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  • bersarin: Literarisches Bloggen, liebe Aléa Torik, funktioniert durchaus. Freilich nur bei den wenigsten. Das meiste, was geschrieben wird, stammt aus dem Klein-Klein der Halbgarküchen, ist Poesiealbumsprosa von Minderleistern, Befindlichkeitsscheiße ohne Form. Ich schreibe dahingehend und als...
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  • Aléa Torik: Lieber Norbert, verflixt, hab‘ ich schon wieder Recht? Ich kann sagen, was ich will, ich habe immer recht. Dabei schrieb ich das eigentlich, um zu provozieren. Entweder lässt sich keiner provozieren oder die Provokation im Netz ist so allgegenwärtig, dass man zu ganz anderen Kalibern...
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  • Aléa Torik: Lieber holio, Sie haben recht, die Politik lassen wir hier außen vor. Richtig glücklich bin ja auch nicht mit dem Etikett der Postmoderne. Aber irgendwie müssen wir es ja benennen. Sagen wir Transmoderne. Die wesentliche Information ist allerdings angekommen, schon lange: dass Sie...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, fein, dass ich dich zum Assoziieren bringe. Dass steter Tropfen den Stein höhlt, habe ich bisweilen schon gehört. Aber hat mal jemand gefragt, was mit all den ausgehöhlten Steinen anzufangen ist? Wozu Steine höhlen? Was Cărtărescu betrifft, ich habe es in dem Essay...

  • 09 Januar 2012

    Meine Artikel kosten in Zukunft zehn Cent

    Das ist mein Ernst. Die kürzeren Artikel bekommen Sie bereits für die Hälfte, für überdurchschnittliche gescheite Äußerungen wird ein Einmalaufschlag von fünfundzwanzig Cent fällig. Die Definition von „überdurchschnittlich gescheit“ liegt bei Ihnen. Die ersten beiden Absätze der kommenden Artikel sind für jedermann frei lesbar. Danach müssen Sie sich entscheiden, ob Sie den Rest lesen wollen oder diese Seite wieder verlassen.Es ist der strukturelle Fehler im Netz, dass nahezu alles gratis ist. Vieles ist deswegen auch umsonst. Und nicht wenig ist dann sogar vergebens.

    Mit dieser Aktion verliere ich etwa 90 % meiner Leser. Da ich aber sowieso nichts davon habe – bis auf den Umstand des persönlichen Plaisirs – ist das einerlei. Der Spaß wird davon nicht weniger, womöglich wird er sogar mehr. Ich weiß dann nach dem Geldeingang, dass die Leute das wirklich lesen, dass es ihnen etwas wert ist. Auch für den Leser ist es von Vorteil.  Er (und sie) hat dafür bezahlt und dadurch hat er ein Recht an dem Artikel. Er kann das Lesen anders genießen, weil er in einem umfassenden Sinne als Ansprechpartner fungiert. Was zuvor nur in den leeren Raum des Netzes geraunt worden ist, ist nun für ihn bestimmt.

    Das hat natürlich nur dann einen Sinn, wenn alle mitmachen. In welcher Dimension man „alle“ auch interpretieren mag: Alle bei LITBLOGS. All die, die ich auf der Blogroll habe. Oder all jene, die ich mit einer frisch gegründeten Initiative und meinen Argumenten von dieser Sache überzeugen kann. Selbst all die, die einfach mitmachen, weil sie immer überall mitmachen.

    Alle Abrechungssysteme, die ich kenne, sind völliger Mumpitz. Selbst das System der VG-Wort, das nicht den konkreten Leser, sondern die Leserschaft im Allgemeinen zur Kasse bittet, ist nichts anderes. Das macht für ein Blog wie dieses so viel Arbeit, dass jeder Artikel das Zehnfache kosten würde. Ich kann das leider nicht als meinen Verdienst abrechnen, ich kann es nicht eintreiben. Ich kann mir am Ende des Jahres keine schöne Jacke kaufen oder davon zum Essen gehen, geschweige denn davon leben. Aber ich würde es gerne! Ich würde gerne das, was ich hier tue als meine Leistung empfinden und sie dementsprechend in Rechnung stellen.

    Ich erwarte oder erhoffe, dass Sie am Ende des Jahres, den von Ihnen überschlagenen Betrag von zehn oder zwanzig Euro an ein karitatives Unternehmen überweisen, wie Terre des hommes. Oder drücken Sie einem Clochard, den Sie kennen, dem sie jeden Tag über den Weg laufen, zu Weihnachten den entsprechenden Betrag in die Hand. Dann müssen Sie mir nur noch sagen, was Sie für Ihre Kommentare haben wollen. Und den Betrag überweisen Sie dann bitte hierhin: Médecins Sans Frontières.

    Sehr viel ausführlicher und seriöser, Argumente bewertend, die Kollegin hier.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 10. Januar 2012 um 13:29

    Liebe Alea,

    das ist eine gute Idee.

    Wir schicken für jeden Artikel, der einigen Wirbel macht und mehr als 25 Kommentare assimiliert einen Silberlöffel(Stirlingsilber wohlgemerkt).

    avenarius

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 10. Januar 2012 um 21:52

    Lieber Avenarius,
    das ist ein feiner Zug von Ihnen, dass Sie hier so mir nichts dir nichts Ihr dreihundertteiliges Silberbesteck für einen karikativen Zweck spendieren.
    Aléa

    Kommentar von Christian
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 10:50

    Liebe Alea,

    Haben Sie schon mal über die Implementierung von sog. Micropaymentdiensten in den Blog nachgedacht?
    z.B.
    http://www.zeit.de/digital/internet/2010-07/flattr-social-payment

    viele Grüße
    Ernst-Christian

    Kommentar von ChSchlesinger
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 12:16

    Als “Premiumblogger” bin ich verschrien, seit ich 2005 bei 20Six vorschlug, dass Blogger hervorgehoben werden sollten, die für jedes Wort Geld an 20Six überweisen. So wollte ich als Leser nur das wahrnehmen, was einem Blogger wirklich am Herzen liegt.
    Die Litblogs würden sich dann um 90% reduzieren auf ein paar Worte Weltliteratur, schätze ich. Zehn Minuten Lesezeit, die ich gerne investiere.

    Kommentar von mützenfalterin
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 17:34

    Ah Gott, Herr Schlesinger, als könnte ein vom Zeitgeist verblendeter erkennen, was dereinst Weltliteratur ist. Verfolgen Sie, welches Buch z.B. den deutschen Buchpreis bekommen hat, und welche anderen Bücher ebenfalls dafür nominiert waren? Derzeit und im Netz hätte ich es dann doch lieber etwas breiter, um mir selbst das zusammenlesen zu können, was mich persönlich interessiert.

    Kommentar von Phorkyas
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 17:48

    @mützenfalterin: Mir erscheint die Idee gerade sehr einleuchtend. Mit Blogs sollte man auch anfangen, aber dann mit Zeitungen, Radio, Fernsehen, Romanen weitermachen – vielleicht würde das Geschrei etwas leiser (für dicke laute Headlines und Hypes gäbe es eine Sondersteuer), der Buchmarkt etwas übersichtlicher und im Fernsehen könnte man endlich wieder Testbilder senden.

    Kommentar von mützenfalterin
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 19:22

    Lieber Phorkyas,
    es ist natürlich wahr, dass Zensur mitunter auch entlastend sein kann.
    Nein, ehrlich, ich verstehe gut, was Aléa schreibt, es ist nicht immer angenehm so nebenbei konsumiert zu werden, wenn man selbst viel Arbeit, Zeit und Sorgfalt in seine Artikel gesteckt hat, ich zweifele nur an, ob Geld immer die richtige Lösung ist.

    Kommentar von Phorkyas
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 20:28

    Liebe mützenfalterin,

    das beste Honorar wäre doch aber ein aufmerksamer Leser – das ist nicht das rechte Adjektiv, aber der vollkommene Leser ist für jeden Autor vielleicht auch wieder ein anderer -. Im ersten Moment schien mir die Umwendung aber fruchtbar: auch dem Leser kann der Text eine Zumutung sein oder die potentielle Textmasse, die da draußen liegt, vielleicht sollte der Text das aber sogar; nerven und auf den Wecker gehen. Natürlich steht’s dem Leser frei den Text wieder zu lassen, aber zunächst opfert auch er sein höchstes Gut: Zeit.

    Mir ist schon klar, dass ich damit das Thema eigentlich verfehle – aber ich bin da auch einfach ratlos: Vom Prinzip erscheint mir so etwas wie flattr ja sehr sinnvoll, leider bin ich nicht angemeldet noch weisen die Beiträge, die ich flattern wollen würde, die Möglichkeit auf.

    Herzlich-ratlos,
    Phorkyas

    PS. Herr Keuschnig bezeichnete sich angesichts dieses Themas einmal als “Gratisidiot” – http://www.begleitschreiben.net/ich-bin-ein-gratisidiot/

    Kommentar von chSchlesinger
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 21:22

    Auch der Literaturmarkt wird bestimmt von der Unart des Menschen, Zweitrangiges zu bevorzugen, wenn es dafür “neu” ist. Hingegen ich mir fast nur anschaue, was mindestens fünfzig Jahre auf einer “Backlist” überdauert hat.
    Zurzeit weine ich beinahe Tränen um “Leutnant Gustl”, so sehr begeistert mich die Meisterschaft von Arthur Schnitzler.
    Ob er solche Genies im Buchhandel um ihren Platz betrügen will? sollte sich jeder Möchtegern fragen, statt wie selbstverständlich die Gier nach Neuheiten für seine Sache zu nutzen.
    Lieber bleibe ich mein Leben lang ein Feierabendschriftsteller, der sich vor verlassenen Rängen im World Wide Web entleert, als mich frech als Hardcover vor “Leutnant Gustl” zu drängen.
    Wer seine Eitelkeit hingegen nicht im Griff hat, der zahlt eben, der kellnert, schuftet, rackert, bis er die 16.000 für einen Zuschussverlag beisammen hat, bis er seiner Kunst ein wahres Opfer bringen kann. Daher empfinde ich meinen Vorschlag von damals auch heute keineswegs als weltfremd.
    Ob eine Welt verkehrt ist, die keine 97.000 Neuerscheinungen pro Jahr kennt, sondern nur einige hundert unsterbliche Klassiker, drei Fernsehprogramme und einen Sendeschluss?
    Mal ehrlich, mal Hand aufs Herz, mal ein, zwei Seiten Kafka, Hesse, Rilke gelesen, so gut sind all die Schlager der Saison doch nun wirklich nicht, mag man sich ihnen mitunter menschlich noch so verbunden fühlen. Vielleicht sollten wir uns lieber nach jemandem sehnen, der uns den Fusel Internet aus der Hand schlägt, damit endlich wieder Klarheit ist und Stille. Jene Ordnung, die es mir früher erlaubte, in aller Seelenruhe hunderte Seiten Thomas Mann Wort für Wort für Wort zu genießen.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 22:14

    Lieber Christian,

    ich kenne diese Dienste. Ich schätze das so ein, dass am Ende sieben Blogger die jeweils sieben andere Blogger auf ihrer Blogliste haben, sich gegenseitig jeweils sieben Euro überweisen. Da können wir alle lieber das Geld behalten, was wir haben, statt fremdes Geld anzunehmen.

    Das mögen andere anders sehen. Aber danke für den Tipp! Ich habe übrigens auch Ihre Mail zum E-Book bekommen. Ich sage das noch einmal öffentlich, wenn ich meinen Roman hier präsentiere.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 22:49

    Herr Schlesinger!
    Sie kommen nach etwa zwei Jahren wieder angerannt, Sie kommen herein, grüßen nicht, Sie sagen mir nicht ‚Guten Tag‘ oder dem, an den Sie sich hier wenden mögen, Sie reden noch immer dasselbe wie vor Jahren – der große Kafka, der große Rilke, der große Gatsby und der noch größere, aber leider verkannte Schlesinger – alles andere ist Mist, Torik sowieso, obwohl Sie ja noch nie einen Roman von mir gelesen haben können, alle jungen Autoren en gros, LITBLOGS auch: alles Scheiße etc etc etc.

    Sie namedroppen hier dieselben Autoren wie immer – Mann Schnitzler etc – ohne je gesagt zu haben, was an denen denn so groß ist: Sie können das hier gerne tun. Ich komme damit dann schon zurecht, erzählen Sie mal, was Sie an Kafka so beeindruckt hat! Da sind Sie bei mir genau an der richtigen Stelle! Dabei verstehen Sie das gar nicht, Sie verstehen keine Zwischentöne, keine Witz, keine Andeutungen, etc. Das sind bei Ihnen alles nur Worthülsen. Das ist leeres Strohdreschen!

    Ich habe Ihnen damals, wenn ich recht erinnere, nachdem ich ein Dutzend Ihrer Kommentare mühsam beantwortet hatte, die Tür gewiesen. Vielleicht sind Sie auch aus freien Stücken weggeblieben. Das habe ich in bald drei Jahren nur zweimal gemacht. Sie haben in zwei Jahren nichts dazu gelernt! Aus allen Ihren Äußerungen spricht nur die Zurückweisung und die Verhinderung von Anerkennung. Das interessiert Sie aber alles gar nicht. Sie interessiert nur ihr eigenes Konsortium, Ihr eigenes Zeug. Bitte bleiben Sie in Zukunft hier weg! Ich komme mit Ihrer Art und Weise nicht zurecht.

    Aléa Torik

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 22:53

    An alle anderen,

    ich entschuldige mich für den Tonfall gegenüber Herrn Schlesinger. Beim letzen Mal habe ich das leider zu spät gelernt, dieses Mal aber mache ich es anders. Ich habe hier das Direktionsrecht oder wie immer man das nennt – ich habe die Mütze auf – und auch wenn ich normalerweise Machtausübung eher skeptisch gegenüber stehe, mache ich das hier so. Sonst habe ich das Problem in sechs Wochen noch.

    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 23:17

    Liebe Mützenfalterin, lieber Phorkyas

    Ich wollte wohl so eine Art Zensur andeuten, aber letztlich war das auch von einem ironischen Unterton begleitet, verbunden mit dem Hinweis, dass diese Schreiberei, Spaß hin oder her, immer auch Arbeit ist. Oder sagen wird, weil Arbeit oft so negativ klingt, es ist Anstrengung. Die Suche nach einem Thema, nach einem Tonfall, nach einem Spannungsbogen: das alles ist nicht aus sich heraus, sondern aus dem Autor und der Autorin. Und das, dieses aus-sich-heraus-bringen, kostet Kraft.

    Und Kraft kostet auch, jemandem die Türe zu weisen. Aber wir haben schon miteinander gefochten. Und das war für mich Zeitverschwendung. Und ich will keine Zeit verschwenden!

    Ich habe übrigens den Artikel von Gregor Keuschnig gelesen, der ist provokant, aber gut.

    Es ist überall dasselbe Problem: bei Blogs, bei Zeitungen, in der Uni: zu viele Leute, die zu viel schreiben und zu wenige, die das lesen (wollen). Da lesen Dozenten nicht einmal mehr die Essays ihrer eigenen Studenten.

    Wir müssen einen Weg finden, das viele vom wenigen zu trennen.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von chSchlesinger
    Datum/Uhrzeit 11. Januar 2012 um 23:42

    Sie haben hier vor einiger Zeit etwas von Ihrem Romanprojekt online gestellt: Okay, kann man lesen, kann man sich die Zeit mit vertreiben, ist aber in meinen Augen kein Vergleich mit der Wortgewalt eines Franz Kafka.
    Auch wenn Sie mir die Tür gewiesen haben, ich höre nie auf, durchs Fenster zu Ihnen herein zu schauen. Weil Sie mir mehr sind als jede papierne Romanfigur: Sie wollen vom Schreiben leben, werden es aber nicht können. Wie geht es mit Ihnen weiter, wenn das letzte Stipendium ausgelaufen ist? Fügen Sie sich klaglos ein ins Erwerbsleben, laufen Sie leichthin mit 10 Cent in der Tasche durch Berlin, werden Sie Mutter, kehren Sie heim nach Rumänien? Spannend!
    Sorry, dass ich in der Mittagspause aus einer Laune heraus Ihr Direktionsrecht missachtet habe und dann in Fahrt gekommen bin. Ich begebe mich reumütig zurück vor die Tür und wünsche Ihnen und Ihrer Gesellschaft weiterhin ein angenehmes Beisammensein.

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 12. Januar 2012 um 00:34

    @Schlesinger

    Was fragen Sie da? Das sind Fragen, gemacht in der schlechten Gesellschaft. Fragen Sie etwas anderes.

    Kommentar von bersarin
    Datum/Uhrzeit 12. Januar 2012 um 01:04

    @ chSchlesinger
    Kafka verdiente mit seinen Texten kaum Geld, weniges von ihm wurde publiziert. Er arbeitete, wie bekannt sein dürfte, bei der Arbeiter- und Unfallversicherung als Jurist. Von dort bezog er sein Salär. Nächtens schrieb er.

    Wer bei „Lutänänd Gustl“ Tränen weint, der hat von Literatur weniger als nichts begriffen und sollte tunlichst den Männerworkshop „Lesen lernen: wie unterdrücke ich meine Tränendrüsen?“ aufsuchen.

    Weltliteratur ist eine Phrase – mehr nicht.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 12. Januar 2012 um 19:27

    Lieber Avenarius und lieber Bersarin,

    vielen Dank für Ihre Worte!

    Da hier meist ein heiterer Ton herrscht, bin ich jedes Mal wie vor den Kopf geschlagen, wenn einer da nicht hinein passt, wenn einer einen anderen Ton anschlägt, denke ich, das sei mein Kopf.

    Nun ging‘s hier aber um mehr als einen anderen Ton, sondern um einen, der Jahr um Jahr durch die Fensterscheibe schaut, den ich nie loswerde, weil ich ihm, wie er sagt, mehr bin, als jede papierne Romanfigur; und das bloß weil er sehen will, ob und wenn ja, wie ich Mutter werde (wie alle Frauen wahrscheinlich), ob ich arm in Berlin bleibe, nach Rumänien gehe oder ins Erwerbsleben. Als sei irgendeine dieser Optionen schlecht. Ich finde diese Ideen alle gleichermaßen wunderbar.

    Nun ist es heraus: ich bin schlechter als Kafka. Mein Gott! Noch schlechter, ja?! Haha!
    Aléa

    Kommentar von bersarin
    Datum/Uhrzeit 12. Januar 2012 um 20:57

    Ach, manchmal muß Polemik und eine winzige Mimikry an Karl Kraus einfach sein, sonst macht das Leben keinen Spaß. Der immer heitere Ton ist langweilig wie das Paradies und der Himmel, wo sie Engel selig beieinander weilen. Wer will das schon?

    Kommentar von GG
    Datum/Uhrzeit 12. Januar 2012 um 21:51

    Krieg’ ich für schlaue Kommentare auch was? Im Ernst: das Internet ist ein Geben und Nehmen – Die Einzelleistungen werden immer einfacher publiziert werden können – jeder kann heute sein/ihr eigener Verleger sein. Auch eines “vanity publishers” bedarf es nicht mehr. Das gilt für Schriftkunstwerke (Prosa, Poesie, Non-Fiction ebenso) wie für Audio- und Videopublikationen, deren letztere noch vor zehn Jahren aufwendigster Studios bedurften. Damit wird das Verbreiten von “Literatur” Allgemeingut ähnlich wie früher der Beruf des Chauffeurs, den noch Benz als Engpass für den Automarkt hielt – bis jeder den Führerschein machte. Davon wird noch nicht jeder ein Michael Schumacher und vom Publizieren-Können wird niemand ein Rilke. Aber ein Kafka hat es einfacher; wer weiss, wieviele Talente früher unerkannt starben, die heutzutage wenigstens eine gleiche Chance haben, wahrgenommen zu werden. Diesen Veränderungen müssen sich Autoren und Verwertungsgesellschaften stellen. Wenn man bedenkt, dass es bestimmt zwei- eher dreihundert Jahre gedauert hat, bis nach Einführung der Druckerpresse sich bestimmte Urheberrechts-Standards einschliffen, dann darf man vom Internet der letzten zehn Jahre (davor war es noch elitär) nicht allzuviel erwarten. Es wird schneller gehen, aber fünfzig Jahre wird es dauern, bis allgemein anerkannte Normen etabliert sind.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 13. Januar 2012 um 19:47

    Lieber ja, wie? GG?,

    ich möchte am liebsten sehr ausführlich antworten, halte mich aber etwas zurück, weil ich in drei oder vier Wochen hier einen Artikel veröffentlichen möchte, der genau das zum Thema hat, was ich jetzt sagen möchte. Am liebsten hätte ich, wenn Sie Ihren Kommentar dann noch einmal einstellen, weil er ja auch die klare Formulierung einer Position ist. Ich möchte jetzt nur zwei Dinge zu bedenken geben, bei denen ich Ihnen nicht folge.

    - Etwas provokant: halten Sie Ihre Gelenkeeinrenkerei für bezahlenswerter als meine Schreiberei? Wie weil sie es nicht ins Netz stellen können. Ist alles im Netz weniger wert als das außerhalb. Das hat doch einen egoistischen Hintergrund: sie bekommen die (wie gesagt, das ist reine Provokation, weil ich so deutlich machen kann, was ich meine!) geklaute Musik einfach billiger als die CD im Laden.

    - Noch provokanter: Sie schreiben. „Kafka hat es einfacher; wer weiss, wie viele Talente früher unerkannt starben“
    Ich bin ganz anderer Meinung: Es starben und sterben sicher nicht wenige Talente unerkannt. Leute wie Kafka oder Proust oder Beckett sind nicht entdeckt worden, weil sie gut waren oder weil die Talentscouts der Verlage – oder der Kultur im Allgemeinen – gut waren, weil sie grandiose Arbeit geleistet haben und aus all der Spreu den Weizen haben filtern (mir fehlt das deutsche Verb) können! Sondern: durch Zufall! Einzig durch Zufall! Weil es irgendwo jemanden gab, der gegen die Tendenz des allgemeinen Geschwafels erkannt hat, was beispielsweise Kafka eigentlich getan hat. Selbst Andre Gide hat nicht erkannt, was das Manuskript von Proust – À la recherche du temps perdu – wert war. Dennoch hat es früher, bei einem ausgeprägten Verlagswesen mit den entsprechenden Vertriebskanälen, viele Jahre und Jahrzehnte gedauert, bis diese Leute Anerkennung gefunden haben. Sie haben sie oft gar nicht gefunden, weil sie schon tot waren.

    Die Menge der Veröffentlichungen im Netz wird, wenn die Verlage wegfallen, und das tun sei, wenn das Netz deren Funktion übernimmt, mit einer gigantischen Kurve nach oben ansteigen. Glauben Sie wirklich, dass unter denen ein Kafka dann leichter zu entdecken sein wird? Oder wird es nicht vielmehr so sein, dass es gar keine Qualitätskriterien für Literatur gibt, weil alles veröffentlichbar ist und auch veröffentlicht wird. Das hat sicher seine Vorteile, weil das, was derzeit hier funktioniert – dass eine Veröffentlichung grundsätzlich als Qualitätskriterium gilt, oft als einziges – Mumpitz ist. Aber in hundert Jahren wird es gar keine Kriterien mehr geben. Die Chance des nächsten Kafkas auf eine Entdeckung, ist dann gleich Null. Das Netz wird nicht hundert außerordentliche Begabungen an die Oberfläche spülen, es wird sie vielmehr in Gänze verhindern! Nicht deren Existenz, sondern deren Entdeckung. Weil wir keine Kriterien mehr haben, um gut von schlecht oder genial von dilettantisch zu unterscheiden. Diese Dinge liegen nämlich, das macht es schwierig, sehr nah beieinander.

    Wie gesagt, ich würde das sehr gerne noch diskutieren. Sie sind hier dann sehr willkommen. Wie Sie sich vorstellen können, interessiert mich das sehr und wie Sie sich vielleicht auch vorstellen können, bin ich an deren Meinungen interessiert.

    Der Artikel wird wahrscheinlich so heißen: „Wie Hunter Mayhem nach Uruguay reiste“

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von GG
    Datum/Uhrzeit 15. Januar 2012 um 15:46

    „… halten Sie Ihre Gelenkeeinrenkerei für bezahlenswerter als meine Schreiberei?“ – Nein, absolut nicht, auch wenn ich Ihre „Schreiberei“ noch nicht so ausführlich gelesen habe, dass ich sagen könnte, ob ich sie für gut oder schlecht hielte. Aber in Zeiten der technischen Reproduktion ist es für mich einfacher, Seminare zu halten und deren Bezahlung zu „erzwingen“, denn niemand kann sie halten, als ich selbst. Vielleicht aber kapiert jemand das so gründlich, dass er das kopieren kann und ähnliche Erfolge hätte – dann wäre ich, im Unterschied zu Ihnen als Schriftstellerin, machtlos! Ich kann vielleicht den Namen schützen, aber kaum den Inhalt. Und selbst wenn er patentierbar wäre – nach ca. 20 Jahren ist Schluss. Ihre Schriften dagegen zahlen (wenn sie sich denn auszahlen – das ist natürlich Schicksal) noch siebzig Jahre nach Ihrem Tode den Erben was – das kann im Einzelnen bei einem Schriftsteller, der/die mit zwanzig was schrieb und der/die neunzig Jahre alt wurde, bedeuten, dass er/sie und seine Nachkommen fast anderthalb Jahrhunderte was davon haben! Kafka et al. durch Zufall entdeckt. Ja richtig – aber das meinte ich doch. Aber heute kann man dem Zufall auf die Beine helfen, weil man eben, wenn man eine Telefonleitung und einen alten Computer sein eigen nennt, sich selbst publizieren kann. Man darf wohl unterstellen, dass Kafka, Becket usw. heute zusätzlich zum Zufall, der „um die Ecke wohnt“ auch noch von hundert weiteren Zufällen, die in China wohnen etc. gefunden würde. Was früher half, hilft auch heute noch, UND es kommen weitere Chancen hinzu. Und ja, ich glaube, dass Kafka dann leichter entdeckt würde, es sei denn, er besteht nicht nur darauf, dass nach seinem Tode alle Manuskripte vernichtet werden, wie er es tat, sondern er tut es gleich selbst. Ansonsten würde er wenigstens die Chance haben, und wenn es dreihundert Jahre dauert, auf archive.org’s Wayback Machine (wieder)gefunden zu werden. Immerhin gibt es ja Menschen, die sind ihrer Zeit soweit voaus, dass sie früher nie eine Chance hatten, da in dreihundert Jahren aus ihren Manuskripten Hadern und Tapeten wurden. In summa: ich meine, die Chancen haben sich verbessert, wenn es um Ruhm und Entdeckung geht, sie mögen sich verschlechter haben, wenn es um das Geldverdienen mit der Schriftstellerei geht – aber doch auch da profitieren wir davon, dass wir einen Text einmal mittels Textsystem erstellen und kaum noch verlieren können, während frühere Generationen das mehrmals abschreiben mussten (um es verschiedenen Rezensenten, Lektoren und Verlegern/Zeitschriften anzudienen), und immer noch Gefahr liefen, dabei alles zu verlieren, weil es verschlampt, auf der Post verloren oder falsch zugestellt wurde.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 16. Januar 2012 um 17:33

    Lieber GG,

    ich bin in den zentralen Punkten anderer Auffassung. Ich will versuchen, das in dem entsprechenden Artikel, der etwa Mitte Februar hier erscheint, einfließen zu lassen. Ich hoffe, dass es dann zu einer Diskussion kommt.

    Ich gehe also jetzt nicht auf Ihre Argumente ein, sondern behalte mir das für diese Gelegenheit vor. Dennoch danke ich Ihnen für die Worte und die Arbeit, die Sie sich gemacht haben.

    Aléa

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