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Aléas Anordnungen

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    Kommentare:

  • Phorkyas: Liebe Aléa, da hatte mir der 16-stündige Arbeitstag in der Fabrik wohl den Hirnkasten was durcheinandergerüttelt, es hätte schon klar sein sollen, wen Sie meinen. Aber auch wenn dieser jemand Weggefährte meiner ‘Blogkarriere’ ist, so wollte ich hier keinen Freund bewerben...
  • Aléa Torik: Lieber Bersarin, über die Rezension im Tagesspiegel habe ich mich auch sehr gefreut. Ich finde sie gut geschrieben, und sie nimmt mit Bravour eine Hürde: die bei Nicole Henneberg nie desavouierende Differenz zwischen Urheber und Autorin, Wirklichkeit und Roman, Fiktion und...
  • bersarin: Aber das ist doch immerhin eine gute Rezension, diese Besprechung im Tagesspiegel. Und wie sich zeigt, beschäftigen die ernstzunehmenden Texte sich mit dem Inhalt und der Form des Romans – jenseits von jenem Blahfasel, Deine Arbeit im Blog sei bloß Marketing (Mut zum Denken...
  • Aléa Torik: Lieber Phorkyas, nur ganz kurz, ich muss gerade richtig arbeiten. Also schreiben. Meine heftige Ablehnung betraf nicht den Blog mit dem Pausenhofgeflüster, sondern den anderen, den ich rausgenommen habe. Trotzdem wollte ich mich bedanken, und Ihnen erklären, warum ich das so gemacht...
  • Aléa Torik: Sehr geehrter Fabian Reinecke, aller Wahrscheinlichkeit nach haben Sie recht. Das finde ich gut, weil ich es generell schätze, wenn jemand Recht hat. Ich sehe mich selbst ja viel lieber im Modus der Behauptung, also jenseits von Recht und Unrecht – und mitunter leider auch...
  • Fabian Reinecke: Siegfried Kracauer war kein Autor der FAZ, die gab es zu Ginsters Zeit noch nicht, sondern der Frankfurter Zeitung, die die FAZ für sich als Vorläufer reklamiert.
  • Phorkyas: Liebe Aléa, bitte entschuldigen Sie den etwas unbedachten Kommentar, der so geklungen haben könnte, als würde ich über diesem Pausenhofgeflüster stehen wollen, obwohl ich natürlich mittendrin bin, vielleicht zu keiner Clique gehörend und daher auch nich alles kapierend, was da so im...
  • Aléa Torik: Nachtrag drei: „Man muss sich bewusst sein, dass die wenigsten Leser zwischen dem „Ich“ im Text und dem realen Ich unterscheiden. Und dass es Leser gibt, die glauben, ein Anrecht nicht nur auf Inhalte, sondern auch auf dieses reale Ich zu haben.“, Sophia Mandelbaum, hier.
  • Aléa Torik: Nachtrag zwei: Die liebe, nette, allseits lustige, schlagfertige Frau Torik kann auch mal ungehalten werden. Aber es ist, trotz veränderter Stimmungslage, immer noch die Frau Torik, die das Weblog hier führt. Und wer das nicht versteht, der versteht sicher auch nicht, dass Hans...
  • Aléa Torik: Nachtrag: das habe ich ganz vergessen zu erzählen, in der Aufregung um das sogenannte Outing. Allerdings war es die Aufregung der anderen, nicht meine eigene. Ich habe vier Jahre ein Blog im Netz geführt mit weit über fünfhundert Artikeln und ich bin auf das, was ich hier gemacht...
  • Aléa Torik: Lieber Phorkyas, vielen Dank für den erneuten Kommentar. Ich habe mir, was ich in den vergangenen vier Jahren sehr selten getan habe, erlaubt, in Ihren Kommentar einzugreifen und einen Link zu löschen, weil ich den hier nicht haben will. Ich erklär es Ihnen. Für mich geht’s in der...
  • phorkyas: Liebe Aléa, die Trolle werden sich schon wieder trollen, aber vielleicht erleichtern sie den Abschied. Allerdings gibt es unter jenen, die nun zu Ihren Widersachern gezählt werden müssen, mindestens einen, der sich fundiert und detailliert geäussert hat [ich habe den Link an dieser...
  • Aléa Torik: @ Lotte Eisen/Bizikova/David/Anne/Sylv ia etc. Das ist also jetzt der intelligente Kommentar? Oder kommt der noch? Lotte, ich erkläre dir jetzt mal was, nicht, weil ich annehme, dass du es verstehst, sondern weil mir gerade eben zufällig ster-bens-lang-wei-lig ist. Einen Roman zu...
  • lotte eisen: Aber die “allgemeinen erheiterte Menge wird Ihnen Trost spenden.
  • lotte eisen: So ganz frei von Größenwahn scheinen Sie ja nicht zu sein.
  • Aléa Torik: Mensch Lotte, eins kann man dir jedenfalls nicht vorwerfen: dass du nicht zur allgemeinen Erheiterung beiträgst.
  • lotte eisen: Mit bedeutender Philosophie einer Literatur Bedeutung zu verschaffen ist leicht. Der einfache Analogieschluss wird zum Profil der Methode. Eine höhere Qualität des literarischen Materials a l s Kunst wird dadurch nicht hergestellt. Ich denke, dass mit dem von Claus Heck vorgestellten...
  • Aléa Torik: Lieber Bersarin, herrje! Ich dachte ebenfalls, dass endlich einmal ein gescheiter Kommentar zu meinem schönen Roman kommt, aus dem vielgepriesenen, ach so schönen Internet, dem noch viel schöneren literarischen Internet und weil ich auf keinen Fall nur nebenher antworten wollte, habe...
  • bersarin: Als ich die Zeilen des kühnen Daniel Craig las, dachte ich in einer ersten Reaktion, die ich mir fast zutraue, eine spontane Reaktion zu nennen, wenngleich jegliche Spontaneität im Sinne von Unmittelbarkeit mir eher fremd ist: Mein Gott, wie kann jemand so verdammt gute Kommentare...
  • Aléa Torik: @ Bizikova, Lotte Eisen, Anne, David, – welche Pseudonyme du dir auch noch zulegen wirst, und: Sylvia. Deine Schüler? Das hier ist ein literarisches Blog, immer noch. Hier zählen inhaltliche Auseinandersetzungen und, neben der sachlichen Ebene die das hat, vielleicht sogar noch...

  • 27 März 2010

    Moderne Kommunikation

    Meine Mittagspause, vorgestern, ein Chat bei Facebook, mit Uhrzeiten.

    11:58 Nicolas: hallo
    11:58 Aléa: na, lange nichts gehört
    11:59 Nicolas: ja, geht‘s gut?
    11:59 Aléa: so lala
    11:59 Nicolas: nämlich?
    12:00 Aléa: ich sitze an einer Arbeit und komme nicht vorwärts; ist aber wichtig
    12:00 Nicolas: über Anerkennung? äh, Identität
    12:00 Aléa: wieso Anerkennung?, ah
    12:00 Nicolas: das hängt ja bisweilen zusammen
    12:01 Aléa: bisweilen hängt so einiges zusammen, nein über Wallace, ich schreibe einen Artikel, einen Essay
    12:01 Nicolas: aha, ich verstehe
    12:01Aléa: wie viel verstehst du? kannst du das für mich zu Ende schreiben?
    12:02 Nicolas: ich muss selber einen Artikel schreiben; aber ich muss erst noch anfangen, wenn ich im richtigen Gefühl eingelullt bin, dürfte das dann aber gehen. aber das mache ich irgendwann nachts. am Montag ist Abgabedatum
    12:02 Aléa: da hast du es gut, du kannst dir noch einbilden, dass es wer weiß wie gut laufen wird
    12:02 Nicolas: richtig, und ich werde von dieser Illusion nicht ablassen, bevor er fertig ist. das ist das Programm.
    12:03 Aléa: sehr gutes Programm, hatte ich aber auch!
    12:03 Nicolas: dieses Gefühl kann gesteigert werden, indem ich das beginnen weiter verzögere.
    12:04 Aléa: ja, bis Montagmorgen und dann möchte ich nicht mit dir tauschen
    12:04 Nicolas: ich höre auf mit Ratschlägen.
    12:05 Nicolas: sonst? Any news?
    12:05 Aléa: ich habe mich mit ANH getroffen, wie kennen uns von US, hatten uns aber noch nie gesehen, er hat etwas über das Treffen geschrieben ich auch und seither kann ich Schweinerein aus meinem Blog löschen.
    12:06 Nicolas ich habe es heute gelesen. du bist selber schuld.
    12:06 Aléa: Das war ein sehr nettes Treffen
    12:06 Nicolas: wobei man ja vorher nur begrenzt was wissen kann, also bist du vielleicht doch nicht selber schuld; ja, aber unter falschen Bedingungen
    12:07 Aléa: welche Bedingungen?
    12:07 Nicolas: wie du geschrieben hast; beide denken an ihre Blogs. wie du geschrieben hast; beide denken an ihre blogs.
    12:07 Aléa: ja, das stimmt, aber nicht nur!
    12:07 Nicolas: eben. das ist Masturbation ohne Masturbation.
    12:07 Aléa: aber Masturbation ist super!
    12:08 Nicolas: ja, aber nicht Masturbation ohne Masturbation.
    12:08 Aléa: das kann ich gar nicht, ich will Leute kennenlernen, die auch schreiben.
    12:09 Nicolas: es ist ein so tun als ob man Masturbieren würde, um eine Reaktion zu bekommen. aber wenn Masturbation gut ist, dann in Selbstvergessenheit.
    12:09 Aléa: zumindest kann ich mit ihm über Literatur reden
    12:09 Nicolas:  der typ weiss auch nicht viel mehr. allenfalls hat er kontakte.
    12:09 Aléa: aber ich glaube, das reden reicht dem nicht; er schreibt auf eine sehr eigene Weise
    12:10 Nicolas: ich habe nichts von ihm gelesen ich will dich da nicht bequatschen.
    12:10 Aléa: der schreibt nicht komisch, sondern eigensinnig, außerdem: ich bin ja schon groß!
    12:11 Nicolas: grösser als ich, vermutlich.
    12:11 Aléa: darauf achte ich nicht; eher find ich‘s gut. Ich mag es auf Männer herunterzuschauen! haha!
    12:11 Nicolas: kannst ja vorbeikommen. ich bin der scheue Typ, von dem du schreibst.
    12:11 Aléa: du hast das tatsächlich gelesen!
    12:12 Nicolas: jaja. ich habe mich auch nicht aufgeregt, aber das Ganze war schon etwas doof, der Anfang mit der Mitbewohnerin ist süss.
    12:12 Aléa: was war doof?
    12:12 Nicolas: aber ich verschwende meine Zeit ja auch. eben diese Bespiegelungen.
    12:13 Aléa: welche Bespiegelungen? Womit? Zeit meine ich. Ich verschwende nichts
    12:13 Nicolas: was ihr halt da inszeniert habt.
    12:14 Aléa: ich muss immer wissen was doof und was gut ist an meinen Sachen; war das eine Inszenierung?
    12:14 Nicolas: er hat ein zwei sehr gute Punkte in seinem Artikel. er schreibt, dass du ihn nicht aus seiner Inszeniertheit hinauslässt. und dass du erstaunlich stark an den Literaturbetrieb glaubst; zweiteres finde ich uninteressant. aber das jemanden nicht aus seiner Inszeniertheit herauslassen ist noch interessant.
    12:16 Aléa: ich glaube nicht an den Betrieb, aber an die Literatur, vielleicht nicht einmal das
    12:16 Nicolas: es deutet auch auf eine Schwäche seinerseits hin. wie gesagt, die Literaturbetriebsgeschichte interessiert mich nicht.
    12:17 Aléa: bin ich dran?
    12:17 Nicolas: ja.
    12:17 Aléa: o.k.
    12:17 Nicolas: ich will nicht nerven
    12:18 Aléa: wenn es eine Inszenierung war, dann war sie aber gelungen; finde ich; für mich war sie das; aber für mich war es auch keine Inszenierung
    12:19 Nicolas: ja, aber die Inszeniertheit ist ja der Punkt, nicht ob gut oder schlecht inszeniert wurde.
    12:19 Aléa: ich schicke dir mal eben ein Video, ich muss zur Toilette
    12:19 Nicolas: für die Inszenierung war früher, glaube ich, so etwas wie die gesellschaftliche Konvention zuständig. heute scheint sie sich zwischen der Idiosynkrasie der Leute abzuspielen.
    12:21 Aléa: vielleicht hast du recht, die Reaktionen der Leute auf seiner Seite sind jedenfalls interessant, ich lerne etwas daraus, ich weiß nur noch nicht was es ist; ich schreibe den Artikel zu Ende und dann kann ich endlich wieder an meinem Roman arbeiten; da freue mich drauf, wie Urlaub, nur besser; wie gefällt dir die Musik?
    12:24 Nicolas: ich bin nicht so ein Fan dieser Musik, aber die Klassiker sind schon schön.
    12:24 Aléa: welche Klassiker? Wann ist dein Umzug?
    12:25 Nicolas: Orbital; das waren ja so trip-hop Pioniere oder so, oder? mein Umzug ist Mitte April, es wird ein wahnsinniges Chaos.
    12:26 Aléa: ah, die kenne ich wieder nicht, ich kenne nur dieses Lied; wahnsinniges Chaos klingt gut, mir schreibt doch gerade jemand in meinem Blog: „sie sind echt ein Grund nicht mehr zu bloggen“; wieso schreibt der das?
    12:27 Nicolas: keine Ahnung. vielleicht solltest du mal in die Provinz.
    12:27 Aléa: da komme ich her!
    12:28 Nicolas: jaja, aber man muss ja mit geschärften Augen dahin zurück.
    12:28 Aléa: ich gehe im Sommer vielleicht für zwei Wochen nach Siebenbürgen. Ich muss mich erholen, glaube ich jedenfalls
    12:28 Nicolas: ich lese gerade Sein und Zeit von Heidegger. das ist ultra provinziell, aber zugleich sehr modern. ich finde es enorm reich.
    12:28 Aléa: mit geschärften Fingernägeln
    12:28 Nicolas: hmhm
    12:29 Aléa: ich finde Heidegger nicht gut, der Mann schreibt nicht gut
    12:29 Nicolas: aber er hat relativ gut gedacht
    12:29 Aléa: aber beim Aufschreiben hat‘s gehapert
    12:29 Nicolas: und er schreibt schon auch gut
    12:29 Aléa: ja, denken konnte er, er schreibt aber scheiße, haha
    12:30 Nicolas: nein nein.
    12:30 Aléa: sag mir eine gute Formulierung
    12:30 Nicolas: manchmal habe ich Lust, Leute (vornehmlich Frauen) zu mir zu locken und ihnen zu zeigen, wie die Dinge funktionieren
    12:30 Aléa: das ist von Heidegger?
    12:30 Nicolas: ach so, von Heidegger
    12:30 Aléa: ich meine die Formulierung, was willst du ihnen zu zeigen? Zeigen meine ich; im rumänischen wurde man den Infinitiv anders setzten, aber du kannst ja kein Rumänisch, du kannst ja nur dieses Heidegger-Deutsch, haha.
    12:31 Nicolas: nein nein. ich denke, manchmal kann es nicht so schwer sein, die Leute aus ihren fixen Ideen etwas zu lösen
    12:32 Aléa: Heidegger hatte fixe Ideen? dieser Typ bekommt jetzt eine Antwort von mir, so eine gepfefferte, wie nennt man das?
    12:32 Nicolas: vielleicht haben und sind wir ja mehr als unsere fixen Ideen
    12:32 Aléa: oder vielleicht auch eine freundliche, wer hat fixe Ideen?
    12:33 Nicolas: hallo?
    12:34 Aléa: hallo? wieso hallo? ich bin doch da, ich? habe ich fixe Ideen?
    12:34 Nicolas: ja klar
    12:34 Aléa: welche denn?
    12:34 Nicolas: ich natürlich auch, alle haben welche
    12:34 Aléa: der Typ schreibt schon wieder einen Kommentar in meinem Blog; ich habe keinen fixen Ideen, ich habe gute Ideen ich kann sie nur nicht umsetzen, nicht immer
    12:34 Nicolas: ich glaube bei dir ist es auch die Notwendigkeit, reagieren können zu müssen, haha; wie man sieht auch mit Erfolg reagieren können zu müssen. weil das war lustig. “Als geworfenes existierend bleibt das Dasein ständig hinter seinen Möglichkeiten zurück”. Das ist ein guter Satz. aber reden wir lieber über uns als über Heidegger
    12:36 Aléa: dass das Dasein hinter den Möglichkeiten zurückbleibt ist eine Phrase. Das wusste ich schon mit fünf, da wollte ich was haben und hab‘s nicht bekommen. Werfen muss man‘s dazu auch nicht, und auch das nicht geworfene Dasein ist zurückgeblieben, der schreibt eben schlecht.
    12:37 Nicolas: jaja. lassen wir Heidegger. das habe ich ja schon gesagt.
    12:37 Aléa: jetzt kommt Olga, die hat das Blog gelesen, dass ich sie pfählen wollte um zu überprüfen, ob sie noch lebt, ich krieg Ärger, nein, jetzt lacht sie, die andere Freundin ist übrigens Marie, die Schauspielerin, aber die wohnt nicht hier, mit der gehe ich sonntags Kuchen essen
    12:39 Nicolas: ich verstehe
    12:39 Aléa: bis zum nächsten Kuchen muss ich fertig sein mit meinem Artikel; was verstehst du?, ich schreibe dem Kommentator den Satz von Heidegger; vielleicht macht ihm das bloggen dann wieder mehr Spaß
    12:39 Nicolas: dass es die ist, mit der du sonntags Kuchen essen gehst. ja. schreib ihm das dazu.
    12:41 Aléa: gibt es eine Möglichkeit den Verlauf des Chats zu markieren und zu kopieren? erst diese Frage beantworten, dann eine eigene stellen
    12:42 Nicolas: redest du von unserem Chat?
    12:42 Aléa: erst diese Frage beantworten, dann eine eigene stellen!
    12:42 Nicolas: ja, es gibt diese Möglichkeit.
    12:43 Aléa: sehr schlau, ja ich rede von diesem hier, ich würds gerne einstellen in mein Blog, ich finds gut, mir gefällt das.
    12:43 Nicolas: ist erlaubt. ich maile ihn dir. du kannst es ja noch bearbeiten. der Anfang war besser als der Schluss.
    12:45 Aléa: ja, ich bearbeite die Rechtschreibung und schicke es dir auf jeden Fall vorher, ob du einverstanden bist; aber wenn ich den Chat schließe, sind die Nachrichten weg, oder?
    12:45 Nicolas: gut gut. dann kann ich noch geniale Eingebungen einarbeiten. ja. aber du kannst, wenn er noch geöffnet ist, alles markieren und dann copy pasten.
    12:46 Aléa: Strg + A funktioniert nicht
    12:47 Nicolas: nein, du musst über den ganzen Text drüberfahren, ich gehe kurz eine rauchen. bist du dann noch da?
    12:47 Aléa: ja klar, drüberfahren? kann ich deinen Namen angeben?
    12:55 Nicolas: mein Vorname ist okay
    12:55 Aléa: mit einer mail-adresse?
    12:55 Nicolas: nein
    12:55 Aléa: dann könntest du dich einmischen, wenn ein Kommentar kommt, ok.
    12:56 Nicolas: ich kann mich ja im Zweifelsfall anmelden, aber ich kommentiere eigentlich nicht in Blogs.
    12:56 Aléa: ein Mann von Grundsätzen; Wie denn? ach so als Kommentar natürlich.
    12:57 Nicolas: ja
    12:57 Aléa: klar; ist das in Ordnung, wenn ich jetzt aussteige? Mein Artikel wartet
    12:57 Nicolas: ja, ich muss eh baden
    12:58 Aléa: bade! fein
    12:58 Nicolas: mach‘s gut, liebes Torici
    12:58 Aléa: nein nicht fein, das Wort fein ist nicht fein, schön meine ich, also nicht schön
    12:58 Nicolas: doch, das ist okay
    12:58 Aléa: mach‘s auch gut, lieber Nici
    12:58 Nicolas: tust du mir einen Gefallen?
    12:58 Aléa: ja; absolut jeden; haha!
    12:58 Nicolas: liest Pünktchen und Anton von Kästner. lies
    12:58 Aléa: jawohl mache ich
    12:58 Nicolas: es gibt auch ein Bild dazu
    12:58 Aléa: kann man‘s mit Bild leichter verstehen?
    12:59 Nicolas: ich habe es neulich gepostet; bei meinen Fotos
    12:59 Aléa: ich schaus an, das Bild
    12:59 Nicolas: es sind erst zwei Bilder da, ah, du kennst die eh schon
    12:59 Aléa: ich erinnere mich sogar
    12:59 Nicolas: gut
    12:59 Aléa: es ist gelb.
    12:59 Nicolas: gut
    12:59 Aléa: das Buch, gelb, ist das ein Kinderbuch?
    12:59 Nicolas: unabhängig davon, lies das buch
    13:00 Aléa: ich lese es
    13:00 Nicolas: das ist in einer guten Stunde oder so zu machen
    13:00 Aléa: jawohl, bis bald
    13:00 Nicolas: du bekommst es antiquarisch sicher günstig, bis bald
    13:00 Aléa: ciao

    Vielen Dank an Nicolas für die Zustimmung zur Veröffentlichung!

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von cellini
    Datum/Uhrzeit 28. März 2010 um 00:01

    Liebe Aléa,

    ich versuch’s jetzt nochmal mit einem Kommentar. Irgendwie klappt das nicht beim ersten Mal. Der Kommentar erscheint nicht, wenn ich dann das Captcha nicht richtig eingegeben habe, erscheint der Kommentar vielleicht garnicht? Mach ich was falsch? Wenn der Kommentar jetzt zwei Mal bei Ihnen ankommt, dann bitte einen löschen.

    Hab’s jetzt schon mehrere Male gelesen. Versuch eine Begrifflichkeit zu finden. Feinsinnig fällt mir spontan ein. Ist aber trotzdem nicht das richtige Wort dafür… feinsinnig dann doch… weil ein spürbar feiner Sinn einen Zwischenraum ermöglicht. Jeder ausgesprochene Satz sendet eine Schwingung aus, übers Netz geführt, trifft diese meistens sofort…. auf ihre Gegenbewegung, hat aber trotzdem eigenen Raum für die eigene Strecke zur Verfügung. Hätte diese Unterhaltung sich direkt gegenüber sitzend stattgefunden, wäre dieser Raum für die eigene Strecke mit kurzem Abstand zur Körperlichkeit des anderen von diesem sofort vereinnahmt worden.

    Übers Netz geführte Unterhaltungen erzeugen ganz andere Frequenzen, als direkt geführte.

    Tat gut, d a s zu lesen.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 28. März 2010 um 08:51

    Liebe Cellini,

    was das Eintragen von Kommentaren angeht: ich habe das gerade geprüft, Sie haben Recht, da funktioniert etwas nicht richtig. Ich sorge dafür, dass das im Laufe der kommenden Woche geregelt wird.

    Sie haben das schön beschrieben, ich fand‘s richtig lyrisch. Man redet, weil beide ja dauernd tippen, immer ein bisschen aneinander vorbei. Und das erzeugt beim Lesen dann eine gewisse Spannung. Dieses “Gespräch” war zwischen Flirt, Schlagfertigkeit, Wissen angesiedelt. Es wäre sehr interessant, wenn man das noch einmal wiederholen könnte. mit einander gegenübersitzenden Gesprächspartnern: was würde da anders sein?

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 28. März 2010 um 10:17

    Es scheint hier so einiges nicht zu funktionieren: ich bekomme auch keine Nachrichen, wenn auf meine Seite verlinkt wird. Ich sehe gerade, dass Cellini zu dem hier Geäußerten einen ausführlicheren Artikel in den Dschungeln schreibt.

    Kommentar von cellini
    Datum/Uhrzeit 28. März 2010 um 10:45

    körper an sich ist auch immer osszilator. einer, der ein eigenes steuerelement zur verfügung hat, um schwingungen aufnehmen, verarbeiten, antworten zu können, was aber unter umständen bedeuten kann, daß ein möglicher dämpfungswert eben nicht gleich null geht. für mich ist das lesen am bildschirm und auch eine unterhaltung über skype (ich schließe hier einmal solche unterhaltungen per chat, die sexuellen charakter haben, völlig aus, denn diese wirken immer direkt im körper. dies nur zur klärung meiner absicht) erst einmal fern jedweder reibung, die eine frequenz, eine schwingung nähren könnte. was mich aber erstaunt, ist mein empfinden beim lesen ihres textes. der mögliche dämpfungswert einer solch geführten unterhaltung ist einerseits sehr hoch, schafft aber gerade deshalb eine art freien raum, der es deshalb andererseits ermöglicht, daß das geschriebengesprochene direkt ins hirn geht, dort auch direkter, und somit dann doch, aber wie auf umwegen, auch im körper wirkt, also auch doch ossziliert… aber eben so ganz anders. wäre flüchtig das richtig wort? nach der kommunikation klicke ich den ganzen geschriebenen verlauf dieser einfach weg, er ist dann auch wie weg. im körper verbleibt vielleicht, wenn überhaupt!, dann für eine kurze zeit ein gefühl… im hirn eine erinnerung, evtl, noch eine headline. klingt völlig ambivalent, ich weiß. in einer direkten unterhaltung hingegen ist körper, auch durch die möglichkeit seiner eigenen sprache, an sich auch immer gleich beteiligt. ich sehe den anderen, nehme ihn wahr, der austausch von kommunikation findet von beginn an wie auf einer anderen ebene statt.

    ich muß das, glaube ich, nochmal anders ausformulieren… das waren jetzt so die ersten gedanken.

    Kommentar von Teresa
    Datum/Uhrzeit 29. März 2010 um 07:38

    Liebe Alea,

    ein sehr schönes Blog haben Sie, mit vielen wunderbaren Texten, manche wie hingehaucht an eine Glasscheibe – mit leicht federndem Gang geschrieben. Die Wirkung Ihrer Texte, jedes Mal eine andere. So wie auch der Hauch an eine Fensterscheibe – abhängig von der Außen- und Innentemperatur – immer wieder andere geformte Abdrücke auf dem Glas zurück lässt.

    Mir gefiel gut, was Cellini hier (wie auch drüben in “Der Dschungel”) zu ihrer Wahrnehmung dieser Netzkommunikation schrieb. Eine Erfahrung, die ich teile. Mehr noch, da ich sehr viel digital kommuniziere: Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht wird immer anders ablaufen, da ich meinem Gesprächspartner direkt in die Augen sehe und auch seine non-verbale Kommunikation wahrnehme. All dies entfällt, wenn ich mein Gegenüber nicht sichtbar vor Augen habe.
    Etwas differenzierter ist es, wenn ich den anderen wenigstens mittels Webcam sehe oder auch nur höre; auch dann – je nachdem wie die Kamera eingestellt ist – nehme ich evt. nicht sein gesamtes körperliches Verhalten wahr (weil ich vielleicht nur den Kopf oder Oberkörper sehe), aber ich kann ggf. wenigstens erkennen, ob er auf mich konzentriert, nervös oder in irgendeiner Weise abgelenkt ist.

    Was ich an der digitalen Kommunikation schätze (also wenn sie wirklich ohne audio-visuelle Hilfsmittel wie eine Webcam oder Skype abläuft), dass man sich in der Regel auf das aller Notwendigste an Botschaften beschränkt. Man kommt schneller auf den Punkt, konzentriert sich vielmehr auf seine Kernbotschaft, auf das, was man selbst als Gesprächspartner unvermittelt rüber bringen oder los werden möchte. DAS spiegelt sich auch sehr schön in Ihrer Unterhaltung mit Nicolas wider, wenn Sie sagen “erst diese Frage beantworten, dann eigene stellen”. Hier musste ich beim Lesen schmunzeln, weil mir das selbst auch schon oft so ging… ach was schreibe ich, eigentlich bei jeder Netzkommunikation dieser Art erlebe ich das.

    Ansonsten möchte ich Ihnen noch danken für Ihr positives Feedback drüben im “Dschungel” auf meine Wahrnehmung zu Ihrer Begegnung mit ANH und meinen Vorschlag, eine weitere Perspektive hinzu zu fügen. Ich möchte noch abwarten, ob Herr Herbst darauf eingeht (er hat eine Menge um die Ohren), bevor ich in die Tastatur und somit zur schreibenden Tat schreite.

    Ich wünsche Ihnen einen guten Start in diese vor-österliche Woche und sende Ihnen herzliche Grüße
    Teresa
    P.S.: ich hoffe, das Captcha funktioniert…

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. März 2010 um 09:03

    Guten Morgen liebe Teresa,

    ich freue mich über diese Nachricht, das Captcha funktioniert. Ich werde im Laufe des Tages, vermutlich erst spät abends, darauf reagieren. Die vergangenen Tage sind mir zwischen den Fingern verlaufen. das hat mich geärgert, weil ich so viele Pläne hatte. Dieses verschwinden ganzer Tage zwischen meinen schmalen Fingern, das soll sich heute ändern. Das war die Lust, die ich beim Aufstehen gespürt habe. Nun will ich meinen Plan verfolgen und diese Lust auch weiter spüren. Und keine Unlust, weil ich vom Lustplan abweiche. Obwohl Lust und Plan verschiedene Register sind. Ich habe auch Lust, diese Mail zu beantworten, aber ich verschiebe es auf heute Abend. Verschieben ist allerdings auch nicht gerade aus dem Lustregister. Ohje! Heute Abend bekommen Sie eine Antwort und ich freue mich darauf!

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. März 2010 um 10:02

    Liebe Teresa,
    kleiner Nachtrag: vielleicht reagiert ANH auch gar nicht mehr auf diese Idee. Ich glaube, der muss viele Sachen einfach abhaken, weil er sich sonst verzettelt. Wenn es Ihnen wichtig ist, dann schreiben Sie ihm doch noch mal eine kurze Mail. Vielleicht hat er Ihr Angebot schon vergessen. Ich empfinde das als eine sehr schöne Idee und gute Gelegenheit. Und ich nutze auch, sowie es irgend geht, jede Gelegenheit zum Schreiben. Zum Üben.

    Aléa

    Kommentar von ANH
    Datum/Uhrzeit 29. März 2010 um 11:39

    Liebe Theresa, liebe Aléa,
    ich lese gerade den Kommentarwechsel. Teresas Vorschlag fand ich sehr spannend, war aber nicht auf den Gedanken gekommen, daß sie selbst sich dranstetzen wollte… also daß Sie, Teresa, sich dransetzen wollten. Auf einem eigenen Weblog? Hier? Oder in Der Dschungel?
    Mein Tag heute ist zerspellt. Wegen einer privaten, unguten Geschichte. Und wegen des DSL-Anschlusses. Ich warte auf die Techniker. Obendrein muckt die DSL-Box. Also ich werde heute (Montag) etwas zurückhaltend sein, insgesamt.

    ANH

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. März 2010 um 12:06

    Lieber Alban, liebe Teresa,

    die Frage nach dem Ort hatte ich mir gar nicht gestellt, ich vermute in den Dschungeln. Aber das muss Teresa entscheiden. Sie kann, wenn sie nur einen Text schreiben will, ihn auch gerne hier oder an beiden Orten gleichzeitig veröffentlichen. Ich lasse ihren Text, wenn Sie das möchte, gerne auch als Gastbeitrag laufen. Vielleicht will sie aber ein eigenes Projekt aufmachen, da braucht es dann aber mehr als einen Text.
    Ich bin gespannt, werde aber erst am späteren Abend wieder reagieren können.
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 29. März 2010 um 21:41

    Liebe Terese,

    erst einmal vielen Dank für Ihren Kommentar in meinem Blog hier. Ich empfinde solche Kommentare immer als Verschönerung und der Ihre gefällt mir ganz besonders. Die beschlagene Scheibe ist ein schönes Bild!

    Dem Treffen von ANH und mir die Perspektive einer Erzählerin oder eines Erzählers hinzuzufügen, empfinde ich als eine sehr schöne Idee, ausgesprochen literarisch. Wir beide haben uns getroffen und haben verabredet – ohne das irgendwie zu konkretisieren – am nächsten Morgen in unseren Blogs davon zu berichten. Das Treffen hat tatsächlich stattgefunden, aber der Bericht davon ist fiktiv. Das ist keine unwesentliche Differenz. Und das empfinden ANH und ich als sehr literarisch. Ich wäre gespannt, wie Ihre Perspektive dazu aussieht, da gibt es ja viele interessante Möglichkeiten. Ich wäre sogar sehr gespannt! Mir gehen da selbst schon die abenteuerlichsten Konstruktionen durch den Kopf. Aber da mische ich mich nicht ein, das ist jetzt Ihre Aufgabe.

    Was geklärt werden muss, ist, wie ANH darauf hingewiesen hat, der Ort an dem Ihr Text erscheinen soll. Selbstverständlich steht dieses Blog dafür offen, nicht als Kommentar, sondern „oben“, bei den Texten (mit der kleinen Einschränkung, dass es irgendwie zu meiner Literatur passt, also nicht die ganz andere Richtung ist, keinen Porno und keine Krimis, alles andere ist machbar). Allerdings glaube ich, ohne Ihren Text zu kennen, ich unterstelle mehr als zu glauben, dass er besser in die Dschungel passt. Das ist auch der deutlich größere Resonanzkörper. Das müssen Sie dann natürlich mit ANH klären. Wobei der wohl derzeit etwas angespannt ist und gerade Leute, Frauen, Freunde vor die Türe setzt, mit denen er schon lange zusammen ist und arbeitet und er dadurch womöglich keine weiteren Experimente in diese Richtung unternehmen will. Aber das sind Spekulationen.

    Oder Sie beginnen ein eigenes Projekt, aber da ist es sinnvoll ein bisschen Vorbereitungszeit einzuplanen. Wenn Sie das wollen, können Sie Ihren Text mit den entsprechenden Links zu unseren beiden ja dann in Ihrem eigenen Blog einstellen. Allerdings ist dann noch mehr Zeit vergangen. Und im Netz, so meine Erfahrung, wird sehr schnell abgehakt und vergessen. Das gilt für die Leser und für einen selbst auch. Also wahrscheinlich einfach losschreiben, ein Ort findet sich dann.

    Ich würde Ihnen sehr gerne noch etwas von David Foster Wallace zitieren, aber das ist zu lang, um es abzutippen. Das müssen Sie einmal lesen, wenn Ihnen das Buch über den Weg läuft. Die dort beschriebenen Ereignisse sind in der Zukunft angesiedelt und Wallace ist davon ausgegangen, dass dann alle Menschen über Videophone miteinander telefonieren. Die Stelle von der ich spreche, beschreibt, warum die Videophonie, wieder abgeschafft wird und findet sich auf den Seiten 207 bis 216.

    Noch etwas: würden Sie mir vielleicht ein paar Informationen zu Ihren literarischen Ambitionen und Tätigkeiten schreiben?!

    Herzlich und gespannt auf Ihre Reaktion

    Aléa

    Kommentar von Teresa
    Datum/Uhrzeit 30. März 2010 um 23:10

    Liebe Aléa,
    bin gerade etwas im vor-österlichen Stress, melde mich noch ausführlicher vor Ostern.
    Dies als kurze Zwischeninfo, nicht dass Sie denken, ich sei “vor Schreck” abgetaucht.
    Bis dahin
    herzlichst Teresa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 30. März 2010 um 23:57

    Liebe Teresa,

    diesen Familienstress an Ostern und Weihnachten kenne ich nur von Freunden, meine Familie lebt hier und das ist mir ein bisschen weit weg. Trennen Sie sich von allem, was Ihnen lieb und teuer ist, dann können Sie den ganzen Tag nach Lust und Laune schreiben.

    Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Und natürlich schöne Ostern!

    Aléa