Hauptmenü:

Aléas Anordnungen

Der Länge nach



Der Reihe nach

  • Mai 2012
  • April 2012
  • März 2012
  • Februar 2012
  • Januar 2012
  • Dezember 2011
  • November 2011
  • Oktober 2011
  • September 2011
  • August 2011
  • Juli 2011
  • Juni 2011
  • Mai 2011
  • April 2011
  • März 2011
  • Februar 2011
  • Januar 2011
  • Dezember 2010
  • November 2010
  • Oktober 2010
  • September 2010
  • August 2010
  • Juli 2010
  • Juni 2010
  • Mai 2010
  • April 2010
  • März 2010
  • Februar 2010
  • Januar 2010
  • Dezember 2009
  • November 2009
  • Oktober 2009
  • September 2009
  • August 2009
  • Juli 2009
  • Juni 2009
  • Mai 2009


  • Der Sache nach



    Nach Nichts nach


     



    Hier wird archiviert

    Hier wird boykottiert

    Hier wird coqettiert

    Hier wird drangsaliert

    Hier wird elaboriert

    Hier wird illusioniert

    Hier wird jongliert

    Hier wird massiert




    Suche


    Impressum
    Kontakt
    Anmelden
    © 2012 Aleatorik
    by WordPress


    Diesseits

    Seite 1
    Seite 2 – Das Blog
    Seite 3 – România
    Seite 4 – Die Dissertation
    Seite 5 – "Aléas Ich"
    Seite 6 – Das Ende

    Jensseits

    Glanz & Elend
    Glanz & Elend II
    Literaturkritik
    Roberto Bolano
    Titel Magazin
    Unendlicher Spass

    Literaturport
    Osburg Verlag


    Kommentare:

  • Aléa Torik: Ich hatte bereits angekündigt, meine Präsenz im Netz zu reduzieren. Ich werde weiterhin Beiträge einstellen, seltener als bisher. Die Kommentarfunktion ist deaktiviert. Ich bedanke mich bei allen, die hier regelmäßig mitgeschrieben und dafür gesorgt haben, dass das ein spannendes und...
  • Aléa Torik: Lieber Christian, ich glaube, ich habe einen Ort für den Essay. Ich bin nicht ganz sicher, ich habe eine positive Mail bekommen und auch erfreut geantwortet, dann aber keine Reaktion mehr bekommen. Aber wenn es wahr ist – wenn es tatsächlich wahr sein sollte … dann hören Sie...
  • Christian: liebe Alea, apropos Essay: freue mich schon auf Ihren Essay zu David Foster Wallace den Sie hier vor Kurzem erwähnten. Gibt es schon einen Termin und Ort für die Veröffentlichung? liebe Grüße Christian
  • Aléa Torik: Lieber NO, zurück im Alten Europa? Ich vermute, bei Ihnen geht die Kulturumstellung inzwischen relativ schnell und Gewöhnung und der Alltag gewinnen bald Oberhand? Inzwischen beinahe schon ungewohnt, mich zu Kommentaren und Eingaben zu verhalten: Ich habe die Funktion deaktiviert, das...
  • NO: Alea Torik, Das Geräusch des Werdens, und Maddox, der verrückte Hund(e) Zurück aus den USA und noch ein Letztes: Maddox. Maddox, na ja. Ganz lustig. Ein Überempfindlicher, der in Masken und mit Zylinder herumläuft, der wie ein Bauchredner nicht mit den Menschen selber spricht, sondern nur...
  • Phorkyas: Liebe Alea, dieses Kommentarfeld hier hatte ich übersehen. Das ist eine sehr runde Sache geworden, Ihr Roman, wie ich finde – das lange Leiden und Feilen hat sich also gelohnt. Mir hat die Beschreibung von Marijans Mobilitätstraining sehr gefallen. Ich weiß nicht, ob Sie das schon...
  • Aléa Torik: Lieber Avenarius, vielen Dank für die wohlmeinenden Worte. Die tun mir mehr gut als Sie glauben mögen. Ich werde weitermachen, weil es auch für den nächsten Roman wichtig ist. Und ich werde wohl die Kommentarfunktion deaktivieren. Das ist eine schwierigere Entscheidung als man...
  • avenarius: Liebe Alea, im Verhältnis zu Ihrer vorherigen Präsenz haben Sie sich bereits aus dem Netz zurückgezogen. Aber warum sollte ein Blog nur wegen verminderter Aktivität aufgegeben werden. Ich würde weiterköcheln – auf Sparflamme. Frohe Ostertage wünscht - avenarius
  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, dafür gibt es einige Gründe und einige andere, die dagegen sprechen. Ich muss mir noch überlegen, wie ich das formuliere. Einmal für mich selbst und einmal hier, in der Öffentlichkeit. Ich hatte Anfang März schon überlegt, mich gänzlich aus dem Netz zurückzuziehen:...
  • Azadeh Sepehri: Warum denn?
  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, ich überlege, die Kommentarfunktion gänzlich auszuschalten. Ich habe mich aber noch nicht entschieden. Aléa
  • Azadeh Sepehri: Liebe Alea, warum kann man unter Ihren letzten Beiträgen keine Kommentare hinterlassen?
  • Azadeh Sepehri: Liebe Alea, ich glaube, ich hatte ihren Beitrag falsch verstanden und dachte, Sie schreiben unter einem Pseudonym. Aber auch falls Sie dies machen würden, fände ich es nicht schlimm. Schließlich hat jeder das Recht, selber darüber zu entscheiden.
  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, ich schlage vor, wir warten bis zur Veröffentlichung davon, was im Januar 2013 der Fall sein wird, und dann kann jeder entscheiden, was mein richtiger Name ist, was das richtige und das falsche Verhalten war. Herzlich Aléa
  • Azadeh Sepehri: Interessant. Ich dachte, Sie schreiben unter Ihrem “richtigen” Namen.
  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, „Nehmer“ und „Geber“: Nehmen ist ja auch leichter als geben. Sein Recht in Anspruch zu nehmen ist leichter als einer daraus resultierenden Plicht zu entsprechen. Dass Recht und Pflicht so eng miteinander verbunden sind, dass sie dasselbe sind, auseinander hervorgehen,...
  • Aléa Torik: Lieber Holio, Sie können hier gerne mit Ihrem Meißel klopfen. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn dabei etwas anderes herauskommt als ich das beabsichtigt habe. Soviel verstehe ich von Literatur, um zu wissen, dass die Autorin eine Interpretation unter anderen hat. Es stehen, sowie...
  • Aléa Torik: Lieber NO, auch für mich sind Lydijakapitel und Aufzählungskapitel die beiden Höhepunkte dieses Romans. Es sind wohl auch die beiden schwierigsten Kapitel. Das Zentrum des ganzen Textes ist sicher das Aufzählungs- oder Berlinkapitel. Das war geplant als eine Beschreibung des...
  • avenarius: Liebe Alea, ja natürlich, es gibt immer eine Macht. Macht bedarf, ganz anders als die Gewalt, keinerlei Rechtfertigung, “da sie allen menschlichen Gemeinschaften immer schon inhärent ist. Hingegen bedarf sie der Legitimität. Macht entsteht, wann immer Menschen sich zusammenfinden...
  • Aléa Torik: Lieber Ave Narius, ich bin da, soweit ich sehe, völlig einverstanden. Nur mit dem „Medusenhaupt der Macht“ habe ich Schwierigkeiten: es muss eine Verfassung geben, eine Legislative, und dann muss es auch eine Executive und eine Judikative geben. Es muss eine Macht geben und sie muss...

  • 27 September 2010

    Es wird Sommer, es wird Winter

    Ich sitze im Zug. Ich weiß nicht, wohin er fährt. Ohne Ziel fährt er womöglich nur um der Bewegung willen. Er fährt durch Städte und durch Länder. Er fährt durch Wiesen und Wälder. Er fährt am Tag und er fährt in der Nacht. Er fährt und fährt. Es wird Sommer, es wird Winter.

    Der Zug fährt und dabei verändern sich die Bilder, draußen vor dem Fenster. Es verändern sich die Bilder in einem. Es verändern sich die Dinge selbst. Es ändert sich die Sprache. Es ändert sich die Geschwindigkeit, der Zug wird langsamer. Liegt es an der Landschaft oder an der Sprache oder am Wetter? Liegt es an den Bildern, den Dingen oder einem selbst? Dann wird der Zug wieder schneller und erneut weiß man nicht, woran es liegt. Es wird Sommer, es wird Winter.

    Der Zug fährt und fährt und manchmal hält er an. Er bleibt auf einem Bahnhof stehen und öffnet seine Türen. Die einen steigen aus, andere steigen ein. Vielleicht sind es dieselben. Sie steigen aus, drehen sich einmal um die eigene Achse und steigen dann wieder ein. Sie sitzen stundenlang auf der Stelle. Sie halten es nicht aus, sie wollen raus, sie verlassen den Zug an der nächsten Station. Erstaunt bemerken sie, dass sie dies noch viel weniger aushalten. Dann steigen sie kleinlaut wieder ein. Sie suchen sich einen anderen Platz. Der Zug fährt wieder an, er wird schneller und schneller. Und die Menschen bemerken, dass sie es nicht aushalten. Sie fahren ein Stück, bis zur nächsten Anfechtung, bis sie erneut aus dem Zug springen, sich umdrehen und wieder einsteigen. Es wird Sommer, es wird Winter.

    Der Zug fährt durch Gelände und Gebiete, durch Landschaften und Regionen, durch Orient und Oxident, durch Himmelsrichtungen, Breiten- und Längengrade. Er fährt durch das Hochgebirge und durch die Tiefsee. Er fährt durch die Walachei und die Mongolei, durch die Wüste Gobi und durch die Sahara, durch die Kalahari und durch Kasachstan, Er fährt durch die Steppe und die Savanne und die Prärie, durch Tundra und Taiga. Er fährt durchs Holozän und durchs Pleistozän. Er fährt durch Geologie und Geografie und Geometrie. Und manchmal fährt er einfach nur durch die Gegend. Es wird Sommer, es wird Winter.

    Der Zug fährt durch Farben und durch Formen, durch das Grün und Gelb der Landschaft, durch das Blau des Himmels und das Braun der Erde. Durch das Grau der beginnenden Nacht und das Orange des neuen Tages. Er fährt durch das Runde und das Eckige, er fährt durch Reliefs, Ellipsen und Parabeln. Es wird Sommer, es wird Winter.

    Der Zug fährt durch Wind und Wetter und durch Wolken. Der Zug fährt durch das Heute und das Gestern. Er fährt durch das Leben und durch den Tod. Durch das Gewollte und das Vermiedene, das Erträumte und das Verwirklichte. Das Gerade und das Krumme. Das An-stelle und das Ver-rückte. Er fährt durch die anderen und durch einen selbst. Es wird Sommer, es wird Winter.

    Der Zug fährt durch das Gleiche und das Unterschiedene. Er fährt durch das eine, durch das andere. Er fährt durch alles. Und das eine verändert sich und das andere verändert sich. Alles verändert sich und bleibt doch dasselbe, es bleibt wie es ist. Es wird Sommer, es wird Winter.

    Der Zug hält an. Ich bin in Sibiu. In bin in Sibirien. Ich bin in Rumänien. Ich bin in Namibia. Ich bin irgendwo auf der Welt. Oder außerhalb. Ich steige aus. Weil es weder eine Unterführung noch eine Überführung gibt, gehe ich quer über die Gleise. Vor oder hinter dem Zug, der aussieht als bewege er sich nie wieder von der Stelle. Als sei er am Ende seiner Kräfte. Als habe es ihn alle Kraft der Welt gekostet, mich hierher zu bringen. Nun liegt er erschöpft da. Er hat sich zum Sterben hierher gelegt. Mein Vater holt mich vom Bahnhof ab. Er steht an den Gleisen. Er schaut mich an. Er lacht oder er weint. Es ist noch einmal Sommer geworden, sagt er. Ja, antworte ich, es wird Sommer, es wird Winter.

    (Das war die poetische Variante meiner Reise. Morgen erzähle ich wie es wirklich war. Morgen erzähle ich, wie es wirklich gewesen sein könnte. Ich habe keine Ahnung wie es wirklich war. Ich war schließlich nicht dabei. Ich war ja, wie so oft, mit meinen Gedanken woanders.)

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von Irisnebel
    Datum/Uhrzeit 27. September 2010 um 22:29

    das spiel mit den moeglichkeiten, das spiel mit den realitaetsebenen, die in wirklichkeit so unheimlich dicht nebeneinander liegen, gefaellt mir ungemein gut. natuerlich auch das sujet des reisens, des bahnfahrens, ihr innerer monolog, der so persoenlich geformt ist. ich habe beim lesen das gefuehl, als kaeme etwas ganz urtuemliches hoch, etwas, das man selbst erlebt hat oder sich sehr gut selber vorstellen kann. und es steckt ganz viel betrachtungszeit darin, eine langsamkeit, die man in der hektik des alltags so bitter noetig hat so sehr vermisst, die in der kindheit oder waehrend einer krankheit wieder mal vorhanden ist. oder in seltenen phasen von einsamkeit und ruhe.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 27. September 2010 um 22:56

    Liebe Iris,

    eine ganz konventionelle Antwort meinerseits: Ihr Kommentar gefällt mir ausgesprochen gut. Was Sie in dem Text entdecken, gefällt mir und wie Sie es dann formulieren. Steckt das wirklich alles in meinem Text oder haben Sie das da hineingesteckt?

    Herzlichen Dank

    Aléa

    Kommentar von genova
    Datum/Uhrzeit 28. September 2010 um 10:47

    Schöner Text.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 28. September 2010 um 11:19

    Lieber genova,
    Merci!

    Kommentar von genova
    Datum/Uhrzeit 28. September 2010 um 11:31

    Ich bin schon ganz aufgeregt wegen meiner Reise nächste Woche. Ich bereue angesichts deiner Bilder fast, nicht in die Provinz zu fahren. Aber ich konzentriere mich wohl lieber auf eine Stadt, obwohl ich schon mal nach Zugverbindungen im Land geschaut habe.

    Ja, deine Texte gefallen mir in der Tat gut, den Schlussvierzeiler lese ich auch jedesmal mit :-)

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 28. September 2010 um 11:50

    Lieber genova,

    die Aufregung kann ich verstehen, aber ein wenig beneide ich dich auch. Bukarest ist anders als die Provinz, beinahe schon ein bisschen Orient, hektisch bis zum Umfallen. In gewisser Weise handelt es sich bei dieser Stadt um eine touristisch vollkommen unberührte Landschaft. Ich würde mich nicht aus Bukarest wegbewegen. Aber wenn es sein muss, wenn dir die Decke da auf den Kopf fällt, das vielleicht am besten ins Donaudelta oder ins Prahovatal. Aber das ist nicht die nächste Ecke und rumänischen Züge, das wird an meinem Text hoffentlich deutlich, weisen keinerlei Verwandtschaft mit dem TGV auf.

    Bei dem Vierzeiler am Schluss habe ich schon oft überlegt, ob ich den nicht mal weglasse, ich find‘s auch ein bisschen affig. Aber ich habe mich auch dran gewöhnt. Vielleicht macht ich mir mal einen neuen.

    Drum bun (Gute Reise)
    Aléa

    Kommentar von genova
    Datum/Uhrzeit 28. September 2010 um 12:26

    Das sieht ja sehr schön aus in dem Tal. Ich habe übrigens das Gefühl, dass ich auch ohne Sprachkenntnisse so halbwegs klarkomme, romanische Sprache halt. Verstehen werde ich nichts.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 28. September 2010 um 12:38

    Lieber genova,
    es ist auch ein schönes Land, vor allem auf dem Land.
    Ich weiß nicht, ob man in Rumänien ohne Sprachkenntnisse zurecht kommt, ich war noch nie ohne Sprachkenntnisse dort. Du findest viele Leute, die Englisch und Französisch sprechen.

    Pingback von Nicht/ Für die Ewigkeit (15) – Das rote Zimmer, Felix Valloton, 1898 | Irisnebel
    Datum/Uhrzeit 28. September 2010 um 23:45

    [...] Es wird Sommer, es wird Winter… [...]

    Kommentar von Teresa
    Datum/Uhrzeit 29. September 2010 um 17:08

    So war das Reisen früher, als es noch drei Tage und mehr dauerte bis eine/r von Süddeutschland in Bukarest oder umgekehrt war. Und Seele und Geist hatten Zeit, mit dem Körper GEMEINSAM am Zielort anzukommen. Heute ist der Körper in zwei Stunden da, der Geist und die Seele sind noch irgendwo auf der Schiene oder in den Lüften unterwegs. Darüber schreibst Du derzeit sehr lebendig in Deinen Blog-Artikeln, liebe Aléa, ein Genuss für Deine LeserINNEN, für die Protagonistin, deren Seele und Geist noch reisen, wohl weniger.
    Herzlich
    Teresa

    Kommentar von Irisnebel
    Datum/Uhrzeit 29. September 2010 um 19:52

    ja, genau das trifft es: “Heute ist der Körper in zwei Stunden da, der Geist und die Seele sind noch irgendwo auf der Schiene oder in den Lüften unterwegs.”
    und das geht mir nicht nur mit dem reisen so, sondern mit vielen dingen, die im alltag in einem affenzahn auf uns einstuermen, ohne dass wir sie richtig aufnehmen, geschweige denn verarbeiten koennen. “entschleunigen”, als bewusstes gegensteuern, steht oben auf meiner prioritaetenliste…

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. September 2010 um 20:50

    Liebe Iris,
    das ist auch meine Auffassung: Wahrnehmung ist gar nicht mehr gewollt, weil sie zu viel Zeit kostet.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. September 2010 um 20:51

    Liebe Teresa,
    du scheinst dich mit Iris in deinen Beiträgen abzusprechen: ihr hattet ja genau den gleichen Gedanken!