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  • Phorkyas: Liebe Alea, dieses Kommentarfeld hier hatte ich übersehen. Das ist eine sehr runde Sache geworden, Ihr Roman, wie ich finde – das lange Leiden und Feilen hat sich also gelohnt. Mir hat die Beschreibung von Marijans Mobilitätstraining sehr gefallen. Ich weiß nicht, ob Sie das schon...
  • Aléa Torik: Lieber Avenarius, vielen Dank für die wohlmeinenden Worte. Die tun mir mehr gut als Sie glauben mögen. Ich werde weitermachen, weil es auch für den nächsten Roman wichtig ist. Und ich werde wohl die Kommentarfunktion deaktivieren. Das ist eine schwierigere Entscheidung als man...
  • avenarius: Liebe Alea, im Verhältnis zu Ihrer vorherigen Präsenz haben Sie sich bereits aus dem Netz zurückgezogen. Aber warum sollte ein Blog nur wegen verminderter Aktivität aufgegeben werden. Ich würde weiterköcheln – auf Sparflamme. Frohe Ostertage wünscht - avenarius
  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, dafür gibt es einige Gründe und einige andere, die dagegen sprechen. Ich muss mir noch überlegen, wie ich das formuliere. Einmal für mich selbst und einmal hier, in der Öffentlichkeit. Ich hatte Anfang März schon überlegt, mich gänzlich aus dem Netz zurückzuziehen:...
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  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, ich überlege, die Kommentarfunktion gänzlich auszuschalten. Ich habe mich aber noch nicht entschieden. Aléa
  • Azadeh Sepehri: Liebe Alea, warum kann man unter Ihren letzten Beiträgen keine Kommentare hinterlassen?
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  • Aléa Torik: Liebe Azadeh, ich schlage vor, wir warten bis zur Veröffentlichung davon, was im Januar 2013 der Fall sein wird, und dann kann jeder entscheiden, was mein richtiger Name ist, was das richtige und das falsche Verhalten war. Herzlich Aléa
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  • Aléa Torik: Lieber Holio, Sie können hier gerne mit Ihrem Meißel klopfen. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn dabei etwas anderes herauskommt als ich das beabsichtigt habe. Soviel verstehe ich von Literatur, um zu wissen, dass die Autorin eine Interpretation unter anderen hat. Es stehen, sowie...
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  • 06 März 2010

    Des Gesagten, des Gemeinten und des Gemurmelten

    Ich habe eine Anzeige bei google gesehen: „Rosenkränze: günstig und gut“.

    Ich kann vielleicht entscheiden, ob ein Rosenkranz günstig ist. Oder ich kann mir zumindest vorstellen, wie ich das herausfinde. Rosenkränze unterscheiden sich in diesem Punkt nicht von anderen Konsumgütern. Wie aber, frage ich mich, finde ich heraus, ob ein Rosenkranz gut ist? Rollt er leicht zwischen den Fingern hindurch? Ist das wie mit der Tastatur eines Rechners? Bei meinem Laptop schreibe ich, wenn ich Zuhause bin, mit einer externen Tastatur. Weil die viel schneller ist, ergonomischer und sehr viel griffiger. Vielleicht unterscheiden sich Rosenkränze auch hinsichtlich ihrer Ergonomie. Ohne jede Angst vor einer Sehnenscheidenentzündung kann man stundenlang Gebete sprechen. Vielleicht klappt das mit den Texten, die man dabei spricht, besser, wenn der Rosenkranz verschleißfrei durch die Finger läuft. Nach einer Million hingemurmelter Worte ist da womöglich ein Unterschied in der Leichtläufigkeit zu bemerken.

    Ich kenne mich mit Rosenkränzen nicht aus. Aber wäre es nicht vielleicht besser, beim Beten hin und wieder zu stolpern, um inne zu halten und sich des Gesagten, des Gemeinten und des Gemurmelten gewahr zu werden? Wäre ein weniger ergonomisch gestalteter Rosenkranz nicht vielleicht das, was man eigentlich bräuchte? Vielleicht wär Stacheldraht der bessere Rosenkranz. Christus hat auch eine Dornenkrone getragen, kein Baumwolltuch. Vielleicht sollte man spätestens beim Beten aufhören, sich das Leben so ergonomisch wie möglich zu gestalten. Wer nebenbei beten kann, der betet vielleicht gar nicht. Der sollte es lieber lassen und das Fluchen üben.

    Ist das vielleicht der Versuch, es sich leicht zu machen? Mit dem Beten und der Kontemplation. Das hat zwar etwas mit sich-verlieren zu tun. Aber man muss sich dann ja, wenn man sich verloren hat, auch wiederfinden. Und das ist schwer. Das ist schon nicht leicht, wenn man weiß wo und wie man ist. Aber richtig schwer ist es, wenn man das nicht mehr weiß.

    Wie gesagt, ich verstehe nichts von Rosenkränzen.

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von Alice
    Datum/Uhrzeit 9. März 2010 um 11:49

    Liebe Alea,

    ob es einen Rosenkranz aus Stacheldraht gibt, weiß ich nicht, aber es gab einen hinter Stacheldraht: Im Konzentrationslager Dachau fand sich ein Rosenkranz, dessen Perlen aus Brotkrumen geformt waren. Die Perlen waren auf aus der Häftlingskleidung gezogenen Fäden aufgefädelt.

    Herzlichst, Alice

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 9. März 2010 um 12:34

    Liebe Alice,

    ich war, wie angekündigt, die ganze Woche sehr beschäftigt und habe nicht ins Netz geschaut, weder auf meine eigene Seite noch bei anderen (ich war etwas aktiver bei Alban Nikolai Herbst und hatte auch angenommen, dass ich dort mehr schreibe, aber dann sind zu viele andere Arbeiten gekommen, die ich nicht habe aufschieben können).

    Ich würde gerne antworten, dass es sich bei dem, was Sie da erzählen, um eine schöne Geschichte handelt. Aber das ist es ja nicht. Nichts, was das KZ betrifft, kann man als eine schöne Geschichte bezeichnen. Es ist vielmehr eine von Verzweiflung und Hoffnung. Es ist es eine grauenvolle Geschichte. Wie schlimm kann das Leben werden, dass man so etwas tut? Und doch ist es auch eine schöne Geschichte: dass es, wo immer man ist, noch einen Funken Hoffnung gibt und es nie so dunkel wird, dass es nicht noch einen kleinen Funken, ein Fünkchen Hoffnung gibt.

    Diese Dimension hat mein obiger Artikel nicht bedacht. Ich danke Ihnen für die Erweiterung.

    Herzlich

    Aléa