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  • Aléa Torik: Ich fürchte fast, dass da noch einiges nicht in Ordnung ist. Der Kommentar steht dort, wo er stehen soll, aber er ist dreimal vorhanden. Oder zehn Mal. Da muss ich noch etwas ändern.
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  • Iffland: Liebe Aléa Torik, manchmal ist man ja verblüfft über so manche Entwicklung in unmittelbarer Nähe, so dass Ihre Frage nach meinem Befinden ausgerechnet heute -und trotz meiner Sparsamkeit...

  • 17 Juli 2010

    „Als ich das erste Mal mit einem Jungen im Bett lag“

    „Als ich das erste Mal mit einem Jungen im Bett lag war es, es war so gemacht, dass Enttäuschung nicht möglich war.“

    Für mich ist diese Formulierung von Birgit Kempker eine der schönsten Formulierungen über die Liebe. Wenn man schon ein paar Tage gelebt hat und wenn man nicht ganz vorbeigegangen ist, am Leben meine ich, wenn man also mit anderen zusammengestoßen ist, und sich dann wieder hat trennen müssen, wenn man mit Hoffnungen begonnen hat und mit Enttäuschungen geendet, wenn man Hoffnungen in Enttäuschungen sich hat verwandeln sehen müssen; wenn man sich dann an das erste Mal erinnert und daran, was möglich gewesen wäre, wenn mit der ersten Enttäuschung nicht die Enttäuschung in das eigene Leben gekommen wäre, dann versteht man, oder man meint zumindest zu verstehen, was für eine ungeheure Situation Frau Kempker da beschreibt: „ … es war alles so gemacht, dass Enttäuschung nicht möglich war“.

    Hier gibt es das als pdf. Wunderschön gemacht von Urs Engeler, roughbooks, wo ich es auch ausgeliehen habe. Ich hätte sehr gerne das pdf als Bild hierher gestellt, aber ich habe es nicht geschafft, das zu verwandeln. Die Technik hat mir ein Bein gestellt. Wenn jemand weiß, wie man ein pdf in ein Bild verwandelt, dann bitte eine Nachricht an mich, ich nähme es gerne.

    Ich lese – leider – gerade, dass Enttäuschung durchaus möglich war, mehr als Enttäuschung: im Schreibheft, die Autorin ist vor Gericht gelandet und das Buch verboten worden. Da glaubte offenbar jemand, sich wiedererkannt zu haben. Und hat die Ehre nicht verstanden mit einer solchen Formulierung gemeint zu sein, der Adressat einer solchen Formulierung zu sein! Einklagen müsste einer vielmehr, dass er permanent von Birgit Kempkers lyrischen Worten gemeint ist. Das müsste einer versuchen, sich bei einem Schriftsteller als „gemeint“ einzuklagen.

    Hier ein Auszug, ich habe das irgendwo gefunden.

    „Als ich das erste Mal mit einem Jungen im Bett lag
    war es Cornelius Busch, er war Mann, Junge,
    Mädchen, Frau, Mutter, Vater, Oma, Opa, Blume, Tier
    und Sofa, er war wie ich, er war das andre von mir,
    gar nicht wie ich, er war sanft, fuhr den Bulli mit den
    Rollstühlen drin durch die Wiesen mit den Stieren,
    er hatte Muckis und Matrosenpullover, er hatte was
    im Kopf, was Verrücktes, Locken, er war streng,
    zärtlich, witzig, normal, außergewöhnlich, sehr ernst,
    er passte in die Natur, war ordentlich, wirr höflich,
    er war künstlich, ironisch, bös, er war lieb, anmutig,
    tapsig, galant, ein Fisch, ein Vogel, Frosch, er war so
    alt wie ich, ich viel älter, er viel jünger, und er viel
    älter und ich viel jünger als er, phasenverschoben, das
    war, wenn wir sagten: liegen da nicht ein Mädchen
    und ein Junge im Bett? es ist nicht zu fassen, dass ich
    eine bin, zu der so ein Satz einmal passt.“

    Hier gibt ein einige Informationen zur Autorin.

    Und hier ist es auch. Mit bestem Dank an Dietmar Hillebrandt, dem Bücherblogger.



    Kommentare

    Pingback von Tweets that mention Aleatorik » „Als ich das erste Mal mit einem Jungen im Bett lag“ — Topsy.com
    Datum/Uhrzeit 17. Juli 2010 um 11:04

    [...] This post was mentioned on Twitter by litblogslitblogs.net, Manfred H. Freude. Manfred H. Freude said: RT @litblogs_net: „Als ich das erste Mal mit einem Jungen im Bett lag“ http://bit.ly/cGi7UT [...]

    Kommentar von Graf Lob
    Datum/Uhrzeit 17. Juli 2010 um 21:21

    So viel ich davon verstehe erscheint das Buch im Ereignis Verlag

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 17. Juli 2010 um 21:42

    Graf Lob;
    vielen Dank für den Hinweis.

    Kommentar von kid37
    Datum/Uhrzeit 19. Juli 2010 um 20:07

    Frau Kempker stammt aus meiner Heimatstadt, da springen also nicht nur Elefanten aus der Schwebebahn. Hier gibt es eine Vertonung.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 19. Juli 2010 um 22:56

    Kid 37,
    die Vertonung ist, wie soll ich sagen, sehr speziell. Wunderschön natürlich, aber doch auch eben speziell.
    In Hamburg fallen Elefanten aus der U-Bahn? In Berlin bekommen die gar kein Ticket, die können auch nicht dagegen klagen, wegen des Gleichstellungsgesetzes, die können den Ticketautomaten nicht bedienen, das sind berührungsempfindliche Bildschirme, die kann man mit so einem Rüssel gar nicht aktivieren. Und wie sollen die sich das Rückgeld aus dem Kasten herausholen. Bei uns fahren die Elefanten mit dem Rad.
    Aléa

    Kommentar von kid37
    Datum/Uhrzeit 20. Juli 2010 um 11:27

    Die Vertonung erinnert mich ein wenig an “Numminen singt Wittgenstein”, auch so ein Klassiker.

    Hier segeln die Elefanten natürlich auf klenen Booten, Tuffi sprang in Wuppertal aus der Bahn. Vielleicht war dann doch die Angst vor Kontrolleuren der Grund.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 20. Juli 2010 um 11:40

    Lieber Kid,
    die Situation scheint dramatischer als angenommen: Selbstmord bei Elefanten?
    Aléa

    Kommentar von kid37
    Datum/Uhrzeit 20. Juli 2010 um 22:00

    Oha. The Suicide-Club. Die angeblichen Dickhäuter sollen ja sehr sensibel sein.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 20. Juli 2010 um 22:50

    Kid thirty-seven,
    Elefanten nennt man Dickhäuter? Und die sind sensibel, also dünnhäutig? Wir müssen die Überschrift des Artikels ändern in „Als ich das erste Mal mit einem Elefanten im Bett lag“, von einem Jungen ist ja hier schon lange nicht mehr die Rede. Aber ich kenne mich mit Elefanten nicht so aus. Ich möchte nur ungerne von so einem auf den Fuß getreten werden. Aber die Wahrscheinlichkeit ist gering. Ich kenne gar keinen von denen. die haben bestimmt ganz andere Lebensgewohnheiten als ich.
    Aléa twenty-seven.

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