10 Februar 2011
Confusion sexuelle
Mein letzter Artikel hat eine Menge Wirbel hervorgerufen. Man hat mir von verschiedenen Seiten nahegelegt, dass ich mich daneben benommen habe. Im Anschluss haben sich eine ganze Menge andere Leute auch daneben benommen und wollten mir so wahrscheinlich zeigen, dass mein Verhalten falsch war. Falsches Verhalten wird nicht dadurch richtig, dass es potenziert wird, aber am Anfang stand mein Verhalten. Ich habe mich dann mehrfach privat und öffentlich bei ANH entschuldigt, dass ich in einer Weise über seine Party hergezogen bin, die er als unangemessen empfindet. Das kann ich verstehen, er hatte mich eingeladen und ich habe etwas geschrieben, worin er – und offenbar nicht nur er – eine seiner Gäste verunglimpft sah. Ich habe mich nicht anständig benommen. Obwohl ich das nicht gewollt hatte. Aber ich habe es dennoch getan. Es ist nachher, sowohl hier als auch in Die Dschungel, zu einer nicht sehr schönen und für alle Seiten belastenden Diskussion gekommen.
Ich muss den Artikel ein wenig erklären, weil ihn offenbar kaum jemand gelesen hat. Ein- und ausgeleitet wurde er von der Beschreibung meines Zustandes: ich hatte Fieber. Wenn die Party, auf die ich mich gefreut habe, nicht gewesen wäre, hätte ich das Bett nicht verlassen. Ich habe anhand einer Ausgangssituation einen Artikel geschrieben. Ausgangssituation war: eine attraktive Frau, sehr sexy gekleidet, saß in der Mitte einer Gruppe. Ich habe das mit folgenden Worten beschrieben „Sie war äußerst aufreizend gekleidet. Sie wollte gut aussehen, sexy vor allem. Sie wollte ihre Brüste zeigen. Sie wollte ihr Körper sein.“
Ich bin dann im Weiteren nicht mehr auf diese Situation und den Abend eingegangen. Alles Folgende bezieht sich allein auf meine eigene Sexualität. Es bezieht sich nicht auf den Alban, nicht auf die Samarkandin, von der ich, bevor der Alban es sagte, nicht wusste, wer sie war: sondern allein auf mich. Das kann man durchaus erkennen, wenn man es erkennen möchte. Ich habe eine Kategorie auf meiner Blogroll „Confusion sexuelle“, unter der ich diese Dinge einsortiere. Da steht nicht viel, weil es mir eigentlich zuwider ist, diese Dinge breitzutreten. Zumindest meine Sexualität gehört nicht in die Öffentlichkeit meines Blogs, ich habe da ganz strenge Vorstellungen von Intimität.
Wahrscheinlich habe ich gerade diese Vorstellungen einer anderen von Intimität unterschätzt. Oder sogar völlig falsch bewertet. Alle haben in Ihrer Interpretation dann unterstellt, ich spräche weiterhin von dieser Frau. Das war mit keinem Gedanken der Fall. Ich habe so lange nicht an sie gedacht, bis hier die Wellen hochgeschlagen sind und ich bemerken musste, dass sie vollkommen an meinen Artikel, an meinen Intentionen und zum Teil sogar an meiner Wortwahl vorbeischrammen. Es ist hier zu Auswüchsen gekommen, von denen ich normalerweise verschont bleibe.
Frau Sarmakandin: ich hatte Sie nur kurz im Auge, eine Minute vielleicht. So ist das bei mir oft, ich habe die Umstände nur kurz im Auge. Dann ziehen sie ihrer Wege: durch mein Gehirn. Manchmal kommen sie da wieder heraus. Und dann mache ich etwas damit, ich bearbeite sie, ich fasse sie in Worte. So war das auch an jenem Abend. Weder wollte ich Sie verletzen noch mich selbst. Ich entschuldige mich, sollte das doch der Fall gewesen sein. Ich versichere Ihnen, Sie spielen in meinen Artikel keine Rolle. Sie waren nicht gemeint, ich war gemeint.
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Februar 10th, 2011 unter Allzupersönliches, Confusion sexuelle, mittel












Kommentar von Melusine Barby
Datum/Uhrzeit 10. Februar 2011 um 23:49
“Alle haben in Ihrer Interpretation dann unterstellt, ich spräche weiterhin von dieser Frau.” – Ich nicht!