15 März 2010
Die Malediven
Ich habe einen Roman geschrieben. Ich schreibe an einem zweiten. Ich schreibe für das Blog. Ich schreibe an meiner Dissertation. Und ich schreibe aberhunderte Emails im Jahr. Das ist Arbeit, macht aber auch Spaß. Das hat viel, und hier kommt eine gewichtige Vokabel, das hat sehr viel mit Genießen zu tun. Wenn ich mal keine Lust mehr auf das Schreiben habe, dann versuche ich mich als Herausgeberin einer Anthologie. Da dürfen nur Frauen schreiben. Worüber sie schreiben, ist mir egal. Ich gebe keine Themen vor. Die einzige Bedingung ist, dass alles was sie schreiben, schlecht geschrieben ist. So schlecht wie möglich. Dieses Buch bekommt den Titel: „Die Malediven“.
Gerade ist die Internationale Tourismus Börse in Berlin. Die Stadt ist mit Plakaten von Urlaubsgegenden wie den Malediven behängt. Da kommt man dann schon mal auf kuriose Ideen. Mitten im schmuddeligen Dreckswetter hängen in Berlin Bilder von sauberen Traumstränden. Als sei das eine die sogenannte Erste und das andere die Dritte Welt.
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: März 15th, 2010 unter mittel, Paralipomena












Kommentar von kid37
Datum/Uhrzeit 15. März 2010 um 22:25
Sind das doch nicht eher männliche Diven?
(So wie in “female/feel male” (Patti Smith)?)