30 Juni 2012
„Das Geräusch des Werdens“ – In der WAZ
Das war eine schöne Überraschung gestern, der Artikel in der WAZ von Britta Heidemann. Anders als die anderen, legt sie vor allem Wert auf den spielerischen Aspekt, auf meinen Spieltrieb. Sie sagt, dass ich besser spiele als alle anderen. Dass dies auch eine sehr ernste Veranstaltung ist, steht dort ebenfalls, eines der „aufregendsten Romanedebüts des Jahres“ heißt es. Wenn es nur ein kurzer Artikel ist, freue ich mich doch über die klugen und sensiblen Worte, mit denen Frau Heidemann es geschrieben hat, ohne Unterstellung übler Absichten, sich einzig für die Literatur interessierend: also nicht mich hinter den Worten suchend, mich und die Vorstellungen, die ich beim Schreiben hatte, sondern ihre eigenen Vorstellungen dabei suchen. Das ist Lesen: suchen, versuchen und versuchend. Das ist das Lesen und die Leser, die ich mir wünsche.
Leider muss jetzt wieder in meinen alltäglichen Wahnsinn. Oder glücklicherweise, das kann man ja oft gar nicht voneinander trennen. Ich muss am Sonntagabend das Manuskript für Aléas Ich beim Lektor abgeben. Das wird noch öfter passieren in den kommenden Monaten. Neben einigen Lücken, fehlenden Textstücken, neben einigen noch nicht deutlich ausgearbeiteten Passagen, noch nicht endgültig ausgefeilten Motiven, Schwächen in Darstellung und Sprache und neben noch einigen anderen Kalamitäten – unfertige Texte sind eine Ansammlung von Ungereimtheiten, Ungereimtheiten und Ahnungen großer Entwicklungen, die es nehmen könnte, wenn …, ja wenn … – fehlen noch zwei Kapitel, eines habe ich gestern entnervt gelöscht und ein anderes muss ich, weil ich das eine gelöscht habe, neu schreiben, weil ich diese Entwicklung brauche, das gelöschte brauche ich aber auch. Vor allem brauche ich einen Abschnitt, sechs, sieben Formulierungen. Ich brauche die dringend! Und ein Frühstück brauche ich jetzt auch.
Hier finden Sie den Artikel. Leider funktioniert der Link dort auf meinen Blog nicht.
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Juni 30th, 2012 unter Das Geräusch des Werdens, mittel











