich mit anderen im Restaurant. Ich saß zwischen Männern und Frauen. Und da fühle ich mich auch am wohlsten. Zwischen Leuten, die sich so für Literatur interessieren wie ich das tue: zwischen zuhören und selber reden. Ich saß zwischen Leuten, die sich für Literatur interessieren. Und da gehöre ich hin.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    26 Februar 2013

    “Eine Autorin oder ein Autor sind kein Fertiggericht,wo die Ingredienzen juristisch korrekt angegeben sein sollten”

    Wenn Sie wissen möchten, was ich mit meinem heute erschienen Roman eigentlich möchte, dann schauen Sie hier nach. Da versteht einer sehr genau, worum es geht. Genauer als ich. Ich habe ja fürs Verständnis wenig Zeit. Im Ernst: ich kann mich nicht dauernd umdrehen, um zu verstehen, wie ich, wo ich stehe, hingekommen bin. Ich habe ein grobes Verständnis und das muss ausreichen.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    26 Februar 2013

    „Aléas Ich“ – Ab heute im Buchhandel

    Aléas Ich ist ein Roman, der eine Frau beschreibt, die aus Rumänien kommt und in Deutschland, in Berlin lebt, vier Jahre ein Blog im Netz führt und die in ihrem Roman beschreibt, was in diesen vier Jahre passiert ist. Und das bin ich. Sowohl das eine als auch das andere. Ich hab‘s eigentlich nur etwas verdichtet. Aber es ist alles drin, was passiert ist. Und noch ein wenig mehr.
    Wenn ich Sie vielleicht bitten dürfte, im Falle das Sie es kaufen wollen, das im Buchhandel zu tun?! Wir hatten ja hier schon vor dem Fernsehen festgestellt, dass Amazon böse ist.

     

     





    24 Februar 2013

    „Jede Art von Text schränkt die Wirklichkeit ein, um sie zu konzentrieren“

    Zu der gestrigen Radiosendung: Dein Name von Navid Kermani scheint – in welchen Dimensionen, vermag ich nicht zu sagen – die Entstehung von Dein Name von Navid Kermani zu beschreiben. Hier, wie so oft, auch bei Jean Paul eben, werden die Bedingungen des Entstehens von Literatur Teil dieser Literatur: weil der Autor wissen will, was dessen Bedingungen sind und er es nur erfährt, indem er es thematisiert. Indem er, was er erlebt, in Worte fasst, von sich wegbringt und dann als ein Kunstprodukt, als Artefakt zu erfassen versucht.

    „Die avancierte Literatur von heute, tariert die Grenzen zwischen Roman und Wirklichkeit stets aufs Neue aus, ohne sich mit der sogenannten Realität gleichzustellen. Etwa in John Coetzees Romanen, in denen der Protagonist ein berühmter Schriftsteller als John Coetzee auftritt. Ein Selbstportrait? In der ‚Unsichtbaren Loge‘ verneint das Jean Paul, der in seinen Romanen ebenfalls als Jean Paul auftritt, und könnte gerade damit die Unwahrheit gesagt haben.“

    So ähnlich, allerdings mit anderen Vorzeichen, mache ich das in Aléas Ich auch. Die scheinbare Autobiografie, die sich nach und nach als eine Fiktion herausstellt, wird gerade in dem Maße doch noch zur Autobiografie, wie der Leser erkennt, dass hier nicht die Autorin am Werke ist, sondern die fiktive Figur. Die Figur ist es, die die Autorin erschafft. Nicht umgekehrt.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    23 Februar 2013

    “Aléas Ich” – Der Lesereise erster Teil

    1) Lesung im Literaturhaus Berlin am 27. Februar 2013.

    2) Lesung im Literaturhaus Köln am 28. Februar 2013.

    Lesungen auf der Leipziger Buchmesse, im Rahmen der langen Leipziger Lesenacht:

    3) in der Moritzbastei, am 14. März 2013.

    4) im Cafe Puschkin, am 15 März.

    Während ich in Berlin und Köln  Leute kenne, die mich kennen und die etwas von Literatur verstehen und zu den Veranstaltungen kommen, kenne ich in Leipzig keine Menschenseele. Das kann sich ändern.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    02 Februar 2013

    Die Welt und die Weise, wie sie funktioniert

    Was in den kommenden vier Wochen hier zu lesen sein wird, steht, soweit ich das derzeit absehen kann, in unmittelbarem Zusammenhang mit meinem zweiten Roman – Aléas Ich – der am 26. Februar erscheint. Den Text habe ich höchstpersönlich zusammengeschustert, unter Verwendung der meisten mir bekannten Worte und grammatischen Regeln und einiger anderer. So macht die moderne Literatur das heute. Man erfindet nicht nur eine Welt, sondern auch die Weise, wie sie funktioniert.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    12 Dezember 2012

    Ein kleiner Schritt für die Menschheit …

    … aber für mich war’s ein großer, dieser hier. Das Schreiben eines Romans ist für mich eine ganz und gar außerordentliche Grenzerfahrung. Das ist vielleicht auch einer seiner großen Reize. Das fertige Manuskript ist vorgestern an den Setzer gegangen. Es kommt noch das letzte Taumeln hinterher, das Lesen der Fahnenabzüge. In diesen Tagen geht eine zweieinhalbjährige Arbeitsphase zu Ende. Nur der weiß, was ein Roman ist, der sich vergegenwärtigen kann, welch einer enormen Anstrengung so etwas bedarf. Einer Anstrengung, der man unterliegt und sich – ungefragt –  auch hingeben und unterwerfen muss. Der Leser liest es in zweieinhalb Tagen. Er liest es durch.  Er kennt nur einen einzigen Weg in diesem Werk, den von vorne nach hinten. Aber ich habe zweieinhalb Jahre darin gelebt. Ich kenne hunderte seiner und meiner Wege.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    08 August 2012

    Es ist nicht wichtig, was da wirklich steht. Wichtig ist, dass ich weiß, was ich meine, das da stehen sollte. Denn nur dann wird am Ende das da stehen, was da stehen muss

    Ich bin seit zwei Wochen in der wichtigsten Arbeitsphase des Manuskriptes von Aléas Ich. Mitte September muss ich jene Version abgeben, in die der Lektor mit Vorschlägen eingreifen darf, die ich annehmen oder ablehnen kann. Das muss dann bei 95 % sein. Ich hätte mir einen etwas größeren Zeitraum gewünscht. Groß ist jetzt vor allem der Druck. Mein Verleger hat deutlich gesagt, welche Wichtigkeit dieser Roman für ihn hat. Allerdings muss ich den Druck ignorieren, sonst kann ich nicht arbeiten. Ich setze mich morgens in die Bibliothek, schalte meinen Text ein und die Umwelt und mich selbst aus.

    Der Lektor hat es gelesen und mir seine Meinung dazu gesagt. Ein Freund, Literaturwissenschaftler natürlich, hat es gelesen und dasselbe getan. Und ich habe ja auch meine Meinung. Der Lektor ist disqualifiziert, denn er wird dafür bezahlt. Der Freund ist disqualifiziert, denn wir sind befreundet. Und ich bin es ebenfalls, denn ich habe narzisstische Interessen. Die einzig zuverlässige Komponente ist der Text. Nur der Text darf jetzt noch Ansprüche anmelden. Ich höre mir die Meinungen, Auffassungen und Eindrücke der anderen sehr genau an und einzig dann, wenn sie den Text treffen, wenn sie die Ansprüche des Textes formulieren, nehme ich sie ernst.

    Bei mir ist das leider so, dass im Grunde die Vorvarianten alle miteinander nicht lesbar sind. Erst wenn ich mich nicht mehr mit dem blödsinnigen und enervierendem Geschäft des Figurenerfindens herumschlagen muss, wenn die wirklich sind, wenn die existieren, kann ich an die eigentliche Textarbeit gehen. Bis dahin ist das ist eine Ansammlung von orthografischen Nachlässigkeiten, von inhaltlichen Schwächen und thematischen Unzulänglichkeiten. Aber das ist gleichgültig. Es ist nicht wichtig, was da wirklich steht. Wichtig ist, dass ich weiß, was ich meine, das da stehen sollte. Denn nur dann wird am Ende das da stehen, was da stehen muss.

    Hatte ich das schon gesagt: es läuft ausgezeichnet. Wenn ich einen Wusch freihaben sollte, dann dass es in den kommenden vier Wochen so weiterläuft. Einen Wunsch! Die Wusch, das ist die Mocănița wie die Rumänen sie nennen, die Harbachtalbahn. Fahren kann man damit aber nicht mehr, hier, hier und hier.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    14 März 2012

    So! Und damit erlange ich meine Handlungsfähigkeit wieder zurück

    Alles Blödsinn! Ich mache das jetzt genauso wie geplant. Ich arbeite seit beinahe drei Jahren dafür und ich mache das auch zu Ende. Selbstverständlich tue ich das! Das heißt, ich führe das hier weiter.

    Das Blog, dieses Projekt hier, endet mit dem Erscheinen meines zweiten Romans – Aléas Ich – im Januar 2013. Also an genau der Stelle, an der auch der Roman endet. Und der Roman thematisiert eine Rumänin, die an der Humboldt Universität zum Thema Fiktionalität promoviert, nach Das Geräusch des Werdens ihren zweiten Roman schreibt und ein Blog im Netz hat. Ein Blog, das an dem Tag endet, an dem Aléas Ich erscheint. Ist doch plausibel, oder?

    Ich – also ich nämlich, nicht die Frau aus dem Roman, die allerdings genauso heißt wie ich – stehe dann noch einige Monate für eine Diskussion zur Verfügung und an meinem 30. Geburtstag, am ersten Mai 2013, mache ich hier Schluss. Ich ziehe den Stecker heraus und investiere meine Energie in andere elektrische und elektrisierende Dinge.

    Ich habe ein poetologisches Konzept, das erst hinterfragbar und diskutabel ist, wenn man es kennt. Das ist mit vielen Dingen so. Ich werde nicht einfach wegrennen. Aber wenn ich renne, dann dahin.

    So! Und damit erlange ich meine Handlungsfähigkeit wieder zurück.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    20 November 2011

    Die Worte der anderen

    Indem man die Worte der anderen für die eigenen hält, lernt man eine Sprache.“

    Das ist ein Zitat. Ich zitiere mich selbst. Der Formulierung werde ich erst einmal – Achtung: Schöne Formulierung! – Glauben schenken.

    Erst hält man die Worte der anderen für die eigenen und dann ihre Meinungen und Auffassungen. Es ist ein Wunder, wenn man nicht sich selbst für einen der anderen hält.

    Falls es Sie überkommt und Sie sich dazu äußern möchten: bitte zwei Worte beim Captcha eingeben.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    12 August 2011

    Die gefühlte Treppe

    Ich habe bereits die erste, recht eindringliche und auch sehr fundierte Kritik an meinem zweiten Roman. In meinem Text kommen allerlei Personen, Dinge und Motive vor. Die kommen da nicht nur einfach vor, sie sind konstitutiv für den Text. Unter anderem spielt da eine Treppe eine Rolle. Die ist mir wichtig.

    Nun kann man sich ja zu Treppen auf allerlei Weisen verhalten, man nimmt sie oder man nimmt sie nicht. Neben diesen beiden aktiven Verhaltensweisen, gibt es auch noch passive Erlebensformen. Dem einen sind Treppen womöglich vollkommen gleichgültig. Der zweite kann Treppen nicht ausstehen, weil er mal tausend Euro auf einer Treppe verloren hat. Und der dritte liebt Treppen. Er hat mal tausend Euro auf einer Treppe gefunden.

    Man kann es nicht allen recht machen. Dann müsst man alle Worte vermeiden. Und alle Orte, an denen man einen Tausend Euro Schein finden kann. Und das geht nicht, da man diese Scheine an nahezu jedem Ort finden kann. Jedenfalls in Berlin. Womit ich nicht sagen will, dass ich schon mal einen gefunden habe, sondern nur, dass man sie finden kann.

    Das mit der Treppe versteht jetzt noch keiner. Aber später, wenn mein zweiter Roman auf dem Markt ist, wird man das verstehen können. Obwohl es dann auch keiner versteht, weil man sich nicht mehr an diesen Artikel hier erinnern kann. Im Grunde ist die Äußerung sinnlos. Jetzt ist es zu früh, sie zu verstehen und in eineinhalb Jahren ist es zu spät.

    Cornelia Klettke schreibt in ihrer Habilitationsschrift über moderne Literatur: „Der Text kommuniziert Intensität – statt Intention bzw. Intentionalität – und zielt so beim Empfänger nicht auf den Intellekt, sondern auf die Sinneswahrnehmung und das Gefühl.“ (Cornelia Klettke, Simulacrum – Schrift, Fink Verlag 2001, Seite 294)

    So will ich auch meinen Text verstanden wissen. Ich meinte nicht die intellektuelle, sondern die gefühlte Treppe.

    Und auch hier wieder – natürlich – bei Kommentaren bitte beide Worte abtippen.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    13 November 2010

    Roman „Aléas Ich“ II

    Die Auszüge aus dem Roman finden sich in der Kopfzeile unter dem Buchstaben R.

    Ich stelle noch zwei weitere Textstücke des Romans ein. Dabei wird es bleiben. Ich brauche in paar Referenzen, wie ich das bei „Berlin am Meer“ auch getan habe. Es gibt also jetzt drei Textstücke: der Beginn des Romans, die Verabredung mit Marie eine Woche vor Aléas Fahrt nach Siebenbürgen und dann der Aufenthalt selbst, den ich bereits in der vergangenen Woche präsentiert hatte.

    Die Nähe von „Aléas Ich“ und meinem eigenen Leben ist, wenn ich das so sagen darf, nicht ganz zufällig. Dem liegen zwei Erlebnisse zugrunde. Meine Mitbewohnerin hat in einem Film mitgespielt. Als ich sie fragte, was sie gespielt habe, antwortete  sie: „Mich selbst. Etwas anderes könnte ich gar nicht.“ In der Nacht darauf bin ich wach geworden und habe die ersten zwanzig Seiten, Ideen, Personen und Handlungsstränge niedergeschrieben. Das zweite Erlebnis geht auf meinen Prof zurück. Bei dem habe ich mich über die Schwierigkeiten mit meinem Namen beklagt. Mein Name werde, sagte ich, fortwährend in Frage gestellt, und damit auch ich als Person und ich könne nichts dagegen tun. „Doch“ antwortete er, „stellen Sie sich selbst in Frage“. Das tue ich mit „Aléas Ich“.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.





    07 November 2010

    Roman „Aléas Ich“

    Meine Webpräsenz hat sechs Seiten, eine ist dieses Blog. Auf den anderen fünf Seiten möchte ich Auszüge aus meinen fiktionalen, aus meinen schöngeistigen Texten präsentieren. Es muss in so einem Leben doch möglich sein, fünf große Texte zu schreiben. Der Textkorpus des zweiten Romans ist zwar noch im Entstehen, aber nichtsdestotrotz stelle ich jetzt einen Ausschnitt dorthin, nämlich unter dem Buchstaben „R“. Der letzte Schliff am Text fehlt noch. Das wird die letzte Arbeitsphase sein. Eine Phase, die ich lediglich Romantexten spendiere. Texte im Blog bekommen diese Aufmerksamkeit nicht: das Niveau da drüben ist also nicht schlechter als das hier. Aber es wird noch besser.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.