16 Juni 2010
Spuren
Es freut mich, wenn es Reaktionen auf meine Texte gibt, meist in Form von Kommentaren. Jetzt habe ich auch andere animiert. Melusine hat nach einem Kommentar meinerseits etwas geschrieben, Jean Stubenzweig hat sich mehr von Olga als von mir inspirieren lassen. Selbst seine heilige Dreifaltigkeit A-N-H ruft wieder nach mir (was mich natürlich sehr freut, ich habe ihm gleich mal den kleinen Finger hingehalten); und er ruft nicht nur, er schreit geradezu: allerdings auch nach Olga. Meine Mitbewohnerin ist unfassbar, sogar ohne Bild wirkt die auf Männer.
Worüber ich mich besonders freue, ist dieser lange Kommentar von NO (ganz weit unten), der zu den schönsten Kommentaren gehört, die hier eingestellt worden sind. Das sind nicht nur die persönlich aufmunternde Worte, die mich erfreuen, sondern auch die Auseinandersetzung mit der Literatur. NO liest gerade eines der Hauptwerke von Alban Nikolai Herbst und hinterlässt dort ebenfalls seine Spuren. Der Autor antwortet auch: das ist es wert, mitgelesen zu werden. Im Sommer nehme ich schon seit einigen Jahren eine kleine Auszeit vom Arbeiten und lese. Ich setze mich in der Regel auf eine Stelle und lese zwanzig oder dreißig Bücher. Den Wolpertinger von Alban Nikolai Herbst werde ich mir in diesem Jahr auch vorknöpfen und natürlich Dieter Fortes „Am anderen Ende der Welt“: man muss die Tipps ernst nehmen. Wenn die Literaturkritik versagt oder ausfällt oder, wie in Fall von Frau Hegemann, masturbiert, dann muss man einander eben Tipps geben.
Noch ein kleiner Nachtrag zum letzten Beitrag, dem internationalen Frauenfrühstück. Vielleicht hätte ich das dazu sagen sollen, dass Olga, als sie sagte, ich sähe nach nichts aus, damit nicht meinte, dass ich unsichtbar sei oder beliebig aussehe, sondern sie meinte, dass ich weder als Rumänin noch als Deutsche einwandfrei zu identifizieren sei. Ich glaube, dass sie das meinte. Ansonsten hätte ich keine Weintraube geworfen, sondern eine Wassermelone.
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Juni 16th, 2010 unter mittel, Paralipomena












Kommentar von NO
Datum/Uhrzeit 18. Juni 2010 um 16:04
Liebe AT,
danke für die Blumen.
„Unter einem fremden Himmel
Schatten Rosen
Schatten
Auf einer fremden Erde
Zwischen Rosen und Schatten
In einem fremden Wasser
mein Schatten.“
Liebe Grüße
NO