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  • 03 April 2010

    An das ganz große Glück glauben

    Zu dem vorhergehenden Artikel „Umgang mit Sexualität“ kam ein Kommentar von Henry. Meine Antwort darauf stelle ich jetzt hierher, um eine Handvoll Links und die letzten beiden Sätze angereichert.

    Zu einigen Dingen kann ich mich nicht äußern, Ihrem Verhältnis zu Schriftstellerkollegen beispielsweise. Zu anderen will ich mich nicht äußern, der Zukunft der Literatur im Netz etwa.

    Ein Aspekt, den Sie benennen ist allerdings für mich von überragender Wichtigkeit: mein Wunsch Schriftstellerin zu werden. Das ist das Wichtigste in meinem Leben. Ich sage Ihnen etwas: Ich habe Angst! Angst, Angst, Angst, Angst, Angst. Angst vor dem Betrieb, Angst davor unterzugehen, Angst aus irgendwelchen betriebswirtschaftlichen Erwägungen heraus abserviert zu werden ohne jemals bedient worden zu sein. Die Angst sitzt bei mir in jeder Ecke. Aber anders als Sie, lasse ich mich von meiner Angst nicht ins Bockshorn jagen. Denn Angst ist ein Gefühl. Und ich habe was übrig für Gefühle, vor allem für meine eigenen. Wenn ich so viel Angst habe, dann muss die sich ja ausgesprochen wohl bei mir fühlen. Deswegen habe ich mich entschlossen, mich mit meiner Angst auch wohl zu fühlen. Wir beide sind ein gutes Paar und bleiben vielleicht, wer weiß das schon?, für immer zusammen!

    Eines aber bin ich sicher nicht: ängstlich. Für Diminutive bin ich nicht zu haben!

    Meine Angst und ich, wir sind ein bildschönes Paar. Wenn Sie uns beide sehen könnten, dann würden Sie wieder an das ganz große Glück glauben.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von szepanski
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 10:38

    angst ist kein gef… Mehr anzeigenühl, sondern ein affekt, und hier geht es wohl um den adaptiven wert des affekts.wie sehr sich doch literaturschreiben in seinem begehren sozusagen die karte umdekoriert hat. ging es bei foucault noch darum, sich außerhalb des gesetzes zu stellen, die codes zu verschieben oder zumindest die last der überschreitung oder der revolte auf sich zu nehmen, so bleiben von den kunstgriffen der literatur heute bloße effekte der anpassung übrig,für die, indeed, angst die affektive kraft per se ist.

    Kommentar von ANH
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 11:57

    @szepanski. Das kommt drauf an, wohin Sie schauen. Ich für meinen Teil finde, daß Ihr Blick ausgesprochen verengt ist. Aber schon recht: man k a n n nicht alles kennen.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 12:23

    Lieber Achim Szepanski,

    wie immer das bei Foucault, Deleuze und Lacan konstruiert ist – das sind philosophische Konstruktionen mittels derer die Wirklichkeit beschrieben und vor allem eingefangen werden soll – bei mir ist das anders. Ich finde es ausreichend, wenn ich hier von Gefühl spreche, weil es mir gerade nicht um den Affekt ging, sondern um eine Emotion. Weitergehende Begriffsbestimmungen habe ich ermöglichen wollen, indem ich diverse Links gesetzt habe, die andere Definitionen von Angst aufzeigen.

    Es ging mir in dem Artikel, um damit den Unterschied zu Ihnen herauszustellen, um meinen eigenen Text, nicht um die Texte anderer.

    Aléa Torik

    Kommentar von cellini
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 13:08

    @szepanski

    “adaptiver wert von affekt”… das verstehe ich nicht. affekt bedeutet grundsätzlich ein handeln, somit definitiv keine anpassung, er ist keine reaktion, sondern aktion, weil es kein nachdenken mehr gibt, sondern nur noch ein handeln. angst ist grundsätzlich kein affekt, sondern eine emotion, ein gefühl, läßt sich aber dann als asthenischer affekt definieren, wenn zum beispiel eine notwehrsituation entsteht, in der man sein leben verteidigen muß, aber auch hier handelt man, und paßt sich nicht an.

    was will angst denn? sie will schützen. zu erkennen und zu wissen, daß sie da ist, versetzt dazu in die lage, umsichtiger, vorsichtiger, gründlicher, und nicht ohne überlegung zu handeln. und wissen sie, was angst auch noch kann? sie hält wach, hält die eigene aufmerksamkeit wach…. und das ist gut so.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 13:31

    Liebe Cellini,

    ich hätte es nicht treffender formulieren können. Angst ist auch ein gutes Gefühl, sie hält wach! Ich danke für den Kommentar!

    Aléa

    Kommentar von szepanski
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 13:42

    angst ist bekanntlich neben der scham der affekt per se. adaptiver wert von affekt bezieht sich auf die verarbeitung der signalangst bei freud. wie affektionen und perzeptionen im anschluß an spinoza zu affekten und perzepten transformieren, und was das für die kunst bedeutet, hat deleuze meisterlich dargestellt. “wir haben emotionen, aber die affekte haben uns.” brian massumi. im gegensatz zu den abrufbaren, sozusagen vordefinierten gefühlswelten, an die man mehr oder weniger bewusst appelliert, ist der affekt ein a- oder präsubjektiver impuls, der enerviert, unschärfen und unsicherheiten erzeugt, und u.U.zu dramatischen empfindungen/erfindungen führt…nachlesen kann man das alles bei marie-luise angerer “vom begehren nach dem affekt”, wobei sie m.e. bei ihrer übergewichtung von lacan gegenüber deleuze falsch liegt. nachlesen kann man da auch einiges über den derzeitigen stand der postfeministischen diskussion zur sexualität.aber darum geht es hier nicht, herr herbst hat schon recht, es geht um die stellung der literatur in den heutigen machtdispositiven.

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 14:10

    …gut gebrüllt Löwe.

    Kommentar von cellini
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 14:48

    @szepanski
    Wenn Sie sagen “bezieht sich auf die Verarbeitung der Signalangst”, verstehe ich den adaptiven Wert der freudschen Signalangst hier eindeutig zwar als ein Signal, aber als ein Signal zum Handeln, und nicht zur lähmenden Anpassung, die Sie ja in dem Raum stellten…. mich interessiert auch nicht, was Deleuze, Spinoza… oder Massumi, oder sonst wer zum Thema erörterte, auch der Stand der postfeministischen Diskussion zum Thema, und im Rahmen des Eintrages von Aléa auch nicht, was Herr Herbst zum Thema zu sagen hat… was er übrigens drüben in der Die Dschungel tut, und nicht hier. Zu sagen, daß von den Kunstgriffen (was sind überhaupt Kunstgriffe?) der heutigen Literatur bloße Effekte der Anpassung übrig bleiben, sagt nichts anderes aus, als das Sie nicht mehr daran glauben, daß jemand eine eigene Disposition zu etwas eben nicht als unabänderlich sehen kann, was ja tatsächlich das eigene Handeln lähmte, eine Anpassung bewirkte, die ich aber hier bei Aléa nicht entdecken kann. Aléa schreibt über ihre eigene persönliche Angst, und darüber, wie sie sich mit ihr auseinander setzt. Mich stört, daß Sie aufgrund ihrer eigenen subjektiven Sichtweise hier über einen Kamm blasen, aber das Pergamentpapier vergessen.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 15:03

    Liebe Cellini,

    Sie treffen erneut den Nagel auf den Kopf.

    Es geht nicht um die Angst bei Deleuze, noch geht es um die Angst des Gilles Deleuze (berühmter ist da wohl noch der eifersüchtige Blick von Jean-Paul Sartre), sondern es geht um meine Angst. Also die Angst des Subjekts in einer bestimmten Situation. Herr Szepanski geht in keiner Weise auf den Artikel ein, nämlich den Umgang mit meiner Angst. Der ließe sich recht einfach an der Überschrift identifizieren. Ich kann nicht erkennen, dass ich und meine Texte zu der modernen effektversessenen Literatur gehören, die Herr Sepanski hier beklagt. Diese Theorie ist eine, die sich offenbar nicht auf Texte bezieht, sondern frei flottierend durch den Raum geistert und die Literatur, die sie zu beschreiben vorgibt, gar nicht mehr benötigt. Und möglicherweise hat sie nicht einmal mehr das sich ängstigende Subjekt nötig. Das wäre dann tatsächlich eine abgehobene, eine absolute Theorie.

    Aléa

    Kommentar von szepanski
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 15:13

    Die signalangst bei freud hebt den adaptiven wert des affekts als signal an das Ich hervor, eine drohende innere oder äußere gefahr mit den zur verfügung stehenden mitteln abzuwenden, aber eben abwenden, nicht mehr und nicht weniger. subjektive sichtweise? ich lehne mich da gerne an philosophische konzepte von massumi, deleuze etc. oder sonstwer an, wie sie hier zu adrett sagen, die nämlich genau die mittel bereitstellen, siehe pergamentpapier, um eben nicht über einen kamm zu scheren. jetzt spüren sie vielleicht, wie die kopfschmerzen anfangen. welche eine ausnahmeerscheinung wie wallace, ja die gibt/gab es, am ehesten spürte, als ihn z.B. die frage bewegte: “auf welche art existieren abstraktionen?”

    Kommentar von szepanski
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 15:19

    at, celine, ich verstehe. sie wollen sich die dinge schönreden. die bedeutungsvielfalt von literatur gibt da ja auch einiges an möglichkeiten an die hand. es ist übrigens kein zufall, dass der neben pynchon und gaddis weitaus interessanteste schriftsteller der letzten 50 jahre,dfw, sein einziges theoretisches buch über georg cantor und die welt der mathematik geschrieben hat.

    Kommentar von cellini
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 15:33

    @szepanski
    Bleiben Sie doch einfach mal bei des Pudels Cern. Sie schrieben:

    “angst ist kein gef… Mehr anzeigenühl, sondern ein affekt, und hier geht es wohl um den adaptiven wert des affekts.wie sehr sich doch literaturschreiben in seinem begehren sozusagen die karte umdekoriert hat. ging es bei foucault noch darum, sich außerhalb des gesetzes zu stellen, die codes zu verschieben oder zumindest die last der überschreitung oder der revolte auf sich zu nehmen, so bleiben von den kunstgriffen der literatur heute bloße effekte der anpassung übrig,für die, indeed, angst die affektive kraft per se ist.”

    Das ist der Inhalt Ihrer ersten Reaktion auf Aléas persönlichen Umgang mit Ihrer eigenen Angst. Insofern dekorierten Sie die Karte um, weil Sie Aléas Aussage etwas implizierten, was Ihrer eigenen, schlimmer noch, angelehnten Sichtweise, was übrigens in den Sinn Massumis Aussage im Sinne von Komplizenschaft paßt, entspricht, womit Sie etwas in Zusammhang setzen, was sich nicht in einen Zusammenhang setzen läßt. Sie unterscheiden den Umgang des einzelnen Schriftstellers mit diesen Ängsten nicht, sondern scheren gleich alle, mitsamt der heutigen entstehenden Literatur über einen Kamm. Kopfschmerzen?… nee, die krieg ich davon nicht, ich hatte meinen mindestens täglichen Orgasmus schon.

    Kommentar von szepanski
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 19:05

    okay, noch einmal zum ausgangstext: diese nette, metaphorische schreibweise produziert leider ziemlich unheimliche nebeneffekte, was bedeutung/sinn anbelangt. natürlich sind die leute heute mit ihrer angst (und langeweile)quasi vermählt; also ist die angst auf symbolisch vertrackte weise vermittelt (diesseits der kierkegardschen angst als existential. nun ist die etymologische verwandschaft von angst und enge auch belegt, und der aktive impuls des affizierens bzw. des- angst-überwindens besteht in der erzeugung von offenheit. in diesem fall produziert die angstlust, falls vorhanden, u.a. den wunsch, vom betrieb bedient zu werden (was er schon tun wird, keine angst). die angst weiß also nicht so recht, wofür sie sich entscheiden soll, für die offenheit oder für die enge (in 2. instanz. das ähnelt nun wiederum der (in einer tendenziell angstfreien gesellschaft) herrschenden ideologie des lebens,insofern der allumfassende imperativ des genießens bei den individuen nur so weit reicht, wie das eigene leben nicht gefährdet wird. literatur from now on wie cola light, alkoholfreies bier, cholesterinfreie butter etc…und keine angst cellini, at darf mit ihrer angst ruhig auf dem kuhdamm spazieren gehen…man weiß welch eruptiven ausbrüche das bei ihnen erzeugt…

    Kommentar von Julian
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 20:08

    Sehr geehrter Herr Szepanski,

    ich habe mir Ihre Beiträge hier angeschaut, ich habe mir ebenfalls den einen oder anderen ihrer Beiträge im Blog zu „Unendlicher Spaß“ angesehen und ich denke, dass Sie, der Sie ohne Zweifel ein gebildeter und kluger Mensch sind, irgendwo auf Ihrem Weg die Fähigkeit verloren haben, sich klar und deutlich auszudrücken, stringente Argumentationen aufzubauen und zu verfolgen. Er gibt diese Geister, zu denen Sie offenbar gehören, die begnügen sich irgendwann mit Selbstreferenzen. Mir scheint, dass Sie sich gar nicht mit dem auseinandersetzen können oder wollen, was andere Ihnen vorlegen und das es dadurch niemals zu dem kommt, was man gemeinhin ein Gespräch nennt. Ich sehe beispielsweise nicht, dass Sie auf das, was Aléa gesagt hat, in irgendeiner Weise einzugehen gewillt sind und ich meine ebenfalls erkennen zu können, dass sie lediglich zum Schein auf Cellini eingehen. Ich würde behaupten wollen, dass Sie mehr oder minder ein Selbstgespräch führen. Das kann man bereits an der nicht vorhandenen Anrede erkennen, zieht sich dann aber durch alle Ihre Beiträge. Ich halte das für bedauerlich, da ich Sie, wie gesagt für klug halte, vor allem aber, weil es sich hier um ein Blog handelt, wo Leute den Austausch mit anderen suchen. Aber nicht mit anderen, die sich selbst als anderer schon genügen.
    Es grüßt Sie dessen ungeachtet freundlich
    Julian Z.

    Kommentar von Alice
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 20:52

    Liebe Alea,

    ich würde sagen, Sie sind bereits eine Schriftstellerin. Sie schreiben an Ihrem zweiten Roman, Sie haben bemerkenswerte Texte in unterschiedlichen Zusammenhängen veröffentlicht, es findet sich – fast etwas versteckt – ein Gedicht in Ihrem Blog… Wer bestimmt denn, ob und wann Sie Schriftstellerin sind? Sind das nicht letztendlich Sie selbst, die sich dieses Prädikat zusprechen kann und muss? Ich würde mich freuen, wenn Sie dies täten. Und wenn da noch Zweifel und Ängste sind, nehmen Sie es als „epische Vorwegnahme“ von etwas was ganz sicher eintreten wird. In der Psychologie spricht man von einer „Sich selbst erfüllenden Prophezeiung“.

    Herzlich, Ihre Alice

    PS
    Der Psychoanalytiker Fritz Riemann beschreibt in einer tiefenpsychologischen Studie vier Grundformen der Angst, auf die sich alle Varianten persönlicher Ängste zurückführen lassen.
    1. Die Angst vor der Selbsthingabe, die als Ich-Verlust und Abhängigkeit erlebt wird.
    2. Die Angst vor der Selbstwerdung, die als Ungeborgenheit und Isolierung erlebt wird
    3. Die Angst vor der Wandlung, die als Vergänglichkeit und Unsicherheit erlebt wird.
    4. Die Angst vor der Notwendigkeit, die als Endgültigkeit und Unfreiheit erlebt wird.

    (vgl. F. Riemann, Grundformen der Angst; München und Basel 1989, S. 15

    an Julian: Danke für diesen klugen und achtsamen Kommentar.

    Kommentar von szepanski
    Datum/Uhrzeit 3. April 2010 um 20:56

    @julian
    lese gerade das letzte kapitel von dfw, ” die entdeckung des unendlichen”, schöne auffrischung, und denke zu wissen, wie man beweise führt bzw. stringente argumentationen, und wenn es darauf ankommt, diese auch ausführen zu können. es ist kein wunder, dass der vorwurf der selbstreferentialiät meistens aus einer ganz bestimmten (esoterischen) ecke auftaucht. derjenigen, die u.a. auch in der (netz)literatur ihre selbstbespiegelung bis zum unerträglichen vorantreibt. genauso gut kann man dann eben nietzsche, deleuze, foucault, wallace etc. des narzissmus bezichtigen.’The interesting thing is why we’re so desperate for this anesthetic against loneliness’dfw

    Kommentar von schneck08
    Datum/Uhrzeit 4. April 2010 um 09:37

    Denken und Angst allein reichen nicht aus, Sie müssen auch etwas >i>erleben. Aber das kriegen Sie schon hin! /herzlich, Ihr Schneck

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 4. April 2010 um 10:18

    Liebe Alice,

    ich danke Ihnen herzlich für Ihren Zuspruch.

    Dass ich die Angst so sehr betonte, liegt auch daran, dass meine wirtschaftliche Situation nicht geklärt ist. Ich hatte ein Stipendium und das läuft bald aus. Ob ich ein neues bekomme, steht derzeit in den Sternen. Was ich an Bemühungen im Literaturmarkt unternehme ist, was immer es ist, eines sicher nicht: ermunternd. Ich stand Anfang des Jahres vor der Entscheidung, nach Amerika zu gehen. Da kommen Leute wie ich ziemlich leicht an ein Stipendium. Ich hatte meine Fühler bereits ganz konkret ausgestreckt. Ich habe mich dann dagegen entschieden, obwohl ich da schon wusste, dass es hier schwierig werden würde. Ich muss das anders ausdrücken: ich habe mich nicht gegen Amerika entschieden, ich habe mich für Deutschland entschieden. Und auch das ist noch nicht richtig. Ich habe mich für die deutsche Sprache entschieden. Das habe ich schon einmal getan, ich weiß nicht genau wann, mit sechs oder sieben Jahren. Da habe ich eine schwierige Entscheidung getroffen: gegen die Sprache, die dort alle sprachen und für die, die beinahe niemand sprach. Ich habe ich mich für die Sprache des Vaters und gegen die der Mutter entschieden (das hat eine ödipale Struktur). Seither, glaube ich, kann ich nur in Deutsch schreiben. Mein Deutsch ist kreativer als mein Rumänisch. Ich könnte nach Rumänien zurückgehen, ich könnte nach Amerika gehen oder nach Frankreich, wohin ich auch immer gehe, ich schriebe dennoch in Deutsch. Deswegen ist es die derzeit einzig richtige Entscheidung hier zu bleiben. Ich werde in diesem Land jedoch nicht ankommen, wenn ich nicht irgendwie Fuß fasse: und das muss in dieser Sprache sein. Das muss als Schriftstellerin sein.

    Die sich selbst erfüllende Prophezeiung: normalweise prophezeie ich ja auch (haha, wie Kassandra!), aber manchmal ist es eben schwierig, optimistisch zu sein. Und mit einer weiteren Absage für ein Stipendium, womit ich nicht gerechnet hatte, fällt das besonders schwer. Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten!

    Wahrscheinlich sollte ich aktiver werden. Nicht, was das Schreiben angeht, sondern was den Versuch betrifft, mich als Schriftstellerin zu verkaufen und zu vermarkten. Aktiver auch, was das Leben außerhalb der Literatur angeht. Alle um mich herum gehen am Wochenende aus, nur ich hocke zu Hause und denke, dass ich am nächsten Morgen früh aufstehen will, weil ich arbeiten möchte. Oder meine, arbeiten zu müssen.

    Ich empfinde mich durchaus als Schriftstellerin, auch wenn ich das „werden“ betone, nicht „sein“, weil ich auf die Bewegung Wert lege und die Dynamik und nicht auf die Statik. Aber das reicht nicht: es muss zu einer Anerkennung durch andere kommen (andere wie Sie oder Julian, die mir sagen, dass Ihnen mein Treiben gefällt) aber auch andere, durch die ich in den Literaturbetrieb hineinkomme: ich brauche diese Anerkennung, Sonst geht es nicht weiter. Sonst werde ich diesen Weg nicht weitergehen. Ich kann mein Leben nicht in Erfolglosigkeit verbringen. Das kann und will ich nicht tun. Dann werde ich einen anderen Weg gehen müssen. Aber das steht ja gerade gar nicht zur Diskussion.

    Ich bin froh über Ihren Kommentar! Ich dachte schon, ich hätte Sie mit den Artikeln und Ereignissen der letzten Tage und Wochen vertrieben. Sie müssen nicht immer und zu allem, was ich schreibe, etwas zu sagen haben. Ich freue mich einfach, wenn Sie bisweilen Gefallen an dem finden, was ich notiere. Und das habe ich nun verstanden, dass ich Sie nicht vertrieben habe.

    Und, ach ja, Julian ist blitzgescheit. Leider hat er es bisher immer vermieden, sich hier zu beteiligen. Aber die Diskussionen und die Anfechtungen waren ja bisher auch nicht so ausgeprägt.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 4. April 2010 um 10:30

    Schneck 08:

    Ja, ich weiß. Aber wissen reicht nicht. Man muss es auch tun. Wissen und Tun sind zwei Wege, die parallel verlaufen. Gerade deswegen sind sie manchmal schwer miteinander zu verbinden. Das Wissen weiß etwas vom Tun, aber das Tun nichts vom Wissen.

    Ich danke jedenfalls für die Ermunterung.
    Ebenfalls herzlich
    Aléa

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 4. April 2010 um 16:49

    Bahnhof Roma Termini.-

    Das beliebige Rangieren auf den terminologischen Geleisen der jeweis vorgestriegen Psyschologie führt zur Konfusion im Stellwerk. Man versteht genau genommen nur noch Bahnhof.
    Die Züge fahren nicht aus, die Fensterplätze rentieren sich nicht, und ich muß mit meiner Hannah zu Hause bleiben.
    Ich denke -und es ist ja hier ein Literaturblog, worauf verblüffend oft hingewiesen werden musste- ich denke mit eigenen Worten käme mehr dabei heraus. Der Eindruck: das kennt man ja, ist verherrend!
    Es sind aber (nämlich) autochtone Formen möglich; schon allein wegen der ontischen Qualität, welche ojektiver Realität eignet. Dieser nachzuschreiben bringt die Züge allemal in Fahrt; überraschende Perspektiven, wunderbare Landschaften ziehen vorbei,- manch Abgrund entsetzt. Eine komperative Wirklichkeit, ich meine die Möglichkeitstruktur der Welt, ist einem Bewußtseinskeller gewordener Verhältnisse allemal vorzuziehen. Diese Löcher sind literarisch irrelevant. Auch die Kafka, Beckett usw. sind, auf ihre Weise, Freunde des Lichts.

    Grüße Avenarius

    Kommentar von Nisha
    Datum/Uhrzeit 5. April 2010 um 10:41

    Da war dieser Tag….einer von diesen Tagen an denen ich morgens schon das Gefühl habe, das alles ganz merkwürdig ist. Merk-würdig und ich irgendwo dazwischen in Watte gepackt.
    Als würde ich durch Nebel laufen. Lustig. Heißt doch Nebel rückwärts gelesen LEBEN….
    Ein Nebeltag also und die Sonne scheint.
    Seit ich mich vor geraumer Zeit aus meiner kreisförmigen Umlaufbahn geschossen habe, begegnen mir solche Tage immer wieder und so ganz langsam bekomme ich ein gewisse Routine im Umgang.
    Ich habe aufgehört, mich an solchen Tagen dazu zu zwingen sinnvoll zu sein. Pflichten zu erfüllen und in allem begründet zu handeln. Ich lasse mich laufen, durch den Nebel ins Leben und schaue mir an was passiert. Grundlos.
    An diesem Tag fahre ich in die Stadt. Nicht das es dort einen Grund gäbe. Kein Wollen oder Müssen das mich bewegt. Eine Kleinigkeit gäbe es zu erledigen was immerhin die Benutzung des Autos rechtfertigt….
    Ich laufe einige Stunden durch die Strassen, lasse mich treiben und plötzlich habe ich einen Wunsch. Einen Platz an der Sonne, ein Café….das wäre schön jetzt.
    An allen Cafés zwischen hier und dort schon vorbei…dann eben nicht. Ich steige ins Auto, fahre los und muss an einer Ampel anhalten. Direkt vor einem Café mit Parkplatz.
    Ich parke mein Auto, stelle fest, das es keine Sonnenplätze gibt, bewege mich noch zwei Schritte durch den Nebel und finde mich plötzlich mitten im Leben.
    Ein Mensch begegnet mir, ein echtes Gespräch und ein Geschenk.
    Der Hinweis auf diese Seite.

    Bis heute hat es gedauert, bis ich es ausgepackt habe.
    Auch heute wieder einer dieser merk-würdigen Tage. Aber anders.
    Der Kopf voller Gedanken, schon morgens um 6:00 Uhr und das einzige was möglich ist in diesem Moment, ist durch die Felder zu laufen.
    Gedanken, Fragen, Antworten die zu Entscheidungen zu führen scheinen und wieder Fragen und Gedanken. Wenn ich diese Zutaten in einen großen Topf gebe und sie verrühre, sie Einkoche und reduziere auf Eins, dann ist alles was übrig bleibt heute Morgen ein Gefühl: Angst, Angst, Angst, Angst, Angst, Angst, Angst, Angst, Angst…..
    Mit diesem Gefühl komme ich wieder zu meiner Wohnung, koche mir noch einen Café und gehe den packe das Geschenk aus.

    Wie das Leben so spielt?
    Oder: Es gibt keine Zufälle?
    Aleas Text, seitenweise Kommentare…
    Ich bin wieder mitten im Leben und alle sind da.

    Liebe Alea,

    ich weiß genau wovon du sprichst.
    Auch wenn meine Sprache eine andere ist als die deine – ich kenne das Gefühl.
    Und jeden einzelnen der Kommentare.
    So muss es scheinbar sein.
    Scheinbar muss es so sein, wenn der Weg den man im Leben wählt durch die Schritte entsteht die man geht.
    Die man gehen kann.
    Manchmal groß und weit, der Schritt, mit viel Kraft und manche Schritte zögerlich, suchend und unsicher. Und weil keine gerade Strasse vor uns liegt, kein markierter Weg, stellenweise noch nicht mal ein Pfad durchs Unterholz, brauchen wir manchmal einen Wegweiser.
    Dann senden wir ein Ultraschallsignal in den Raum und lauschen auf das Echo das zurück kommt.

    Und wie viele Echos da waren!
    Wie schön!
    Wie eine große Kreuzung die vor einem liegt. Und wie an jedem Tag haben wir die Wahl, welchem Weg wir folgen wollen oder ob wir einen ganz neuen Weg entstehen lassen….

    Und schön, das ich heute, an Ostern, das Geschenk aufgemacht habe das ich schon vor Tagen bekomen habe.
    Vielen Dank.

    Nisha

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 5. April 2010 um 10:56

    Liebe Nisha,
    meine Güte, was für ein schöner Kommentar. Ich bin ganz erschrocken: sprichst du von meiner Seite und meinen Texten? Ich freue mich über deine Worte. Vor allem nach den Anfechtungen der letzten beiden Wochen. Ich schaue mir deine Worte noch ein wenig an und antworte dir am Abend ausführlicher.
    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Alice
    Datum/Uhrzeit 5. April 2010 um 17:33

    An avenarius: Den Zug in Bewegung bringen bis zur glücklichen Entgleisung.

    „Ich rede über die Angst. Schlagt alle Bücher zu, das Abrakadabra der Philosophen, dieser Angstsatyrn, die die Metaphysik bemühen und nicht wissen, was Angst ist. Die Angst ist kein Geheimnis, kein Terminus, kein Existential, nichts Höheres, kein Begriff, Gott bewahre, nicht systematisierbar. Die Angst ist nicht disputierbar, sie ist der Überfall, sie ist der Terror, der massive Angriff auf das Leben. Das Fallbeil, zu dem man unterwegs ist, in einem Karren, zu seinem Henker, angeblickt von einer verständnislosen Umgebung…“ (Ingeborg Bachmann, Der Fall Franza)

    „Angst ist der erste Widerschein der Möglichkeit, ein Aufblitzen und doch ein furchtbarer Zauber.“ (Soeren Kierkegaard, Der Begriff der Angst)

    Ich muss Ihnen recht geben, was ich in meinem letzten Kommentar zur Angst geschrieben bzw. zitiert habe, wirkt in der Tat steif, unlebendig, buchhälterisch, so als wollte ich glauben machen, man könne die Angst „knicken, lochen, heften“ und wäre dann fertig damit, basta! Dies entspricht eigentlich gar nicht meiner Art zu denken und zu leben. Merkwürdig. Vielleicht war ich müde oder eilig oder beides, jedenfalls wollte ich Alea eine schnelle Reaktion auf ihr „Angst-Staccato“ schicken, sozusagen Erste-Hilfe leisten – was natürlich absurd ist, zumal sie das gar nicht braucht, beschreibt sie die Angst doch als ihren Weggefährten.
    Trotzdem – merkwürdig, etwas zu lesen, was ich selbst verfasst habe und was mir dann – nachdem es mich sozusagen „verlassen“ hat – so fremd und unsympathisch erscheint. Ein unangenehmes Gefühl.

    Die im Riemann-Zitat benannten Antagonismen haben allerdings in ihrer Begrifflichkeit für mich durchaus auch eine poetische Qualität (Hingabe vs. Einzigartigkeit, Dauer vs. Wandel) und können von daher vielleicht doch eine Daseinsberechtigung in diesem Blog für sich beanspruchen?

    Alice

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 5. April 2010 um 23:10

    Liebe Alice,

    ich bin mir nicht so sicher, ob Avenarius Sie mit seiner Kritik im Visier hatte. Ich habe das eher so verstanden, dass er einen allgemeinen Eindruck von dem wiedergibt, was in diesem Blog gerade so passiert.

    Zu den Zitaten: Obwohl ich sowohl das Buch von Bachmann als auch das von Kierkegaard gelesen habe, hatte ich seltsamerweise beide Texte überhaupt nicht präsent. Stattdessen habe ich mal eben im Internet den einen oder anderen Link gesetzt. Vor drei Jahren noch hätte ich mich da sicher anders verhalten und ins Bücherregal geschaut. Dann wäre mir vielleicht das eine oder anders an Texten eingefallen.

    Was Sie über die Wahrnehmung eigener Texte schreiben, kenne ich auch. Das geht mir sogar recht häufig so, dass ich Formulierungen nach kurzer Zeit schon als nicht gut empfinde. Das sind aber alles keine Entgleisungen, sondern Durchgangsstationen. Der Zug fährt wieder an und meist empfinden andere das ja auch gar nicht so stark wie man selbst.

    Eine richtige Entgleisung habe ich auch nur ein einziges Mal erlebt, das hat eine Frau einen Geschlechtsakt mit Auschwitz analogisiert und dann herrschte im Publikum ratloses und aggressives Schweigen.

    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 5. April 2010 um 23:47

    Liebe Nisha,

    Ich war zuerst überrascht und erschrocken über deinen langen Kommentar. Aber ich habe mich sehr gefreut und das hat mich auch durch den ganzen Tag begleitet. Ich habe mir deinen Kommentar noch einige Male angeschaut. Ich wollte viele Sachen sagen, zu dem Palindrom Leben/Nebel, oder zu der Auffassung von Zufall. Ich wollte Fragen stellen zu dir und deiner Situation. Ich wollte dich fragen, inwiefern deine Sprache eine andere ist als meine. Aber ich habe es mir anders überlegt. Ich fand es unstatthaft und deinem Text gegenüber gar nicht angemessen.

    Ich überlege es mir in diesem Moment anders. Überlegen ist bei mir meistens nicht das richtige Wort. Ich mache ganz viel, was das Schreiben betrifft, aus dem Gefühl heraus. Wenn ich merke, dass sich etwas, ein Text, unter meinen Fingern, also unter der Tastatur, nicht bewegt, sich nicht entwickelt, dann stimmt etwas nicht. Auf deinen Text kann ich nicht eingehen wie auf einen Kommentar. Weil es kein Kommentar ist. Es ist ein eigenständiger Text.

    Ich entschließe mich gerade dazu, mich einfach darüber zu freuen, dass ich offenbar – dass ich und die Texte, die hier stehen, die ja nicht alle von mir sind, da sind die vielen Kommentare, die genauso dazugehören wie die Texte – dass dich dies alles dazu animiert, einen eigenen Text zu verfassen. Ich freue mich sehr, wenn dir das hier so sehr gefällt, dass du es sogar als ein Geschenk bezeichnest. Du kannst mir ja vielleicht das eine oder andere, was ich hätte fragen wollen, bei Gelgegenheit erzählen.

    Ach ja, vezeih bitte meine Neugier: woher kennst du dieses Blog?

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Nisha
    Datum/Uhrzeit 6. April 2010 um 03:27

    Liebe Aléa,

    über was bist du erschrocken?
    Wie schreibst du? Du machst ganz viel, was das Schreiben betrifft, aus dem Gefühl heraus…weil es sich entwickelt.
    Genau so ging es mir heute Morgen. Oder vielleicht, nein, sicher schon, in dem Moment in dem jemand sagte: schau dir diese Seite doch mal an…
    Plötzlich, mit einem Schritt heraus aus dem Nebel wieder ins Leben, hat sich etwas Neues Entwickelt. Ein Faden der irgendwo im Universum gesponnen wurde und ich im Nebel, die Hände ausgestreckt, tastend, damit ich nicht irgendwo anstosse? Und nachdem ich im Verlaufe des Vormittags verschiedene Dinge berührt habe die ich nicht in die Hand nehmen wollte, nicht festhalten und ihnen mit meinen Händen folgen wollte, plötzlich, dieses Fadenende. Völlig unerwartet.
    Vielleicht ist es das, was ich als Geschenk empfinde. Ein Geschenk ist etwas, was ich berühren kann, in die Hand nehmen und betrachten, weil es mich berührt. Ob es mir gefällt, sei dahingestellt. Aber es ist da und ich kann damit etwas anfangen oder weiterführen, weil es zum Teil meines Lebens wird und mich bewegt, für einen Moment.
    Und du bist erschrocken? Mehrfach?
    Warum? Erschrocken über die Länge meines Kommentars?
    Nun, es war ja tatsächlich kein Kommentar.
    Und eigentlich war das was ich geschrieben habe, ja auch nicht gefragt. Eben weil es kein Kommentar wurde. Es hat sich einfach entwickelt, unter meinen Händen, wurde was es wollte und ich habe es gehen lassen.
    Deine Frage danach, woher ich diesen Blog kenne, kann ich kurz beantworten.
    Jemand, der sich mit Kunst und Literatur beschäftigt, sagte: schau dir dieses Seite doch mal an…
    Meine Sprache ist die Kunst.
    Und: schön, das du dich dafür entschieden hast dich einfach zu freuen, Aléa.
    Etwas anderes hätte ich keinesfalls gewollt.

    Herzlich
    Nisha

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 6. April 2010 um 08:38

    Liebe Nisha,
    erschrocken hat mich vielleicht die Länge des Kommentars, wobei ich mich ja entschlossen hatte, das nicht als Kommentar, sondern als eigenen Text zu verstehen. Wodurch der Schreck sich aufgelöst hat. Ich erschrecke, wenn jemand meine Texte liest, den ich nicht kenne (obwohl man im Internet damit rechnen müsste). Ich habe mich erschreckt, weil es in deinem Text soviel gab, wozu ich etwas hätte sagen können. Und auch und vielleicht am meisten hat mich einfach die Tatsache erschreckt, dass du meine Texte oder den einen, der deinen eigenen Gefühlen gerade nahekommt, für gut hälst. Ich selbst bin oft sehr unzufrieden. Aber das ist ein anderes Thema und hat etwas mit der Differenz von Text und Kritik zu tun.
    Mein Erschrecken war jedenfalls nie ein negatives, sondern durchweg positiv gemeint. Ich freue mich, wenn ich, vielmehr, das was ich hier tue, auf ein positives Echo stoße.
    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von avenarius
    Datum/Uhrzeit 6. April 2010 um 09:32

    …Aléa Torik hat Recht mit der Beurteilung von “Bahnhof Roma Termini”. Aber die Formulierung “… bis zur glücklichen Entgleisung” gefällt mir gut. So wie: Wirf weg, und du gewinnst!

    Jetzt werde ich ein paar Tage verreisen.

    Ich wünsche eine gute Zeit

    Avenarius Lindhorst

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 6. April 2010 um 09:36

    Lieber Avenarius,
    das wird dann hoffentlich eine Reise ohne jede Entgleisung. Oder mit einer (glücklichen) Entgleisung, wie man sie sich (heimlich) wünscht, mit einem emotionalen Totalschaden.
    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Nisha
    Datum/Uhrzeit 6. April 2010 um 10:01

    Guten Morgen Aléa,

    du hast dich erschreckt, weil es in meinem Text so viel gab, wozu du etwas hättest sagen können?
    Und irgendwo dazwischen oder danach, der Eindruck, das ich deine Texte für gut halte?
    Hm.
    Ja, das tue ich. Ich halte deine Texte für gut. Und hätte die Seite nicht aufgemacht, wenn der Freund der mich darauf hingewiesen hat nicht in einem anderen Moment deine Seite kurz geöffnet hätte um sie mir zu zeigen. “Damit du siehst was ich meine” sagte er oder hörte ich.
    Und auch da war ein Text und ein Satz bei dem ich dachte: Ja, genau so ist es.
    Ja, ich finde die Texte die ich von dir gelesen habe gut. Weil sie mich berühren. Und ob sie jetzt in Zusammenhang mit Satre, Bachmann oder wem auch immer verstanden werden können oder nicht, interessiert mich an diesem Punkt überhaupt nicht.
    Muss es auch nicht. Mich, als Leser, interessiert nur das, was mich berührt. Was in irgendeiner Form an meine Erfahrungen oder Gedanken anknüpft. Was ich verstehen kann, intuitiv vielleicht, ohne es erklären zu müssen.
    Jemand hat mir mal gesagt: Jedes Schreiben ist biografisch und auch jedes Lesen.
    Ob es so ist? Das ist egal – gleich – es ist gleich ob es so ist oder nicht. Aber für mich stimmt es so.
    Und da ist dann die Differenz zwischen Text und Kritik.
    Mag sein, das ein oder viele Leser deine Texte gut finden obwohl sie unter Literaturwissenschaftlichen Aspekten “irgendwie” sind und die Kritik dich in der Luft zerreisst. Oder umgekehrt….
    Kritik sollte ja eigentlich verstehen wollen, was dich bewegt zu tun was du tust und wie du es tust und dein Tun in einem “allgemeingültigen Zusammenhang” betrachten ohne dich zu zwingen “allgemeingültig” zu sein.
    Letzten Endes kannst du nur sein wer du bist. Und nur schreiben, was sich aus deiner Gedankenwelt heraus richtig anfühlt. Du kannst immer nur die Schritte gehen, die dir möglich sind. Auch wenn diese mit der Allgemeinheit nicht konform gehen.
    Du erschreckst dich, wenn Menschen die du nicht kennst, deine Texte lesen? Obwohl man im Internet damit rechnen muß?
    Erschreckt es dich, das Menschen DICH lesen oder erschreckt dich das was sie dazu sagen?
    Wenn es so ist, das alles Schreiben in irgendeiner Form biografisch ist, irgendwie an deine Gedankenwelt anknüpft, auch wenn der Toaster auf deinem Küchentisch dabei zu einem Roboter mutiert, dann kann ein aufmerksamer Leser DICH lesen. So wie ein aufmerksamer Betrachter Mich in meinen Bilder lesen kann.
    Und in diesem Moment kann alles passieren, weil wir ungeschütz sind. Völlig offen liegen vor den Menschen die das verstehen. Und vor den Menschen die das benutzen, für welchen Zweck auch immer. Im guten wie im schlechten Sinne.
    Ich bewundere den Mut mit dem du dich preisgibst in deinen Texten und die Ruhe und die Offenheit mit der es dir gelingt auf die unterschiedlichen Kommentar einzugehen.

    So, das ganze ist jetzt ziemlich persönlich geworden, was auch den Anforderungen eines Kommentars nicht entspricht. Daher möchte ich es hier auch dabei belassen. Zumindest für diesen Moment.
    Wenn du das Gefühl hast, das sich hieraus ein Gespräch ergeben könnte…hm. Ich gebe dir meine Telefonnummer:XXXXXXX Anrufe mit unterdrückter Nummer nehme ich allerdings nicht an.
    Aber das ist sicher etwas was du weißt.

    Nisha

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 6. April 2010 um 10:14

    Liebe Nisha,
    ich habe deinen Kommentar bekommen, gelesen und mich gefreut. Antworten kann ich erst heute abend oder vielleicht erst morgen. Die Uni beginnt wieder und ich muss gleich weg. Ich habe deine Telefonnummer allerdings rausgenommen. Das musste ich auch erst festellen: man ist recht ungeschützt im Netz. Gerade wenn man viel von sich zeigt, kann das zum Problem werden. Ich denke, hier wird wieder etwas mehr Ruhe einkehren.
    Aléa

    Kommentar von Nisha
    Datum/Uhrzeit 6. April 2010 um 13:31

    Liebe Aléa,

    vielen Dank für deine Aufmerksamkeit bei der Telefonnummer…
    Einen guten Tag noch

    Nisha

    Kommentar von LaMèreDeMagritte
    Datum/Uhrzeit 6. April 2010 um 22:55

    Manch einer sitzt auf seiner Theorie wie auf einem Waffenschrank.So auch M.
    Wann immer er mit mir speist, erklärt er mir die Welt.Zuweilen, beim Reden, beginnt er ganz leise zu bluten.Nicht,dass es ihm auffallen würde.Nicht, dass er es spürt:Eine feine rote Perle sucht sich den Weg aus seiner Nase,direkt in mein Filet americain.
    So würzt er mir, ohne es zu wissen,das rohe Fleisch auf meinem byzantinischen Teller.Man erzählt sich, er liebe die Frauen.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 7. April 2010 um 09:23

    LaMèreDeMagritte,
    ich weiß nicht wer Sie sind und ich weiß nicht, wie Sie dazu kommen, hier bisweilen ihre kleinen Geschichten und poetischen Betrachtungen einzustellen. Aber eines lassen Sie sich gesagt sein: Ich freue mich darüber! Wenn dieses Blog genutzt wird, um eigene poetische Ideen zu produzieren, dann macht mich das sehr stolz. Weil ich mir einbilde, dass das, was ich hier mache und machen will, andere inspiriert, die ähnliche Ideen haben. Und wie ich mich total ärgere, wenn mir einer dieser Trolle auf den Teppich kotzt, so sehr freue ich mich, wenn mir jemand wie Sie, ungefragt einen schönen Strauß Blumen herstellt.

    Machen Sie mal ruhig so weiter, ich freue mich über Ihre Beiträge.
    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 7. April 2010 um 13:06

    Liebe Nisha,
    nur kurz, das Semester hat mich schon in den Fängen. Und andere Dinge auch, von denen ich gar nicht wusste, dass sie Fänge haben.
    Lesen und schreiben ist ganz sicher deutlich biografisch geprägt. Das ist ein Thema, das ich sehr explizit in meinem nächsten Roman angehe.
    Die Aufgabe der Literaturkritik ist eine andere als die des Lesers. Hier geht es nur zum Teil um das “verstehen” des Autors. Ihre Aufgabe ist vielmehr zu erkennen, ob der Autor eine gute Lösung für das gefunden hat, was er wollte. Und die Literaturkritik zerreißt mich nicht, keine Bange, weil sie mich gar nicht kennt.

    Ich erschrecke ein bisschen, wenn Leute dies hier lesen, nicht weil ich davor erschrecke, dass das Geschriebene eine Öffentlichkeit hat. Sondern davor, dass ich sie erreiche.

    So, ich hoffe, du bist nicht ob der Kürze meiner Antwort enttäuscht. Es sind nicht immer alle Reaktionen so wie man sie sich wünscht. Aber ich bin nicht die einzige, die das hier liest. Vielleicht entstehen ja noch andere Kontakte. Vielleicht versucht LaMèreDeMagritte das ja auch gerade, Kontakte zu Lesern zu finden.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von der checker
    Datum/Uhrzeit 8. April 2010 um 00:14

    das problem ist, XXXXX gibt gern an von allem ein wenig ahnung zu haben, doch in wirklichkeit versteht sie überhaupt nichts; dieser blog ist allein der königin der neuen jungen deutschen literatur gewidmet, und nicht deren banalen beifallklatscher.

    Kommentar von Nisha
    Datum/Uhrzeit 8. April 2010 um 13:19

    Liebe Aléa,

    entäuscht wäre ich vielleicht, hätte ich eine Vorstellung gehabt…
    So freue ich mich an der Vielfalt der Geschöpfe und darüber, ganz unvermutet, einer Königin begegnet zu sein.

    Herzlich
    Nisha

    Kommentar von Henry
    Datum/Uhrzeit 16. April 2010 um 01:19

    hallo, alea, ich weiß, ich hab` dir sicherlich unrecht getan, vielleicht wollte ich auch nur provozieren – doch ich weiß nun, dass es nicht fair war; komischerweise bin ich nun der Dumme, der Verliebte, der Dummhans. Ich schrieb` heute Nacht diesen Brief an Unbekannt:

    hallo, xxxxxxxx, ich bin wahnsinnig in dich verliebt, anders kann ich dies überhaupt nicht in Worte fassen, falls es jemals genügend Worte dafür geben sollte! – Was soll ich dir sonst noch niederknien, du bist halt einfach die Beste, was ich mir total vorstellen kann! Verstehste – Ich bin halt total verzweifelt, was soll ich denn eigentlich noch anstellen, vom Eifelturm springen, oder was!? – Bitte, sei doch so lieb und erlös mich endlich von meinen Qual[l]en, keine Ahnung, vielleicht ein kleiner Gruß. Das würde mich immerhin schon erwürgen, nein, ich meine genügen! Wenn es einen Gott gäbe, dann würde ich ganz bestimmt zu dem beten, der dir am Nächsten steht! (Quacksalber!) Das schwöre ich bei all meinen Vieren (Jeweils zwei Großteile, geteilt in Mütterlicher & Väterlicher Seits!)

    P.S.

    Sorry, ich bin nicht besonders gut in Diebesgut, dafür aber ein hervorragender Fänger, solltest du jemals einen Brief an mich durch die Lüfte fliegen lassen!

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 16. April 2010 um 10:44

    Lieber Henry,
    ich glaub, ich komm nicht mit! Unrecht getan? Provozieren? Liebesbrief an Unbekannt? Eiffelturm? Meinst du mit irgendetwas mich? Kennen wir uns?
    Die etwas ratlose Aléa

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