18 Oktober 2010
„Ein Ganzes ist, was Anfang, Mitte und Ende hat“
Im Folgenden ein Zitat aus der Poetik des Aristoteles, zur Verkettung von Ursache und Wirkung in erzählerischen und dramatischen Werken. Mir gefällt das so gut, ich kommentiere das nicht weiter.
„Ein Ganzes ist, was Anfang, Mitte und Ende hat. Ein Anfang ist, was selbst nicht mit Notwendigkeit auf etwas anderes folgt, nach dem jedoch natürlicherweise etwas anderes eintritt oder entsteht. Ein Ende ist umgekehrt, was selbst natürlicherweise auf etwas folgt, und zwar notwendigerweise oder in der Regel, während nach ihm nichts anderes mehr einritt. Eine Mitte ist, was sowohl selbst auf etwas anderes folgt als auch etwas anderes nach sich zieht. Demzufolge dürfen Handlungen, wenn sie gut zusammengefügt sein sollen, nicht an beliebiger Stelle einsetzen noch an beliebiger Stelle enden, sondern sie müssen sich an die genannten Grundsätze halten.“
Aristoteles, Poetik, 1450 b.
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Oktober 18th, 2010 unter Hier wird gemangelt, kurz












Kommentar von moritz gause
Datum/Uhrzeit 19. Oktober 2010 um 22:46
Liebe Aléa Torik,
was genau gefällt Ihnen so gut daran?
Ich frage mich immer, wann genau
eine Handlung denn überhaupt einen
Anfang nehmen sollte, und halte es eher
mit Horaz’ nec gemino bellum Troianum orditur ab ouo – wenn es denn einen solch sophisticierten Gewährsmann braucht.
Oder nehme ich Aristoteles’ (Grund-)Satz zu absolut?