26 Juni 2009
Hoffnung III
Wenn ich mir die letzten beiden Bemerkungen anschaue, wie sie da stehen, für jeden zugänglich und einsehbar; sie sehen anders aus als noch Minuten zuvor, da nur ich sie sehen konnte, zu dem Zeitpunkt, da es noch eine sehr intime Erfahrung gewesen ist; jetzt ist sie öffentlich und dadurch ist sie eine andere: sie ist nicht mehr nur meine Erfahrung, sie ist von mir abgerückt, entfernt, beinahe so als hätte ich es nicht selbst geschrieben, sondern läse, was ein anderer zu dem Thema Hoffnung geschrieben hat -; wenn ich mir also die letzten beiden Bemerkungen anschaue, dann frage ich mich: gibt es eigentlich auch Lebenserfahrung, die man nicht so verdammt teuer bezahlen muss.
Ans Ende dieses Satzes müsste ein Fragezeichen, aber ich habe keine Kraft für ein Fragezeichen. Der Preis für diese paar Worte ist so unermesslich hoch und eigentlich gar nicht in Worte zu fassen. Und der Preis für das, was nicht in Worte zu fassen ist, ist verdammt noch mal zu hoch. Es gibt immer noch diese Momente, da schüttelt mich die Hoffnungslosigkeit. Ich sitze auf meinem Stuhl in der Küche und fange zu weinen an. Ich kann nichts dagegen tun.
Wenn auch nicht jede Zeile gleich erhellt:
geschehn aus unablässigem Bestreben.
Aléa hat’s hierher gestellt,
und zwar soeben.
Geschrieben: Juni 26th, 2009 unter Confusion sexuelle, mittel, Worte, nichts als Worte











