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  • bersarin: Literarisches Bloggen, liebe Aléa Torik, funktioniert durchaus. Freilich nur bei den wenigsten. Das meiste, was geschrieben wird, stammt aus dem Klein-Klein der Halbgarküchen, ist Poesiealbumsprosa von Minderleistern, Befindlichkeitsscheiße ohne Form. Ich schreibe dahingehend und als...
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  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, Du hast überschüssige Energie!? Da werden Dich viele drum beneiden, umso besser also, wenn sie in etwas fließt, was Sinn zu machen verspricht. Was soll man also dazu sagen? Ich sage: Es lebe die Literatur! Und Gratulation natürlich zum vollzogenen Ausstieg aus...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, verflixt, hab‘ ich schon wieder Recht? Ich kann sagen, was ich will, ich habe immer recht. Dabei schrieb ich das eigentlich, um zu provozieren. Entweder lässt sich keiner provozieren oder die Provokation im Netz ist so allgegenwärtig, dass man zu ganz anderen Kalibern...
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  • Aléa Torik: Lieber Norbert, fein, dass ich dich zum Assoziieren bringe. Dass steter Tropfen den Stein höhlt, habe ich bisweilen schon gehört. Aber hat mal jemand gefragt, was mit all den ausgehöhlten Steinen anzufangen ist? Wozu Steine höhlen? Was Cărtărescu betrifft, ich habe es in dem Essay...

  • 18 Dezember 2010

    Wie es hätte heißen können

    Ich danke allen für die Glückwünsche und das rege Interesse, dass sie mit der Suche nach einem Titel für das Buch gezeigt haben. Statt jeden Beitrag einzeln zu kommentieren, statt an einzelnen Schachbrettern zu stehen und mit jedem Gegner im Zweikampf gegenüberzustehen, zettel ich jetzt eine Massenschlägerei an. Auf die Gefahr hin, dass das jemand unweiblich findet. Aber, wie gesagt, da ist ja noch das Netz dazwischen, das so manchen Schlag abfedert.

    Es bleibt festzustellen, dass „BERLIN AM MEER“ von den meisten favorisiert wird, nicht nur von Melusine und Iris Nebel. Auch von mir selbst (da füge ich jetzt keinen Link ein).  Auch Ulrike, die sich noch entscheiden wollte (und sich jetzt entschieden hat) findet diesen Titel ansprechend. Wie das mit dem Urheberrecht aussieht, weiß ich (noch) nicht genau. Da gibt es die einfache Möglichkeit, mit den Leuten zu reden, die sich den Titel haben schützen lassen. Ich beziehe mich in meinem Roman nicht auf den Film, den ich gar nicht kannte und nicht kenne, ich erwähne die Galerie. Und die gab es schon vor dem Film. Außerdem gibt es von dem Maler Werner Heldt ein Bild das “Berlin am Meer” heißt (1946: Berlin am Meer, Öl auf Leinwand, 42 × 72 cm, Privatsammlung Hannover). Entweder haben die Filmleute eine Urheberrechtsverletzung begangen oder Bilder kann man nicht schützen lassen. Das Buch könnte auch heißen „BERLIN, AN EINEM MEER“. Das Wort Berlin ist definitiv ein Magnet. Und das nicht nur in Berlin und in Deutschland: Der Leser und die Leserin bemerken: ich greife bereits nach den Übersetzungen. Ich greife nach dem Ausland! Wie wäre es mit „BERLIN UND DAS AUSLAND“?

    Etwas Intellektuelles wollte Norbert Schlinkert, um den anderen zu zeigen, „wo der Hammer hängt“. Wie wäre es denn dann mit „WO DER HAMMER HÄNGT“?

    Die Assoziation zum blinden Klavierspieler aus Joyce Ulysses, von parallalie vorgeschlagen, ist interessant. Ich könnte es „DER BLINDE KLAVIERSPIELER“ nennen. „EIN MEERFERNES BÖHMEN“ gefällt mir ausgesprochen gut, aber leider soll es ja die Nähe zum Meer transportieren und es ist auch nicht in Böhmen situiert. Wenn das Buch nicht Berlin am Meer heißen kann, könnte es vielleicht „EIN MEERFERNES BERLIN“ heißen (mehr Fairness in Berlin?). BÖHMISCHE DÖRFER“ ist auch gut, vielleicht könnte man das ausreizen und „BLINDE UND TAUBE IN BÖHMSICHEN DÖRFER“

    „EIN GEWISSES MASS AN BLINDHEIT“ vom Bücherblogger vorgeschlagen, relativiert bereits im Titel. Und Blindheit, wer‘s erlebt hat, weiß es, ist keine relative, sondern eine umfassende, absolute Blindheit, die, wie ich zu beschreiben versuche, die gesamte Existenz ergreift. Wer mein Buch gelesen haben wird, Futur II, wird das erkennen. “IN DER WELT OHNE AUGEN LIEGT BERLIN AM MEER” widerspricht leider der Entwicklung in meinem Roman. Und es ist zu erklärend, zu edukativ.

    „AUSLÖSCHUNG“, von Bersarin, wäre auch gut, ist aber schon vergeben! Sehr schön, dass dabei der Artikel weggelassen wurde. Das ist übrigens auch ein gutes Buch. Hier muss ich vehement wiedersprechen, die Kritik an “Feuchtgebiete” kann ich nicht unterstützen, das Buch ist Scheiße, aber der Titel ist grandios, eben weil er kein Donaudelta umschreibt. Bersarin: du musst deine alten, also die jungen Fähigkeiten reanimieren. Das ist jetzt wichtig. Du hast dich doch vor Kurzem noch beklagt, dass die alten Zeiten vorüber sind. Jetzt hast du die Möglichkeit noch mal jung zu sein. Also streng dich an!

    „DAS WORT NOCH“ von Dr. Schnocker (ein nahezu neuer Name unter den Kommentatoren), der Titel hat, behauptet er, Wiedererkennungswert. Das kann sein, ist aber ohne jedweden Zusammenhang mit meinem Roman, also nicht einmal ansatzweise. Welches Wort denn? In dem Roman stehen etwa 120 000 Wörter. Das können Sie nicht wissen, aber jetzt wissen Sie es. Wenn Sie also je mein Buch kaufen werden, können Sie der Buchhändlerin erzählen, wie es hätte heißen können.

    Syra Stein schrieb mir die ausführlichsten Assoziationen. Da gefällt mir am besten: „DAS DRITTE UFER“. Allerdings habe ich das bereits etwas treffender in einer Kapitelüberschrift die inzwischen lautet „DIE DRITTE HÄLFTE“ (ein Experiment, das letztlich auf NO zurückgeht). Die anderen Titelvorschläge spielen mit der Nähe von Bild und Blind: aber das funktioniert nicht reibungsfrei, weil in den beiden Worten zwei Buchstaben nicht an derselben Stelle stehen. Und eine Klammer in einem Wort, und einem Titel: ich denke, das ist nicht gut, weil man es nicht aussprechen kann.

    Genova schlägt vor. „BERLIN AM MEER” IST SCHON ALS FILMTITEL VERGEBEN. NUR SO RECHTETECHNISCH MAL“ Das gefällt mir, klingt aber zu sachlich und ist auch zu lang.

    NO kommt etwas überraschend, ganz in der Tradition Arno Schmidts (und seit einigen Jahren auch Reinhard Jirgl): „DA SCHA(H)=MANNÄ GUTE NO CHRICHT!“

    Schneck sagt: „SCHWIERIG, SCHWIERIG“. Sie, oder sind wir beim Du?, ich kann mich oft gar nicht erinnern, haben Recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass Berlin zwar möglicherweise verkaufsfördernd ist, aber letztlich nicht unbedingt für literarische Seriosität einsteht. Und das ist es, das haben Sie richtig erkannt, worum es mir geht. Ich will gute Texte schreiben ob da nun „A“ oder „B“ als Titel drübersteht, ist nicht weiter von Belang.

    Snöflinga (ein ganz neuer Name unter den Kommentatoren!) schlägt vor, das zu nehmen, was ich früher  als Untertitel wollte und was ich schon aussortiert hatte. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, gefällt es mir immer besser. „DAS GERÄUSCH DES WERDENS“. Das ist zwar ein (pseudo-) philosophischer Titel, aber der Hinweis auf „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ ist ganz zu Recht. Die Leute scheint das nicht abzuschrecken. Selbst wenn, man kann nicht everybodys Darling sein, man schreckt immer ab und zieht aber auch immer an. Und der Text, so sagte man mir, käme in weiten Strecken in einem ruhigen und nahezu philosophischen Ton daher.

    Walter schlägt vor, Berlin und das Dorf im Titel zu nennen „BERLIN – UND WIEDER ZURÜCK“. Das ist nicht unzutreffend, aber doch auch wieder etwas gewunden. „NICHT BERLIN“ hingegen wird es nicht. Keine Verneinungen und Negativismen!

    Thorsten Krämer, per Email, schlägt vor “nach Lektüre des Exposés zu dem Roman und Berücksichtigung aller sonstigen Faktoren” -  “BILDLEGENDE”, das ist gut, weil es sich auf die Bilder der Ausstellung bezieht und weil man jedes Kapitel dieses Romans wie ein Bild lesen und betrachten kann, so dass ich so viele Bilder in der Ausstellung hängen wie ich Kapitel im Roman habe. Dahinein spielt dann auch der Begriff der Legendenbildung hinein, was aber in meinem Roman nicht thematisiert wir. Das wäre der bisher ernsthafteste Anwärter auf einen Titel, neben meinen eigenen Kapitelüberschriften.

    Abschließend sei gesagt, dass ich mich über das Geschenk von Norbert Schlinkert freue, der mir folgende Worte für einen Titel schenkte: “BALD SCHON ODER IRGENDWANN”. Vielleicht brauche ich das noch mal. Wer weiß, wo mich das Leben hintreibt, in welche extremen Situationen und wann mich der Teufel am Schlafittchen zu fassen bekommt, dem werde ich dann sagen, du kriegst mich, bald schon oder irgendwann, aber nicht jetzt. Jetzt habe ich nämlich keine Zeit. Und so ergeht es mir auch gerade, ich bin, was das Blog angeht, nicht sonderlich fleißig, ich stecke bis über beide Ohren in der Arbeit an diesem Roman. Wie hatte ich je auf die Idee kommen können, der sei fertig? Das wird ein lustiges Weihnachtsfest.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von genova
    Datum/Uhrzeit 18. Dezember 2010 um 14:14

    Ich finde meinen Vorschlag gar nicht schlecht. Jetzt, wo ich ihn sehe. :-)

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 18. Dezember 2010 um 15:09

    Lieber genova,
    ich finde ihn auch gut.
    A. T.

    Kommentar von Ulrike Berretz
    Datum/Uhrzeit 18. Dezember 2010 um 16:07

    Liebe Aléa,
    ich habe eben im Laden mal die Stichworte Berlin/Meer ins VlB eingegeben, es gibt Sarah Mondegrin´s Roman, erschien 2006.
    Bei der Titelwahl würde ich einem Wort den Vorzug geben- obwohl die meisten Menschen sich selbst den Titel nicht merken können- zu den “Hochzeiten” von Feuchtgebiete wurde nach Feuchtbiotop gefragt….Nacktbadestrand kann sich auch niemand merken. Und die Angestellten im BL müssen den Titel schreiben können, möglichst keine Satzzeichen,keine Zahlen ,keine nicht gängigen Fremdworte etc denn macht man bei der Eingabe einen
    Fehler ergibt das 0 Treffer.
    Berlin am Meer finde ich klasse, mittlerweile gefällt mir auch “Berlin liegt nicht am Meer” – ich sage es ab und zu so vor mich hin – das kann man sich auch merken.
    Allerdings wählen die Kunden ein Buch nicht nach dem Titel -sondern leider nach Bestsellerlisten, Fernseh-/Radiosendungen – und im günstigsten Fall aufgrund der Empfehlung/Tipp der Angestellten. Hier im Dorf- da freue ich mich schon drauf- wird dein Buch nach Erscheinen verkauft werden- es gibt zum Glück hier Kundinnen, die gerne ein gutes Buch kaufen, Lesezirkel, Literaturkreise, ….egal, wie der Titel lautet.
    Liebe Grüße, Ulrike

    Kommentar von Jean Stubenzweig
    Datum/Uhrzeit 18. Dezember 2010 um 22:13

    Liebe Aléa,
    nachdem ich zum wiederholten Mal eine halbe Stunde vergeblich versucht habe, bei Ihnen im Blog einen Kommentar abzusetzen (trotz eigens dafür aktiviertem Javascript und Cookies, die bei mir eigentlich grundsätzlich ausgeschaltet sind), wissen Sie, weshalb ich’s in Zukunft sein lasse. So sende ich Ihnen alles per eMail zu. Wenn Sie möchten, können Sie’s ja selbst ins Blog setzen.

    Berlin am Meer, 1949
    Tusche auf Papier
    32,4 x 48,8 cm
    Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz,
    Kupferstichkabinett, Berlin

    Berlin am Meer
    «Parallel zu den Stilleben arbeitet Heldt ab 1946 an einer Bildserie, mit der er Berlin ans Meer versetzt: eine Dislokation, die die Gegensätze zusammenbringt (Abb. 11). Das Bild mag Reminiszenzen an Kindheitsurlaube an der Ostsee zeigen, einen Nebengedanken von Unschuld haben – aber es ist auch Verzweiflungszeichen, wie schon ein früher französische Bildtitel von 1930 suggeriert: ›Au bord de la mer‹, Leben und Arbeiten am Rande der Verzweiflung. Ebenso spielt es auf die Archäologie Berlins an, auf seinen geologisch-realen Sandgrund, trägt aber zweifellos auch die Semantik des Südens, die für Heldts Leben wichtig bleibt: Ende 1945 nach Berlin zurückgekehrt, zieht es ihn immer wieder nach Ischia, wo er Kontakt mit Peiffer Watenphul, Sohn-Rethel, vor allem aber Werner Gilles hat und wo er 1954 auch stirbt. Den versteckten Südwunschkomplex teilt er mit manchem Expressionisten, etwa Gottfried Benn, der neben der U-Bahn noch plätschernde Wellen, behagliche Südwinde und Palmen assoziiert. Offen kommt das in den Bildern aber nicht zum Ausdruck; an ein märkisches Marseille ist kaum gedacht: Das Mythische ist hier nur ein Anklang, ein von Ferne zitiertes Zeichen, aber alle Entgrenzungsphantasien versanden hier wortwörtlich. Die Stadt sperrt ihren Schlund auf, und das gezeigte Berlin ist vom Absaufen bedroht, wird unterkellert von Wäßrigkeiten und Trümmern, die in Sand übergehen. Damit wird ein Komplementärkontrast eröffnet von städtischer Zivilisation und Meer, von Ruine und Düne oder, um noch einmal auf Simmel zu kommen, von der Großstadt als Sitz der ökonomisch-rationalen Geldherrschaft und ihrem Zusammenbruch: »Ich habe in meinen Bildern immer den Sieg der Natur über das Menschenwerk dargestellt. Unter dem Asphaltboden Berlins ist überall der Sand der Mark. Und das war früher einmal Meeresboden. Aber auch Menschenwerk gehört zur Natur. Häuser entstehen an Ufern, welken, vermodern. Menschen bevölkern die Städte wie Termiten. Kinder spielen gern mit Wasser und Sand; sie ahnen vielleicht, woraus so eine Stadt gemacht wurde.« Die gemalte Entropie ist allerdings von der Bildform dialektisch aufgehoben, die Erosion gleichsam stillgestellt, und in diesen stehenden, sich dehnenden Momenten klingt der Traumkomplex wieder an, können sich neue Bildzellen und Architekturen ansiedeln. Diese Möglichkeiten reflektieren sich auch im Bildmaterial: Die Kohlezeichnungen reißen tiefe, schwarze Lücken in die Architekturen, bei den Tuschzeichnungen geht es mehr um spielerische Experimente mit Schwarz und Weiß.»

    Aus: Traum/Zeichen Ralph Köhnen über Werner Heldt. Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, Ausgabe 60/2002

    Wenn es Sie interessiert, sende ich Ihnen den gesamten Aufsatz per eMail zu.

    Ich grüße herzlich

    Jean Stubenzweig

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 18. Dezember 2010 um 22:31

    Liebe Ulrike,
    vielen Dank für deinen Kommentar. So also läuft das in einer Buchhandlung! Ein-Wort-Titel finde ich auch sehr eingängig, aber eher mag ich die etwas gewundenen. Es sieht dann so aus, als würde Drensteinfurt zu einer Hochburg für dieses Buches.
    Ich hoffe, dir geht es gut!
    Aléa

    Kommentar von Melusine Barby
    Datum/Uhrzeit 19. Dezember 2010 um 00:15

    Liebe Aléa,

    “Berlin am Meer” gefällt mir immer noch am besten. Eine andere Idee, die mir kam ist:

    “Wenn Blicke töten könnten,…” – daran gefällt mir der Konjunktiv, das sprichwörtlich und das Falsche, das Lachen meiner blinden Freundin, die das Schauen für überwertet hält, und: die Drohung. Daran gefällt mir nicht: man könnte es für den Titel eines Krimis halten.

    Wollte es Ihnen trotzdem als Idee nicht vorenthalten.

    Viele Grüße

    M.B.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 19. Dezember 2010 um 12:18

    Liebe Melusine,

    ob das Sehen überbewertet ist, weiß ich nicht. Wir täuschen uns oft in Menschen, weil wir sie vorrangig nach ihrem Aussehen einschätzen. Das kann ein Blinder nicht, es hat andere Kriterien. Das Erstaunliche ist, dass, wenn man einem Blinden gegenübersteht, das auch sofort weiß und sein Verhalten anpasst. Man weiß, dass der andere einem vielleicht tiefer in die Seele schaut als gewöhnlich. Obwohl er ja gar nicht schaut. Und man will sofort als ein guter Mensch gelten. Man will nicht, dass der Blinde, dem andere Mittel zu Einschätzung unserer Person zur Verfügung stehen, ein schlechtes Urteil über uns fällt. Sehr seltsam.

    Grüßen Sie mal bitte ihre Freundin herzlich von mir.

    Zum Titel: „Wenn Blicke töten könnten“: das ist auch nicht so geeignet, weil es den potentiellen Leser in die falsche Richtung führt. Nicht nur, weil es ein Krimi sein könnte, sondern weil ich durch die Blindheit schon so viel Aggressivität und Negativität drin habe und gerade dabei bin, davon wieder etwas herauszufiltern, dass ich es im Titel schon gar nicht haben wollte. Ich glaube nicht, dass man sich auf „Berlin am Meer“ wird einigen können. Wenn man sich etwas schützen lässt, dann nicht, um bei der ersten Gelegenheit auf den Schutz zu verzichten. Das muss ein Jurist herausfinden. Ich glaube, den gibt es bei dem Verlag.

    Ein schönes Wochenende!
    Aléa

    Kommentar von Teresa
    Datum/Uhrzeit 19. Dezember 2010 um 18:26

    Liebe Aléa,

    nun melde ich mich auch [mal] wieder hier zu Wort und bekomme mit , dass Du einen Buchtitel für Deinen Roman suchst.
    Mein Favorit, spontan aus dem Bauch heraus, nachdem ich mich hier [durch und] eingelesen: “Berlin am Meer” – wenn es von den Urheberrechten her geht!

    Drei Gründe dafür:
    1. Der Titel ist griffig!
    2. Er macht neugierig auf MEHR, nicht nur, um nachzuprüfen, ob Berlin tatsächlich – [einmal] im erdzeitgeschichtlichen Tertär – ;-) – am Meer liegt: am Meer der Gefühle?
    3. Und diese drei Worte lassen lassen sich verdammt gut gestalten! Ich sehe die Typo auf dem Buchcover schon richtig vor meinem geistigen Auge aufsteigen!

    Ich hoffe, Dein Buch findet bald einen Verlag und ich erhalte dann ein handsigniertes von Dir… jedenfalls kannst Du mich mit auf Deine Buchkäuferinnenliste setzen.

    Herzlich
    Teresa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 19. Dezember 2010 um 23:34

    Liebe Teresa,
    ich habe einen Verlag, deswegen suche ich einen Titel! Vielen Dank allerdings für dein klares und gut begründetes Votum! Ich fürchte allerdings….
    Auf die Buchkäuferinnenliste setze ich dich allerdings gerne. Nur kommt mir gerade der Gedanke, dass es doch recht mühselig ist, Bücher einzeln zu verkaufen. Es wäre doch sehr viel angebrachter, verkaufte man sie en blog, in schönen handlichen Verpackungseinheiten von 25 oder vielleicht 50 Stück. Ich werde das mal mit meinem Verleger besprechen. Wie viele von diesen Einheiten würdest du denn abnehmen wollen?
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 20. Dezember 2010 um 00:05

    Lieber Jean Stubenzweig,

    das ist hochinteressant, ich mag das Bild, das Sie mir da zugeschickt haben und mir gefallen auch die Bemerkungen und die Analyse, wenn man es so nennen mag, von Ralph Köhnen. Die Wahrnehmung, dass auch Menschenwerk wie Natur wahrgenommen werden kann, Architektur beispielsweise, deckt sich mit meiner eigenen. Wenn ich Bilder von New York sehe, ich war da allerdings noch nie, dann denke ich immer, das diese Stadt etwas von einem Urwald hat, vielleicht ist das auch ihr Reiz. Zusammenstoß von urbaner Zivilisation und Natur, auch darum geht es in meinem Roman, bei mir stehen sich dörfliche und städtische Elemente gegenüber. Und bei mir ist es kein Absaufen, von dem Berlin bedroht ist, sondern der Überfluss in dem der Mensch ertrinkt. Allerdings ist das kein durchgehendendes Motiv.

    Danke für den Aufsatz.

    Etwas anderes: Kennen Sie Max Slevogt? Ich habe da einige Bilder gesehen, die mir sehr gefallen haben.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Marcus Klugmann
    Datum/Uhrzeit 20. Dezember 2010 um 12:38

    Liebe Aléa Torik,

    vielleicht ein Spiel mit dem Startpunkt des Buches – wie heißt der Ort?, Apoptygma?, und dann geht’s nach Berlin, also “Von A nach B” oder “von A nach B(erlin)” – oder klingt das zu prosaisch?

    Besten Gruß
    (Frohes Fest)
    MK

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 20. Dezember 2010 um 23:30

    Lieber Markus,

    ich musste eine Sekunde überlegen, woher ich dich kenne, über facebook. Da sagt man Du zueinander, hier beginnt man mit dem Sie. Aber eigentlich ist es egal. Danke für die Überlegung, die nicht schlecht ist, aber auch jenes Manko vieler Überschriften mit sich bringt, dass sie so wenig mit dem Text spielt, den du natürlich nicht kennen kannst.

    Ich habe eben mit Herrn Osburg telefoniert, der die Assoziationen und Überlegungen zu den möglichen Titeln hier mit verfolgt hat und er ist der Meinung, dass „Das Geräusch des Werdens“ ein vorzüglicher Titel ist. Nach „Berlin am Meer“ ist das auch derjenige, der mir am besten gefällt. Ich denke, dass er das Rennen machen wird. Er ist auch deswegen geeignet, weil er die Überschrift ist, die alle Blindenkapitel tragen und die sich fünfmal wiederholt, während alle anderen Überschriften einmalig sind. Von daher ist das jetzt der wahrscheinlichste Titel. Aber vielleicht kommt ja noch etwas Geniales hinterher. Im Mai, mit der Korrektur der Fahnen, muss er feststehen.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 22. Dezember 2010 um 09:27

    Liebe Alea.

    Auf mich wirkt die Überschrift holistisch und schwer. Das Geräusch, das Werden, das Sein usw.
    Wenigstens könnte man sagen „Geräusche des Werdens“ ; dann wäre dem Werden ein Sachgehalt gegenübergestellt und die Gefahr eines tautologischen Taumelns gebannt. Dem Fließen etwas Festes abringen, wie in der kleinen Liebesszene der Mund, den die Liebenden finden,- wie man eine Boje findet im Strom.

    „Dies gerade ist göttlich, daß es Götter und keinen Gott gibt.“

    F. Nietzsche, aus dem Gedächtnisse zitiert.

    Ich wünsche eine erholsame Weihnachtszeit und eine spannendes neues Jahr.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 23. Dezember 2010 um 00:15

    Lieber Avenarius,

    ich dachte schon, Sie hätten die Nase voll.

    Die Überschrift ist nicht schwer, sie ist ein Zitat des Blinden, das vollständig lautet:

    „Ich stehe gebannt am offenen Fenster und höre, wie eine Umgebung entsteht, wie Gegenstände wachsen und werden. In solchen Momenten wird der Raum, den ich oft nur als drückende Masse empfinde, die auf mir lastet, zu einer Umgebung und einem Gefüge, in das ich eingebettet bin. Ein Leben, zu dem ich gehöre und an dem ich teilnehme. An ihren Geräuschen kann ich erkennen, dass da draußen tatsächlich eine Welt existiert und nicht nur unendlicher Raum. Man müsste all das, was wird, was entsteht oder vergeht, alles, was eine Entwicklung nimmt, einen Verlauf oder eine Veränderung, man müsste alles dazu zwingen ein Geräusch dabei zu machen. Denn nur am Geräusch des Werdens kann ich erkennen, das etwas ist.“

    Den Plural, Geräusche, würde ich hier als unangemessen empfinden, denn dass es verschiedene Geräusche sind, ist klar, das wird vorher beschrieben, dann aber in den Singular zu springen und es als ein Geräusch zu beschreiben, nämlich das des Werden, als ob alles Werden und Vergehen und Entstehen ein- und dasselbe Geräusch machen: das gefällt mir!

    Möglicherweise ist der Titel schwer, aber ich schreibe ja auch für etwas anspruchsvollere Geister, die bei „Das Parfüm“ die Nase rümpfen würden und sich abwendeten, mit dem Gedanken „Der Titel ist zu leicht.“ Möglicherweise versaut man es sich damit. Aber diese Möglichkeit besteht ja immer, mit jedem Titel, jedem Cover und jedem Bild der Autorin kann man es sich versauen. Mir gefällt der Titel, weil er das Buch durchaus beschreibt, das er zieren wird.

    Frohe Weihnachten
    Aléa

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 23. Dezember 2010 um 01:36

    Liebe Alea,

    Sie tendieren zum Fluß mehr als zur Boje, das darf wesentlich nicht ausser Acht gelassen werden. Ich intendiere hingegen die Boje, und immer die Boje. Also forderte ich den Plural. Es ist aber nicht mein Text, sondern der Ihre. Es wird also mit dem Singular schon seine Richtigkeit haben.
    Die wunderbare Bewegung dieser Prosa besteht möglicherweise gerade in einer Annullation der Stasen.

    avenarius

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