19 Januar 2010
Aléa wandert ins Archiv
Die ersten Wochen und Monate meines Daseins als Bloggerin sind vorüber. Da ich ein bisschen einsam war, habe ich Kontakt zu anderen gesucht. Aber nicht zu ganz anderen. Das wäre mir viel zu gefährlich. Ich habe Kontakt zu anderen gesucht, die nur eingeschränkt anders sind – das Andere in gemäßigter und erträglicher Form -, nämlich zu Gleichgesinnten. Ich habe mich umgeschaut und auch gefunden, wonach ich gesucht habe: Leute, die mir gefallen. Und, Gegenseitigkeit ist ja nicht selbstverständlich, denen ich ebenfalls gefalle. Wieviel (Liebes-)kummer im Leben ließe sich vermeiden, wenn man nicht auf Gegenseitigkeit hoffen müsste.
Mit dem heutigen Tag wird mein Blog mit www.litblogs.net verlinkt und alle meine Beiträge hier erscheinen auch dort. Dieses Gemeinschaftsblog wird von Christiane Zintzen (Inadaequat) und Hartmut Abendschein (Taberna Kritika) betreut und von der Universität Innsbruck im Rahmen eines Forschungsprojektes – Dilimag: „Digitale Literaturvermittlung im Internet” – archiviert. Die entsprechenden Links finden sich auf meiner Blogroll. Ich freue mich. Ich freue mich sehr! Einen herzlichen Gruß an die Archivierten und Arretierten, die hier schon länger schmoren!
Apropos schmoren: Wie ist denn hier so die Verköstigung? Ich esse gerne Couscous und Ziegenkäse, vielleicht so zwischen sieben und acht Uhr abends, wenn das geht. Und ein Glas Buttermilch dazu. Morgens einen schönen Kaffee, ansonsten Wasser und grünen Tee. Gerne Orangensaft. An Sonntagen Kuchen mit Sahne (Schlagobers in Österreich, nicht?). Mir schmecken Suppen. Ich mag die leichte Küche, keine fetten Mehl- und Eierspeisen, und freitags Fisch, leicht in Butter angedünstet mit einer Zitronenscheibe und etwas Dill.
Ich mag gute Gespräche, eine angenehme Gesprächskultur, ich schätze einen zuvorkommenden Umgang miteinander. Ich mag, obwohl selbst Bloggerin und recht häufig im Internet, die ganze analoge Kultur, das Sinnliche, die Gegenwärtigkeit, das Haptische. Bisweilen brauche ich aufmunternde Blicke. Kleine Aufmerksamkeiten, um mich bei Laune zu halten. Und bisweilen brauche ich einfach gar nichts. Da bin ich mit mir und der Welt zufrieden. Manchmal.
(Wenn jetzt hier nichts schiefgeht, dann müsste dieser Artikel ebenfalls bei litblogs erscheinen.)
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Januar 19th, 2010 unter mittel, Paralipomena












Kommentar von czz
Datum/Uhrzeit 20. Januar 2010 um 07:00
von ARCHIV bis ZIEGENKÄSE ist dieser beitrag mit allen pünktchen und kommata bei litblogs.net erschienen & wurde prompt als meldung nach twitterland verschickt … happy landing !