24 Dezember 2010
Eine Lebensregel
„Es gibt keine „Lebensregel“, von der man nicht sagen könnte, es wäre weiser, statt sie zu befolgen, das Gegenteil zu tun.“
André Gide, Tagebuch zu „Die Falschmünzer“
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Dezember 24th, 2010 unter - Gide, André : Die Falschmünzer, Hier wird gemangelt, kurz












Kommentar von NWS
Datum/Uhrzeit 24. Dezember 2010 um 22:24
Liebe Aléa,
nach dem Weihnachtskitsch nun weichgespülte Lebensregeln nach französischer Art? Bei so etwas greife ich immer sofort in meine Bücherwand, um schnell(!) etwas Passendes, ein Gegenmittel zu finden. Was schreibt Nietzsche: “Ob Hedonismus, ob Pessimismus, ob Utilitarismus, ob Eudämonismus: alle diese Denkweisen, welche nach Lust und Leid, das heisst nach Begleitzuständen und Nebensachen den Werth der Dinge messen, sind Vordergrunds-Denkweisen und Naivetäten, auf welche ein Jeder, der sich gestaltender Kräfte und eines Künstler-Gewissens bewusst ist, nicht ohne Spott, auch nicht ohne Mitleid herabblicken wird.” (Jenseits von Gut und Böse. Siebentes Hauptstück: unsere Tugenden. Nr. 225.)
Herzlich,
Norbert (Und Danke für das W.!)