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  • Silvia Kühnel: Lieber Claus, habe schon mal vor einigen Jahren geschrieben, weil ich die Idee mit der Kunstfigur gut finde. Ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr und viel Freude mit dem Stipendium. Silvia (Buchhändlerin in Dortmund)
  • irisnebel: klasse! gratuliere! musst du ne gegenleistung bringen? als stadtschreiber z.b.?
  • nadine schmid: Ich habe mit Thien an der Uni Koeln studiert. Wir ware zeitweise befreundet, aber ich hatte wenig verstaendnis fuer seinen ‘Mangel’ am akademischen Streben und habe, trotz meiner Anerkennung seines Talents, sein Lebensziel, aus seiner Dichtung etwas zu machen, als...
  • bersarin: Es muß natürlich, entdecke ich beim zweiten Lesen, Monika Rinck heißen. Ich kann mir Namen nie merken.
  • Aléa Torik: Ja, Bersarin, seinerzeit hat‘s ziemlich gut funktioniert: es war Literatur und die Leute waren mittendrin. Manche, ohne es zu merken. Manche haben hinterher zufrieden gelächelt, weil sie bei etwas Neuem mitgemacht haben. Oder weil sie selbst zu einer Art literarischer Figur dadurch...
  • bersarin: Literarisches Bloggen, liebe Aléa Torik, funktioniert durchaus. Freilich nur bei den wenigsten. Das meiste, was geschrieben wird, stammt aus dem Klein-Klein der Halbgarküchen, ist Poesiealbumsprosa von Minderleistern, Befindlichkeitsscheiße ohne Form. Ich schreibe dahingehend und als...
  • Aléa Torik: Never ride a dead horse – das hätte auch als Überschrift dieses Beitrags herhalten können. Gestern Nacht bin ich mit dem Rad 35 km durch das ausgestorbene Berlin gefahren, bis weit jenseits der Stadtgrenze. Da ich ziemlich kaputt war, konnte ich dabei nichts denken, aber wenn...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, Du hast überschüssige Energie!? Da werden Dich viele drum beneiden, umso besser also, wenn sie in etwas fließt, was Sinn zu machen verspricht. Was soll man also dazu sagen? Ich sage: Es lebe die Literatur! Und Gratulation natürlich zum vollzogenen Ausstieg aus...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, verflixt, hab‘ ich schon wieder Recht? Ich kann sagen, was ich will, ich habe immer recht. Dabei schrieb ich das eigentlich, um zu provozieren. Entweder lässt sich keiner provozieren oder die Provokation im Netz ist so allgegenwärtig, dass man zu ganz anderen Kalibern...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, da triffst Du mal wieder den Nagel auf den Kopf wie die Faust das Auge: fiktional und ein Sein als solches hat ein literarisches Blog zu sein und nicht einfach noch ein weiterer Mitspieler auf dem Markt- und Kampfplatz realer Eitelkeiten. Als Schriftsteller:in...
  • Aléa Torik: Liebe Miss Lingen, bitte entschuldigen Sie die kleine Verspätung meiner Antwort. Ich war auf anderen Schlachtfeldern unterwegs. Sie haben absolut recht, es ist viel zu komplex. Dabei darf ich mir zugutehalten, es deutlich vereinfacht zu haben. Denn im Original – wenn wir uns darauf...
  • Miss Lingen: Obwohl, wie Sie wissen, ich hier mit Sympathie lese, frage ich doch: ist das nicht alles ein wenig zu komplex?
  • Aléa Torik: Dann bin ich gespannt, was du von dem Essay hältst.
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, die Idee des freiwilligen Ablebens um des Erfolges willen stand ja schon einmal im Raum, aber das nur zu machen, um ausgerechnet auf meine Leseliste zu kommem, nee, da hast Du recht, das wäre schon sehr übertrieben! http://www.litblogs.net/hue...
  • Aléa Torik: Lieber holio, ganz verstehen kann ich die Ottos und Ottisten ja tatsächlich nicht. Vielleicht ist das so, dass Otto und Otta, was ihr Leseverhalten betrifft, auch nicht ganz schlau aus sich werden. Sie greifen immer nur nach dem, wonach auch die anderen greifen. Das zeichnet die...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, man ist ja einiges gewöhnt bei den Autoren. Was die alles tun, um gelesen zu werden, beispielsweise das Schreiben seltsamer Bücher. Ich fände es allerdings doch etwas übertrieben, wenn sich ein Autor nach dem Schreiben seines Buchs sogleich aus dem Leben verabschiedet:...
  • holio: Traurig ist das in der Tat. Und so ganz zu verstehen auch nicht. Im Geräusch des Werdens war der Anknüpfungspunkt für Otto Normalleser ja da. Und die Bălkanexotik ist auch rezipiert und rezensiert worden. Die Sprache ist einfach, der Plot verständlich, erinnere die Szene mit dem blinden...
  • Norbert W. Schlinkert: Liebe Aléa, noch habe ich Deinen Essay ja nicht gelesen – kommt aber noch! Bin gespannt wie ein Flitzebogen! Und was meine durch eigenes Lesen hervorgerufene Belebung von Texten inzwischen leiblich von uns gegangener Autor:inn:en angeht, so ist es nicht Trost, den ich da...
  • Aléa Torik: Lieber holio, Sie haben recht, die Politik lassen wir hier außen vor. Richtig glücklich bin ja auch nicht mit dem Etikett der Postmoderne. Aber irgendwie müssen wir es ja benennen. Sagen wir Transmoderne. Die wesentliche Information ist allerdings angekommen, schon lange: dass Sie...
  • Aléa Torik: Lieber Norbert, fein, dass ich dich zum Assoziieren bringe. Dass steter Tropfen den Stein höhlt, habe ich bisweilen schon gehört. Aber hat mal jemand gefragt, was mit all den ausgehöhlten Steinen anzufangen ist? Wozu Steine höhlen? Was Cărtărescu betrifft, ich habe es in dem Essay...

  • 31 Juli 2010

    Last exit Bolaño

    Ich muss mich für die Verspätung meiner Antwort entschuldigen: ich hatte eigene Probleme. Ich nutze die letzen Wochen vor dem Rumänienaufenthalt im September, um sehr intensiv an meinem Roman zu schreiben. Eben dort hat sich in der vergangenen Woche ein Problem ergeben, dass meine Aufmerksamkeit in erheblichem Umfang in Anspruch genommen hat: mein Personal macht nicht, was ich von ihm erwarte. Gutes Personal ist eben schwer zu finden! Wenn ich nicht unablässig ein Auge drauf habe, dann sitzen alle bloß rum und drehen Däumchen. Ich muss dauernd durch die Räume gehen, die ich mit Leben zu erfüllen gedenke und die Leute zum Handeln anhalten. Argumentativ ist denen leider nicht beizukommen. Nun habe ich ein Machtwort gesprochen und alle miteinander nach Strich und Faden zusammengeschissen. Nun ist Ruhe. Bis zur nächsten Meuterei.

    Obwohl es sich bei dem folgenden Text um Antworten auf die beiden Kommentare von NO und dem Bücherblogger handelt – hier und hier – stelle ich sie nicht in den Kommentarteil, da es von der Sache her eine Auseinandersetzung mit dem Schriftsteller Roberto Bolaño ist und folglich in den Textteil gehört. Ich habe mich über die Kommentare gefreut, weil sie beide auf unterschiedliche Weise eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Schriftsteller und seinen Texten zeigen. Ich gehe nicht im Einzelnen darauf ein, ich habe sie mehrfach gelesen und schreibe jetzt einen Text, den die beiden Kommentatoren in Teilen als Antwort auf ihre Kommentare verstehen werden.

    Ich bin davon überzeugt, dass der moderne Roman auch eine moderne Form braucht. Zumindest ist der Roman – anders als die Novelle oder die Erzählung – der prädestinierte Ort für formale, ich nenne es einmal Experimente: die Suche nach einer angemessenen Form und der Ort, wo Form und Inhalt auf sehr vielfältige Weise aufeinander treffen können. Wer eine moderne Wirklichkeit darstellen will, tut, meiner Auffassung nach, gut daran Sorge zu tragen, dass die Darstellung eine entsprechende Form hat. Wie der Dadaismus nicht, was er darstellen wollte, in den althergebrachten Bildern und Weisen hätte darstellen können. Das Neue ist der Bruch mit dem Alten. Wo Alt und Neu sich voneinander scheiden, ist allerdings nicht ganz einfach zu bestimmen. Die sogenannte „Moderne“ ist längst ein Sammelsurium von Modernitäten. Die Idealinterpretation des Wortes Moderne will, dass jeder moderne Text auch seine eigene Interpretation mitbringt, nach sich zieht, meinetwegen: erfordert. Texte werden dann als modern verstanden, dass die bisher bekannte Theorie nicht ausreicht, um sie adäquat zu begreifen. Meines Erachtens ist das äußerst selten der Fall.

    Um Beispiele zu nennen (obwohl ich dieses namedropping nicht mag, weil es nicht weiterführt; man kann für jede noch so obskure These einen Namen finden und wie viele Namen ich auch nenne, die Liste ließe sich beliebig verlängern, verändern): James Joyce, Laurence Sterne, Franz Kafka. Da haben sich erzählerische Novitäten gezeigt, und die Werke dieser Autoren waren mit den damaligen Theoriemodellen nicht oder nur sehr unzureichend erfassbar. In diesen erlauchten Kreis der Literatur- und Theorieerneuerer zu kommen, wird tausendmal im Jahr versucht, aber nur alle tausend Jahre ist es tatsächlich der Fall. Und, etwas abseits von dem hier zu Verhandelnden: die Theorie über all diese Texte würde sich ohne sie tausend Mal schneller verändern.

    Ich mag Literatur, die in der Moderne angesiedelt ist, obwohl es auch gute konservativ erzählte Literatur gibt. Ich selbst würde mich auch zu der Seite derer zählen, die ein bisschen experimenteller mit Grenzen umgehen. Ich schreibe an einer literaturwissenschaftlichen Dissertation zum Thema „Identität, Authentizität und Illusion“ und man darf mit Fug und Recht von mir erwarten, dass ich etwas mit dem Begriff der Fiktionalität anzufangen weiß. Ich bin außerdem literarisch tätig und schreibe an einem Roman, der ebenfalls in der Moderne angesiedelt ist und mit Grenzen spielt. Das haben viele getan, Max Frischs mit „Stiller“ oder Wolfgang Hildesheimer mit „Marbot“. Bolaño ist da nicht der erste und ich sehe noch nicht, was daran so überzeugend oder originell (das ist nicht pejorativ gemeint) sein soll, wenn Bolaño eine Figur namens „Belano“ erfindet.

    Wenn dem Leser sich ein Text nicht erschließt, dann mag das an dem Text oder an dem Leser liegen. Manchmal liegt es auch an der Theorie von Text, die der Leser hat oder nicht hat. Wann die Literatur und wann die Literaturwissenschaft veraltet ist, das ist eine ganz schwierige Frage. Das Neueste ist nicht immer automatisch wahr und richtig und nicht alle Modelle und Ansätze sind interessant, vielversprechend oder gleich die Theorie erneuernd. Außerdem: Das macht einen Autor nicht groß, dass seine Anhänger diese Größe für ihn einfordern. Das tun alle Anhänger. Allerdings macht ihn das auch nicht klein.

    Größe hat sicher auch etwas mit Perspektive zu tun. Und mit dem eigenen Standpunkt. Roberto Bolaño schreibe Literatur von einem anderen Stern hat es geheißen: ich kann mich an dieses Schlagwort erinnern. Man muss also ein Stück weggehen, um das Ganze zu erkennen. Aber wie weit? Selbstverständlich muss man sich ein Stückchen entfernen, wenn man etwas Größeres als Ganzes einschätzen möchte. Man muss ein bisschen weggehen, wenn man die Wirkung erleben will. Aber es wird dann auch ein bisschen unschärfer. Wenn man zu weit weg geht, dann verschwimmt es. Es wird kleiner. Wenn man wissen will, wie es gemacht ist, dann muss man ganz nahe herangehen. Und gerade in dieser Nähe finde ich sehr viele Dinge nicht überzeugend. Der Begriff des Holzschnittes erfasst es ganz gut. Die Texte scheinen mir in vielem nicht ausgearbeitet. Wenn ich nach nahezu 700 Seiten nicht das Gefühl habe, dass ich die beiden Hauptpersonen – Ulissis und Belano – kennengelernt habe, sondern dass ich so im Leeren herumlese, dann kann ich das nicht als gelungen empfinden.

    Ich kann mich an ein Seminar in Bukarest erinnern, zu Kierkegaards Frage ob das Subjektive die Wahrheit über das Objektive ist oder umgekehrt das Objektive die Wahrheit über das Subjektive. Ich bin da leider frühzeitig weggeblieben, nach der ersten oder zweiten Sitzung. Die Frage aber ist interessant, ob man letztlich, trotz der Objektivität der Wissenschaft oder zumindest den Möglichkeiten, die sie zur Verfügung stellen, nicht doch nur ein Geschmacksurteil fällt. Wobei eine literaturwissenschaftliche Analyse hier noch sehr viel zutage fördern kann. Aber das ist hier keine strenge Literaturwissenschaft. Ich mache sie jedenfalls hier nicht. Das ist ein Blog. Ich habe nichts andres gesagt, als dass Roberto Bolaño nicht mein Autor ist. Gabriel García Márquez ist es auch nicht. Sehr viel mehr als ein (hoffentlich gut) begründetes Geschmacksurteil wird sich in so einem Blog nicht machen lassen. Ich versuche Bücher in meinem eigenen Stil zu erfassen mit meinen eigenen Worten zu beschreiben und etwas dabei zu lernen!

    Ich werde vielleicht in ein paar Monaten oder Jahren oder in einem schwachen Moment, in einer wilden Nacht, noch einen Versuch mit „2666“ machen. Dann werde ich auch darüber berichten. Aber erst einmal stehen andere Autoren auf meiner Liste. Alles Männer, nicht zu verstehen.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von Der Buecherblogger
    Datum/Uhrzeit 3. August 2010 um 10:08

    Liebe Aléa Torik,
    was das Verstehen angeht, muss ich Ihnen widersprechen. Dass Sie Männer lesen, liegt an Ihrer Sehnsucht nach einer Liebesnacht mit einem Exemplar dieser Spezies. Aber keine, in der nur gevögelt wird, sondern in der man “Liebe macht”, das ist ein großer Unterschied, aber wem sage ich das. Lesen Sie “2666″ irgendwann, in zwei Jahren vielleicht. Wenn Sie dann jemals auf die Seite 993 kommen sollten, werden sie verstehen, wenn ich sage, ich würde Ihnen zu jeder Zeit und überall eine Schreibmaschine schenken. Denn bei aller Meinungsverschiedenheit was Bolaño betrifft, beweist mir Ihr Blog bislang eins: S i e können schreiben. Eine Schreibmaschine haben Sie nicht mehr nötig, aber auch Bolaño geht es an dieser Stelle nur um das Symbolhafte des Schenkens und des Schreibgerätes, ich zitiere:
    “Die Maschine, schrieb die Sekretärin, sei ein Geschenk des Verlags. Tagelang war Archimboldi trunken vor Glück. Im Verlag glauben sie an mich, wiederholte er laut…”

    Kommentar von Teresa
    Datum/Uhrzeit 3. August 2010 um 20:27

    Liebe Aléa,
    Dein Eintrag hier vom 31.07., genauer Deine These, “der moderne Roman brauche auch eine moderne Form”, ließ mich am Wochenende nicht mehr los. Ich habe mir (als NICHT-Literaturwissenschaftlerin) dazu überlegt, WAS modern heißt? Woran sich die „moderne FORM“ festmachen lässt: Am Zeitpunkt des Schreibens, an der Erzählperspektive oder tatsächlich an ihrer Form? Da es dann doch ein ziemlich langer Text wurde, habe ich ihn in mein Blog gestellt, falls Du – in (D)einer Roman-Schriftstellerinnen-Arbeitspause mal hinüber surfen möchtest… ;-)

    Woran schreibst Du eigentlich? Kannst Du den Plot schon verraten? Bzw. den Stoff pitchen?

    Neugierig fragt und grüßt herzlich
    Teresa

    Kommentar von Teresa
    Datum/Uhrzeit 6. August 2010 um 23:22

    Liebe Aléa,

    vielen Dank für Deinen Kommentarbeitrag bei mir; ich konnte heute endlich auf alle Kommentare, auch Deinen, ausführlich antworten.
    Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit sehr intensiv mit dem Thema, insbesondere den Merkmalen und den Vertretern, also SchriftstellerInnen, des “(post)modernen Roman”, eigentlich seit ich ANH`s Blog entdeckte und seine MEERE gelesen hatte. Nachdem ich seit geraumer Zeit auch Deine literarische Entwicklung (lesend, kommentierend, Dir schreibend) verfolge, bin ich natürlich sehr neugierig darauf, mal ein größeres Werk – (D)einen Roman – zu lesen. Der Buecherblogger erwähnte in seiner Kommentierung bei mir einen Buchtitel (von Dir ?) “Berlin am [Schwarzen] Meer”… wo ist der denn erhältlich?
    Ich kann nämlich sehr gut verstehen, dass Du derzeit zu Deinem neuen Romanprojekt noch nichts verraten möchtest, denn nirgendwo wird eine Idee so schnell geklaut wie aus dem WWWeb…

    Herzlich
    Teresa,
    P.S. Übrigens, fände ich es sehr schade, wenn Du nur noch kurze Kommentierungen oder Einträge in Dein Blog stelltest – ich hoffe, dies ist nur der Sommerzeit geschuldet ;-)

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 7. August 2010 um 11:29

    Lieber Teresa,

    da musst du dich gedulden. Das ist ein Manuskript, für das ich keinen Verlag habe. Aber ich suche derzeit auch nicht, weil mich die Absagen in einen Zustand versetzen, wo Arbeiten nicht möglich ist. Ich brauche meine Kräfte jedoch für mein nächstes Projekt. Vielleicht erscheint das erste als zweites Buch, man weiß es nicht, oder auch gar nicht.

    Das Manuskript hat den Titel „Berlin am Meer“; dass aus dem unspezifischen Meer ein Schwarzes Meer geworden ist, ist allein der Phantasie des Bücherbloggers zu verdanken. Letztlich wird der Verlag das entscheiden, Titel und Covergestaltung sind bei einem Buch, ich würde einmal sagen: 80 Prozent. Was dann hinterher drin steht, ist nicht so wichtig, die Leute sollen es kaufen, ob sie es dann auch lesen, ist in der Regel eine andere Frage.

    Aléa

    Kommentar von Syra Stein
    Datum/Uhrzeit 7. August 2010 um 19:57

    Liebe Aléa!

    “Letztlich wird der Verlag das entscheiden, Titel und Covergestaltung sind bei einem Buch, ich würde einmal sagen: 80 Prozent.”

    “Aua”. Ich würde niemals ein Buchgeschäft betreten, und darauf warten, daß mir ein Titel mit ansprechender Aufmachung vor meine Augen springt.

    “Was dann hinterher drin steht, ist nicht so wichtig, die Leute sollen es kaufen, ob sie es dann auch lesen, ist in der Regel eine andere Frage.”

    Nochmal “Aua…” Ich kauf mir doch kein Buch, wenn ich nicht vorher ansatzweise weiß, was drin steht.

    Muß wirklich die Frage gestellt werden “Warum wird ein Buch gekauft?” Sind wir dann wieder bei der Form, der Aufmachung… des Zeitgemäßen? Ihren entsprechenden Eintrag las ich, drüben bei Teresa den analog dazu eingestellten, auch, stellte mir die Frage: “Wenn ein Maler ein Bild malt, fragt er sich, ob es in die Zeit paßt?” Muß er sich das fragen, bevor er beginnt zu malen? Egal ob ein Buch, oder ein Bild… beides muß nur in eine einzige Zeit passen, in seine eigene. Ein Titel und seine Aufmachung müssen zum Inhalt passen, somit ist es nicht unwichtig, was drin steht. Vielleicht aber meinten Sie das etwas sarkastisch… sicherlich…. vielleicht klinge ich auch ein wenig naiv, aber das bin ich, was den Kauf von Büchern betrifft, mitnichten. Alles, was in meinen Regalen steht, habe ich durch das Eintauchen in die Zeitschleifen entdeckt. Der Zeitschleifen, in der die Autoren zu ihrer Zeit lebten, oder noch leben. In diesen entdeckt man dann andere Schriftsteller, erweitert so den Kreis. Was natürlich voraussetzt, daß man sich ein wenig bemühen muß, mehr über den Autor in Erfahrung zu bringen, was für mich aber dazu gehört. Hmm… ich gehör wohl eher zu den Buchkäufern, die zielgerichtet kaufen. Spontankäufe gibt’s bei mir nicht. Nicht bei Büchern, auch nicht bei Schuhen… :-)

    Ihnen einen schönen Abend.
    Syra

    P.S.: Sie stellten mir vor einiger Zeit die Frage, woher ich Manuel kenne. Ich reagierte nicht, weil ich unter Ihrem Buchstaben “A” immer noch wiederlese. Der Text nimmt mich ein, hält mich… ich wünsch Ihnen von Herzen, daß Sie es schaffen, einen Verlag zu finden.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 8. August 2010 um 10:04

    Liebe Syra,

    Sie haben Recht, die beiden Äußerungen zum Buchmarkt waren polemischer Natur. Aber sie enthalten ein kleines bisschen Wahrheit: schöne Buchgestaltungen ziehen immer auch das Auge an und wenn ich in einer Buchhandlung bin und mir wahllos Bücher anschaue, greife ich eher zu den schönen Bildern als zu den weniger schönen. Wobei ich das Adjektiv „schön“ hier einer ausführlichen Untersuchung unterziehen müsste. Und tatsächlich wollen Verlage in erster Linie Bücher verkaufen: vom Text enttäuschte Leser sind vom Autor enttäuscht, nicht vom Verlag. Dem Verlag kann also nicht viel passieren, weil kein Leser sagt: nie wieder Suhrkamp. Aber der Leser sagt sehr wohl: nie wieder Torik. Beim Schreiben eines Buches frage ich mich nicht, ob es in die Zeit passt. Ich habe ein Thema, das ich gestalten will. Und ich selbst habe nicht allzuviele Themen, aus denen sich ein Roman manchen ließe. Ich habe in der Regel nur das eine.

    In meinem Bücherregal stehen leider auch Dinge, denen ich nicht viel abgewinnen konnte. Walter Kappacher, „Der Fliegenpalast“ Büchnerpreisträger. Ich habe es gekauft, weil er diesen Preis bekommen hat, ich habe es gelesen und dann noch ein zweites Mal, ich habe hier nichts darüber geschrieben. Ich wusste nicht, was ich hätte schreiben sollen. Ich wollte erst dem Herrn Kappacher eine Mail schreiben, habe das dann aber gelassen. Ich habe Siegfried Lenz, „Schweigeminute“ gelesen, eine schöne und sehr gut geschriebenen Geschichte: ich wusste nicht, was ich über die bloße Nacherzählung hinaus hier berichten sollte. Ich habe Mircea Cărtărescu „De ce iubim femeile“ (“Warum wir die Frauen lieben”) gelesen und nichts dazu geschrieben, weil ich den großen rumänischen Schriftsteller, den Autor der Orbitor-Trilogie (es ist meines Wissens nur der erste Teil ins Deutsche übersetzt: „Die Wissenden“) nicht wiedergefunden habe. Vielleicht habe ich es auch übersehen, vielleicht bin ich auf der Suche nach den großen, umwerfenden Texten und übersehe, dass die kleinen sehr viel mehr Erschütterungen hervorrufen können. Und da sind durchaus noch einige andere Bücher, die mich nicht so angesprochen haben.

    Ich nehme mir die Freiheit heraus, Ihnen mal etwas zuzuschicken, da Sie Anteil nehmen am Schicksal meines Protagonisten. Das ist das Kapitel, wo Manuel von einem Unbekannten eine Kamera geschenkt bekommt. Vielleicht gefällt es Ihnen und vielleicht ist das, wie mir das oft auch so ergeht, einfach nicht Ihr Stil. Aber wenn Sie es lesen, bin ich für eine Rückmeldung sehr dankbar. Ob es Ihnen nun gefällt oder nicht.

    Herzlich
    Aléa

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