26 September 2010
Neuzugang auf der Blogroll
Ich habe ein neues Blog auf meiner Liste: Iris Nebel. Hier finden sich ausgezeichnete Texte zu Kunst und Kunstkritik. Ich habe den Artikel über Eugène Delacroix gelesen, der mir sehr gefällt und über Kris Kuksi, ein Name, den ich zum ersten Mal höre. Ich bin sowohl von der Kunst Kuksis als auch von den Ausführungen zu ihm, die mit einem Zitat Walter Benjamins zur Allegorie begonnen werden, sehr angetan.
Das auf den ersten Blick morbide der „Assemblagen“ Kuksis wird von der Vielfältigkeit der einzelnen Elemente, die er um das jeweilige Zentrum herum arrangiert und in die er das Tote einbettet, geradezu negiert. Oder vielmehr in Frage gestellt. Denn nur das Leben ist detailliert, der Tod ist das Ende der Details und des Formenreichtums. Das Tote ist dann nur noch tot, wie lebendig es auch immer gewesen sein mag. Das Tote ist bei Kuksi im Tod von allerlei Lebendem umstellt, wie einst das Lebende im Leben von allerlei Totem umstellt war. Die Wirkung dieses Kontrastes ist erheblich, ganz gleich, ob man sie nun schockierend nennen will, lähmend oder verstörend.
Ich will mich nicht als Kupplerin hervortun, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der russische Stadtkommandant – Bersarin von Aisthesis – bei Frau Nebel gut aufgehoben sein wird und sich wohl fühlt (obwohl manche Männer sich gerade dort, wo sie gut aufgehoben sind, nicht wohl fühlen. Ob Bersarin zu diesen Männern gehört, entzieht sich meiner Kenntnis. Und auch meiner Verantwortung!).
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: September 26th, 2010 unter mittel, Zur Sprache verholfen













Pingback von Nicht/ Für die Ewigkeit (13) – Kris Kuksi | Irisnebel
Datum/Uhrzeit 26. September 2010 um 12:16
[...] Ein freundliches feedback zu diesem Artikel erschien am 26.09.10 bei Aleartorik. [...]