13 Dezember 2010
Ich bin eine Ausnahmefrau
„Natürlich“, so schrieb man mir heute per SMS, „sind Sie eine Ausnahmefrau“. Das hatte ich allerdings auch schon länger vermutet, seit heute kann ich es aber auch beweisen. Ist es mir doch, nach mehr als einjähriger Benutzung der Bibliothek, zum ersten Mal gelungen, mir nach dem Packen meiner Tasche, was mangels besserer Gelegenheit auf dem Boden geschieht, beim wiederhochkommen, ausnahmsweise nicht den Kopf am darüber liegenden Schrank zu stoßen.
Lieber Herr Lichtenberg: Das direkt frontale herausfordernde meines letzten Beitrages (beispielsweise) ist ja auch nur ein Versuch, sich einer männlichen direkten Sprache zu bedienen. Etwas zu draufgängerisch vielleicht. Ich hatte tatsächlich, eine Sekunde, vielmehr war es eine Minute, lang überlegt, ob ich den Beitrag wieder herausnehme, den jüngst vergangenen. Diese Überlegung, etwas einmal Veröffentlichtes zu löschen, hatte ich bisher noch nie. Was wohl zeigt, dass ich in dem, wie ich bin und mich hier darstelle, etwas über das Ziel hinausgeschossen bin. Ansonsten mag ich mich ganz gerne als diejenige sehen, die sich mit allen anlegt. Ich mag, wie Sie wissen, die Schlagfertigkeit. Und ich mag es, mit anderen zu ringen. Dass dies bisweilen wenig feminin erscheint, ist ein Preis, der mir so ganz angenehm nicht ist. Ich bin ja auch nur im Netz so. Privat bin ich, wie Sie wissen, sehr viel friedliebender. Das wissen Sie doch, oder? Übrigens: Was meinten Sie denn mit der Formulierung: „das in Frage stehende Ding“? Das müssten Sie der Ausnahmefrau noch erklären, bitteschön! Aber erklären Sie das so, dass mein weibliches Gemüt sich nicht schamvoll windet.
Morgen mache ich eine Ankündigung, es gibt eine gute Nachricht, auch wenn da noch nicht alles bis ins letzte geregelt ist.
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Dezember 13th, 2010 unter Allzupersönliches, mittel











