26 November 2009
Wandelt sich rasch auch die Welt
„Wandelt sich rasch auch die Welt
wie Wolkengestalten,
alles Vollendete fällt
heim zum Uralten.
Über dem Wandel und Gang,
weiter und freier,
währt noch dein Vorgesang,
Gott mit der Leier.
Nicht sind die Leiden erkannt,
nicht ist die Liebe gelernt,
und was im Tod uns entfernt,
ist nicht entschleiert.
Einzig das Lied überm Land
Heiligt und feiert.”
Rainer Maria Rilke, Die Sonette an Orpheus
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: November 26th, 2009 unter Hier wird gemangelt, kurz












Kommentar von david
Datum/Uhrzeit 4. Dezember 2009 um 17:55
Rilke meint natürlich, daß die sprache, und flöge ihr die welt um die ohren, spröde bleibt gegen veränderungen.-
Deshalb ist das gedicht in diesen kontext gestellt eher ungereimt.
Ich bin kontingent drauf gestoßen, blieb aber irgendwie hängen, irgendwie war ich verärgert. Da stimmt doch was nicht, so war mein eindruck…