12 Oktober 2010
Ich habe mich verrechnet
Angekündigt war, dass ich eine Änderung in der Präsentation meiner Auseinandersetzung mit Literatur vornehme. Ich versuche das derzeit mit Faulkner. Statt einer ausführlichen Besprechung, gibt es kleinere Artikel, die allerdings, zu meinem Leidwesen, die Tendenz ind längere haben. Von einer Ersparnis kann also nicht die Rede sein. Es sieht sogar aus, als müsse ich noch tiefer in die Tasche greifen. Oder in den Hut, in den Zylinder aus dem hier gezaubert wird.
Ich komme mit Faulkner gerade in Bedrängnis, da ich ja schon das Buch für den kommenden Monat lesen müsste, was derzeit illusorisch ist. Das Semester beginnt wieder, auch mit einem illusorischen Lese- und Arbeitspensum. Ich werde es in Zukunft so halten, dass ich meine Auseinandersetzung mit einem Buch über zwei Monate verteile. Faulkner gibt es also auch noch im kommenden Monat. Andre Gidé, Wolf von Niebelschütz und Dieter Forte werden dann auch jeweils zwei Monate lang auf dem Plan stehen. Das bedeutet, dass ich lediglich sechs Bücher im Jahr ausführlich besprechen kann. Das ist nicht viel, muss dafür aber sehr gut ausgewählt werden.
Außerdem wird es bisweilen kleinere Texte geben, zu denen ich in der klassischen Manier etwas schreibe, als nächstes liegt Raymond Federman, „Eine Liebesgeschichte oder so was“ neben dem Bett. Außerdem kommt noch eine Auseinandersetzung mit einem größeren Projekt. Das wird sich voraussichtlich über ein ganzes Jahr hinziehen, läuft aber dennoch nebenher. Ich annonciere es morgen noch gesondert.
Ankündigungen wie diese werden in Zukunft unter der neuen Kategorie stehen, die an sofort Aleatorik heißt. Früher hieß das Aléas Ich. Dieses Ich existiert in der alten Form nicht mehr. Veränderung ist die Mutter der Porzellankiste: oder wie heißt das Sprichwort?
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Oktober 12th, 2010 unter Allzupersönliches, mittel











