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  • Aléa Torik: Lieber Norbert, fein, dass ich dich zum Assoziieren bringe. Dass steter Tropfen den Stein höhlt, habe ich bisweilen schon gehört. Aber hat mal jemand gefragt, was mit all den ausgehöhlten Steinen anzufangen ist? Wozu Steine höhlen? Was Cărtărescu betrifft, ich habe es in dem Essay...

  • 30 September 2010

    Verübte und versäumte Taten

    Die Frage ist, was schwerer wiegt: die verübten oder die versäumten Taten. Oder vielleicht ist die Frage auch, was das leichtere ist, verüben oder versäumen.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von Björn
    Datum/Uhrzeit 1. Oktober 2010 um 17:00

    Hmmm. Verüben fällt leichter und wiegt schwerer. Versäumen dagegen kommt gar nicht erst in Frage.

    Kommentar von Der Buecherblogger
    Datum/Uhrzeit 1. Oktober 2010 um 17:55

    Das Gewicht der Taten bestimmt nur das eigene Gewissen, egal, ob sie verübt oder versäumt worden sind.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 1. Oktober 2010 um 22:05

    Lieber Bücherblogger,

    muss ich bei Ihnen eine mangelnde Übereinstimmung mit der herrschenden Rechtsauffassung feststellen? Pardon; kleiner Scherz.

    Diese Frage aber ist kein Scherz: Sie wollen allein dem Gewissen – und womöglich noch dem schlechten? – eine Gewichtung von tun und lassen zumuten? Da muss das kleine Gewissen aber eine Menge Arbeit verrichten im Verlauf so mancher Tage.

    In dem vorliegenden Fall, also meinem, war das Gewissen gar nicht beteiligt. Käme es nun also vorbei, würde ich sagen: `Was willst du jetzt? Ich hätte dich vielleicht gebrauchen können in dem entsprechenden Augenblick, aber da hattest du nicht den Mumm, da hast du dich verkrochen. Jetzt brauche ich dich auch nicht mehr.´

    Was halten Sie von folgender These? Ich habe gar kein eigenes Gewissen. Gewissen ist die Moral der anderen.

    Herzlich

    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 1. Oktober 2010 um 22:11

    Lieber Björn,

    das ist aber eine weise Antwort. Wie alt bist denn du?

    Auch hier pardon: ich bin gerade offenbar in der Laune, mich zu schlagen. Das traue ich mich allerdings nur deswegen, weil da das Internet dazwischen ist. Stünde mir einer der Herren gegenüber, wäre ich natürlich sehr viel damenhafter.

    Damenhaft? Das ist wahrscheinlich das Frauengefängnis, oder? Alles latent Unmoralische kommt sechs Monate in Damenhaft.

    Im Ernst: Die Antwort ist gut. Ich empfinde dennoch das Verüben manchmal als schwierig. Auch, und vielleicht sogar gerade in Dingen, die mit Sexualität zu tun haben. Und jetzt komme mir keiner – außer er kann es theoretisch beweisen – und erzähle mir etwas von aufgeklärter Gesellschaft. Ich sehe sie manchmal enthemmt, aufgeklärt sehe ich sie nicht.

    Trotzdem: die Antwort ist gut. Und das ist ausgesprochen ärgerlich: eigentlich gebe ich hier die guten Antworten. Naja, machen wir mal eine Ausnahme. Alles was besser ist als ich selbst wird ab sofort unter SPAM einsortiert. Also aussortiert.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Der Buecherblogger
    Datum/Uhrzeit 2. Oktober 2010 um 00:35

    Das Versäumen, das Zuspätkommen, kann man sich ja nicht aussuchen. Als Haltung vielleicht, dass man es verhindern möchte, aber dass es “nicht in Frage kommt” steht ausserhalb der eigenen Entscheidung, es passiert. Jeder der lebt, versäumt auch.
    Dass das Gewissen bei Ihrem Erlebnis nicht beteiligt war, ist eine von Ihnen wahrgenommene Illusion. Das Gewissen ist immer beteiligt, manchmal bemerkt man es nur nicht. Es entscheidet allerdings oft erst im Nachhinein. Es ist eine dem Menschen innewohnende Instanz per se. So wie der Mensch Hände, Füsse und Augen hat, hängt diese innere, individuelle Instanz weniger mit einer äußeren Moral oder äußeren Systemen und Strukturen zusammen, als mit der Empathiefähigkeit des Menschen. Also auch mit Liebe und Verliebtheit, Zuneigung, zärtlichen Empfindungen. Nichtsdestotrotz ist der Mensch natürlich auch zum Gegenteil, dem Mord, dem Krieg, der Lüge usw. fähig. Aber egal ob ein Mensch moralisch betrachtet gut oder schlecht ist, ein Gewissen hat er immer. Es gibt in Wahrheit keinen Menschen ohne Gewissen, es lässt sich nur vorübergehend verdrängen. Wobei das Böse und das Gute, Teufel und Gott letztlich nur Projektionen des menschlichen Gewissens sind. Also quasi eine Zentralinstanz sowohl beim Verüben und Versäumen, ständig überbelastet, das stimmt. Aber vielleicht ist bei der Schwerelosigkeit ihrer Begegnungen und Ihrer Gefühle im Zug (ich beziehe das Versäumen mal auf den vorigen Beitrag) das Gewissen auch eine viel zu gewichtige Kategorie.

    Kommentar von Terpsichore
    Datum/Uhrzeit 2. Oktober 2010 um 07:33

    Liebe Aléa,
    das würde ich nicht allgemein versuchen zu beantworten, denn das setzte voraus, jeder ihrer Taten, den verübten wie den versäumten, das gleiche Gewicht zu geben, also die Handlung bzw. Nichthandlung vom Objekt zu trennen und einer Bewertung zu unterziehen, bevor sie in ihrem Leben gewirkt hat. VERüben und VERsäumen beinhaltet ja bereits, dass die Dinge vor den Baum gegangen sind. Das lässt sich allerdings zumeist erst rückblickend beurteilen, wenn die Teile des Lebenspuzzles ein Ganzes ergeben. Insofern gehört diese Frage für mich in die Kategorie “Altersfragen”. Man kann sich aber auch jetzt schon ganz gut damit ablenken. :-) ) Ich grüße Sie herzlich aus dem Bett!
    Terpsichore

    Kommentar von Björn
    Datum/Uhrzeit 2. Oktober 2010 um 17:56

    Empfinde das auch als schwierig. Aber – verzeih die Plattitüde – wie es auch ausgeht, ist es vielleicht die einzige Wahl.
    Und: vierzig.

    Kommentar von Melusine Barby
    Datum/Uhrzeit 2. Oktober 2010 um 20:21

    An diesem kurzen Text und auch der Erzählung, die Sie vorausgeschickt haben, kann man erkennen, finde ich, dass es kein “Unentschieden” gibt. Das ist eine pure Illusion. Wer sich nicht entscheidet (und handelt), sagt: Nein. Ich finde, das ist eine wichtige Erkenntnis. (Die für viele Lebenssituationen gilt.)

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 2. Oktober 2010 um 23:41

    Lieber Björn,
    eine Antwort, kurz vor der Nachtruhe.
    Ja, es ist schwierig. In der oben beschriebenen Situation war es das nicht. Aber im Alltag ist es das. Weil es in der Regel keine Mechanik ist.
    Vierzig? Na, solange es zweistellig ist, musst du dir keine Sorgen machen.
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 2. Oktober 2010 um 23:50

    Liebe Melusine,

    in der Situation, die ich in dem Text beschrieben habe, gab es nichts zu entscheiden, es ging da um etwas anderes. Aber ansonsten stimme ich Ihnen zu, man muss sich entscheiden und sich nicht zu entscheiden ist auch eine Entscheidung.

    Unentschieden ist, wie Sie sagen „pure Illusion“: großartig! Unentschieden ist der totale Blödsinn, das gibt es nie. Außer vielleicht in solchen Extremsportarten wie Fußball. Aber im Leben gibt es das nicht, ich kenne es jedenfalls nicht. Es gibt Tragik und Ausweglosigkeit, aber kein Unentschieden.

    Gute Nacht!

    Aléa

    Kommentar von Melusine Barby
    Datum/Uhrzeit 3. Oktober 2010 um 00:48

    Liebe Aléa, dann hatte ich das falsch verstanden. Ich dachte, dass die Erzählerin und die beiden jungen Männer sich beim Abfahren des Zuges, beim letzen Blick durch die Scheiben darüber klar geworden wären: Sie hätten es wollen können, sich – in geheimem Einverständnis – jedoch dagegen entschieden. Aber vielleicht war es tatsächlich keine Entscheidung in diesem Fall.

    Gute Nacht!
    Melusine

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 3. Oktober 2010 um 01:12

    Liebe Melusine,
    Sie sind auch noch wach und ebenfalls noch am Schreibtisch! Ich schraube an meinem ersten Beitrag zu Faulkner und es wird und wird nicht so wie ich das will.
    Nein, die beiden Franzosen und ich, wir haben seltsamerweise nicht über Beziehungen und Freundinnen gesprochen, wir waren ganz auf uns fixiert. Ich habe sei nicht gefragt, sie mich auch nicht, wir haben keine Emails ausgetauscht und dennoch waren das drei höchst intensive und sinnliche Stunden. Aber es hat keinerlei Übereinstimmung gegeben, während wir gesprochen haben. Ich habe es sogar erst später bemerkt, also richtig bemerkt, dass da noch zwei andere Personen im Abteil waren. Wir haben uns nicht einvernehmlich dagegen entschieden, gegen das rumknutschen, erst als sie bereits ausgestiegen waren und die Scheibe zwischen uns lag, dass wir uns alle drei bewusst wurden, was wir gerne gemacht hätten. Ich war in diesem Moment sicher, dass sie genau dasselbe gedacht haben, die ganze Zeit. Und dass es deswegen so intensiv war. Und ich habe wirklich erste begriffen, dass es vorbei ist, als sie auf dem Bahnhof standen.
    Jetzt aber wirklich: Gute Nacht.
    Aléa

    Kommentar von Melusine Barby
    Datum/Uhrzeit 3. Oktober 2010 um 10:34

    Liebe Aléa,
    in den Nächten bin ich oft wach. Aber am Schreibtisch schreibe ich nicht. (Da haben wir´s wieder.) Auch tagsüber nicht. Ich schreibe – wenn ich daheim bin – im Sessel, den Laptop auf den Knien, unterwegs auch. Allenfalls eine Endfassung längerer Texte mache ich am Schreibtisch. Ich habe halt keine Arbeitshaltung.

    Herzlichen Gruß
    Melusine

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 3. Oktober 2010 um 10:55

    Liebe Melusine,

    guten Morgen. Da haben wir es wieder, tatsächlich! Ich kann überhaupt nur am Schreibtisch schreiben. Sobald ich in einem Sessel sitze, sobald ich Alkohol nur rieche, bin ich sofort arbeitsunfähig. Dafür arbeite ich oft nahezu geräuschunabhängig. Geräusche stören mich überhaupt nicht in meiner Konzentration.

    Back to Faulkner!

    Aléa

    Kommentar von Bersarin
    Datum/Uhrzeit 4. Oktober 2010 um 18:45

    Liebe Aléa,

    Keines wiegt schwer, denn egal wie man sich entscheidet: man wird es – zumindest in einer bestimmten Verfassung des Denkens – immer bereuen. Wie schreibt es Kierkegaard in seinem „Ekstatischen Vortrag“: „Heirate und du wirst es bereuen. Heirate nicht und du wirst es auch bereuen.“ Es verhält sich mit den getanen und den ungetanen Taten wie mit dem Anfang in der Philosophie. Man kann überall anfangen! Man kann machen oder lassen. Es ist ganz egal. Ich werde bereuen. Warum habe ich jene schöne Frau im Café nicht angesprochen? Und hätte ich sie angesprochen, so dächte ich anders herum, weil die ganze Geschichte in einem Unglück endete. Oh hätte ich sie niemals angeredet!

    Am Ende ist womöglich jedoch das Nichtstun besser und so viele Menschen wie möglich auf die Distanz zu halten. Als Lektüre diene der Aphorismus Schopenhauers über die Stachelschweine.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 6. Oktober 2010 um 20:26

    Lieber Bersarin,

    kennen Sie Kierkegaards „Der Unglücklichste“? Das war etwas, das ich gerne gelesen habe. Obwohl ich die Haltung dahinter nicht unterstütze. Man konnte einem großen Geist beim Denken zuschauen. Kierkegaard ist ja nach „Die Krankheit zum Tode“ und dem „Begriff Angst“ geradezu auf Abwege geraten. Ich will nichts gegen den Glauben sagen, wie käme ich dazu, ich habe ihn ja gar nicht, sondern etwas gegen die Art und Weise in er zum religiösen Eiferer geworden ist, das ist erstaunlich. Mein Prof in Bukarest hat gesagt; Kierkegaard habe zuerst den Dichter in sich getötet und dann den Denker.

    Übrigens meine Kategorie „Hier wird gemangelt“ bezieht sich auch auf eine kleine Geschichte aus den „Diapsalmata“ woher auch der „Ekstatische Vortrag“ stammt: Was die Philosophen über die Wirklichkeit sagen … Wissen Sie das noch?

    Ach: wir sind ja jetzt beim DU!

    Aléa

    Kommentar von Bersarin
    Datum/Uhrzeit 6. Oktober 2010 um 21:05

    Ja, ich kenne “Der Unglückliste”, müßte es jedoch noch einmal lesen, weil es zu lange her ist.

    Die Wendung Kierkegaards zum Religiösen ist befremdlich.

    “Was die Philosophie über die Wirklichkeit sagt”, sagt mir im Moment nichts. In den “Diapsalmata” habe ich es als Überschrift nicht gefunden. Vielleicht können Sie, nein kannst Du mir die Stelle nennen?

    Kierkegaard ist inspirierend und philosophisch bedeutsam, für die ästhetische Moderne sowieso. Auch Adorno schrieb darüber seine Habilitationsschrift. Jedoch stand und steht mir am Ende das Denken Hegels bedeutend näher. Das Adornos sowieso: der letzte große Philosoph des 20. Jhdts

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 6. Oktober 2010 um 21:27

    Lieber Bersarin,

    „Was die Philosophen über die Wirklichkeit sagen, ist oft ebenso irreführend, wie wenn man bei einem Trödler auf einem Schilde liest: Hier wird gemangelt. Käme man mit seinem Zeug, um es mangeln zu lassen, so wäre man genasführt, denn das Schild steht bloß zum Verkaufe aus.“

    Aléa

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 7. Oktober 2010 um 00:22

    Eine Anekdote.-

    Die Prinzessin: “Mit der Philosophie kann man doch heutzutage keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor locken.”
    Hegel: “Das, Gnädigste, ist auch nicht ihre Aufgabe.”

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