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  • bersarin: Literarisches Bloggen, liebe Aléa Torik, funktioniert durchaus. Freilich nur bei den wenigsten. Das meiste, was geschrieben wird, stammt aus dem Klein-Klein der Halbgarküchen, ist Poesiealbumsprosa von Minderleistern, Befindlichkeitsscheiße ohne Form. Ich schreibe dahingehend und als...
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  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, Du hast überschüssige Energie!? Da werden Dich viele drum beneiden, umso besser also, wenn sie in etwas fließt, was Sinn zu machen verspricht. Was soll man also dazu sagen? Ich sage: Es lebe die Literatur! Und Gratulation natürlich zum vollzogenen Ausstieg aus...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, verflixt, hab‘ ich schon wieder Recht? Ich kann sagen, was ich will, ich habe immer recht. Dabei schrieb ich das eigentlich, um zu provozieren. Entweder lässt sich keiner provozieren oder die Provokation im Netz ist so allgegenwärtig, dass man zu ganz anderen Kalibern...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, da triffst Du mal wieder den Nagel auf den Kopf wie die Faust das Auge: fiktional und ein Sein als solches hat ein literarisches Blog zu sein und nicht einfach noch ein weiterer Mitspieler auf dem Markt- und Kampfplatz realer Eitelkeiten. Als Schriftsteller:in...
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  • Aléa Torik: Dann bin ich gespannt, was du von dem Essay hältst.
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  • Aléa Torik: Lieber Norbert, man ist ja einiges gewöhnt bei den Autoren. Was die alles tun, um gelesen zu werden, beispielsweise das Schreiben seltsamer Bücher. Ich fände es allerdings doch etwas übertrieben, wenn sich ein Autor nach dem Schreiben seines Buchs sogleich aus dem Leben verabschiedet:...
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  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, noch habe ich Deinen Essay ja nicht gelesen – kommt aber noch! Bin gespannt wie ein Flitzebogen! Und was meine durch eigenes Lesen hervorgerufene Belebung von Texten inzwischen leiblich von uns gegangener Autor:inn:en angeht, so ist es nicht Trost, den ich da...
  • Aléa Torik: Lieber holio, Sie haben recht, die Politik lassen wir hier außen vor. Richtig glücklich bin ja auch nicht mit dem Etikett der Postmoderne. Aber irgendwie müssen wir es ja benennen. Sagen wir Transmoderne. Die wesentliche Information ist allerdings angekommen, schon lange: dass Sie...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, fein, dass ich dich zum Assoziieren bringe. Dass steter Tropfen den Stein höhlt, habe ich bisweilen schon gehört. Aber hat mal jemand gefragt, was mit all den ausgehöhlten Steinen anzufangen ist? Wozu Steine höhlen? Was Cărtărescu betrifft, ich habe es in dem Essay...

  • 15 April 2011

    Lernen, was ich nicht lernen wollte

    Ich muss gerade sehr viel lernen, was ich nicht lernen wollte. Ich muss lernen, dass das Buch später nicht so aussehen wird, wie ich mir das vorgestellt habe. Das ist jetzt nicht mehr meins. Oder nur noch zu einem kleinen Teil. Andere machen jetzt damit, was sie für richtig halten. Auch wenn ich es für falsch halte.

    Es ist nicht mehr mein Buch. Der Verlag hat in nahezu allen Dimensionen gekauft. Er hat jetzt die Rechte daran. Und das sei, wie man mir eindringlich erklärte, auch wichtig, weil der Verlag damit arbeiten muss. Es dürfe nicht sein, dass ich denen jetzt hineinreden will in ihre Arbeit, weil ich nichts davon verstünde. Das war ein schwieriges Gespräch mit meinem Mentor. Das war auch ein schwieriges Gespräch, weil ich schwierig bin. Sagte er mir. Das muss ich erst mal verdauen. Aber ich habe ja auch noch ein paar Jahre Zeit. Es ist hier nicht alles eitel Sonnenschein. Frau T. ist nicht nur schlank und schlau und schön, sondern auch schön schwierig. Ich will dem Mann auf keinen Fall auf die Füße treten und deswegen muss ich jetzt aufhören, anderen auf die Füße zu treten.

    Verkauft oder nicht: es ist mein Buch und es wird immer meins bleiben. Es steht mein Name drauf, nicht der des Lektors, nicht der Name der Agentur, die das Cover entworfen hat; nicht die Namen derjenigen, die losziehen um es zu verkaufen und die es nur mit Schlagworten verkaufen können, die vielleicht nicht die sind, die ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte. Das ist mein Buch und dennoch muss ich es loslassen. Das ist extrem schwierig. Das ist wie ein Mensch, den man geliebt hat. Man hat viele Tage und Nächte mit ihm verbracht, man weiß wie er riecht, wie er schmeckt, man kennt sein Lachen und sein Weinen. Und dann muss man ihn gehen lassen. Man muss ihn an andere abgeben, die gar nicht wissen wie er lacht und weint, weil es für sie bloß ein Mensch ist wie jeder andere auch!

    Ich leide an dem Umschlag. Wahrscheinlich werde ich auch noch an anderen Dingen leiden, an der Schrift, am Papier, an der Seitenaufteilung, an der Vorstellung, dass die Seitenzahlen nicht in derselben Schrift sein könnten wie die Buchstaben oder daran, dass mein Name auf dem Cover in einer Serifenschrift erscheint oder ohne Serifen, Kleinschreibung, Großschreibung oder an der falschen Stelle auf dem Cover. Ich könnte an allem leiden, was ich nicht schön finde und ich könnte vermutlich alles nicht schön finden. Auch das hat man mir gesagt und ich habe es nur schwer verstehen wollen: es geht nicht darum, ob es schön ist. Das sei eine vollkommen unangemessene Beschreibung der Situation. Vielmehr gehe es darum, Leute anzusprechen. Es muss Neugier erwecken. Es muss sich in einem Markt behaupten der etwa 70.000 Neuerscheinungen jedes Jahr verdauen muss. Ein Markt auf dem der größte Teil seiner Produkte ungesehen und ungelesen untergeht. Und deswegen solle und müsse ich mich jetzt einfach raushalten. Ich muss noch einen letzten Arbeitsschritt tun, die finalen Absprachen mit dem Lektor und der Praktikantin umsetzen. Und dann ist es aus und vorbei.

    Das ist mir in den vergangenen Wochen tatsächlich ein wenig entglitten und ich musste es mir erst mühsam wieder in Erinnerung rufen: Dann fängt es erst an.

    Ich bin schwierig? Es sind die Umstände, die schwierig sind. Ich passe mich ihnen lediglich an.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von Norbert W. Schlinkert
    Datum/Uhrzeit 15. April 2011 um 14:43

    Liebe Aléa,
    nun wissen es alle: Du bist schwierig. Viele große Künstler und
    Künstlerinnen sind schwierig, weil sie mit Herzblut ihre Sache
    betreiben. Schwierigsein muß also nicht zwingend der Sache selbst
    schaden. Deinen Roman bist Du jedenfalls los, nämlich bald an die
    Leser, denen Dein Schwierigsein am Arsch vorbei geht, um das mal
    poetisch auszudrücken. Loslassen können, wenn die Texte erwachsen,
    wenn sie flügge werden und hinaus in die Welt streben, das müssen
    wohl alle Erzeuger zu ertragen lernen. Auch Du. Ich zum Beispiel habe
    noch zwei Romantexte bei mir zu Hause, die ich bald aber in die Welt
    hinaus jagen will, auf daß sie eben diese bereichern. Freud und Leid
    liegen nah beieinander. Nur Sein oder doch Schwierigsein, das ist
    allenthalben die Frage.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 15. April 2011 um 15:15

    Lieber Norbe(Norbert schreibt man mir einem „r“, nicht?)t,

    vielen Dank für die Entlastung.

    Ich bin ja auch nur selten schwierig. Der Mann hat doch glatt, zum Vergleich, den Johnson genannt. Ich finde das in der deutschen Literatur auch keinen schlechten Vergleich, ich will ja auch nach oben. Und die Stelle von Johnson ist ja auch wieder frei. Ich bewerbe mich einfach!

    Wenn es um das Schreiben geht, dann kann man auch schon mal schwierig sein. Danach sind wir ja auch wieder leichter. Leichtfertiger, leichtsinniger. Was wir scheiben, das müssen wir aus uns selbst herausholen und schöpfen. Das sind nicht nur unsere Produkte, das sind wir selbst. Ich kann mir nicht einfach mal eben ein Bein abhacken lassen. Das soll nicht zur Entschuldigung herhalten.

    Noch einmal Hans Wedler über das fragile Konstrukt der Schriftstellerseele.

    „Die menschliche Seele ist bekanntermaßen ein fragiles Konstrukt, ständig beschossen und verformt durch von außen kommende Eindrücke und Informationen, willkommenen und solchen, die sie ständig aus dem Gleichgewicht zu bringen drohen. Glücklicherweise lernt der Mensch, seine Seele zu schützen, sie mit einem dicken Panzer, besser: einer intelligenten Membran zu umgeben, die das Erwünschte durchlässt, das Gefährdende aber aussortiert und im Speicher des Unbewussten hortet. So gelingt es den meisten Menschen recht gut, seelisch einigermaßen durchzukommen, selbst wenn sich der Schutzmantel hier und da als löchrig erweist. Schwierig zu leben ist es jedoch für jenen, der schreibend die Welt in ihrer Wirklichkeit reflektiert. Die Membran, die seine Seele schützt, muss zugleich in hohem Maße durchlässig sein, um Freuden und Leiden der Welt und ihrer Bewohner in unverfälschter Form wahrnehmen und danach im eigenen Werk bezeugen zu können. Was der Durchschnittskonsument im Hagel der täglich auf ihn herab prasselnden medialen Botschaften locker von sich abtropfen und ihn selber in der Stimmungslage kaum beeinflussen lässt, das trifft einen Ausnahme-Schriftsteller wie Kleist oder Wallace als wären es Pfeile, die fortwährend mehr oder minder schmerzende Wunden hinterlassen. Ob und wie lange solches – selbst unter dem Schutz gebenden Dach gesellschaftlicher Gratifikation, eines finanziell gesicherten Auskommens, einer abschirmenden Beziehung – auszuhalten ist, bleibt jenen meist eine lebenslange Frage.“

    amputated aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 15. April 2011 um 21:11

    Jetzt verstehe ich das erst, diese Links sind irgendwo hängen geblieben, dieser und dieser. Das sind die beiden Romane von Norbert W. Schlinkert, jedenfalls in Auszügen.

    Kommentar von NO
    Datum/Uhrzeit 16. April 2011 um 14:36

    Liebe Aléa Torik,

    wie schon Ihr Artikel „Langsam wird’s einem genommen“ so ist auch dieser ein bewegendes Dokument über das Innenleben eines Schriftstellers, dessen Buch (um das Wort „Haut“ zu vermeiden) zu Markte getragen wird. Sehr anschaulich, sehr verzweifelt, sehr zerrissen – begeisternd zu lesen (finde ich). So begeisternd, wie auch Ihr Buch sicher sein wird; ich freue mich darauf!

    Ihre Darstellung Ihrer Leidensgeschichte erinnert mich, sie werden lachen, an meine Examenszeit. Auch wenn ich so ziemlich das Gegenteil eines Künstlers bin, d i e s e n Schmerz des Loslassen-Müssens – den kenne ich auch: Die Examensarbeit, das Herzblut, geht raus und wird von anderen, von Institutionen in die Mangel genommen. Dass man da nicht cool bleibt, sondern schwierig wird, scheint mir normal. Norbert Schlinkert hat das in seinem Kommentar wunderbar und wunderbar diplomatisch auf einen schönen Punkt gebracht.

    Auch Ihre Beschreibung des Untergangsszenarios so vieler Bücher jedes Jahr ist beeindruckend erschreckend. Ich wusste nicht, dass es so viele sind. Ein Friedhof der Kuscheltiere.

    Also: Lassen Sie sich nicht entmutigen, nicht vom Verlag und nicht von den Widrigkeiten des Lebens. Sie schaffen das schon, Sie sind ein großes Mädchen.

    Beste Grüße

    NO

    Kommentar von Der Buecherblogger
    Datum/Uhrzeit 16. April 2011 um 15:45

    Liebe Aléa,

    ich sage spontan gern etwas zu den Cover-Vorschlägen, die ich gerade in der etwas zerstückelten PDF-Datei bekam. Das graphisch mir am besten gefallende Schriftbild des Titels und Ihres Namens ist der weiß-gelbe Entwurf, also wohl der zweite. Das Schriftbild fließt ineinander über, was an einen Prozeß des “Werdens” denken lassen könnte. Außerdem sehe ich noch eine männliche und eine weibliche Figur, die mit etwas wie einem Fotoapparat hantieren. Das spricht mich an, weil es Interaktion zwischen Menschen unterschiedlichen Geschlechts darstellt. Annäherung oder auch nur gemeinsame Erklärungssuche? Der erste Umschlag mit der weiß-roten Schrift ist mir zu konventionell, dagegen wirkt der mittlere moderner. Der Kontrast rot versus weiß ist mir auch zu hart. Auf dem letzten, dem dritten Umschlag sehe ich ein Dorf und grasende Kühe. Das ist mir zu idyllisch, ein wenig die klisscheebehaftete grüne Wiese und bedient mit romantischem Touch. Andererseits liegt darin auch der Kontrast rumänisches Dorf und Berlin als Großstadt. Also die Romantik, wenn überhaupt, würde ich auf die Rückseite packen. Die Siegessäule beim rot-weißen ersten, gefällt mir auch nicht. Drei gewonnene Kriege als Wahrzeichen Berlins, ich weiß nicht… Fazit: Zwei Menschen, modernes Schriftbild, Fotoapparat, meine Qual der Wahl, der zweite.
    Der Umschlag mag für das Marketing wichtig sein, aber der Inhalt macht das Rennen und da überwiegt bei mir eine sehr positive Hoffnung!

    Liebe Grüße an Sie und ich würde mich an Ihrer Stelle freuen, erst einmal so weit gekommen zu sein…

    Dietmar

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 16. April 2011 um 17:06

    Lieber Dietmar,

    vielen Dank für die Rückmeldung. Wahrscheinlich liegt die ineinander übergehende Schrift an der Übermittlung. Das ist voneinander getrennt. IN den Bildern ist noch etwas wie ein Kopierschutz, ein Hintergrund, der wohl anzeigt, dass die benutzen Bilder noch nicht bezahlt sind.

    Mit der Wahl des zweiten Bildes haben Sie das gewählt, was auch den anderen, gefallen hat. Die Siegessäule ist ein Symbol und es symbolisiert Krieg. Das ist für meinen Roman unzutreffend. Und das untere ist, wie Sie sagen, eine Idylle die ebenfalls nicht zu meinem Text passt. In einem Brief an den Verleger habe ich das untere als, wenn ich mich richtig erinnere, verwöhnte deutsche Wohlstandskühe bezeichnet. Das fand er bestimmt nicht so witzig, Dabei wollte ich ihn lediglich auf die nächsten Formulierungen vorbereiten, die noch weniger witzig waren. Aber ich meine nicht nur die Kühe. Das Dorf was ich in dem Roman beschreibe und was in etwa die Hälfte des Textumfangs ausmacht, in ein Dorf in den Karpaten (wo sonst?). Das ist richtig bergig und das sage ich auch permanent, das spielt eine Rolle. Wenn ich einen Roman über Bayern schreibe, dann kann ich doch kein Dorf in der Heide ablichten. Aber ich habe eigentlich einen Eid abgelegt, mich nicht mehr dazu zu äußernd.

    Ich hatte die Vorstellung, dass ich in den Norden fahre, wo der Mann wohnt und ihm mal die Meinung geige. Ich habe ihm da einen Mercedes SLK dahinstellt, wovon die meisten Menschen auf der Welt nur träumen können (was sie wahrscheinlich nicht tun, weil sie von noch wichtigen Dingen träumen, ) und was machen Sie?, würde ich zu ihm sagen, Sie lackieren den in Signalorange. So ein Auto in Signalorange ist unverkäuflich. Das will keiner mehr haben. Menschen die so ein Auto kaufen, die haben bestimmte ästhetische Vorstellungen, die sich ganz klar beschreiben lassen: silbermetallic.

    Ich weiß, was ein SLK ist, weil mein Busenfreund Julian so einen fährt. In Weiß (aber der war gebraucht). Ich bin drum herumgegangen, habe dann gegen das Rad getreten und gesagt: Ich find‘s hässlich! Ich habe die Neigung, anderen Menschen vor den Kopf zu treten. Das war ein eher schwieriger Abend. Der Wagen hat auch gebraucht noch sehr viel Geld gekostet.

    Übrigens: kann mir mal einer erklären, warum weltweit Männer um ihr Auto drum herumgehen und erst dann einsteigen, wenn sie mal gegen den Reifen getreten haben? Ist das eine umfassende Sicherheitsprüfung?

    Ich fahre nicht zu dem Verleger. Weil ich glaube, dass vor seinem Haus eine riesige Demo ist, wo tausende organsierte und mit Plakaten bewaffnete Schriftsteller dagegen protestieren, dass ihre Bücher falsch eingepackt – oder eingeparkt? – werden. So werde ich es in Zukunft sehen.

    Ich werde nicht, wenn ich gleich einkaufen gehe, die Verkäuferin bei Kaisers anpöbeln, dass die Tüte nicht gut. Lebensmittel in roten Tüten, das verkauft sich doch nicht, könnte ich sagen. Aber ich lasse es. Ich wende mich ab, gehe nach Hause und werfe Olga einen Holzklotschen an den Kopf. Olga findet auch gut, den Umschlag. Aber Olga ist mehr als nur ein bisschen kitschig. Aber wer weiß, wie die da draußen sind, die Leser, von denen ich ja in der Regel auch einer bin, eine.

    Ich sollte mich freuen. Da haben Sie recht. Ich hab‘s ganz verpasst. Ich hatte so viele andere Dinge im Kopf, unproduktives Zeug, das mich aber emotional belastet hat, Geschichten, in denen nur Männer vorkommen, die aber das genau Gegenteil von Männergeschichten sind. Ich habe mich bisher wirklich nicht gefreut. Das kommt noch. Ich denke mal, wenn es raus kommt und hier meine Exemplare geliefert werden, dann sieht die Sache schon mal anders aus.

    Einen schönen Samstagnachmittag und danke für die spontane Einmischung.

    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 16. April 2011 um 17:37

    Lieber NO,

    vielen Dank für Ihre Worte und Anteilnahme!

    Ich wusste es selbst nicht, dass es mich so sehr trifft. Ich habe es erste bemerkt, als ich mich aufgeregt habe. Nicht einmal da. Und Johnsons Streit mit seinem Verleger, da hätte ich vor einem Monat drüber gelacht und gedacht, wie kann man sich über so einen Blödsinn streiten. Es ist ja auch Blödsinn. Es ist nur dann nicht mehr Blödsinn, wenn es einem an die eigene Wäsche geht. Dass ich mich darum einmal ernsthaft streiten könnte, wäre mir im Leben nicht eingefallen.

    Der Verlag muss das Buch eben jetzt vermarkten und ich muss verstehen, dass es ein Produkt. Womöglich könnten die Verlagsleute auch gar nicht damit arbeiten, wenn es für sie kein Produkt wäre. Es ist schon für den Lektor ein Produkt, der mich zwar immer lobt aber immer dann, wenn die nächste Caprice bevorsteht. Der klebt mir schon ein Pflaster auf, bevor die Wunde entsteht. Vielleicht ist der kein Lektor, sondern Notarzt.

    Was das Cover betrifft: selbst wenn es so sein sollte, dass es nicht gut ist, angenommen, es gäbe diese übergeordnete Instanz, dann würden mir an derselben Stelle vielleicht auch meine Metaphern und Beschreibungen um die Ohren gehauen werden und auf dieser himmlischen Metaebene. Die haben da oben vielleicht Ahnung von Marketing, aber nicht von Literatur!

    Ich habe den ganzen gestrigen Tag noch ziemlich dämlich aus der Wäsche geschaut, über das, was da eigentlich passiert ist.

    Ich lasse mich jetzt nicht mehr entmutigen, ich habe verstanden, dass es ein sensibler Punkt ist. Der Schreibende muss etwas aus sich schaffen, aus sich heraus, und dennoch ist es auch noch nach dieser Geburt, ein Teil des eigenen Ichs. Oder ein anderer, ein Gegenüber. Und den kann man nicht so einfach hergeben. Da würde man eben gerne den Leuten vom Verlag hinterherrufen, wo dieser Mensch besonders empfindlich ist oder wo man auf ihn achtgeben muss. Ich hoffe, dass ich den Mechanismus jetzt verstanden habe.

    Und mit dem großen Mädchen: so ist es mit dem Erwachsenwerden: ein langer Weg, man meint auch zu den Fortgeschrittenen zu gehören, zu den advanced learner’s, und plötzlich benimmt man sich wie ein kleines Kind.

    Übrigens, ich habe mehr Probleme als Sie ahnen, nämlich auch mit Dieter Forte. Ich finde es enorm abstrakt und habe Schwierigkeiten mich auf den Fortgang der Geschichte zu konzentrieren. Allerdings beschreibt das Buch ja auch eine Situation, in der jeder Fortschritt tödlich sein kann, das hat formal seine Berechtigung, ich würde mir dennoch ein bisschen mehr drive wünschen. Ich bin noch nicht durch. Ich muss in mein Arbeiten wieder mehr Struktur hineinbekommen.

    Zu Ihrem Kitsch Kommentar sage ich morgen etwas. Jetzt muss ich einkaufen.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von NO
    Datum/Uhrzeit 16. April 2011 um 18:40

    Liebe AT,

    habe eben glockenhell gelacht, als ich in Ihrem Kommentar zum Bücherblogger von der Demo las, die Ihr Auftauchen im verlegerischen Norddeutschland verhindert. Gefällt mir, das Bild!

    Die Coverbilder scheinen mir nicht ganz uninteressant zu sein. Nun kennt ja nicht jeder diese Bilder (geht ja auch nicht, weil die im Zweifel überheberrechtlich geschützt sind und nicht veröffentlicht werden dürfen), aber die vom Bücherblogger beschriebenen Elemente klingen eigentlich ganz überzeugend. Und er hat auf dem einen Cover eine Kamera entdeckt? Der blinde Photograph!?

    Ihr Bild, Ihre Beschreibung, dass der Verlag mit dem Buch nicht arbeiten könnte, wenn er es nicht lediglich als Produkt wahrnähme, behandelte, finde ich überzeugend und sehr stimmig. Man kann sein Baby nicht selber verkaufen. Tut weh. Sie sind empfindlich? Das will ich hoffen! Ohne diese wunde Stelle ist doch wohl die Schöpfung guter Texte nicht denkbar!?! Früher oder später wird Ihr Baby schon erscheinen, versuchen Sie sich zu freuen, der Bücherblogger hat recht, der kluge Norbert Schlinkert hat recht.

    Und mit dem Fortgang der Geschichte ist das immer so eine Sache. Sie werden das mit Dieter Forte ja noch vertiefen. Ich erinnere, dass der Roman in zwei Hälften zerfällt. Die zweite erinnere ich als totale Zersplitterung. Von Fortgang im eigentlichen Sinne keine Spur. Der Lauf der Welt?

    Auch herzlich

    NO

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 16. April 2011 um 19:00

    …ich sitze unter meinen fünftausendbüchrrücken und wundere mich.

    Bin ich am Ende schriftgläubiger als vermutet?

    Mit fröhlichen Grüßen -

    avenarius

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 16. April 2011 um 19:55

    Lieber NO,

    was die Verlegerdemo angeht: bei der Vorstellung hatte ich auch meinen Spaß.

    Ich bin erstaunt, dass der Bücherblogger eine Kamera sieht. Ich sehe das nicht. Ich sehe ein Kreuz.

    Vielleicht sehen die anderen, was sie sehen wollen? Und ich das, was ich nicht sehen will?

    Der Norbert ist schlau, durchaus. Aber so schlau ist er auch wieder nicht. Er ist es bloß im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der hat eine Tarnkappe auf und führt die Leute hinters Licht, indem er schlaue Kommentare absetzt, sich schlau verhält und schlau benimmt. Aber in Wirklichkeit ist der nicht so schlau. Der kann nicht anders. Das ist beinahe zwanghaft bei dem. Norbert wird wohl in Bälde seine starre Webseite in eine dynamische umwandeln, also ein Blog daraus machen, und dann können wir ihm alle zeigen, dass er so schlau nicht ist. Dann können wir auftrumpfen. Ich habe mir schon einige passende Formulierungen zurechtgelegt.

    Mit meiner Examensarbeit war das anders. Die ist einfach abgebeben worden, letzer Tag, letzte Minute, letzte Sekunde: in die Uni gehetzt, das war ja schon die HU in Berlin, die Dame beim Prüfungsamt hat genickt, und ich bin wieder gegangen. Vielleicht habe ich auch genickt. Da finde ich die Feiern die die Engländer und die Amerikaner veranstalten, sehr viel ansprechender.

    Dieter Forte hat sicher ein sehr hohes Sprachempfinden und er ist ein ausgezeichneter Stilist. Ich kann allerdings auch mit den Einschüben, zum Beispiel zum Jazz von Amstrong, nicht sehr viel anfangen. Ich muss es zuerst zu Ende lesen und dann beim zweiten Lesen herausarbeiten wie ich es finde. Und dann kommt ein bisschen Lyrik, immer wieder zwischendurch und es kommt endlich Pynchon, von dem ich inzwischen viel Widersprechendes gehört habe.

    Schönes Wochenende

    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 16. April 2011 um 19:56

    Lieber Avenarius,

    wenn Sie sich mal nicht unter Ihren Büchern ausruhen, sondern eigene schrieben und den ganzen Tag verzweifelt um Formulierungen ringen müssten, dann wäre die Situation eine andere. in den gedrückten Büchern ist das ja so, da steht alles fest. Da können Sie nicht ein „für“ gegen ein „wider“ austauschen. Aber in den lebenden Büchern, wo die Worte erst im letzen Moment an ihre Stelle kommen, weil sie von hier nach da und von hüben nach drüben verschoben, gelöscht und neu geschrieben werden müssen, dann würde Ihnen das Lachen vergehen. Aber tatsächlich ist die Aufregung auch lächerlich. Für den Außenstehenden.

    Auch Ihren Kommentar, Ihren Reisebericht beantworte ich erst morgen. Ich muss mein strapaziertes Gemüt schonen.

    Aléa

    Kommentar von Norbert W. Schlinkert
    Datum/Uhrzeit 16. April 2011 um 21:15

    Liebe Aléa!
    Frauen wollen dauernd gerettet werden, zumindest so eine bestimmte Art von Frau. Zum Glück muß der Retter die Frau dann aber nicht mehr heiraten, so wie das früher einmal Brauch und Sitte war. Heutigentags zieht der schlaue Retter seine Tarnkappe aus der Tasche, stülpt sie über und verdrückt sich. Das ist nicht nur schlau, denn Schlausein ist keine Kunst, das ist gewieft. Das Gewieftsein als Schlauheit erscheinen zu lassen, ist dann möglicherweise sogar perfide. Auf eine schlaue Art perfide gewieft sein, darum geht es also bei aller Klugheit, allerdings sind das dann schon schwere Geschütze, die nur aufgefahren werden müssen, wenn jemand gerettet werden muß, der sich garnicht retten lassen will. So weit die Theorie. Doch da ich den Teufel tun werde, ein Tarnkappenretter zu werden, lasse ich meine Tarnkappe, wenn ich sie denn überhaupt wirklich besitze, demnächst zu Hause. Ich freu mich schon auf Deine vorformulierten, starren Formulierungen, mit der Du mir was zeigen willst, irgendwas Schlaues vermutlich, zum Beispiel wo der Hammer hängt.
    In diesem Sinne,
    Norbert

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 19. April 2011 um 20:09

    Lieber Norbert,

    Frauen wollen nicht dauernd gerettet werden, sondern einmal richtig. Da Männer aber meist nur halbherzige Rettungsversuche hinkriegen, weil, so unterstellen jedenfalls die Frauen, sie überlegen, ob man die Frau nicht vielleicht doch besser absaufen lässt, um sich eine andere zu suchen; da Männer nur halbherzige Rettungsversuche unternehmen, können Frauen auch nur halbherzige Ertrinkungsversuche unternehmen, damit die Männer sich nicht so ewig lang die Zehen befeuchten um herauszufinden, ob das Wasser die für einen Rettungsversuch geeignete Temperatur und Feuchtigkeit aufweist. Das sogenannte Beziehungsleben zwischen Männern und Frauen ist kompliziert und es gibt einiges, was für gleichgeschlechtliche Beziehungen spricht (außer den konkreten Vollzug des Geschlechtsverkehrs).

    Außerdem: Wir wollen nicht dauernd gerettet werden, wir wollen endlich untergehen. Aber man lässt uns ja nicht. Kaum springt man ins Wasser, ist da schon wieder irgendein Held vor Ort, der uns retten muss. Man kann ja nicht in Ruhe ertrinken. Und wenn er nicht hineinspringt, dann wirft er uns einen Rettungsring an den Kopf, dass man tagelang Kopfschmerzen hat.

    Und jetzt habe ich auch keine Zeit mehr, ich muss aus dem Fenster springen: unten wartet die Feuerwehr, neun Mann die ein Sprungtuch halten und hoffen, dass ich einen Satz aus dem Fenster mache. Das ist wirklich etwas lästig. Ich kann diese dauernde Retterei nicht ausstehen!

    Aléa

    Kommentar von Richard Jelend
    Datum/Uhrzeit 26. April 2011 um 21:20

    Ohje, schlimmer gehts echt nicht mehr… So ein Blödsinn!

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 26. April 2011 um 21:26

    Herr Jelend,
    vielleicht suchen Sie sich in Zukunft besser die Seiten, die Sie verstehen können. Das Netz ist groß, Sie werden Gleichgesinnte finden. Eine Gesinnung ist ja sozusagen das einfachste soziale Netzwerk, das sich denken lässt. Da muss man gar nicht denken. Da muss man sich nur wohl fühlen. Das wird Ihnen gelingen. Ich drücke Ihnen jedenfalls die Daumen.
    Aléa Torik

    Kommentar von Norbert W. Schlinkert
    Datum/Uhrzeit 27. April 2011 um 17:48

    Liebe Aléa,
    von Menschen, denen es nicht vergönnt ist, “zwischen den Zeilen” zu lesen, kann man kein Verständnis erwarten, die haben ihre Daten und Fakten und Werte und Statistiken, mit denen wir wiederum nicht viel anfangen können. Schon allein des Jelends Annahme, es ginge nicht mehr schlimmer, spricht für ein fundamentales Nichtbegreifen, denn, weit gefehlt: wir fangen eben erst an!
    Und überhaupt: wie heiß ist nochmal die Sonne so ganz, so überaus genau? Egal, Hauptsache, sie scheint auf all unser janzes Elend.
    In diesem Sinne, jedenfalls so ungefähr,
    Norbert

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 27. April 2011 um 21:43

    Lieber Norbert,

    vielen Dank für deinen Kommentar zu J. Elend.

    Ich habe seine Hinterlassenschaft erst gelöscht, weil sie hirnlos ist. Dann habe ich sie wiederhergestellt, weil sie grandios ist: es schlägt sich mit seinen eigenen Waffen. Und das in nur einem Satz, wenn er, ohne Argument, ohne Beispiel etc, den Text als Blödsinn bezeichnet und solchermaßen also Blödsinn schreibt. Der hat hier sozusagen öffentlich Suizid begangen. Und anschließend nicht einmal bemerkt, dass er jetzt tot ist.

    Du musst, wenn du ein Blog hast, solche Kommentare einschätzen: wollen die dir nur in die Ecke kacken – und davon gibt’s genug – oder brauchen die ein wenig Beileid, Mitleid, Bemutterung, Aufmerksamkeit und dann wird noch was aus Ihnen. Ich stelle, was solche Leute angeht, inzwischen eher düstere Zukunftsprognosen aus.

    Ich denke auch, dass die angegebene Seite nicht seine eigene ist. Der taucht da nirgends auf, der hat einfach das, was er für intelligent gehalten hat, als Mutterbasis angegeben.

    Ich freue mich auf das Mittagessen mit euch beiden in der Mensa. Ich nehme als Nachtisch einen Obstteller.

    Aléa

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