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  • lotte eisen: Aber die “allgemeinen erheiterte Menge wird Ihnen Trost spenden.
  • lotte eisen: So ganz frei von Größenwahn scheinen Sie ja nicht zu sein.
  • Aléa Torik: Mensch Lotte, eins kann man dir jedenfalls nicht vorwerfen: dass du nicht zur allgemeinen Erheiterung beiträgst. Und da können wir uns sicher sein, dass sich einer verrannt hat.
  • lotte eisen: Mit bedeutender Philosophie einer Literatur Bedeutung zu verschaffen ist leicht. Der einfache Analogieschluss wird zum Profil der Methode. Eine höhere Qualität des literarischen Materials a l s Kunst wird dadurch nicht hergestellt. Ich denke, dass mit dem von Claus Heck vorgestellten...
  • Aléa Torik: Lieber Bersarin, herrje! Ich dachte ebenfalls, dass endlich einmal ein gescheiter Kommentar zu meinem schönen Roman kommt, aus dem vielgepriesenen, ach so schönen Internet, dem noch viel schöneren literarischen Internet und weil ich auf keinen Fall nur nebenher antworten wollte, habe...
  • bersarin: Als ich die Zeilen des kühnen Daniel Craig las, dachte ich in einer ersten Reaktion, die ich mir fast zutraue, eine spontane Reaktion zu nennen, wenngleich jegliche Spontaneität im Sinne von Unmittelbarkeit mir eher fremd ist: Mein Gott, wie kann jemand so verdammt gute Kommentare...
  • Aléa Torik: @ Bizikova, Lotte Eisen, Anne, David, – welche Pseudonyme du dir auch noch zulegen wirst, und: Sylvia. Deine Schüler? Das hier ist ein literarisches Blog, immer noch. Hier zählen inhaltliche Auseinandersetzungen und, neben der sachlichen Ebene die das hat, vielleicht sogar noch...
  • lotte eisen: Paranoide Intelligenztests sind leider alles, was dabei heraus kommt, wenn die Bildung fehlt. Ich bin hier nur noch, um einigen meiner Schüler, die bei Ihnen hängen geblieben sind, zu zeigen, das von Nichts nichts kommen kann. Ich würde geradezu Geldmittel ausgeben, um dieses...
  • Aléa Torik: @ Bizikova, Lotte Eisen, Sylvia: bitte strengt euch bei eurem nächsten Kommentargeseusel hier ein bisschen mehr an. Ich will nur Kommentare im dreistelligen IQ-Bereich. Wie schade übrigens, dass es „La mer gelée“ nicht mehr gibt: Ihr seht, ich bin mit einem furchtbar guten Gedächtnis...
  • Craig Phillips: Mr Phillips hat den Text leider bei Bersarin geklaut (AT): “Es tut sich in diesem Buch ein spannendes Spiel auf, das sich – unter anderem – um die Autor(innen)schaft und um Fiktionalität von Autoren gruppiert, und es stellt sich in dieser Prosa zudem die Frage „Wer...
  • Orlanda: Zwei!
  • Aléa Torik: Liebe Orlanda, das war leicht! Was hältst du davon, wenn wir das von hier in die Wirklichkeit verlegen. Vielleicht ein Mittagessen in der Mensa. Morgen um zwölf oder um zwei? Misses Torik
  • Orlanda: Guten Tag Aléa Torik, wie ich höre, erwartet man von Ihnen das authentisch-sein. Statt dankbar zu sein, dass Sie einen Künstleroman geschrieben haben, ein Selbstbild in der Kunst und dabei vom Schreiben, von der Tätigkeit des Erfindens berichten. Sie sehen: ich habe am Wochenende doch...
  • Aléa Torik: Lieber Phorkyas jetzt weiß ich wieder, wen ich in meiner Aufzählung vergessen hatte: Sie. Das schlechte Gewissen, Ich hatte den mehrfach versprochenen Essay zur Zeittheorie auch angefangen, wieder weggelegt und dann einfach abgehakt. Hier waren ja in den letzten Monaten andere Sachen...
  • phorkyas: Liebe Aléa, so long and thanks for all the fish. Herzlich, Phorkyas PS. Falls Sie über Herrn Keuschnigs Kommentar gestolpert waren, dass der Konstruktion Ihres Avatars pekuniäre Absichten zu grunde lägen, und eine deutliche Distanzierung meinerseits fehlte, so bitte ich das zu...
  • Aléa Torik: Liebe Orlanda, vielen Dank für die aufmunternden Worte. Sie haben vollkommen recht. Beinahe vollkommen: Ich drohe nicht mir selbst, sondern ich versuche einen sinnvollen Lebensentwurf. Wenn ich nicht erkennen kann, dass das Schreiben diesen Sinn hat, dann kann ich es nicht...
  • Orlanda: Guten Tag Aléa Torik, ich wollte Ihnen schon länger schreiben, fand aber die nötige Ruhe und Zeit nicht. Einige Ihrer Einträge hier, bei Aisthesis und Iris Nebel habe ich gelesen. Ihre Texte gefallen mir sehr, Sie haben einen bisweilen coolen, dann wieder sehr empfindsamen Tonfall....
  • Aléa Torik: Lieber Avenarius, Sie Ihrerseits leben noch? Ich bekenne … dass es das eigene ist, das einmalig eigene Leben: „Das ist keine bloße Wortspielerei und schon gar keine Ungenauigkeit. Hier wird ein Zustand beschrieben, für den kein Wort gebraucht wird. Weil es womöglich keines dafür gibt....
  • Avenarius: Liebe Alea, Ich bekenne: Sie haben gelebt!
  • Aléa Torik: Lieber Bersarin, auch hierzu noch: Kritik ist immer willkommen, immer dann, wenn sie konstruktiv vorgeht, was offenbar keine ganz einfach zu erbringende Leistung ist. Beide Zeiten, die moderne und die vormoderne, kommen in den Romanen zur Sprache, deutlicher noch in „Aléas Ich“. Und...

  • 24 Februar 2010

    Die halluzinogene Katze II

    Heute gibt es einen weiteren Auszug aus “Die halluzinogene Katze“. Das ist ein Sammelband der Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik, „Die Horen“. Ich habe Anfang Januar bereits einmal etwas daraus zitiert.

    Dieses Mal kommt ein trauriger Umstand zur Sprache. Rumänien hatte einen Dichter, einen großen Dichter, der kleine rumänische Dichter Constantin Virgil Bãnescu, den sie Bobită nannten, und der sich im letzten Jahr mit nur siebenundzwanzig freiwillig vom Leben verabschiedete. Er war 2004 auf dem Internationalen Literaturfestival in Berlin, hier finden sich einige biografische Angaben. Hier ein Video und hier ist er im Blog von Miruna Vlada.

    der tag an dem ich sterbe

    mit 23 jahren habe ich
    bis ich sterben werde nichts mehr zu schreiben

    und heute ist leben

    mein mund steht offen vor meinem sterbenden mund

    und sonne ist überm feuer

    es ist alles was ich noch schreiben würde
    wenn ich noch etwas zu schreiben hätte bis ich sterbe

    die ausgedehnteste haut des tages

    es ist der tag an dem ich sterbe

    der tag an dem ich sterbe
    ist noch ein tag im leben

    (Übersetzt von Ernest Wichner, gewidmet Oskar Pastior, der seine Gedichte ins Deutsche übertragen hat.)

    „Bobită ist tot, er, der wie ein Feuerwerk in die Poesie eingezogen war, Bobită, der mit den Odaliskenaugen, er verzauberte das deutsche Publikum mit seiner Flöte, auf der er wie ein spielendes Kind heitere Melodien improvisierte, Bobită, der jedes Wort wie ein Gedicht durchlebte, der ehrlich war und artifiziell.“
    Nora Iuga

    Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
    geschehn aus unablässigem Bestreben.
    Aléa hat’s hierher gestellt,
    und zwar soeben.



    Kommentare

    Kommentar von miruna vlada
    Datum/Uhrzeit 25. Februar 2010 um 08:15

    das ist sehr interessant!

    Pingback von noutati « MIRUNA VLADA. dincolo de extrauterinitate
    Datum/Uhrzeit 25. Februar 2010 um 08:32

    [...] de Constantin Virgil Banescu in limba germana in traducerea lui Ernts Wichner si o mentionare a lui pe un site german foarte [...]

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 25. Februar 2010 um 10:19

    Hallo Miruna,
    ich wusste nicht, dass du Deutsch sprichst.

    Diesen Sammelband gibt es noch nicht lange und ich finde die Auswahl sehr gut.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von miruna vlada
    Datum/Uhrzeit 25. Februar 2010 um 19:03

    ein bischen Deutsch :) but I am better in English. I studied in Austria for one semester and I learnt the basics.I am a Romanian poetess. Interesting blog u have. I am glad I discovered it almost accidentally. I was a friend of Bobita and I was impressed that someone mentions him from Germany. Greetings from Bucharest!

    Kommentar von Alice
    Datum/Uhrzeit 26. Februar 2010 um 16:22

    Liebe Alea,
    dies ist ein sehr schönes und ergreifendes Gedicht und es ist eine wunderbare Geste, es zu veröffentlichen, es bekannt zu machen und auf diese Weise den Dichter zu ehren, sein Werk zu würdigen und zu verbreiten.
    Ich habe es mir mit der Hand abgeschrieben.

    Alice

    PS ich sehe gerade, dass eines der Wörter, die man angeben muss, um den Kommentar abzuschicken, “tempo” heißt. In dem Gedicht hingegen bleibt die Zeit stehen.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 26. Februar 2010 um 23:40

    Liebe Alice,

    Ich hatte meine Antwort auf Ihren Kommentar gerade fertig, da habe ich wohl irgendwie die falsche Taste gedrückt und alles war weg. Jetzt fange ich noch mal von vorne an. Aber es ist ein anderer Anfang, ich weiß nicht mehr wie der erste anfing.

    Schön, dass Ihnen das Gedicht gefällt, ich kannte den Mann vorher nur dem Namen nach. Miruna Vlada, mit der ich mir jetzt schreibe, war mit ihm befreundet. Sie war natürlich sehr verwundert, dass jemand aus Deutschland nicht nur diesen Dichter zitiert, sondern auch noch ihr Blog verlinkt. Jedenfalls weiß ich nun ein paar Dinge über den Mann, was mich aber an meiner Berufswahl eher zweifeln läßt. Das war reiner Zufall, dass ich gerade in den letzten Tagen ein paar rumäniche Blogs und Literaturlinks auf meine Blogroll gestellt habe.

    Ich bin nicht zufrieden. Meine erste Antwort gefiel mir besser. Ich weiß nicht, an welche Taste ich da gekommen bin. Vielleicht komme ich gerade wieder dran. Dieser Rechner macht womöglich ab jetzt was er will.

    Ich habe mir gestern Suppengrün gekauft und an dem rieche ich jetzt alle paar Minuten, weil mir der Geruch gefällt. Meine Großmutter hat das immer in so eine Kartoffelsuppe gekocht , aber ich kenne das Rezept nicht.

    Kommentar von Alice
    Datum/Uhrzeit 27. Februar 2010 um 20:22

    Hier das identitätsstiftende Kartoffelsuppenrezept meiner Urgroßmutter:
    Ein Stück Fleisch, oder auch zerhauene Knochen von gutem Fleische werden gewaschen, zeitig mit dem nöthigen Salz auf’s Feuer gesetzt, ausgeschäumt. Kartoffeln, Zwiebeln, Suppengrün, bestehend aus einer Möhrrübe, ein paar Stücken Sellerieknolle, etwas Lauch, Petersilienwurzel und frisches Selleriegrün hinein geben und dies Alles fest zugedeckt, stark und wohl drei Stunden kochen. Die Sellerieknollenstücke werden, sobald sie weich sind, herausgenommen und in Würfel geschnitten. Die Suppe wird durch ein Sieb gestrichen, wieder zum Kochen gebracht, die gewürfelten Knollen nebst gehackten Petersilienblättern hineingeben. Dann rühre man nach Belieben noch ein Stückchen Butter durch und richte die Suppe an.

    Gruß von Alice

    PS Wo mag Ihre erste Antwort sich jetzt wohl herumtreiben? Vielleicht ist sie auf dem Weg zu jemandem, der schon sehr lange und geduldig auf eine Antwort von Ihnen wartet, der an seinem Fenster sitzt und sie sich erträumt, wenn der Abend kommt…

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 27. Februar 2010 um 23:25

    Liebe Alice,

    ich finde das sehr, sehr nett, dass Sie mir ein Rezept hierherstellen. Das müsste ungefähr das sein, was meine Großmutter auch gekocht hat. Kennen Sie Kerbel? Kann das sein, dass das in die Suppe kommt?

    Ich habe vergessen, Ihnen etwas zu erzählen. Meine Großeltern sind Bauern, ziemlich einfache Menschen. Mein Großvater stammt irgendwo aus dem ukrainischen Raum mit Wurzeln in Moldawien. In Siebenbürgen gibt es seit vielen Jahrhunderten die Nachfahren der Sachsen, die keine Sachsen waren, das war einfach nur der Überbegriff für die Deutschen. Das sind heute nur noch sehr wenige Menschen, die Deutsch sprechen. Meine Großeltern hatten nichts dagegen einzuwenden, dass Ihre Tochter einen Deutschen heiratete. Allerdings war das kein Nachfahre der dort ansässigen Sachsen, sondern ein, wie sagt man das, Herumtreiber? Ein Abenteurer. Dennoch ist mein Großvater alles andere als ein internationaler Mensch. Der hat schon nicht verstanden, warum ich nach Bukarest musste, um zu studieren. Auch in Sibiu gab‘s eine Universität, wo ich hätte studieren können. Und er hat auch nicht verstanden, dass ich dann ganz weggegangen bin. Als kleines Mädchen wollte ich nämlich mal Präsidentin von Rumänien werden (das ist eine andere Geschichte und die erzähle ich auch an anderer Stelle: das war 1989, an dem Tag an dem Nicolae Ceauşescu erschossen worden ist, da wurde die Stelle des Präsidenten frei und ich wollte sie haben) und dass ich dann weggehe und das Land verlasse, das wollte er nicht verstehen. Und was er noch viel weniger versteht, bis heute nicht, ist, dass seine Enkelin Vegetarierin geworden ist!

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 27. Februar 2010 um 23:35

    Liebe Alice,
    das habe ich ganz vergessen: an welchem Fenster, sagten Sie, wartet der Mann und schaut in die Nacht hinaus? Ich fürchte beinahe, dass es sich hierbei um eine, zwar sehr schöne, aber leider …

    Gestern Abend war ich bei einer Lesung und da hat mich auch die ganze Zeit jemand sehr intensiv angeschaut. Aber direkt neben ihm saß seine Freundin. Die mich allerdings auch angeschaut hat, so dass ich schon dachte, etwas stimmt nicht mit mir. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein und sie haben mich aus einem mir nicht bekannten, für sie beide aber verständlichen Grund angeschaut. Das war wohl nicht der Mann von dem Sie da sprechen?

    Kommentar von Alice
    Datum/Uhrzeit 28. Februar 2010 um 02:46

    Bei dem Mann handelt es sich um den “jämmerlichen Untertan” in Franz Kafkas Erzählung “Eine kaierliche Botschaft” , sie endet mit den Worten: ” – Du aber sitzt an Deinem Fenster und erträumst sie Dir, wenn der Abend kommt.”

    Diese Erzählung begleitet mich seit Schülerzeiten wie eine heimliche Hintergrundmelodie meines Lebens. Jetzt gerade habe ich sie nach langer Zeit noch einmal gelesen, um die Stelle hier korrekt zu zitieren und war ganz erstaunt, dass die Botschaft von dem s t e r b e n d e n König gesandt wurde. Das hatte ich gar nicht so in Erinnerung.

    Herzlichst, Ihre Alice

    PS Kerbel kann rein, aber erst ganz zum Schluss und Fleisch und Knochen kann man weglassen und bloß nicht drei Stunden kochen (es ist – wie gesagt ein Rezept meiner Urgroßmutter und nicht meines), und mehlige Kartoffeln müssens sein. Ein wenig Sahne ist auch gut.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 28. Februar 2010 um 10:34

    Liebe Alice,

    Sie gehen ja noch später ins Bett als ich. Die Erzählung von Kafka habe ich nicht präsent, schaue sie mir aber in den nächsten Tagen an. Ich freue mich, dass dieses Bild des am Fenster sitzenden Mannes eine literarische Korrespondenz aufweist. Und ich freue mich auch über das Wort Hintergrundmelodie.

    Ich schreibe gerade an meiner Besprechung von “Die Frequenzen” von Clemens Setz. Das macht richtig Spaß, das Buch und mein eigener Text dazu. Diesen Spaß habe ich wohl noch bis zum Nachmittag, dann mache ich eine Pause und am Abend muss ich für die Uni lesen. Morgen abend schaue ich mir noch einmal an, was ich zu dem Roman geschrieben habe und dann stelle ich das hierher. Mehr kommt in dieser Woche auch nicht, weil ich viel zu tun habe.

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag! Das ist bei Ihnen mit der Familie, nicht? Leben Ihre Kinder noch zu Hause oder sind sie schon so groß, dass sie ein eigenes Leben führen (wie man das so sagt)?

    Aléa

    Kommentar von Alice
    Datum/Uhrzeit 28. Februar 2010 um 15:15

    Liebe Alea,
    normalerweise schreibe ich nachts um drei keine Kommentare mehr, das hing zusammen mit der späten Übertragung der Finalrunden des “Olympia Bobrennens” (ja, sorry, schon wieder was mit “Fernsehen”)… Mein PC war noch an und da wir heute eigentlich mit Freunden in der Eifel wandern wollten, hab’ ich unter “wetter.com” noch nachgeschaut, was es mit der Sturmwarnung auf sich hat (zur Zeit weht es schon heftigst um unser Haus und die Wanderung ist abgesagt). Ja, und da bot es sich an, auch bei Ihnen noch mal kurz vorbeizuschauen…

    Meine Kinder sind erwachsen und ich habe fünf Enkelkinder, denen ich ohne Ende Märchen vorlese und sie lauschen gebannt und können gar nicht genug davon bekommen. Und ich habe natürlich auch meine Freude daran, über dem Vorlesen verwandelt sich alles, die Wohnstube, die Möbelstücke, die Personen – alles wird verzaubert, alles wird möglich, alles.

    Aber “Oma-Sein”ist nur ein Aspekt, wenn auch ein für mich sehr bedeutsamer, es gibt viele andere. Ich habe das Gefühl – beruflich und privat – aus der Fülle zu schöpfen, und das erlebe ich als sehr beglückend.

    Ihre Alice

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 2. März 2010 um 23:18

    Liebe Alice,

    ich habe noch gar nicht geantwortet. Ich hatte recht viel Arbeit mit der Besprechung des Romans von Clemens Setz. Gute Arbeit, schöne Arbeit und lustvoll sowieso, aber dennoch Arbeit. In dieser Woche bin ich dann mit anderen Sachen ausgelastet und werde hier auch nichts mehr formulieren. Es sei denn, es läuft mir etwas über den Weg. Aber es werden keine umfangreichen Texte erscheinen. Ich muss zu viele andere Sachen machen. Unter anderem die Geschichte von Kafka lesen.

    Ich muss mich hier leider gerade mit sogenannten Trollen herumschlagen: Leute, die Kommentare mit dem einzigen Zweck abgeben, zu provozieren. Um eine Reaktion zu bekommen. Dumme Beleidigungen von denen ich bisher verschont geblieben bin. Inzwischen haben die wohl auch mich entdeckt. Es ist also nicht, wie Alban Nikolai Herbst das prognostiziert hat, dass ich allein durch meinen Namen verschont bleibe.

    Enkelkinder sind bei mir wirklich noch ziemlich weit weg. Ich denke noch nicht einmal an Kinder. Doch manchmal, aber ganz vorsichtig nur. Ich weiß nicht wie viel Sie arbeiten, wie intensiv diese Arbeit ist und wie erfüllend oder entleerend, aber was sie über Ihr Privatleben sagen, das klingt sehr gut.

    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von ANH
    Datum/Uhrzeit 3. März 2010 um 13:08

    Das prophezeite ich? Oh je… ich möchte nicht glauben, gerade das habe die Trolle auf die Spur gesetzt, und kann dennoch nicht anders, als diesen Gedanken zu haben. Wären sie wahr, ich müßte um Entschuldigung bitten.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 3. März 2010 um 19:26

    Falls Sie nicht phrophezeihten, sondern etwas anderes getan haben sollten, dann sei Ihnen hiermit versichert: Frau Torik hat Ihnen längst verziehen. Aber ich glaube nicht, dass Ihre Äußerung etwas damit zu tun hat. Obwohl das dem Herrn Schriftsteller wohl auch nicht passen wird, dass etwas auf der Welt geschieht, ohne sein Wort.

    Herzlich
    Aléa Torik

    Kommentar von ANH
    Datum/Uhrzeit 3. März 2010 um 23:03

    Oh doch… Göttinseidank passiert das; stellen Sie sich mal vor, für was alles man sonst verantwortlich wäre.

    (Cotzees Tagebuch eines schlimmen Jahres ist übrigens, ich les es gerade, vorzüglich; vor allem im Gedanklichen. Das gepriesene Schande hingegen fand ich, abgesehen von einigen Höhepunkten, eher schwach.)

    Kommentar von thomas kunst
    Datum/Uhrzeit 26. März 2010 um 18:08

    Ewigkeit ist
    grausam und kristallen.
    Sie vernichtet

    Lebendes.
    Ersetzt Menschen und
    Lieben und

    öffnet keinen
    Brunnen. Mit der Hand wischt du
    die Scheibe ab,

    zerbrichst
    sie aber nicht. Soll jede
    Liebe

    sterben, so wie
    der Mensch. Der Tod
    schützt uns.

    (Tomaz Salamun)

    was für ein großes gedicht von banescu: den ich noch nicht kannte: danke: das horen heft besorge ich mir: mit freundlichen grüßen:
    thomas kunst

    Kommentar von thomas kunst
    Datum/Uhrzeit 26. März 2010 um 18:19

    “der tag an dem ich sterbe
    ist noch ein tag im leben” das ist große poesie ! danke für diesen neuen namen.
    freundliche grüße. thomas kunst.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 26. März 2010 um 23:12

    Lieber Thomas Kunst,

    vielen Dank! Es freud mich, dass Ihnen das Gedicht gefällt und dass Sie sich gleich den Band der Horen besorgen. Und vielen Dank auch für das da oben von Tomaz Salamun, den ich nicht kannte. So ein Blog lebt ja nicht nur von mir alleine, sondern es lebt von den Texten die hier stehen, und die können auch andere einstellen.

    Ich bin gerade etwas wortkarg, ich hatte eine schlechte Nacht und keinen guten Tag und das zusammen sorgt gerade für, was ist das?, Phantsielosigkeit. Wenn Sie hier noch einmal vorbeikommen sollten, dann sagen Sie mir doch bitte, woher Sie dieses Blog kennen, ich bin da sehr neugierig.

    Herzlich
    Aléa Torik

    Kommentar von thomas kunst
    Datum/Uhrzeit 12. April 2010 um 14:33

    liebe alea:
    lese oft albans blog: von dort führte der weg dann hierher: habe keinen pc zuhause: deshalb erst jetzt eine antwort: das horen heft habe ich inzwischen: da ist ja auch einer meiner lieblingsdichter drin: mircea cartarescu…(selbstportrait in einer streichholzflamme: was für gedichte !) oder:
    seine erzählungen: (warum wir die frauen lieben)…liebe grüße aus leipzig: thomas.

    Kommentar von Aléa Torik
    Datum/Uhrzeit 12. April 2010 um 15:20

    Lieber Thomas,
    vielen Dank. Ich muss immer wissen, wo die Leute herkommen, die bei mir zu Hause durch die Wohnung laufen.
    Dass du dies Blog über Alban Nicolai Herbst und die Dschungel entdeckt hat, freut mich besonders.
    Morgen erscheint noch einmal ein Beitrag aus dem Horen-Heft und dann noch ein letzter. Mircea Cărtărescu ist auch einer meiner Favoriten, „Warum wir die Frauen lieben“ gefällt mir allerdings gar nicht. Ich finde ihn da zu flach. Ich mag seine Lyrik und vor allem die Orbiter-Trilogie. Auf Deutsch gibt er erst den ersten Band, glaube ich. „Die Wissenden“ heißt er.
    Herzlich
    Aléa

    Kommentar von thomas kunst
    Datum/Uhrzeit 12. April 2010 um 15:41

    oh: die stelle: in dem erzählungsband: bei der eine frau von deck aus mit feuerzeugen nach delphinen wirft: finde ich famos…die “wissenden” war mir sprachlich beinahe zu dicht…ich blieb mittendrin stecken: letztes jahr lernte ich per mail den übersetzer gerhard cejka kennen: den mag ich sehr…in leipzig traf ich vor jahren per zufall auf einer party den rumänen helmut frauendorfer: der befreundet war mit herta müller: pastior und und und…t.o. bobe fällt mir noch ein: dessen buch “zentrifuge” ich sehr mochte…liebe grüße rüber !