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  • 04 März 2012

    Veränderungen: Ich ziehe mich aus dem Netz zurück

    Ich dachte, ich könne das noch ein wenig hinauszögern. Vielleicht kann ich es auch. Aber diese Ankündigung kann ich nicht verzögern. Es wird hier zu deutlichen Veränderungen kommen, die ich noch nicht in allen Einzelheiten kenne. Ich werde mich aus dem Netz zurückziehen. Nicht in Gänze, aber zu einem wesentlichen Teil. Das Blog werde ich in dieser Form nicht weiterführen. Ich kenne das Ende noch nicht genau. Meinem Charakter aber liegt ein radikaler Schnitt sehr viel näher als ein langsames Sterben.

    Das hat verschiedene Gründe, die in erster Linie in der Arbeit mit Texten zu finden sind. Ich habe mich beim Essaywettbewerb von Edit beworben und dazu meinen Essay zu David Foster Wallace überarbeitet, vielmehr neu geschrieben. Nach meiner eigenen Einschätzung ist dies das mit Abstand Beste, was ich bisher gemacht habe. Das war sehr viel befriedigender als das Schreiben im Blog. Und während ich im Blog keinerlei Entwicklungen mehr spüre, ich spreche von meinen eigenen Entwicklungen!, ist in dem essayistischen Bereich sehr viel möglich. Ich muss mir Bereiche suchen, wo ich mich entwickeln kann. Das wichtigste Ziel in meinem Leben lautet: ich will eine exzellente Schriftstellerin werden.

    Da sind noch einige andere Dinge, die ich mir gerne erschließen möchte: textintensive Arbeiten zu Autoren und theoretischen Zusammenhängen, beispielsweise Der blaue Kammerherr von Niebelschütz. Ich kann das nicht nebenbei machen. Dass mein Essay bei Edit erscheint, ist recht unwahrscheinlich, es hat mehr als siebenhundert Einsendungen gegeben. Ich werde mir wohl nach dem Wettbewerb einen Ort dafür suchen müssen. Leider suchen dann auch noch sechshundertneunundneunzig andere. Sicher ist jedenfalls, dass ich nicht mehr hundert Artikel im Jahr schreibe. Ich will lieber zehn gute schreiben. Ich will auch wieder mehr lesen. Ich schiebe so viel vor mir her, wie nie zuvor. Das Interesse an diesem Blog scheint auch so gering wie noch nie, es gibt nahezu keine Kommentare mehr. Das ist vielleicht eine gute Koinzidenz.

    Selbstverständlich werde ich diese Webpräsenz weiterführen. Ich will über Das Geräusch des Werdens reden. Da passiert mir zu wenig und ich werde das wohl anschieben müssen. Außerdem, das ist vielleicht sogar noch der wichtigere Grund – dafür nämlich, dass ich nicht gänzlich gehe -: ich will über meinen nächsten Roman – Aléas Ich – reden, der im Januar des kommenden Jahres erscheinen wird. Ich weiß das bereits von meinem Prof und ich höre es auch aus anderen Ecken, derzeit vor allem von Literaturwissenschaftlern: da wird es ganz massiv Diskussionsbedarf geben. Ich weiß, dass da einige begeistert sind, andere schütteln den Kopf. Dieser Auseinandersetzung  werde und will ich mich stellen. Das wird, wenn ich das richtig voraussehe, eine wilde Diskussion geben.

    Ich kenne das Neue noch nicht, aber ich spüre sehr deutlich, dass dies das Alte ist.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von bersarin
    Datum/Uhrzeit 4. März 2012 um 19:28

    Sofern diese Zeilen keine Koketterie sind, sei folgendes geschrieben:

    Ach, die Kommentare in einem Blog. Mal sind es mehr, dann wieder weniger. Das gibt sich. Schlimmer als keine Kommentare zu haben, ist es, wenn keine Rot- und Weißweinflaschen im Schrank lagern. Auf Kommentare und auf Sex sowie auf Kommentare beim Sex kann ich verzichten: auf einen guten Riesling nicht.

    Sicherlich funktioniert ein Blog, auf dem zehn Texte pro Jahr erscheinen, nicht wirklich. Schreiberin oder Schreiber müssen auf alle Fälle mehr produzieren. Aber wenn Du bloß noch zehn Essays schreibst, wirst Du irgendwann auch damit unzufrieden sein. Warum so viel, warum zehn? Es gehen doch auch fünf, die dann – naturgemäß – richtig gut und sogar noch besser abgefaßt sind. Das ist alles richtig. Diese Regeln gelten jedoch nur für Suhrkamp- oder KiWi-Autoren, die von ihrem Schreiben leben können. Es muß doch nicht jeder Text, der auf einem Blog steht, die Wucht eines (guten) Essays haben. Ich schreibe alle zwei Wochen etwas, das gut und gelungen ist und das reicht mir. Dazwischen wird dann die kleine Form eingestreut. Manches könnte besser sein, aber im großen und ganzen bin ich zufrieden. Freilich: die Philosophie, die Ästhetik und die Theorie benötigen Zeit, da schreibt sich ein Text nicht nebenher.

    Ich halte Deinen Entschluß dennoch für einen kurzschlüssigen Entschluß, mag aber zugleich nicht dreinreden. Jede und jeder muß wissen, was sie oder er tut. Auch bei mir wird wenig kommentiert, aber immerhin: es kommen Menschen auf meinen Blog, und ich halte diese Form des Blogschreibens – auch im literarischen Sinne – für die einzig innovative. Die herkömmliche Literatur ist ihrer ästhetischen Form nach tot – es ist alles tausendmal gesagt und geschrieben. Wenigen gelingt es, eine gute Geschichte zu erzählen.

    Kommentar von Philipp
    Datum/Uhrzeit 4. März 2012 um 20:08

    Liebe Aléa,

    diese Ankündigung gefällt mir überhaupt nicht. Klar ist das etwas egoistisch, aber was soll ich sonst sagen? Ihr Blog ist einer der besten, die ich kenne und wenn Sie den jetzt quasi aufgeben, fehlt mir halt was. Ich hoffe, Sie überdenken Ihre Entscheidung noch mal.

    Passend zum Anlass noch ein melancholisch angehauchter musikalischer Tipp: http://www.youtube.com/watch?v=wC16FJTI6XM

    Herzlichst
    Philipp

    Kommentar von genova
    Datum/Uhrzeit 5. März 2012 um 09:21

    Ich lese gerne hier, vielleicht nicht so oft, aber was sagt dieses Kriterium eigentlich aus? Es gibt Blogs, die produzieren täglich leicht konsumierbare Kost, die klickt man gerne mal an, die Besucherzahlen sind demnach hoch, aber es ist alles oberflächlich. Und Kommentare: Kommentiert werden meist populäre Themen. Schreib was zu Gauck und alles lesen es. Aber es bleibt da immer das Gefühl des Schalen. Wenn man nicht kommentiert, heißt das nicht, dass der Blogeintrag verfehlt wurde oder sich niemand für ihn interessiert.

    Ich würde das auch nicht als langsames Dahinsterben betrachten. Das schöne an einem Blog ist doch, dass man machen kann, was man will. Kurze Einträge und lange, zu diesem und zu jenem, ironisch oder ernsthaft, mal eine Pause, so wie das hier ja auch passiert. Ernsthafte Diskussionen gibt es in Blogs eh kaum, nur in wenigen. Man kann für jede dankbar sein.

    Ich habe den Eindruck, dass das hier der Schlüsselsatz ist:

    Ich schiebe so viel vor mir her, wie nie zuvor.

    Und jetzt willst du dich einer Sache entledigen, damit der Berg des Vordirhergeschobenen kleiner wird und somit eher zu bewältigen.

    Aber du schreibst ja selbst, dass du den Blog nicht aufgibst. Das ist wohl der Punkt. Alles andere entwickelt sich in der Zeit.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 5. März 2012 um 10:29

    Lieber Bersarin,

    von Koketterie kann keine Rede sein. Auch nicht von einer momentanen Laune, die gedankenlos umgesetzt, also formuliert worden wäre. Das hat auch nichts mit der Menge oder Qualität der Kommentare zu tun, sondern nur mit mir und meiner Situation. Ich habe schon länger das Gefühl der eigenen Belanglosigkeit, vielmehr der Belanglosigkeit meiner Beiträge. Daher der Wunsch, inhaltlich bedeutendere Sachen zu verfassen. Aber das braucht und das frisst Zeit.

    Schon eher würde ich deinem Argument zustimmen wollen, dass ich, wenn ich zehn Sachen im Jahr schreibe, auch unzufrieden wäre, weil ich entweder denke, das ich es nochnoch besser könnte und dann zu der Zahl fünf tendiere, oder weil mir das eben nicht reicht, weil das Schreiben eben doch auch triebhafter Natur ist. Dann kann ich ja immer noch anders entscheiden. Aber ich kann nicht einfach so weiter machen.

    In einem Punkt allerdings stimme ich dir nicht zu, ja ich widerspreche. Man lobt den Tod des einen, um das andere am Leben zu erhalten. Ich sehe nicht, dass die Literatur in ihrer „herkömmlichen Form“ – was immer dir dabei genau vorschwebt – tot ist. Und solltest du recht damit haben, mag sie noch so tot sein: es ist die Form, die mich interessiert und die, die ich machen will. Ich sehe auch nicht, dass das betreiben eines Blogs dem Schreiben eines Romans ernsthaft etwas entgegenzusetzen hätte. Wenigen gelingt es, eine gute Geschichte zu erzählen: aber ich will zu den wenigen gehören. Ob mir das gelingt ist eine andere Sache. Aber ich muss mich immerhin bemühen.

    Das jetzt zu beenden, ist allerdings nicht sehr schlau. Wenn das geschieht, was geschehen soll, dass nämlich an einem sehr interessanten Ort eine Besprechung meines Romans erscheint, dann könnte das der Anfang eines größeren Interesses sein und das sollte man mit diesem Blog hier begleiten. Auch deshalb habe ich das nicht apodiktisch formuliert. Aber ändern muss ich etwas.

    Und außerdem -… aber das schreibe ich dir in einer Mail!

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 5. März 2012 um 10:30

    Lieber Philipp,

    es freut mich natürlich, wenn Ihnen das Blog gefällt. Aber was ich hier annonciere, ist nicht unbedingt das, was man eine freie Entscheidung nennt. Es ist von den Umständen erzwungen. Allerdings kenne ich die genauen Umstände meines Rückzuges ja auch noch nicht. Letztlich aber wird man im Netz auch schneller vergessen als man gucken kann. Sie können sich schon morgen nicht mehr an meine Adresse erinnern. Aber das letzte Wort ist ja auch noch nicht gesprochen.

    Danke für den Zuspruch!

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 5. März 2012 um 10:31

    Lieber genova,

    eine zentrale Formulierung ist sicher, dass ich viel vor mir herschiebe, vieles, was ich machen könnte und nicht machen kann, weil es zu viel wäre. Vor allem denke ich, könnte ich, indem ich den Schwerpunkt anders setze, mich noch mal in eine neue Richtung entwickeln.

    Ein Blog mit zehn Einträgen im Jahr ist keins. Ich meine, eine Entscheidung treffen zu müssen, aber vielleicht ist das keine Entscheidung, sondern nur eine momentane Empfindungslosigkeit und ich muss das, diese angebliche Entscheidung, nur auf mich wirken lassen, um zu erkennen, dass es keine ist. Oder die falsche.

    Danke für den Zuspruch!

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von metepsilonema
    Datum/Uhrzeit 10. März 2012 um 10:25

    Hm, ich verstehe den Unterschied oder den Gegensatz nicht recht: Warum besitzt das Schreiben für den Blog eine andere Befriedigung als das “normale”? — Wenn der Text das ist was Befriedigung vermittelt, sein Gelingen, die Arbeit daran, die Entwicklung?

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 11. März 2012 um 10:14

    Lieber Metepsilonema,

    so wollte ich den Unterschied nicht fassen. Ich meinte einen, der sich vielleicht mit dem Wort Ernsthaftigkeit nicht be-, aber doch umschreiben ließe. Ich habe an der sehr ernsthaften Arbeit zu Wallace lange gesessen, jedes Wort gefeilt und jeden Gedanken noch einmal anders betrachtet und das gefiel mir, während ich es getan habe und danach, sehr viel besser als das Schreiben hier, das ich inzwischen oft etwas nachlässig betreibe, vielleicht sogar lustlos. Ich mache mal einen Witz, obwohl mir gar nicht danach ist. Ich wollte nicht zwei unterschiedliche Sphären des Schreibens benennen, keine Wertigkeiten setzen oder definieren, das wäre nicht zutreffend. Ich wollte sagen, dass ich etwas dichter schreiben möchte, ausgereifter, durchdachter.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von metepsilonema
    Datum/Uhrzeit 11. März 2012 um 19:13

    Liebe Aléa,

    aber warum nicht für den Blog ernsthaft, durchdacht und ausgreift schreiben (ich sage das jetzt, ohne die Texte hier zu kennen)? Liegt es am Medium? Oder an den Erwartungen die wir mit ihm verbinden?

    Ich habe “nur” die Bühne Blog, deshalb kenne ich etwaige Konflikte nicht, die sich aus, wie soll ich sagen, anderen Möglichkeiten der bevorzugten Art zu schreiben (veröffentlichen) ergeben.

    Herzliche Grüße!

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 11. März 2012 um 20:57

    Lieber Metepsilonema,

    bevor ich es vergesse, ich hatte Ihren Essay zu lesen begonnen, dann aber abgebrochen, weil sich hier einige Dinge überschlagen haben und man offenbar von mir wollte, das ich mich ebenfalls überschlage.

    Das Netz stößt mich seit einiger Zeit beinahe ab. Zu Beginn meines Bloggens habe ich mehr an anderen Orten gelesen und mich auch beteiligt. Aber das, also eine Art Melancholie, ist es nicht. Es hat etwas mit fehlendem Stolz zu tun. Ich bin nicht stolz, wenn ich hier einen Artikel schreibe. Aber wenn ich einen Essay in Edit hätte (was nicht geklappt hat) oder etwas im Schreibheft – jetzt hätte ich beinahe gesagt, in der FAZ – dann würde ich das anders empfinden. Es liegt nicht daran, dass hier zu wenige kommentieren. Ich bin gerade ganz froh, dass es ruhiger ist. Vielleicht haben meine Überlegungen mit Ehrgeiz zu tun und auch damit, dass ich, wenn ich hier sehr anspruchsvolle Artikel schriebe, morgen wohl die einzige Leserin wäre. Das ist keine sehr erhellende Antwort auf eine im Grunde zentrale Frage.
    Danke für die Einmischung.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von phorkyas
    Datum/Uhrzeit 12. März 2012 um 09:32

    Liebe Alea,

    meine eigene Blogfeindlichkeit übersteigt gerade ein kritisches Maß, so dass ich die Läden vielleicht auch endlich einmal hochklappe,.. aber metepsilonemas Einwand hätte ich auch erheben wollen.

    Unerfreuliche Dinge waren das, aber’s scheinen die Wogen ja fürs erste geglättet. – Wünsche Ihnen und Ihrem Buch all den Erfolg, den es verdient. Es wird wohl leider noch etwas dauern bis ich es lese, auch wenn es bereits hier liegt.

    Herzlich,
    Phorkyas

    Kommentar von metepsilonema
    Datum/Uhrzeit 12. März 2012 um 12:45

    Liebe Aléa,

    freut mich, dass Sie den Essay zu lesen begonnen haben.

    Hm, Stolz. Man muss auf (s)einem Blog für gewöhnlich keine hohen Schranken überwinden, wie es Lektorate oder Redaktionen darstellen und dass Texte davon (meist) profitieren, steht außer Frage. Das kann ich schon nachvollziehen und ich wäre wohl auch stolz, hätte ich ein Buch geschrieben oder einen Artikel untergebracht. Andererseits: Wenn ich immer wieder sehe, welche Qualität sich in den (angeblich) besten Blättern findet und hier und dort ein wenig mitbekomme welche “Regeln” außer der Qualität “dem Betrieb” noch eingeschrieben sind, dann bin ich über meine Freiheit hier sehr froh.

    Das Netz hat eine Eigenschaft, die ich mittlerweile sehr schätze: Es verwischt die Unterschiede, die Beruf, Institution, Ruhm, usw., tradieren: Wer einen kommentierbaren Blog betreibt, ist angreifbar, er begibt sich auf Augenhöhe seiner Leser und es zählt nicht mehr wer er ist, sondern nur wie und was er schreibt, antwortet, usw.

    Mir liegt eine Frage auf der Zunge, eine direkte und vielleicht nicht sehr freundliche: Aber wenn Anspruch und Notwendigkeit ihre Rolle spielen (sollen), warum dann überhaupt anders schreiben, auch auf die Gefahr hin, dass man nur noch wenige Leser hat? — Gegen Überdruss hingegen hilf wohl nur (zeitweilige) Abstinenz.

    Die Qualitätsdiskussion und -frage folgt mir schon seit einigen Jahren und ich habe mit zahlreichen Leuten in Blogs und Foren darüber diskutiert: Ich glaube nach wie vor, dass gute Texte (und auch lange) ihre Leser finden, auch wenn das nicht von heute auf morgen klappt.

    Herzliche Grüße…

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 12. März 2012 um 22:01

    Lieber Phorkyas,

    mir steht es gerade richtig bis obenhin, das Netz und seine Protagonisten. Da hat sich einer sehr anständig verhalten, einige von denen, die involviert waren, gar nicht (für die es vielleicht schwer war, sich zu verhalten) und der Rest armselig. Und das ist offenbar sehr leicht.

    Ich werde das hier in den kommenden Wochen dicht machen, bis Ende des Jahres. Dann komme ich zurück, um mein zweites Buch zu diskutieren. Vielleicht auch nicht. Man braucht ja kein Blog, um etwas zu diskutieren, genauso wenig wie man eine Gerüchteküche braucht, um ein Essen zu kochen. Das sind mindestens acht Monate, die ich für andere Dinge habe. Das ist jetzt absolut sicher.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 12. März 2012 um 22:03

    Lieber Metepsilonema,

    ich habe es gerade schon gesagt, es ist entschieden. Ich mache das hier dicht. Da ist ein ungünstiger Zeitpunkt, mein Roman ist draußen, ich wollte darüber reden oder doch als Ansprechpartnerin herhalten. Aber vielleicht braucht es das gar nicht. Die Leute, die das Buch lesen, die lesen das Buch. Was wollen die mit der Autorin? Die wollen auch gar nicht diskutieren. Die wollen dann das nächste lesen. Und die anderen interessiert das Buch nicht.

    Ich steig aus, gute Text finde ich überall. Zumindest kenne ich Orte, an denen ich sie finden kann. Ich sitze hier und bin wirklich überdrüssig. Das ist mir in den drei Jahren noch nicht ein einziges Mal passiert. Dann bin ich eben eine Autorin ohne Blog. Davon geht die Welt nicht unter.

    Ich danke für den Versuch, mich zurückzuholen!

    Aléa

    P.S. Den Essay lese ich zu Ende und melde mich dann. Das dauert ein wenig, was nichts mit Ihrem Text zu tun hat. Die Buchmesse beginnt.

    Kommentar von metepsilonema
    Datum/Uhrzeit 13. März 2012 um 15:21

    Liebe Aléa,

    sagen wir halten, nicht zurück: Ich respektiere Ihren Entschluss selbstverständlich, er ist womöglich genau der richtige und wir sprechen sicherlich von verschiedenen Standpunkten und Erwartungen aus. — Überdruss verweist auf Loslassen und Distanz (zu den überschlagenden Dingen möchte ich mich nicht äußern, ich bekam sie erst gestern Abend mit).

    Gute Texte gibt es auch anderswo, ja, aber nicht diese Möglichkeit der Diskussion, des Kennenlernens und auch nicht die Personen dazu (letzteres ist nicht trivial gemeint; es war und ist mir immer wichtig gewesen hinter dem Geschriebenen die Konturen einer Person zu spüren).

    Ich freue mich über eine Rückmeldung, aber bitte ohne Zeitdruck.

    Herzliche Grüße!

    PS: Richtig: Die Welt geht nicht unter, von vielem nicht, das muss man (ich) immer wieder lernen. Auch das verweist wieder auf Distanz und Loslassen.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 13. März 2012 um 22:04

    Lieber Metepsilonema,

    die sich überschlagenden Dinge sind auch nicht der Hauptgrund. Es ist in der Tat Überdruss und die Lust auf das, wovon ich in den vergangenen drei Jahren zu wenig hatte. Drei Jahre sind eine lange Zeit. Ich werde wieder mehr lesen, das kommende halbe Jahr wird auch anderweitig intensiv. Ich bin kein Mensch, der ausgeprägte Suchtstrukturen aufweist, aber das Wenige an Faszination durch das Netz hat in den letzten Monaten sehr nachgelassen, dementsprechend auch Besucher und Kommentare. Ich werde Ende April eine Pause machen und wahrscheinlich mit dem zweiten Roman Anfang Januar wieder da sein.

    Ihren Essay habe ich spätestens Ende kommender Woche gelesen und dann melde ich mich an der Stelle, wo er erschienen ist.

    Herzlichen Dank für Ihre Einmischung!
    Aléa

    Kommentar von metepsilonema
    Datum/Uhrzeit 14. März 2012 um 19:49

    Bitte, gerne — ich finde solche Entscheidungen wichtig.

    Herzliche Grüße!

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 14. März 2012 um 22:12

    Lieber Metepsilonema,
    Sie haben es vielleicht schon in meinem Artikel gelesen: Alles wieder zurück. Ich war verwirrt und jetzt bin ich wieder klar. Ich mache so weiter wie geplant und ich ende auch so wie geplant.
    Ich danke für die Beteiligung und vor allem die Anteilnahme!
    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von metepsilonema
    Datum/Uhrzeit 15. März 2012 um 20:46

    Erstens kommt es anders und zweitens… das Ende, wir werden es sehen oder auch nicht. — Ich selbst plane wenig, vielleicht zu wenig.

    Grüße!

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 15. März 2012 um 21:36

    Lieber Metepsilonema,

    ich renne in den vergangenen Tagen ein wenig wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend und überlege, was das richtige ist. Gestern schrieb ich jemandem, dass ich es an den Nagel hänge, und er antwortete mit ‚Nein‘. Und er hatte recht. Vielleicht muss ich es noch einmal überdenken und ich deaktiviere die Kommentarfunktion. Das Letzte, was ich will, ist jemanden verletzen.

    Der Begriff des Spiels bedeutet nicht, dass der Spielende keine Verbindlichkeiten anerkennt, im Gegenteil, Spiele haben Regeln. Regeln die, ist das Spiel neu, nicht immer klar sind. Ich denke, dass ich so verantwortlich damit umgehe wie mir möglich ist. Ich denke, dass ich meiner Verantwortung auch dadurch gerecht werde, dass ich in dem Roman, in dem ich das hier thematisiere, das “Was” meines Handelns mit dem “Wie” in Frage stelle. Was nicht bedeutet, dass man Dinge nicht auch anders sehen, anders empfinden kann und sich verletzt fühlt. Aber dazu gehören immer zwei. Und bei emotionalen Verletzungen ist oft gar nicht deutlich zwischen Täter und Opfer zu unterscheiden. Aber lassen wir das bitte und wenden uns erfreulicheren Dingen zu.

    Herzlich

    Aléa

    Kommentar von metepsilonema
    Datum/Uhrzeit 16. März 2012 um 18:39

    Liebe Aléa,

    bitte meinen Einwurf bei Herbst, — ich befürchtete das im Nachhinein –, nicht als Vorwurf, sondern als Erklärung verstehen, warum es zu Verletzungen kommen kann (und in Bezug auf meinen Essay: dazu braucht es keine Absicht, sondern nur ein gefärbtes Lesen und jedes Lesen ist immer gefärbt).

    Zum Spiel nur kurz: Ein jedes hat Regeln und setzt zugleich Verbindlichkeiten außer Kraft, um zu Neuem zu gelangen — Aleatorik steht doch für die Betonung seiner extremen Form, den Zufall (ich habe es vor einiger Zeit einmal wie folgt gefasst).

    Herzliche Grüße!

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 16. März 2012 um 21:38

    Lieber Metepsilonema,

    es ist auch schwierig. In jeder Richtung sitzt einer, den man mit neuen Worten neu verletzen könnte. Von den meisten Verletzungen hatte ich keine Ahnung, geschweige, dass ich sie beabsichtigt habe. Selbst der blinde Hund hat recht, ich drehe mich derzeit um mich selbst. Unrecht hat er, weil auch er nicht wohlwollend ist und das ist meines Erachtens die Grundvoraussetzung, wenn man irgendwo zu Besuch kommt. Jetzt kommt also die zweite Krise in drei Jahren, ich habe mich entschlossen, dennoch weiter zu machen.

    Wie gesagt, ich melde mich in der kommenden Woche zu Ihrem Essay.

    Herzlich
    Aléa

    PS. Bei mir ist es derzeit in der Hauptsache mein Buch, das mich interessiert. Da hat heute jemand eine kleine Bemerkung bei Amazon eingestellt und ich freue mich einfach darüber, ich freue mich richtig doll, ich habe die zehn Mal gelesen.

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 16. März 2012 um 22:59

    Alea.

    Ich glaube nicht, dass hier jemand wirklich verletzt ist. Die hier den Vorwurf der Schauspielerei machen und sich verletzt geben sind doch selber nur Schauspieler; aber es sind schlechte Schauspieler.
    Woanders würde man sich mit so etwas lächerlich machen. Sagen wir es doch auf Deutsch und deutlich: eigenartig.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 16. März 2012 um 23:45

    Lieber Avenarius,

    kurz vor der Nachtruhe!

    Ich hoffe, Sie haben recht. Alle Verletzten sind jetzt weg, die Hälfte aller Besucher hat sich in den Tod gestützt. Nein, ganz ohne Spaß, ich bin mir nicht, man ist sich nicht immer aller Konsequenzen seiner Handlungen bewusst. Wäre man das, gäbe es keine Freiheit mehr. Freiheit des Handelns, die womöglich erst dadurch besteht, dass man nicht alle Konsequenzen kennt. Dadurch aber kommen die Verletzungen anderer zustande.

    Aber ich hatte auch das Gefühl, dass hier nicht nur Verletzte im Spiel waren, sondern auch noch andere Digen eine Rolle gespielt haben. Wie dem auch sei. Ich mache mir morgen mal Gedanken, was ich hier als nächsten schreiben könnte. Vielleicht etwas zum Thema Missverständnis. Obwohl das missverständlich sein könnte.

    Es muss jetzt wirklich etwas neues hierher. Ich habe mich in der letzten Zeit zu sehr um mich selbst gedreht. Und ich habe mich auch drehen lassen.

    Herzlich
    Aléa

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