17 Mai 2011
Wie ich mir den Himmel vorstelle
Man frage mich nicht, wie ich dazu komme. Ich tu‘s einfach: mir den Himmel vorstellen. Ich bin nicht ausgesprochen religiös, ich stelle mir keinen Gott und keine Ewigkeit vor. Keine dauerhafte Arretierung im Paradies. Wie ich mir den Himmel vorstelle, lässt sich mit zwei Sätzen beschreiben. Sie sind von Franz Kafka, der womöglich, nach Sigmund Freud, zweitbeste Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts. Ich spreche von den beiden letzen Sätzen des neunten Kapitels „Im Dom“ aus dem „Prozeß“. Das Substantiv „Gericht“ ist hier ausnahmsweise als Synonym für den Himmel zu verstehen.
„Das Gericht will nichts von Dir. Es nimmt Dich auf wenn Du kommst und es entlässt Dich wenn Du gehst.“
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Mai 17th, 2011 unter kurz, Paralipomena











