Hauptmenü:

Aléas Anordnungen

Der Länge nach



Der Reihe nach

  • Juni 2016
  • April 2016
  • Oktober 2015
  • Juli 2015
  • April 2015
  • März 2015
  • Februar 2015
  • Dezember 2014
  • November 2014
  • Oktober 2014
  • September 2014
  • August 2014
  • Juli 2014
  • Juni 2014
  • Mai 2014
  • April 2014
  • Februar 2014
  • Januar 2014
  • Dezember 2013
  • November 2013
  • Oktober 2013
  • September 2013
  • August 2013
  • Juli 2013
  • Juni 2013
  • Mai 2013
  • April 2013
  • März 2013
  • Februar 2013
  • Dezember 2012
  • November 2012
  • August 2012
  • Juli 2012
  • Juni 2012
  • Mai 2012
  • April 2012
  • März 2012
  • Februar 2012
  • Januar 2012
  • Dezember 2011
  • November 2011
  • Oktober 2011
  • September 2011
  • August 2011
  • Juli 2011
  • Juni 2011
  • Mai 2011
  • April 2011
  • März 2011
  • Februar 2011
  • Januar 2011
  • Dezember 2010
  • November 2010
  • Oktober 2010
  • September 2010
  • August 2010
  • Juli 2010
  • Juni 2010
  • Mai 2010
  • April 2010
  • März 2010
  • Februar 2010
  • Januar 2010
  • Dezember 2009
  • November 2009
  • Oktober 2009
  • September 2009
  • August 2009
  • Juli 2009
  • Juni 2009
  • Mai 2009


  • Der Sache nach



    Nach Nichts nach


     



    Hier wird archiviert

    Hier wird boykottiert

    Hier wird cokettiert

    Hier wird drangsaliert

    Hier wird elaboriert

    Hier wird fingiert

    Hier wird geniert

    Hier wird illusioniert

    Hier wird jongliert

    Hier wird kastiert

    Hier wird liiert

    Hier wird massiert

    Hier wird nivelliert

    Hier wird pikiert

    Hier wird regiert

    Hier wird zentriert




    Suche


    Impressum
    Kontakt
    Anmelden
    © 2019 Aleatorik
    by WordPress


    Diesseits

    Seite 1 – Das Geräusch des Werdens
    Seite 2 – Das Blog
    Seite 3 – România
    Seite 4 – Lesungen und Veranstaltungen
    Seite 5 – Aléas Ich
    Seite 6 – Blogroll

    Jensseits

    Aboutsomething
    Der Freitag
    Glanz & Elend
    Glanz & Elend II
    Junge Welt
    LETTRE International
    Literaturkritik
    Literaturkritik II
    Poetenladen
    Roberto Bolaño
    Titel Magazin
    Unendlicher Spass

    KLG
    Literaturport
    Wikipedia


    Kommentare:

  • Silvia Kühnel: Lieber Claus, habe schon mal vor einigen Jahren geschrieben, weil ich die Idee mit der Kunstfigur gut finde. Ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr und viel Freude mit dem Stipendium. Silvia (Buchhändlerin in Dortmund)
  • irisnebel: klasse! gratuliere! musst du ne gegenleistung bringen? als stadtschreiber z.b.?
  • nadine schmid: Ich habe mit Thien an der Uni Koeln studiert. Wir ware zeitweise befreundet, aber ich hatte wenig verstaendnis fuer seinen ‘Mangel’ am akademischen Streben und habe, trotz meiner Anerkennung seines Talents, sein Lebensziel, aus seiner Dichtung etwas zu machen, als...
  • bersarin: Es muß natürlich, entdecke ich beim zweiten Lesen, Monika Rinck heißen. Ich kann mir Namen nie merken.
  • Aléa Torik: Ja, Bersarin, seinerzeit hat‘s ziemlich gut funktioniert: es war Literatur und die Leute waren mittendrin. Manche, ohne es zu merken. Manche haben hinterher zufrieden gelächelt, weil sie bei etwas Neuem mitgemacht haben. Oder weil sie selbst zu einer Art literarischer Figur dadurch...
  • bersarin: Literarisches Bloggen, liebe Aléa Torik, funktioniert durchaus. Freilich nur bei den wenigsten. Das meiste, was geschrieben wird, stammt aus dem Klein-Klein der Halbgarküchen, ist Poesiealbumsprosa von Minderleistern, Befindlichkeitsscheiße ohne Form. Ich schreibe dahingehend und als...
  • Aléa Torik: Never ride a dead horse – das hätte auch als Überschrift dieses Beitrags herhalten können. Gestern Nacht bin ich mit dem Rad 35 km durch das ausgestorbene Berlin gefahren, bis weit jenseits der Stadtgrenze. Da ich ziemlich kaputt war, konnte ich dabei nichts denken, aber wenn...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, Du hast überschüssige Energie!? Da werden Dich viele drum beneiden, umso besser also, wenn sie in etwas fließt, was Sinn zu machen verspricht. Was soll man also dazu sagen? Ich sage: Es lebe die Literatur! Und Gratulation natürlich zum vollzogenen Ausstieg aus...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, verflixt, hab‘ ich schon wieder Recht? Ich kann sagen, was ich will, ich habe immer recht. Dabei schrieb ich das eigentlich, um zu provozieren. Entweder lässt sich keiner provozieren oder die Provokation im Netz ist so allgegenwärtig, dass man zu ganz anderen Kalibern...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, da triffst Du mal wieder den Nagel auf den Kopf wie die Faust das Auge: fiktional und ein Sein als solches hat ein literarisches Blog zu sein und nicht einfach noch ein weiterer Mitspieler auf dem Markt- und Kampfplatz realer Eitelkeiten. Als Schriftsteller:in...
  • Aléa Torik: Liebe Miss Lingen, bitte entschuldigen Sie die kleine Verspätung meiner Antwort. Ich war auf anderen Schlachtfeldern unterwegs. Sie haben absolut recht, es ist viel zu komplex. Dabei darf ich mir zugutehalten, es deutlich vereinfacht zu haben. Denn im Original – wenn wir uns darauf...
  • Miss Lingen: Obwohl, wie Sie wissen, ich hier mit Sympathie lese, frage ich doch: ist das nicht alles ein wenig zu komplex?
  • Aléa Torik: Dann bin ich gespannt, was du von dem Essay hältst.
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, die Idee des freiwilligen Ablebens um des Erfolges willen stand ja schon einmal im Raum, aber das nur zu machen, um ausgerechnet auf meine Leseliste zu kommem, nee, da hast Du recht, das wäre schon sehr übertrieben! http://www.litblogs.net/hue...
  • Aléa Torik: Lieber holio, ganz verstehen kann ich die Ottos und Ottisten ja tatsächlich nicht. Vielleicht ist das so, dass Otto und Otta, was ihr Leseverhalten betrifft, auch nicht ganz schlau aus sich werden. Sie greifen immer nur nach dem, wonach auch die anderen greifen. Das zeichnet die...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, man ist ja einiges gewöhnt bei den Autoren. Was die alles tun, um gelesen zu werden, beispielsweise das Schreiben seltsamer Bücher. Ich fände es allerdings doch etwas übertrieben, wenn sich ein Autor nach dem Schreiben seines Buchs sogleich aus dem Leben verabschiedet:...
  • holio: Traurig ist das in der Tat. Und so ganz zu verstehen auch nicht. Im Geräusch des Werdens war der Anknüpfungspunkt für Otto Normalleser ja da. Und die Bălkanexotik ist auch rezipiert und rezensiert worden. Die Sprache ist einfach, der Plot verständlich, erinnere die Szene mit dem blinden...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, noch habe ich Deinen Essay ja nicht gelesen – kommt aber noch! Bin gespannt wie ein Flitzebogen! Und was meine durch eigenes Lesen hervorgerufene Belebung von Texten inzwischen leiblich von uns gegangener Autor:inn:en angeht, so ist es nicht Trost, den ich da...
  • Aléa Torik: Lieber holio, Sie haben recht, die Politik lassen wir hier außen vor. Richtig glücklich bin ja auch nicht mit dem Etikett der Postmoderne. Aber irgendwie müssen wir es ja benennen. Sagen wir Transmoderne. Die wesentliche Information ist allerdings angekommen, schon lange: dass Sie...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, fein, dass ich dich zum Assoziieren bringe. Dass steter Tropfen den Stein höhlt, habe ich bisweilen schon gehört. Aber hat mal jemand gefragt, was mit all den ausgehöhlten Steinen anzufangen ist? Wozu Steine höhlen? Was Cărtărescu betrifft, ich habe es in dem Essay...

  • 29 August 2010

    Gedichte, die keiner liest

    Ich hänge, wie schon mehrfach gesagt, die letzten Tage einfach nur herum. Ich hänge in den Seilen. Leider wird das nicht besser, eher schlechter. Heute, also gestern, war ich immerhin einmal an der Luft, beim Poetry Rain. Das hört sich im Spanischen sehr viel bedeutender an: Bombardeo de poemas. Ich wollte meine neue Kamera ausprobieren, eine schicke kleine Canon IXUS 105. Ich will das Blog ja bald mit Bildern aufmöbeln.

    Die Veranstaltung fand am Lustgarten statt, gegenüber von Berliner Dom und Neuem Museum. Aus einem Helikopter wurden in fünf oder sechs Anläufen 100.000 Zettel mit Gedichten herunter geworfen. Das war schön. Spanische Musik. Viele Ausländer. Viele Kinder. Allerdings auch Kranke. Ich sah einen älteren Mann, der einem Kind beinahe so einen Gedichtzettel aus der Hand gerissen hätte. Vor allem sah ich Kinder. Die meisten schienen recht erfreut. Für sie war das ein Spiel. Und zwischendurch regnet es immer wieder diese Zettel.

    Ich sah ein vierzehn- oder fünfzehnjähriges Mädchen, sehr schön, still und andächtig und in sich gekehrt. Die hat mir gefallen. Sie stand in meiner Nähe und beobachtete wie ich mit der Kamera herumspielte. Wir lächelten uns an. Ich schaute auf die Kamera, weil ich ein Bild von ihr machen wollte. Als ich wieder hochsah, war sie weg. Ich wollte wissen, wer sie ist. Was sie denkt. Wie sie sich fühlt. Sie schaute verliebt aus und tapfer. Ich fühlte mich an mich selbst erinnert. Als ich so alt war wie sie. Das war meine erste Lektion mit der Kamera, und die war bitter. Wäre der Wunsch nach dem Bild nicht da gewesen, den sie womöglich antizipiert hatte, dann wäre da ein Gespräch zustande gekommen, Nähe und Zuneigung. Aber ich hab‘s vermasselt.

    Einmal ist einer dieser Zettel direkt vor meinen Füßen gelandet. Das war meiner. Ich habe jedoch keinerlei Bewegung gemacht, ihn aufzuheben. Eine Frau sah mich ungläubig an, als handele sich um einen Schatz, den ich ignorierte. Sie bückte sich dann flink und nahm den Zettel auf, weil sie befürchtete, dass ich mich anders entscheiden könnte und meinen Anspruch auf den Zettel doch noch anmeldete. Ich beobachtete lediglich, wie sie sich bückte, mich dabei im Auge behielt und dann so schnell wie möglich wegging und wieder in den Himmel schaute, wo es noch immer Zettel regnete. Ich prügele mich nicht um Papierschnipsel. Nicht einmal dann, wenn ein Gedicht drauf steht.

    Liest das jemand? Ist es wichtig? Könnte es nicht genauso gut Hühnerscheiße regnen? Ich verpasste das Gespräch mit dem Mädchen, weil ich auf die blöde Kamera geschaut habe. Ich verpasste die Gedichte, weil ich mich nicht bücken wollte. Als ich wegging, sah ich einen Zettel auf dem Boden liegen. Ich sah nur ein einziges Wort: „Hilfe“. Die anderen Worte konnte ich nicht erkennen. „Hilfe …“

    Vielleicht steht auf allen Zetteln dasselbe. Aber niemand liest es. Sie alle sammeln die Zettel, sie sammeln die Gedichte, die Fotos, die sie an diesem Abend mit ihren Kameras machen, sie installieren die Software auf dem Rechner, überspielen die Fotos, versuchen sie zu formatieren oder schreiben einen Text darüber. Sie schreiben, dass sie ein Gespräch verpasst haben. Sie erzählen ihren Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte von einem Piloten, der einen Hubschrauber fliegt, aus dem es Zettel mit Gedichten regnet. Niemand, kein einziger, liest die Zettel. „Hilfe“, steht da, „bitte helfen Sie mir!“

    Hilfe, ich kann nicht anhalten. Hilfe, ich komme hier nicht heraus, Hilfe, ich will hier herunter. Ich will nach Hause, ich habe eine Frau, die auf mich wartet, ich habe Kinder, denen ich eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen muss. Hilfe, steht da, ich habe Flugangst. Ich muss meine Daten auf dem Rechner formatieren. Hilfe steht da, ich muss bis ans Ende der Zeit Gedichte schreiben und alle Gedichte, die mir einfallen, beginnen mit dem Wort „Hilfe“. Ich gäbe etwas dafür, wenn mir etwas anderes einfiele.

    Der Pilot fliegt bis in alle Ewigkeit weiter in dem Hubschrauber. Er wirft weiter Zettel ab, die keiner liest, weil alle denken, es sind ja bloß Gedichte, wer liest denn schon Gedichte. Die Leute machen ein Foto und dann archivieren sie es und erzählen Ihren Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte, in der ein Pilot Zettel mit Gedichten abwirft, die keiner liest.

    Und der Pilot fliegt in alle Ewigkeit weiter und wirft weiter Zettel ab, die keiner liest, weil alle denken, es seien Gedichte. Die Leute machen Fotos, archivieren sie auf ihrem Rechner. Sie erzählen ihren Kindern von einem Piloten, der in alle Ewigkeit weiterfliegt und Zettel abwirft, auf denen Gedichte stehen, die alle mit dem Wort „Hilfe“ beginnen, bitte helfen sie mir, alle denken, ich schreibe Gedichte.

    Gedichte, die keiner liest.

    (Ich habe die Bilder, nachdem ich sie formatiert hatte, wieder herausgenommen. Das waren so Allerweltsfotos. Schnappschüsse. Das gefällt mir noch nicht. Das war nicht ästhetisch.)

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von moritz gause
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 01:44

    Liebe Aléa Torik,

    Sie sind eine lustige Dame. Sie reden über die Photos, reden darüber in dem – wie ich finde – richtigen Zusammenhang -, und möchten dann selbst welche einstellen? Hach…

    Ihren Blog habe ich immer sehr gern gelesen. Lese ich sehr gern, pardon! Auch ohne Photos – Sie schreiben ohnehin so, dass die images ohne pictures den Weg in meinen Kopf finden. Ihren Blog “aufmöbeln”. Hm. Na wenn Sie meinen!

    Tortzdem in gespannter Erwartung, herzlich
    moritz gause

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 09:12

    Lieber Moritz Gause,
    das ist wirklich ärgerlich, aber ich werde der Technik im Laufe des Tages mit schwerem Gerät zu Leibe rücken und dann wollen wir mal sehen, wer hier das Sagen hat.
    Und jetzt werde ich mir erst einmal anschauen, was ich da gestern Nacht fabriziert habe. Ich hoffe, das gibt kein furchtbares Erwachen.
    Aléa Torik

    Kommentar von bersarin
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 12:22

    Liebe Aléa,

    die Angelegenheit mit den Bildern ist im Grunde einfach: Vollkommen unpoetisch oder aber die Poesie der Technik, wie sie die Futuristen liebten: Bei der Bildgröße (Format) sollte in einem Bildbearbeitungsprogramm ein Format in cm oder mm eingestellt werden, das in die relativ schmalen Spalten hineinpaßt, etwa 15 oder 20 cm. Dies ist die sicherste Variante, so müßte es funktionieren.

    Viele Grüße und einen angenehmen Urlaub mit zahlreichen gelungenen Bildern und Momenten wünsche ich Ihnen

    Bersarin

    Kommentar von Melusine Barby
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 12:44

    Hilfe! Schauen Sie mal: eine Verbindung zwischen Ihrem Piloten und den Gleisen. http://www.youtube.com/watch?v=xF9hC0VLAGg
    “It could be enough if only we were pilots”

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 13:05

    Lieber Bersarin,

    vielen Dank für den Tipp. Ich glaube, das Problem ist ein tieferliegendes. Was bei der Kamera dabei war, ist ein Programm um Bilder zu betrachten, aber nicht um sie zu bearbeiten. Ich sehe nichts, wo ich die Größe einstellen könnte. Ich müsste also ein Bearbeitungsprogramm herunterladen, Kennen Sie da etwas aus der Kategorie „kostenlos“?

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 13:08

    Melusine,
    das macht mir ja jetzt doch Angst vor dem Zugfahren, was ich da sehe.

    Kommentar von bersarin
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 13:28

    Liebe Aléa,

    in diesem Fall empfehle ich GIMP (http://de.wikipedia.org/wiki/Gimp). Wie es funktioniert, ob es benutzerfreundlich ist, das weiß ich jedoch nicht.

    Ich dachte allerdings, daß auch die Betrachtungsprogramme minimale Funktionen zum Einstellen besitzen müßten.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 14:36

    Lieber Bersarin,
    das ist ein gutes Programm! Damit das jetzt anständig aussieht, muss ich noch an mir arbeiten, mit schlecht gemachten oder schlecht präsentierten Fotos, kann man sich das schönste Blog versauen.
    Danke für den Tipp!
    Aléa

    Kommentar von Der Buecherblogger
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 15:33

    ResizR, eine kostenlose, schnelle Online-Variante:
    http://resizr.lord-lance.com/

    Herzlichen Gruß

    Kommentar von Melusine Barby
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 20:12

    Keine Angst, liebe Aléa. Es sind doch nur Modelle. :) Das erinnert mich daran, wie wir einmal stundenlang auf der Suche nach einem Modelleisenbahngeschäft durch Neubrandenburg liefen, weil der Freund von einem meiner Söhne unbedingt in diesen Laden wollte. Auch für mich war es dann wider Erwarten sehr interessant. Weil es in diesem Laden nicht das Märklin-Zubehör gab, sondern echte, alte DDR-Ware. Eine ganz andere, fremdartige kleine Miniaturwelt.

    Gute Reise.

    Kommentar von parallalie
    Datum/Uhrzeit 29. August 2010 um 23:00

    Sie beschreiben nicht so sehr eine Hilf- als vielmehr eine Trostlosigkeit (und ich kann es mir lebhaft vorstellen, denn Gedichte liest man nicht, sondern schreibt sie, weil man ein Wort aufschnappt – ja, das kommt alles rüber), und weil immer gern assoziiere (also durchaus spontan wieder und in fernen Gewässern rudernd):
    “GROSSMUTTER : Kommt, ihr kleinen Krabben! – Es war einmal ein arm Kind und hatt’ kein Vater und keine Mutter, war alles tot, und war niemand mehr auf der Welt. Alles tot, und es is hingangen und hat gesucht Tag und Nacht. Und weil auf der Erde niemand mehr war, wollt’s in Himmel gehn, und der Mond guckt es so freundlich an; und wie es endlich zum Mond kam, war’s ein Stück faul Holz. Und da is es zur Sonn gangen, und wie es zur Sonn kam, war’s ein verwelkt Sonneblum. Und wie’s zu den Sternen kam, waren’s kleine goldne Mücken, die waren angesteckt, wie der Neuntöter sie auf die Schlehen steckt. Und wie’s wieder auf die Erde wollt, war die Erde ein umgestürzter Hafen. Und es war ganz allein. Und da hat sich’s hingesetzt und geweint, und da sitzt es noch und is ganz allein.” (Georg Büchner)

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 30. August 2010 um 00:39

    Lieber Helmut Schulze,

    ich weiß, das ist ein wenig trostlos, was dort passiert ist. Was überhaupt die Menschen machen, wenn Sie mit Lyrik konfrontiert werden, ist oft trostlos.

    Wenn ich versuche, ein Gedicht zu schreiben, wenn ich es wirklich versuche, einen halben Tag lang mit ein paar Worten und Silben herum experimentiert, sie hierhin und dorthin schiebe, nach Klängen suche oder abstrakteren Ähnlichkeiten, nach Unterschieden, nach einen Faden oder etwas, woran ich mich halten kann; dann gebe ich es auf und denke, mein Deutsch ist nicht gut genug. Das mache ich später, wenn ich älter bin. Das ist die hohe Kunst, dafür muss man reifer sein. Solcher Phänomene wie Durs Grünbein, Oswald Egger oder, den werden Sie nicht kennen, den Rumänen Constantin Virgil Bănescu, die ganz jung sind und schon dichten können, solchen Leuten zum Trotz, denke ich, ich muss noch reifen. Wenn man dann sieht, wie die Leute an der Lyrik vorübergehen, auch die, die lesen können, die Bücher lesen und nicht bloß Paulo Coelho, das ist schon bedauerlich.

    Sie werden es erkannt haben: ich war auf der Veranstaltung, aber von dem Wort „Hilfe“ an ist alles frei erfunden. Ich habe ein Wort aufgeschnappt und damit gespielt, mein Erlebnis mit dem Mädchen ist eingeflossen, meine eigenen nächtlichen Versuche, die Bilder von der Kamera herunterzubekommen, meine Weigerung mich um einen Papierschnipsel zu streiten, die kleinen Kinder auf der Veranstaltung, die später im Bett liegen und eine Geschichte hören wollen, der Pilot, das alles habe ich in Strophen angeordnet und versucht wie ein Gedicht aussehen zu lassen.

    Es freut mich, dass Sie sich dazu gemeldet haben.

    Herzlich aus dem verregneten Berlin
    Aléa

    Kommentar von parallalie
    Datum/Uhrzeit 30. August 2010 um 22:33

    es spielt nicht wirklich eine rolle, ob es erfunden oder wahr ist, weil der eindruck wahr bleibt, nämlich in der vor-erwartung, die ich selber einem solchen “event” gegenüber hätte, auch wenn ich nicht wirklich wissen konnte, wie das ablaufen würde. darum mein zitat, daß eine negative version des sterntaler-märchens der gebrüder grimm ist, das die veranstalter da hoffnungsfroh in einem gewissen sinne evozieren wollten. – ich verstehe auch, daß nicht Sie selbst es sind, die da um hilfe ruft. aber wie ich schon sagte: es kommt alles rüber. kinder wollen geschichten. und die sterntaler sind keine gedichte, sondern taler, für die man sich fahrkarten kaufen kann. mit gedichten geht das nicht. ein gedicht sei eine flaschenpost. Celan. das dauert ewig.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 31. August 2010 um 21:08

    Lieber Helmut Schanze,

    ja: es spielt keine Rolle, ob es erfunden ist oder nicht, weil es zur Wahrheit wird, indem wir es formulieren. Flaschenpost dauert ewig und man weiß nicht, auf wen sie trifft. Ich meinerseits habe mir auch eine Fahrkarte gekauft, statt einer Flasche. Flaschenpost ist nicht als Reisegelegenheit geeignet, sondern nur um Nachrichten zu verschicken. Aber das tun wir ja eigentlich alle ununterbrochen.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von parallalie
    Datum/Uhrzeit 31. August 2010 um 21:40

    (hinter “schanze” jedoch würde ich mich ungern verschulzen!) – na dann gute reise.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 31. August 2010 um 21:45

    Herrje,
    ich weiß das manchmal nicht, ob die Menschen dann lieber mit ihrem Namen oder dem Namen des Blogs oder dem Namen, dem sie in der Mail angeben, angesprochen werden wollen, und Schanze und Schulze klang offenbar ähnlich. Ich wollte das nicht verschnulzen Herr Schulze!
    Die Reise wird gut!

    Trackback von Werbung kostenlos im Internet Werbung kostenlos einstellen
    Datum/Uhrzeit 20. September 2010 um 11:53

    Das Schreiber Netzwerk: Gedichte, Zitate und mehr…

    I found your entry interesting thus I’ve added a Trackback to it on my weblog :)

    Ein Kommentar schreiben