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  • Aléa Torik: Lieber Norbert, fein, dass ich dich zum Assoziieren bringe. Dass steter Tropfen den Stein höhlt, habe ich bisweilen schon gehört. Aber hat mal jemand gefragt, was mit all den ausgehöhlten Steinen anzufangen ist? Wozu Steine höhlen? Was Cărtărescu betrifft, ich habe es in dem Essay...

  • 24 Juli 2010

    Und sie vögelten die ganze Nacht

    Ich wollte eine Besprechung zu „Die wilden Detektive“ von Roberto Bolaño schreiben. Aber ich werde das nicht tun. Ich habe inzwischen so viel Zeit damit, ich kann nur noch das Verb verschwendet nutzen, dass ich jetzt die Notbremse ziehen muss. Dieser Mann und ich, seine und meine Vorstellungen sind nicht kompatibel. Gehen wir einfach davon aus, dass es meine Unzulänglichkeit ist. Aber ich will wenigstens andeuten, was mir missfällt.

    Mein Ärger entzündet sich am Sex. Am Umgang Bolaños mit dem Thema. Für mich hat der Mann nur ein Thema: vögeln und gevögelt werden. Er macht das – für mein Empfinden – auf eine Weise, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Da sind reihenweise Männer die vollkommen lieblos mit ihren Schwänzen in Frauen herumstochern. Weder den Frauen noch den Typen scheint‘s, bis auf wenige Ausnahmen, sonderlich zu gefallen. Von Emotionen ist da gar nicht die Rede. Da wird nicht verführt, da wird nicht angebahnt, da ist keine zärtliche Hand, keine fragende oder zustimmende Geste: da ist nur Schwanz und Votze. Die Geschichten drum herum, die empfinde ich als belanglos. Hinterher wird dann doch jeder von jedem gevögelt. Das empfinde ich als adoleszentes Gestammel. Und darauf habe ich keine Lust. Mag sein, dass es andere erregt. Mag sein, dass er oder sie das als wild und erotisch empfinden, die deutsche Literaturkritik ist offenbar begeistert von diesem Mann und seinen Büchern. Ich finde, dass Erotik am anderen Ende der Veranstaltung angesiedelt ist. Von dieser Erotik hat Bolaño keine Ahnung. Oder meinetwegen sagen wir: ich habe sie nicht. Ich habe keine Ahnung von Literatur und auch nicht von Sex, meinetwegen: solange ich nichts mehr von dem lesen muss, stimme ich zu. Das ist manchmal so, da passen zwei nicht zusammen und dann muss man es lassen. Es bedarf eines Funkens. Bei Bolaño nicht, aber bei mir.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von Bonaventura
    Datum/Uhrzeit 24. Juli 2010 um 17:40

    Über “2666″: http://bonaventura.musagetes.de/?p=1862

    Pingback von Tweets that mention Aleatorik » Und sie vögelten die ganze Nacht — Topsy.com
    Datum/Uhrzeit 24. Juli 2010 um 17:55

    [...] This post was mentioned on Twitter by litblogs.net and Gregorio 'Grek' León, Frank Fischer. Frank Fischer said: Nie wieder Bolaño: http://bit.ly/cQQiJU [...]

    Kommentar von Der Buecherblogger
    Datum/Uhrzeit 24. Juli 2010 um 18:45

    Dann meiden sie auf jeden Fall die Seiten 838-840 in “2666″. Eine voyeuristische rumänische Sexszene im 2. Weltkrieg. Ich verstehe Ihre Haltung gut, Sex ohne Zärtlichkeit und Liebe ist doch nur “Rein und Raus”, aber Bolaño tun Sie ein weiteres Mal unrecht. Sie lesen diese Szenen als Beschreibungen von Vögelei, sind sie auch, aber gleichzeitig beschreiben sie mit Parodie und Ironie die Verstrickung des Menschen mit allen seinen irrationalen Trieben in eine Welt der Gewalt und des Nichts. Wenn die Welt pornographisch geworden ist, kann man sie nicht durch romantisierende Beschreibungen retten, sondern indem man ihr den Spiegel vorhält, nichts anderes tut Bolaño. Fallen sie nicht auf die Kritiker herein, die ihm andichten wollen, er schreibe ständig vom Vögeln. Seine Protagonistin Liz Norton aus “2666″ schläft sogar mit zwei machohaften Männern gleichzeitig, aber am Schluß liebt sie den dritten, den Rollstuhlfahrer. (“2666″, Der Teil der Kritiker)

    Kommentar von Der Buecherblogger
    Datum/Uhrzeit 24. Juli 2010 um 19:08

    PS:
    http://www.granta.com/Online-Only/Translating-Bolanyo

    Kommentar von Gregor Keuschnig
    Datum/Uhrzeit 24. Juli 2010 um 20:17

    Bolaño hat deutlich mehr als nur ein Thema. Mag sein, dass es im inkriminierten Buch anders ist. Aber von einem Buch auf das Werk eines Autors zu schließen, ist mindestens fahrlässig. “2666″ zeigt, dass da mehr ist (wobei ich auch meine Probleme mit dem Buch hatte).

    Kommentar von Matthias
    Datum/Uhrzeit 24. Juli 2010 um 23:17

    Wie weit hast du (sagt man du bei Blogs? wenn nicht sorry) denn gelesen? Ich hab das Buch auch nicht durchbekommen, aber ich hab beim Mittelteil aufgehört.

    Kommentar von Der Buecherblogger
    Datum/Uhrzeit 25. Juli 2010 um 07:36

    @Matthias
    Ich vermute mit Mittelteil meinst du den vierten Teil: “Der Teil von den Verbrechen”. Das Steckenbleiben kann ich gut verstehen. Dieser Teil ist der, dem am meisten noch das materialhaft Sammelnde charakteristisch ist, auch die listenförmige chronologische Aneinanderreihung von Morden und Vergewaltigungen. Dieser Teil hätte noch überarbeitet und gekürzt werden müssen. Ursprünglich sollten es ja mal fünf Bücher werden, die nacheinander publiziert werden sollten. Mein Tip aus eigener Erfahrung: Einfach mit dem letzten, dem fünften Teil weiterlesen. Eigentlich bezog sich Aléas Kritik aber auf “Die wilden Detektive”. Das dort zitierte Gedicht von Efrén Rebolledo passt doch sehr gut zu Transsilvanien, wohin Aléa bald reisen wird. Es korrespondiert über Bücher hinweg auch mit der von mir oben genannten Szene in “2666″, allerdings in der poetischen Sprache als Kontrast:

    Der Vampir

    Deine traurigen dicken Locken umspielen
    Deine unschuldigen Formen wie ein Fluß,
    Und ich streue in ihren gekräuselt dunklen Strom
    Die entflammten Rosen meiner Küsse.

    Während ich die dichten Ringe entfalte,
    Spür ich das sanfte, kalte Reiben
    Deiner Hand, und ein langes Schaudern
    Durchläuft mich und dringt mir in die Knochen

    Deine verqueren, ungeselligen Pupillen
    Funkeln, während sie einem Seufzer lauschen,
    Der die Eingeweide zerreißt,

    Und während ich meinen Todeskampf kämpfe, spielst du durstig
    Den schwarzen, nicht ablassenden Vampir,
    Der mein brennendes Blut schlürft.

    Man muß es natürlich im Zusammenhang lesen und hier setzt es Bolaño ein, um von den sexuellen Phantasien eines masturbierenden Jungdichters zu erzählen, der sich in eine Kellnerin verguckt hat. Den Roman darf man natürlich nicht als Adoleszentsroman lesen, vielmehr ist es seine erinnernde Rettung der eigenen mexikanischen Jugend.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 25. Juli 2010 um 11:27

    Lieber Matthias,

    mit dem „Du“ und dem „Sie“ weiß ich auch nicht so genau Bescheid. Das ist bei mir nicht abhängig vom Blog. Ich weiß nicht, wie das in Deutschland gehandhabt wird. Wann sagt man „du“ zu jemandem und wann „Sie“. Ich habe mich da mehr als einmal vertan. Ich sage „Sie“ zu Menschen denen gegenüber ich ein „Du“ empfinde und ich duze andere, zu denen ich eher „Sie“ sagen würde. Auf Facebook duzen dich die Leute, schreiben die die dann aber eine Mail, sprechen sie dich mit „Sie“ an. Habe ich auch schon gemacht, sorgt aber dafür, dass man durcheinander kommt. Such dir (!) etwas aus.

    Ich bin bis zu dem Satz gekommen „ … dann stand ich auf und sagte zu Lupe, sie solle mitkommen, und wir gingen hinauf auf ihr Zimmer, wo wir wie verrückt vögelten, als müssten wir morgen sterben …“, Seite 635 (von 677); also doch immerhin recht weit.

    Da es hier Widerspruch gibt und ich selbst auch nicht sonderlich zufrieden war mit meinem gestrigen Schlussstrich, werde ich heute hier noch einen Versuch machen.

    Ach ja, bitte: wie bist du auf mein Blog gestoßen? Liest du schon länger. Das sind Sachen, die mich sehr interessieren: woher kommen die Leute, die das hier lesen?
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 25. Juli 2010 um 11:29

    Lieber Gregor Keuschnig,

    in gewisser Weise hat Bolaño natürlich mehr als ein Thema. Da ist in erster Linie das Schreiben und der Schriftsteller, was mir schon mal nicht sehr spannend erscheinen will, da ist die Sexualität. Und da sind dann noch viele Marginalien. Aber Sex, und zwar in dieser sehr modernen Schreibweise – Sex – und nicht in der ausbuchstabierten, die ich vorziehe – Sexualität – ist doch der Kern, um den sich da alles dreht. Oder vielmehr, so will es mir jedenfalls erscheinen: nicht dreht. Es steht alles still. Mit der Wahl des Adjektivs „fahrlässig“ kriegen Sie mich immerhin dazu, dass ich hier heute im Laufe des Tages, hoffe ich, noch einmal etwas zu meiner Lektüreerfahrung bei diesem Buch sage, und zu meinen Einwänden. Fahrlässig will ich nicht sein.

    Sie frage ich ausnahmsweise nicht, woher Sie kommen, das weiß ich, von Alban Nikolai Herbst.

    Aléa Torik

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 25. Juli 2010 um 11:30

    Lieber Bücherblogger,

    Matthias spricht nicht von „2666“ sondern auch von „Die wilden Detektive“.

    Sie im Besonderen wird vielleicht interessieren, oder vielleicht auch nicht interessieren, was ich hoffentlich noch heute im Laufe des Tages zustande bringe. Obwohl ich jetzt eigentlich keine Lust mehr habe. Ich will ein Wochenende haben, ich bin am Ende meiner Kräfte und will mich bloß noch ausruhen. Aber das geht jetzt nicht, wenn ich mich schon einmal dazu geäußert habe, muss ich es auch bis zum Ende durchstehen. Aber ich bin jetzt wirklich sehr verärgert. Allerdings will ich mir noch einmal Mühe geben, vielleiocht auch zum ersten Mal, meine Position zu verdeutlichen.

    Ich falle nicht auf die Kritiker herein, die schreiben, dass Bolaño nur vom Vögeln redet. Erstens redet er nur vom Vögeln, zweitens falle ich nicht herein, ich bilde mir mein eigenes Urteil und drittens: ich habe nur positive, ja begeisterte Kritiken gelesen, diese hier: http://www.perlentaucher.de/buch/10015.html

    Aléa

    Kommentar von Der Buecherblogger
    Datum/Uhrzeit 25. Juli 2010 um 13:55

    Liebe Aléa Torik,

    Antworten im Minutentakt,die Geschwindigkeit, unser größter Fetisch. Lesen Sie langsamer, nicht “fahrlässig” und lassen sie solche Bemerkungen wie Bolaño schreibe neben dem “SEX” nur von Marginalien. Sie disqualifizieren sich damit selbst. Lesen Sie “2666″ oder lassen Sie es, vorher sind Sie kein ernstzunehmender Gesprächspartner. Das “Chilenische Nachtstück” hat Ihnen nicht gefallen, aber Sie haben sich wenigstens die Mühe gemacht, sich auf angemessene Weise damit auseinanderzusetzen. Bei “Der unerträgliche Gaucho” und “Die wilden Detektive” scheint mir das absolut nicht der Fall. Sie schießen aus der Hüfte nach Gusto (Appetit) auf nicht vorhandene Gegner.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 25. Juli 2010 um 14:06

    Herr Bücherblogger,
    ich kenne Männer, die streicheln Frauen immer dann, wenn sie etwas von ihnen erwarten und drohen, wenn sie es nicht bekommen. Das haben Sie schon einmal gemacht, unterlassen Sie das bitte in Zukunft. Ich kann das nicht ausstehen. Wenn ich kein ernstzunehmender Gesprächspartner für Sie bin, dann bleiben Sie einfach weg.

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 25. Juli 2010 um 22:26

    Guten Abend.

    Wir sind zurück. Und in was für einer mißlichen Lage muß ich Sie sehn`.
    Es ist allemal gut, dass Sie nicht kompromisslerisch sind, dass Sie sogar eine Richtung (Position) angeben wollen, aber das wäre verfrüht. Liebe Alea, denken Sie an die Lustration.
    Sie sind hier auch nicht als Literaturwissenschaftlerin unterwegs. Dies füglich auseinanderzuhalten war bisher eine Ihrer Stärken – andere waren da schwach.
    In dem Haus, wo wir wohnten, habe ich alte Kassetten gefunden. Auf einer war ein Gespräch zwischen Eisler (der Komponist) und Hans Mayer (der Literaturwissenschaftler). Nach einigem Hin und Her sagte Eisler: “Lieber Dr. Mayer, seien sie froh, dass sie kein Künstler sind!”

    Avenarius

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 25. Juli 2010 um 23:16

    Lieber Avenarius,

    das haben Sie leider richtig erkannt. Ich war zuerst nur in der misslichen Situation, dass ich mit einem Buch nicht fertiggeworden bin, dann bin ich mit einem Kommentator nicht fertig geworden, da habe ich auch ein bisschen überreagiert, aber der hat mich schon einmal so doof zusammengefaltet, dass ich mich nicht zurückhalten wollte. Jetzt habe ich beide Sachen geklärt, der Kommentator ist sauer und kommt bestimmt nicht wieder, und ich habe noch einmal etwas zu Bolano gesagt, was ich in den letzten Tage einfach nicht hinbekommen habe. Jetzt ging‘s, zum Abschied sozusagen.

    Ich schreibe Ihnen morgen etwas ausführlicher, jetzt bin ich müde.

    Sie müssen ja jetzt wahnsinnig erholt sein!

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Matthias
    Datum/Uhrzeit 26. Juli 2010 um 00:22

    Hallo,
    ich habe diesen Blog über den unendlichen Spaß blog gefunden, hab ihn aber erst vorgestern gelesen.

    @Buecherblogger: Mir war durchaus klar auf welches Buch sich der Post bezogen hat.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 26. Juli 2010 um 23:33

    Lieber Avenarius,

    ja, Sie hatten da leider recht, es gab ein bisschen Ärger, aber ich habe mich wieder beruhigt. Ich hatte mir das Wochenende anders vorgestellt, habe dann aber den halben Samstag sinnlos über dem Roman von Bolano verbracht, bis mir endlich, viel zu spät, klar war, dass ich nichts dazu schreiben will und nicht kann. Das hatte ich artikuliert, daraufhin kam Widerspruch und dann habe ich mich den halben Sonntag wieder hingesetzt und den nächsten Text zu diesem Buch geschrieben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es dazu Kommentare gibt. Wie dem auch sei, das Wochenende war eigentlich ruiniert, keine Spur von Erholung. Dabei bräuchte ich die gerade ziemlich dringend. Dafür steht der Termin meiner Reise nach Rumänien fest, ich fahre die ersten drei Wochen im September. Ich war in den letzten zwei Jahren einmal für drei Tage an der Ostsee und einmal in Weimar, für ein Wochenende. Das ist zu wenig. Das merke ich gerade. Eigentlich habe ich bei meiner Geburt ziemlich gute Akkus mitbekommen, groß und belastbar (ich hoffe das Wort hat nicht noch eine Nebenbedeutung, was ich meine ist: ich bin ausgesprochen leistungsfähig), dennoch bin ich gerade ziemlich am Rand. Vielleicht habe ich deswegen auch gestern so heftig reagiert auf diese kleine Zurechtweisung des Bücherbloggers. In der Regel habe ich einen eher ausgleichenden Charakter.

    Seit ich hier die Worte Fotze und vögeln gebrauche, bekomme ich ungefähr die dreifache Menge Spams. Gut zu wissen, ich meine, falls man das mal braucht, falls man mal in der Situation ist, wo man dringend die Menge der Spams erhöhen möchte und nicht weiß wie man das machen soll.

    Gibt es eigentlich noch solche Abspielgeräte für Kassetten, wie heißen die denn? Das habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.

    Ich gehe jetzt ins Bett, ich bin eigentlich amüsierwillig, ich bin auch lesewillig, aber derzeit vor allem müde, ich bin heute in der Bibliothek eingeschlafen. Da war jetzt drei Wochen lang die Hölle los, weil die „Kleinen“ Klausuren geschrieben haben, jetzt ist das alles offenbar vorbei und man findet wieder einen Platz ohne Androhung körperlicher Gewalt, ohne dass man sich vor jemandem aufbauen muss, die Hände in die Hüften stemmen etc.

    Ich hoffe, Sie hatten trotz der vielen Frauen und Kinder in Ihrer Nähe, einen erholsamen Urlaub. Und ich hoffe, Sie haben einen Job, der Ihnen Spaß macht und auf den Sie sich freuen konnten.

    Herzlich
    Aléa

    P.S. Die anderen bekommen erst Morgen eine Antwort. Frau Torik muss zu Bett.

    Kommentar von NO
    Datum/Uhrzeit 27. Juli 2010 um 13:31

    Johnson Übrigens

    „Liebe [und jetzt ändere ich seine Anredekonstruktion stringent:] [Frau Torik],

    möchten Sie übrigens sich wohl befinden.“

    Bolano hin, Bücherblogger her.

    Zu Tönen: Mag sein, mag sein, dass die Überarbeitung erst den Fehler bringt. Oder den Ton, wer will das entscheiden. Dass der Blog-Ton anders ist als der des großen Textes, darüber sind wir uns einig, dass habe ich gehört schon vorher.

    SO könnte man mit ihm fragen:

    „ So kann auch ich fragen, übrigens: Wann kommen denn Sie einmal nach Berlin?“

    Aber das ist bei Ihnen ja nicht nötig!

    Liebe Grüße

    NO

    Kommentar von NO
    Datum/Uhrzeit 27. Juli 2010 um 17:50

    Bolano und die große Literatur

    Liebe Alea Torik!

    Um es mal ganz offen zu sagen, mir ist es bei Bolanos „2666“ ähnlich gegangen, nur aus anderen Gründen.

    „Literatur von einem anderen Planeten“ hieß es. Es ist wahr. Aber anders als ich dachte. Und nun erkläre ich mich für bereichert, versuche vielleicht auch irgendwann die „Wilden Detektive“, aber auf Knien rutsche ich nicht, dazu war ich zu oft am Aufgeben.

    Ich weiß, Ihr Freund Thorsten Krämer rät Bolano zu lesen, und ich schätze seine Meinung sehr, spätestens nach seinem szepanski-Wortgefecht. Um nicht aufzugeben, schlug ich also oft genug im 2666-Blog nach. Geholfen hatte das nicht. „Selbsthilfegruppe“ wurde das in irgendeinem Publikationsorgan genannt. So weit würde ich nicht gehen. Inhaltlich nicht, und stilistisch erst recht nicht, weil i c h jdf. kein Interesse daran habe, jemandem privat zu nahe zu treten. Aber die Tonlage damals dort war mir nichts; ein kleines bisschen zu oberlehrerhaft manchmal der eine oder andere, und bemüht begeistert für meinen Geschmack. Insofern bin ich nicht zu überrascht, dass SIE mit einem ein wenig aneinander geraten sind.

    2666 besteht ja bekanntlich sogar aus 5 Teilen, die ja irgendwie zusammenhängen, das ist ein faszinierendes Element an dem Bolano-Roman, in der Tat, auch aus meiner Sicht, und SIE haben sich ja hier ähnlich positiv über die Konstruktion geäußert. Im ersten Teil von 2666 reisen 4 Literaturwissenschaftler durch die Welt auf der Suche nach einem Autor, amouröse Abenteuer aller Orten, aber alles nur behauptet, nicht beschrieben; genau wie SIE hier sagen. Ich hörte in einer Literatursendung, es gehe in 2666 amourös, genauer: mit Sex, „richtig zur Sache“ und habe mich lange gefragt, wovon hatten die bloß gesprochen, es war – in jeder Hinsicht – ziemlich langweilig. Oberflächlich, seicht. Ich habe mich damit getröstet, es soll hier bestimmt das oberflächliche, tiefgangslose, bedeutungsarme Leben der 4 vorgeführt werden durch diese Technik. Wie seltsam ähnlich klingt Ihre Kritik hier!

    Literatur von einem anderen Stern: Bolano beschreibt nicht, er malt in groben Strichen, man kann ihn nicht langsam lesen und erst mit dem Abstand wird das großartige Bild deutlich. Heißt es.

    Bei Übersetzer Christian Hansen, und der war mir eine wirkliche Hilfe, klingt das so:

    Bolaño. In seiner Prosa skizziert er mehr, als dass er malt; Bolaño benutzt Sprache nicht, um erschöpfend zu beschreiben, sondern um Eckpunkte zu setzen, für sich genommen unerheblich wirkende Linien, Striche, Schattierungen, in deren Konfiguration erst sichtbar wird, worum es ihm geht

    Nun… Nun lieben zwei der Literaten die dritte, die schließlich aber beim vierten bleibt. „Ein Junge liebt ein Mädchen“; Sie wissen, es ist „eine alte Geschichte“. Aber während Heine damals beschrieb, wie dem Jungen, dem sie passiert, das Herz entzwei brach, skizziert Bolano erst das große Liebesgefühl von Junge 1 und 2 und deren Ablehnung, und dann einen plötzlichen, völlig unverständlichen Gewaltausbruch von 1 und 2, die einen Taxifahrer halb totschlagen. Das Schlagen ist sehr unakademisch, um es milde zu formulieren, so dass der Leser ahnt und sich konstruiert, wie die Jungs gelitten haben in der Seele. Nun… Ich erkläre mich für bereichert. Das tue ich!

    Literatur von einem anderen Stern: Bolano schreibt auf so technisch schräge Weise, dass man davon gefangen genommen wird; heißt es. Es heißt, es ist die vermeintliche Unfertigkeit, die seine Kunst ausmacht.

    Bei Übersetzer Christian Hansen klingt das so:

    „Eine Eselsbrücke war mir das oft unbeholfen anmutende Trompetenspiel von Kenny Dorham, seine seltsamen Soli, technisch scheinbar Lichtjahre hinter einem Clifford Brown zurück, aber in manchen Momenten von einer anrührenden, überirdischen Schönheit, die offensichtlich nicht in den Noten liegt, die er spielt, durch die er manchmal geradezu taumelt, sondern gewissermaßen im Taumeln selbst, in einem permanenten Ausdemgleichgewichtsein, das nur durch seinen insistierenden Vorwärtsdrang den “Sturz” vermeidet.“

    Nun … Nun, im (längsten) vierten Teil werden die Morde geschildert. 100 oder 200 tote Mädchen werden gefunden. Das liest sich wie eine lange, lange Liste. Wie öde! Das ist Literatur? Dieses Unbeholfene? Aufhören mit dem Buch? Und plötzlich macht es klick und man jagt durch die Listen auf der Pirsch nach den Unterschieden: Roter Slip oder blauer, Hausfrau oder Prostituierte, erstochen oder erschossen, alt oder jung, zugedeckt oder offen aufgefunden, vergewaltigt oder nicht angerührt, grüne Augen oder gelbe, arbeitete in welcher Fabrik, und so weiter. Blöde Liste. Wer liest schon eine Liste? Ich plötzlich! ICH! Und dann ist man gerade so richtig drin, da wird die Listung unterbrochen, man ist ganz unwirsch, und eine Geschichte wird eingestreut in diese Listungen, immer wieder.

    Literatur von einem anderen Stern. Aber anders, als ich mir das vorgestellt hatte.

    Die drastischen Sex-Szenen, wo also beschrieben wird, das kann er auch(!), da geht es wirklich richtig zur Sache, habe ich fast als eine Belebung empfunden. Ich erinnere aber nur 2, eine davon im letzten Teil (wie vom Bücherblogger auch zitiert). Und ohne den letzten Teil, den ich nach der Hälfte des vierten Teils las und vor dem dritten Teil (ja, das geht tatsächlich bei 2666, und das ist faszinierend) hätte ich das Buch wohl nicht zu Ende gelesen.

    Also: Vielleicht sind alle anderen Bolano-Bücher schwächer als 2666. Wäre unschön, denn auch dies ist man so `ne Sache.

    Beste Grüße

    Ihr NO

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 27. Juli 2010 um 22:41

    Lieber NO, lieber Bücherblogger,
    ich habe mich über beide Beiträge gefreut, ich weiß, dass Texte Arbeit sind!, und ich werde auch antworten. Wenn ich nachgedacht habe. Und wenn ich dann noch lebe. Ich habe gerade mit meiner Mitbewohnerin zusammen gegessen. Wir hatten auch noch Besuch, Stella und ihre Mama waren da, die eine Etage unter uns wohnen. Olga kocht ungefähr so gut wie eine russische Giftmischerin. Aber das war uns nicht so wichtig. Ich habe mein Vokabular an russischen Schimpfwörtern erheblich erweitern können (nachdem das Kind gegangen ist). Die lasse ich hier allerdings weg, weil ich dann noch mehr Spams löschen muss. Wahrscheinlich kommt meine Antwort erst gegen Ende der Woche.
    Aléa

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